Formel 1 - Saison 2004

Bridgestones Ziel für 2004 lautet absolute Dominanz


(F1Total.com) - Erfolg und Niederlage liegen im Motorsport allgemein dicht beieinander. Bridgestone wurde dies 2003 in der Formel 1deutlich vor Augen geführt.

Nach einer ungemein erfolgreichen Saison im Vorjahr mit Ferrari, gelang dem japanischen Reifenhersteller schlussendlich zwar auch dieses Jahr wieder die Titelverteidigung mit ihrem Top-Team, doch dafür musste man bis zum letzten Grand Prix hart kämpfen und einen wahren Kraftakt durchführen.

2003 war für den Reifenpartner von Ferrari, BAR-Honda, Sauber, Jordan und Minardi hart

"Es war vom Anfang bis zum Ende sehr aufregend und ich muss gestehen, dass es sehr schwer ist, zu sagen, dass es ein Jahr war das Spaß gemacht hat. Es war hart, doch aus Ingenieurssicht auch sehr befriedigend. Seit 1999 haben wir beide Titel gewinnen können [1999 gewann Ferrari zwar den Konstrukteurstitel, der Fahrertitel ging jedoch an McLaren-Pilot Mika Häkkinen, Anm. d. Red.] und das macht mich sehr glücklich", erklärte nun Hisao Suganuma.

Der Technische Manager von Bridgestone verkennt in seinem Rückblick auf eine für die Japaner und die Partner-Teams schwierigen Saison aber nicht, dass die Michelin-Teams vor allem bei heißen Temperaturen allgemein immer bessere Karten als ihre Bridgestone-bereiften Konkurrenten hatten.

Bridgestones Reifen waren bei Hitze nicht leistungsfähig genug

"Unsere Reifen haben unter heißen Bedingungen nicht besonders funktioniert", gibt Suganuma zu, für den der zweite Platz von Rubens Barrichello bei der Hitzeschlacht in Malaysia schlicht und ergreifend enttäuschend war. "Wir wollen immer auf dem Podium ganz oben stehen und deshalb müssen wir unsere Performance unter heißen Bedingungen auch verbessern."

Die nicht nach Wunsch ausgefallenen Ergebnisse, zum Beispiel in Malaysia, Monaco und Frankreich, wird man deshalb zum Anlass nehmen bei der Entwicklung neuer Reifen für die nächste Saison sich stärker auf die Streckeneigenschaften zu konzentrieren. "Wir haben bereits einige Anhaltspunkte wie wir diese Probleme lösen können und werden diesen Winter daran arbeiten. Ich glaube, dass unsere Entwickler gute Arbeit leisten werden", ist Suganuma davon überzeugt, dass man 2004 auf Strecken wo es dieses Jahr sehr heiß war, die selbst aber nur wenig Grip boten, nicht noch einmal ins Hintertreffen gelangen wird.

Suganuma: Michelin verbesserte sich mehr als wir

Der Japaner geht aber nicht nur was die offensichtlichen Nachteile bei Hitze anbelangt selbstkritisch mit der Entwicklungsarbeit von Bridgestone ins Gericht, sondern macht gleichzeitig auch Michelin ein dickes Kompliment. "Wir haben unsere Reifenperformance dieses Jahr verbessern können, doch das gelang uns nicht in dem gleichen Maße wie das unser Rivale tat. Wir haben aber eine Menge gelernt und viele Daten über die Bereiche gesammelt in denen wir uns nächstes Jahr verbessern wollen."

"Die Ergebnisse in dieser Saison sind gut für unsere Motivation", sieht Suganuma in den Enttäuschungen, die man erlebte, auch etwas Gutes. Offensichtlich wurde dadurch Bridgestones Kampfgeist geweckt. Für die neue Saison hat man sich jedenfalls viel vorgenommen.

Bridgestone hat sich für 2004 kein leichtes Ziel gesetzt

"Wir hoffen, dass die nächste Saison nicht so hart für uns wird. Letztes Jahr sagten alle, dass die Rennen langweilig waren, doch unser Ziel für 2004 ist es das Gleiche zu erreichen wie in 2002", erklärt der Technische Manager, dessen Worte - dass man eine Dominanz anstrebt die Bridgestone und Ferrari damals fünfzehn von insgesamt siebzehn möglichen Rennsiegen ermöglicht hatte - eine eindeutige Kampfansage an Michelin sind.

Wer am Ende der am 7. März 2004 im australischen Melbourne beginnenden Saison, die die Formel 1 zum ersten Mal auch nach China und Bahrain führen wird, auf dem Reifensektor die Nase vorn hat, wird sich zeigen müssen. Der Konkurrenzkampf zwischen Michelin und Bridgestone in diesem Jahr, sowie die Ankündigungen der Japaner für 2004, deuten aber schon jetzt auf eine spannende neue Saison hin.

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Massa bleibt Ferrari auch nächstes Jahr erhalten


(F1Total.com) - Als Felipe Massa nach seiner ersten Formel-1-Saison von Peter Sauber den "Laufpass" bekam, weil er in den Augen des Teamchefs im Hinblick auf seine fahrerischen Fähigkeiten und die Zusammenarbeit mit den Ingenieuren zu sehr wie ein Rohdiamant war der noch etwas Feinschliff benötigte, konnten viele Fans die Entscheidung des Schweizers nur schwer nachvollziehen.

Dass Sauber den Brasilianer nach seinem Lehrjahr bei Ferrari wieder zurückgeholt hat, um mit ihm und Giancarlo Fisichella die Saison 2004 zu bestreiten, hat in vielen Fans schon die Hoffnung auf eine erfolgreiches Jahr geweckt.

Nicht nur Sauber selbst, sondern auch die Anhänger des Teams rechnen sich auf Grund der heiß-blütigen italienisch-brasilianischen Fahrerpaarung einiges aus und erwarten gespannt wie sich der Youngster Massa gegen den erfahrenen Fisichella schlagen wird.

Bei Ferrari, wo Massa bereits als potenzieller Nachfolger von Michael Schumacher oder Rubens Barrichello gehandelt wird, ist man mit der Arbeit des 22-Jährigen als Testfahrer in diesem Jahr zumindest zufrieden gewesen. Wie sehr, zeigt die Tatsache, dass man auch nächstes Jahr nicht auf den Luxus verzichten wird mit zwei Piloten zu testen - wenn es Sinn macht.

Gegenüber 'ITV' bestätigte nun ein Sprecher, dass neben Ferraris Nummer-1-Testfahrer Luca Badoer auch Felipe Massa für die Roten das eine oder andere Mal zum Einsatz kommen wird: "Entsprechend der Notwendigkeit auf unserer und seiner Seite, sowie seinen Verpflichtungen gegenüber Sauber, wird Felipe Massa in der Saison 2004 gelegentlich für uns testen", erklärte das italienische Team.

Während dies für den Sauber-Piloten eine gute Nachricht ist, dürfte das die bislang mit dem zweiten Testcockpit in Verbindung gebrachten Fahrer wie Ex-RenaultF1-Tester Allan McNish oder den 2003 von Ferrari ein Mal zu Reifentests reaktivierten Luciano Burti weniger freuen. Die "Roten" kommen nächste Saison trotz immer intensiveren Konkurrenzkampfes zwischen den Top-Teams anscheinend jedenfalls ohne einen dauerhaften zweiten Testfahrer aus. Sollten sie dennoch einmal Unterstützung benötigen, werden sie auf Massa zurückgreifen.

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Die Silberpfeile sind für WM-Kampf gerüstet


München - Die Kampfansage von Kimi Räikkönen war nicht zu überhören: "Wir wollen beide Titel."

Das Selbstbewusstsein des jungen Finnen kommt nicht von ungefähr, musste er sich doch Michael Schumacher nur um zwei WM-Punkte geschlagen geben. Auch in der Teamwertung bestätigte McLaren-Mercedes seinen dritten Platz vom Vorjahr.

Doch was müssen die Silbernen tun, damit sie am Ende der neuen Saison tatsächlich den Doppel-Erfolg feiern können?

MP4-19 schon einsatzbereit

Der erste Schritt scheint bereits getan: Der schwäbisch-britischen Allianz steht der neue MP4-19 bereits zu den Testfahrten Ende November zur Verfügung. So früh wie kein anderes Team präsentiert Silber seinen neuen Boliden.

Doch der bittere Beigeschmack bleibt: Der neue Silberpfeil ist nur die verbesserte Version des MP4-18, der an seinem GP-Debüt gescheitert war. Hätte man ihm die Kinderkrankheiten früher austreiben können, wäre ein Titel vielleicht schon 2003 möglich gewesen.

McLaren-Mercedes hatte also ausreichend Zeit, das so genannte "Phantomauto" auf Vordermann zu bringen. Und glaubt man Stimmen aus dem Umfeld, so soll der neue Bolide mindestens eine Sekunde schneller sein als der MP4-17D.

Räikkönen will den Titel

Von Seiten des Autos scheint Silber demnach gewappnet zu sein, um es mit der Konkurrenz aufzunehmen. Doch wie ist es um die Fahrer-Paarung für 2004 bestellt?

Mit seiner Titelforderung meinte Kimi Räikkönen natürlich in erster Linie sich selber, aber auch sein Teamkollege könnte Ansprüche anmelden.

David Coulthard steht vor seiner letzten Saison bei McLaren-Mercedes und damit auch vor der letzten Chance, sich den Traum vom WM-Titel endlich zu erfüllen. Diese Gewissheit könnte einen extra Motivationsschub bedeuten.

Auch Coulthard meldet Ansprüche an

Und auch der 32-Jährige ist sich sicher: "Ferrari ist schlagbar. Sie wurden in dieser Saison schon viel konsequenter geschlagen. Wir werden hart dafür arbeiten, damit dieser Trend anhält."

Die Kritiker des Schotten quittieren dessen alljährliche "Ich-will-Weltmeister-werden"-Ansprache zwar generell mit einem milden Lächeln, aber Coulthard hat auch in der für ihn enttäuschenden letzten Saison immer wieder sein Können unter Beweis gestellt. Vor allem auf den ausgesprochenen Fahrerstrecken.

Das Einzelzeitfahren wurde letztlich seine Achillesferse und brachte ihn um eine reelle Chance auf den Titel. Sollte er diese eher "psychologische" Schwäche in den Griff kriegen und wie 2003 mit starken Auftritten in die Saison starten, muss man Coulthard auf der Rechnung haben.

Interner Streit um die Nummer eins?

Doch damit könnte der interne Ärger bereits vorprogrammiert sein. Anders als bei Ferrari gibt es bei Silber zu Saisonbeginn keinen Fahrer mit Nummer eins Status. Jedoch wird der Finne nach seinem zweiten Platz in der WM-Wertung diesen Titel für sich beanspruchen.

Sollte Coulthard aber ein starker Auftakt in den ersten Grands Prix gelingen, wäre die frühe Festlegung auf Räikkönen nur schwer zu rechtfertigen. Beide Piloten würden sich zudem auch noch gegenseitig wichtige WM-Zähler wegnehmen.

Im Schotten hat Silber zwar den perfekten Teamspieler, doch lässt sich "DC" nur eher unfreiwillig in diese Rolle drängen. Schließlich gehört der "Iceman" nicht gerade zu seinen besten Freunden.

Alle für einen?

Tatsache ist: Beide Piloten werden verbissen um ihre WM-Chance kämpfen. Besonders für Coulthard geht es um alles oder nichts. Und so lange er noch die kleinste Chance auf Erfolg sieht, wird er garantiert nicht zurückstecken.

Bleibt nur abzuwarten, ob im Fall der Fälle auch ein Kimi Räikkönen für seinen Teamkollegen fahren würde. Wenn der ehrgeizige Finne seinen Worten Taten folgen lassen will, würde er im Sinne des Teams wohl in den sauren Apfel beißen müssen...

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Rollout des C23 in Valencia


München - Das schweizer Sauber-Team wird seinen neuen Boliden C23 am 10. Januar zum ersten Mal einem Härtetest unterziehen. Im Gegensatz zu den früheren Jahren wird Sauber zu diesem Zweck nicht nach Fiorano (Italien) reisen, sondern ins spanische Valencia.

"Die letzten zwei Jahre wurden wir in Fiorano vom Schnee überrascht. Jetzt gehen wir im Süden auf Nummer sicher", so Teamchef Peter Sauber.

Wann und wo die Präsentation des neuen Autos stattfindet, ist noch unbekannt.

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Sauber plant ersten Funktionstest des C23 in Spanien


(F1Total.com) - Für kurze Zeit hatte auch das Sauber-Team in Betracht gezogen 2004 das neue Auto erst nach den Überseerennen einzusetzen, um somit mehr Zeit bei der Entwicklungsarbeit zu haben.

Dem Beispiel anderer Teams in den letzten Jahren wird man nun aber definitiv nicht folgen. Nachdem die Ursachen für die Probleme mit dem diesjährigen Boliden geklärt waren, hatte man umgehend mitgeteilt, in der nächsten Saison das neue Auto gleich von Anfang an einsetzen zu wollen.

Um bis zum Saisonbeginn in Australien alle Kinderkrankheiten mit dem Sauber C23 aussortiert zu haben, soll der Bolide nicht wie in diesem Jahr erst Anfang Februar der Öffentlichkeit vorgestellt werden, sondern nach Angaben des 'Blick' bis Mitte Januar. Aber nicht nur die frühe Präsentation wird im Vergleich zu 2003 anders sein, sondern auch der erste Funktionstest, den man bisher immer auf Ferraris privater Teststrecke in Fiorano durchführte, wird verlegt.

"Die letzten zwei Jahre wurden wir vom Schnee überrascht. Jetzt gehen wir im Süden auf Nummer sicher", kündigte Peter Sauber an, dass man in Spanien zum ersten Mal mit dem C23 fahren wird. Ein genaues Datum ist gegenwärtig zwar noch nicht bekannt, jedoch soll das Rollout um den 10. Januar stattfinden.

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Kein Rennen in Interlagos?


München - Die FIA hat für die Saison 2004 18 Rennen im Kalender vorgesehen. Jetzt allerdings besteht die Gefahr, dass es eines weniger sein könnte, denn in Brasilien gibt es Probleme.

Medieninformationen zufolge hat ein Richter in Sao Paulo den Vertrag zwischen den dortigen Veranstaltern und der Regierung ausgesetzt. Die Regierung musste immer wieder für die durch das Rennen entstandenen Kosten aufkommen.

Die Veranstalter haben bereits Berufung gegen die Entscheidung eingelegt.

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ausführlich:

Saisonfinale 2004 in Brasilien in Gefahr


(F1Total.com) - Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass das Eröffnungsrennen im australischen Melbourne aus wirtschaftlicher Betrachtung für die Stadt auch dieses Jahr ein Verlustgeschäft war. Zum achten Mal in Folge schrieben die Veranstalter rote Zahlen.

Gegen die Zuschüsse, die das Rennen Jahr für Jahr erhält, läuft in "Down under" bereits ein australischer Verband der Steuerzahler Sturm, der die in das Formel-1-Rennen investierten Millionen anderswo besser aufgehoben sieht.

Der Australien-Grand Prix ist aber nicht das einzige Beispiel dafür, dass die Organisatoren am Ende auf einem Schuldenberg sitzen bleiben. In Brasilien ist das nicht anders. Medieninformationen zufolge hat nun ein Richter in Sao Paulo den Vertrag zwischen den dortigen Veranstaltern und der Regierung ausgesetzt, denn das Rennen kostet die Stadt ebenfalls Millionen.

Als Hintergrund für dieses Vorgehen werden politische Beweggründe vermutet, denn 2004 stehen Wahlen in Sao Paulo an. Die Veranstalter, denen eine hohe Geldstrafe angedroht wurde sollte man die richterliche Verfügung missachten, haben bereits Berufung gegen die Entscheidung eingelegt.

Im provisorischen Rennkalender für das kommende Jahr ist der Brasilien-Grand Prix bislang das achtzehnte und letzte Rennen. Sollten sich die dortigen Behörden und Rennveranstalter aber nicht einigen können, so ist zu befürchten, dass das Saisonfinale 2004 nicht im Autodromo Jose Carlos Pace in Interlagos ausgetragen werden wird.

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Massa in doppelter Mission


München - Auf Felipe Massa wird in der kommenden Saison eine Doppelbelastung zukommen. Der junge Brasilianer wird sowohl als Stammpilot bei Sauber als auch als Testfahrer bei Ferrari eingesetzt.

"Entsprechend der Notwendigkeit auf unserer und seiner Seite, sowie seinen Verpflichtungen gegenüber Sauber, wird Felipe Massa in der Saison 2004 gelegentlich für uns testen", erklärte Ferrari.

Neben Luca Badoer ist Massa zweiter Ferrari-Testfahrer. Nach einem dritten wird noch gesucht.

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noch ausführlicher:

Felipe Massa fährt 2004 zweigleisig


München - Bisher konnte man davon ausgehen, dass ein F-1-Pilot, der bei einem Rennstall unter Vertrag steht, diesem seine Arbeitskraft exklusiv zur Verfügung stellt.

Michael Schumacher käme ja auch nicht auf die Idee, zwischendurch mal ein Rennen für BMW-Williams zu bestreiten.

Doch die Zeiten scheinen sich geändert zu haben - zumindest was den neuen Sauber-Mann Felipe Massa angeht.

Massa will für Ferrari testen

Der Brasilianer will in der kommenden Saison zweigleisig fahren. Einerseits wird Massa die Rennen für das Team von Peter Sauber absolvieren, aber andererseits nebenbei seine Testarbeit für Ferrari weiterführen.

Ein Fahrer und zwei Teams - kann das funktionieren?

In diesem Fall liegen wohl besondere Umstände vor: Der Schweizer Rennstall und die Scuderia Ferrari sind eng verbunden. Sauber wird von den Italienern seit Jahren mit Motoren beliefert.

Sauber-Mann mit Ferrari-Zukunft?

Massa feierte 2002 sein F-1-Debüt bei den Schweizern und machte durch sein fahrerisches Talent auf sich aufmerksam. Für Peter Sauber mangelte es dem Brasilianer jedoch noch an ausreichender Kenntnis auf dem technischen Sektor.

Ein Jahr Arbeit als Testfahrer bei Ferrari schien daher für Massa die richtige Lösung zu sein.

Auch bei den Roten blieben die Qualitäten des 22-Jährigen nicht unbemerkt. Für die Scuderia könnte er ein Kandidat werden, der nach der nächsten Saison Stammpilot Rubens Barrichello ablöst und möglicherweise sogar eines Tages Michael Schumacher beerbt.

Erfahrung sammeln bei den Schweizern

Doch bis dahin gilt es für Massa noch einiges an Rennerfahrung zu sammeln. Und wo könnte er das besser als beim freundschaftlich verbundenen Sauber-Team?

Für den jungen Brasilianer könnte es demnach gar nicht besser laufen. In dieser Saison muss er zwar sein Talent unter Beweis stellen, aber die Aussicht auf ein Ferrari-Cockpit ist wohl Ansporn genug.

Die Tür bei den Roten steht dem Sauber-Piloten zumindest weit offen.

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Bruni bei Minardi für 2004 "auf Pole Position"


(F1Total.com) - Vor wenigen Tagen erklärte Gianmaria Bruni, dass seine Chancen auf eines der beiden Minardi-Cockpits äußerst gut stehen und Teamchef Paul Stoddart bekräftigte noch einmal, dass man den Italiener gerne als Stammpiloten für 2004 verpflichten möchte.

Da der Rennstall aus Faenza zudem plant an den Ende November beginnenden Testfahrten teilzunehmen, ist es auch in Minardis Interesse innerhalb der nächsten Wochen einen der beiden Piloten für 2004 bekannt zu geben.

Gegenüber 'f1racing.net' erklärte nun ein Teamsprecher, dass man diesbezüglich Fortschritte gemacht hat und Gianmaria Bruni "eindeutig auf Pole Position" für eines der Minardi-Cockpits steht. "Er ist der einzige unserer Kandidaten der zum jetzigen Zeitpunkt einen Vertrag vorliegen hat." Den weiteren Ausführungen nach handelt es sich dabei um einen unterschriftsreifen Vertragsentwurf.

Ob der 22-Jährige beim italienischen Rennstall seine Chance als Stammfahrer bekommen wird, hängt nun von der italienischen Sponsorengruppe ab die ihm schon die Teilnahme an den zweistündigen Privattests während letzten fünf Grand Prix ermöglicht hatte.

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Villeneuve auf Sponsorensuche für Jaguar-Cockpit?


(F1Total.com) - Nachdem Jaguar Racing vor einigen Tagen mit Justin Wilson einen Vertrag abschloss, der es dem Briten ermöglichen wird für das Team im November und Dezember zu testen, und der 25-Jährige somit noch einmal die Chance bekommt sich für das Stammcockpit zu empfehlen, halten die Spekulationen um den zweiten Jaguar-Piloten für 2004 an.

Während Alexander Wurz sich auf der Wunschliste des Teams ganz oben sieht, und sich auch Jos Verstappen auf Grund seiner Sponsoren Chancen ausrechnen darf, soll auch Jacques Villeneuve ernsthaftes Interesse an dem vakanten Cockpit haben. Nachdem die Anfrage Villeneuves bei McLaren-Mercedes nach einem Testfahrerposten keinen Erfolg mit sich brachte, soll dessen Manager eine Sportmarketingfirma beauftragt haben Sponsoren zu finden, um die für das Jaguar-Cockpit noch benötigte Summe von 5 Millionen US-Dollar aufzutreiben.

Laut der kanadischen Presse konnten sich die von Slam Management kontaktierten Unternehmen aber noch nicht dafür erwärmen den seit seinem Wechsel zu BAR-Honda erfolglosen Ex-Weltmeister zu unterstützen. Von den für die nächste Saison noch verfügbaren Cockpits, ist Jaguar Racing aber die einzige konkurrenzfähige Option die sich für 2004 noch bietet, was auch Villeneuves Interesse erklärt.

Sollte der Kanadier tatsächlich den Wunsch besitzen für die "Raubkatzen" fahren zu wollen und das nur vom Faktor Geld abhängen, so stellt sich zwangsläufig die Frage warum er nicht einen Teil seines bei British American Racing verdienten Gehalts dafür aufwendet. Zumindest würde er mit diesem Schritt auch sein angekratztes Image etwas aufpolieren können.

Noch immer halten ihm viele vor, dass er damals nur des Geldes wegen zu BAR gegangen sei. So drängt sich der Verdacht auf, dass er Jaguar Racing in der Hoffnung auf ein Top-Cockpit nur als Zwischenlösung ansieht und nicht bereit ist dafür einen kleinen Teil seines Privatvermögens zu opfern, was ihn aus Sicht des Teams bestimmt nicht zum Wunschkandidaten machen dürfte.

An welcher Position der 32-Jährige aber auf Jaguars Fahrerliste steht, weiß derzeit ohnehin nur das Team, welches einen Fahrer sucht der sich integrieren können und zur eingespielten Mannschaft passen muss. Dass Villeneuve die richtige Wahl wäre, daran hat zumindest Mark Webber seine Zweifel. "Es wäre gut einen Williams- oder McLaren-Piloten zu haben. Jacques hat zwar eine Menge Erfahrung, doch was er bei Williams gelernt hat liegt schon lange zurück", sagte der Australier dem 'Autosport'-Magazin.

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dann:

Villeneuve will sich Jaguar-Cockpit erkaufen


München - Für Jacques Villeneuve wird die Zeit langsam knapp: Der Ex-Weltmeister hat für 2004 noch immer kein Cockpit gefunden.

Selbst als Testfahrer bei Mercedes hat sich der Kanadier angeboten, doch auch dort sind seine Dienste scheinbar nicht erwünscht.

Der letzte Rettungsanker für seinen Verbleib in der Königsklasse wäre der Sitz bei Jaguar. Aber der Platz neben Mark Webber ist heiß begehrt und wohl nur mit einer kräftigen Finanzspritze für die "Raubkatzen" zu ergattern.

Keine Sponsoren für "JV"

An diesem Punkt versucht Villeneuve nun anzusetzen. Wie die kanadischen Medien berichten, hat sein Manager Craig Pollock die Marketingfirma "Slam Management" aus Montreal beauftragt, Sponsorengelder aufzutreiben.

Mit der stolzen Summe von fünf Millionen Dollar erhofft sich der ehemalige BAR-Pilot den Zuschlag für das Jaguar-Cockpit.

Doch bisher war die Ausbeute eher ernüchternd: "Slam" soll nicht weniger als 30 kanadische Unternehmen kontaktiert haben, doch bisher wollte niemand Villeneuves weitere F-1-Zukunft unterstützen.

Jaguar als letzte Chance

Keine gute Nachrichten für den 32-Jährigen, denn wie aus seinem Umfeld verlautete, sei der Platz bei den Grünen "JVs" einzige Option für die Saison 2004.

Villeneuve befindet sich bei den Interessenten in illustrer Gesellschaft: Alexander Wurz, Jos Verstappen, Christian Klien und Justin Wilson hoffen ebenfalls auf eine Anstellung bei Jaguar.

Doch der Ex-Champ sollte die Hoffnung noch nicht so schnell aufgeben, denn auch bei den Konkurrenten ist die Finanzierung noch nicht in trockenen Tüchern.

Angebot für Le Mans

Sollten alle Stricke für das "Projekt Königsklasse" reißen, stünde Villeneuve jedoch eine Alternative offen: Das 24 Stunden-Rennen von Le Mans.

"JVs" langjähriger Freund Stephane Ortelli machte ihm das Angebot, an seiner Seite das Rennen zu bestreiten: "Ich glaube, die Formel 1 ist nicht mehr gut für Jacques. Er ist ein unglaublich schneller Fahrer und in unserer Sportart mehr als nur willkommen. Ich weiß, dass er Le Mans liebt, warum sollten wir also nicht wieder Teamkollegen werden?"

Villeneuve selbst hatte diese Möglichkeit nie ausgeschlossen: "Vielleicht wenn ich mit dem Rennsport aufhöre, dann wäre es toll, daran teilzunehmen. Aber es hat keine Priorität."

Großes Ziel vor Augen

Möglich, dass sich die Prioritäten des Kanadiers bald eher unfreiwillig verschieben werden.

Aber ein großes Ziel könnte der Sohn des legendären Gilles Villeneuve so doch noch erreichen: Bisher hat es noch kein Pilot geschafft, die Indy500, die Formel-1-Weltmeisterschaft und das Langstreckenrennen von Le Mans zu gewinnen.

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Alesi würde wieder für McLaren-Mercedes testen


(F1Total.com) - Ex-Formel-1-Star Jean Alesi, inzwischen als Mercedes-Werkspilot Publikumsliebling in der DTM, kann sich zwar nicht vorstellen, noch einmal in die Königsklasse zu wechseln, gegen einen erneuten Test in einem "Silberpfeil" hätte er aber nichts einzuwenden.

Im Vorjahr bekam der 39-jährige Grand-Prix-Sieger von Montreal 1995 von McLaren-Boss Ron Dennis die Chance, das damalige Formel-1-Auto des Erfolgsteams zu testen. Alesi konnte wertvolle Informationen hinsichtlich der Michelin-Pneus abliefern und fuhr auch respektable Rundenzeiten, aufgrund seiner eingeschränkten technischen Fähigkeiten kam aber nie ernsthaft in Frage, ihn an der Seite von Alexander Wurz für das Testteam zu verpflichten.

"Ich werde sicher nicht mehr in die Formel-1-Szene zurückkehren", so der Franzose auf seiner offiziellen Homepage, "aber es ist klar, dass mich eine Testfahrt reizen würde, sollte McLaren neuerlich mit einer solchen Bitte auf mich zukommen, wie das schon zweimal der Fall war. Das würde mir große Freude bereiten." Seine Beziehung zu Teamchef Ron Dennis bezeichnete er in diesem Zusammenhang als "sehr gut, einfach und unkompliziert". Außerdem gilt er als Freund von Mercedes-Sportchef Norbert Haug.

Seinen letzten Grand Prix hat Alesi 2001 auf Jordan-Honda in Japan bestritten, seither fährt er für Mercedes in der DTM. Trotz anfänglicher Schwierigkeiten hat er sich dort inzwischen als Spitzenfahrer etabliert, wenn auch der ersehnte Titelgewinn bisher nie in Griffweite war. Höhepunkt der DTM-Karriere des heißblütigen Franko-Sizilianers blieben deshalb bisher zwei Siege im britischen Donington.

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Klien: "Intensive Verhandlungen" mit Jaguar und Jordan


(F1Total.com) - Österreich hat zwar den Grand Prix im eigenen Land verloren, doch die Chancen, dass im kommenden Frühjahr erstmals seit Suzuka 2000 wieder ein Pilot aus der Alpenrepublik bei einem Formel-1-Rennen am Start sein wird, stehen gut. Neben McLaren-Mercedes-Testfahrer Alexander Wurz hofft nämlich auch Christian Klien auf das vakante Jaguar-Cockpit.

Der Gesamt-Zweite in der Formel-3-Euroserie und Marlboro-Masters-Sieger dieser Saison bringt dank Sponsor Red Bull kolportierte zehn bis 15 Millionen Dollar mit, die ihn für jeden Rennstall mit noch verfügbaren Cockpits – also Jaguar, Jordan und Minardi – zu einer interessanten Alternative machen. Er selbst gibt sich diesbezüglich aber bedeckt: "Ich versuche zusammen mit meinem langjährigen Partner Red Bull für 2004 einen Fahrerplatz in der Formel 1 zu erhalten."

Red Bull verhandelt mit Jaguar und Jordan

Es sei sein "Wunschtraum, in die Königsklasse des Motorsports aufzusteigen", aber "ob dies gelingt, müssen wir abwarten. Die diesbezüglich laufenden intensiven Verhandlungen mit den britischen Teams Jaguar und Jordan werden von Red Bull geleitet. Es ist allerdings derzeit noch zu früh, um Verhandlungsdetails bekannt zu geben." Förderer Dr. Helmut Marko hat inzwischen nur mitgeteilt, dass Red Bull "nicht als Hauptsponsor" einsteigen würde.

Rückendeckung erhielt Klien von Ex-Grand-Prix-Pilot Gerhard Berger, der im September auch als BMW-Sportchef in Rente gegangen ist und seither alle Formel-1-Angebote standhaft ablehnt: "Jaguar oder Jordan wären für ihn eine gute Lösung", so der 44-Jährige gegenüber dem 'ORF'. "Ich traue auch Leuten mit 19, 20, 21 Jahren einiges zu. Klien hat in der vergangenen Saison seine Leistungen gebracht."

Diese wurden übrigens auch von der Zeitschrift "Wann und Wo" honoriert, die Klien überraschend zu Vorarlbergs Sportler des Jahres gewählt hat. Im Rahmen eines Galaabends in der Dornbirner Stadthalle bekam der Red-Bull-Kaderfahrer aus den Händen der Gattin von Landeshauptmann Sausberger die Auszeichnung überreicht, was ihn "umso mehr" freute, "da ich nicht damit gerechnet habe."

Macao und Korea wegen vollen Terminkalenders gestrichen

Überhaupt ist der Terminkalender Kliens im Moment recht voll: In Misano testete er kürzlich einen Formel-Renault-Wagen mit knapp 400 PS, Mercedes lud ihn ein zum "Stars-and-Cars"-Tag in Stuttgart, für Red Bull setzte er am A1-Ring die Messlatte in einem Formel 3 und einem Formel Renault für das kommende Nachwuchsprogramm und tags darauf stand er seinem Mücke-Team für einen PR-Tag zur Verfügung.

Die Formel-3-Klassiker in Macao und Korea hat der Österreicher indes nicht in sein 2003er-Programm aufgenommen – einerseits, weil er dort angesichts des derzeitigen Verhandlungsstands mehr verlieren als gewinnen könnte, andererseits, weil sein voller Terminkalender eine Teilnahme kaum zugelassen hätte.

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Politik stellt sich hinter Grand Prix in Brasilien


(F1Total.com) - Der Grand Prix von Brasilien im kommenden Jahr scheint doch nicht so gefährdet zu sein, wie zunächst anhand von Berichten am Wochenende angenommen werden musste. Obwohl sich ein Richter massiv dafür einsetzt, die Veranstaltung zu stornieren, gibt es ausreichend politische Rückendeckung für das geplante Saisonfinale 2004.

Anstoß für die Berichterstattung der letzten Tage waren ein angeblich gekündigter Vertrag der Stadt Sao Paulo sowie der schleppende Ticketverkauf in den vergangenen Jahren. Genau wie viele andere Rennen – sogar der Auftakt in Melbourne – war der Chaos-Grand-Prix von Interlagos im Frühjahr nämlich wirtschaftlich ein Verlustgeschäft, wenn man sich rein auf die Einnahmen an der Strecke bezieht.

Aber: "Der Gewinn für Sao Paulo durch das Rennen liegt nicht nur im Ticketverkauf", wird Luis Tarcisio, Stadtsekretär für Wirtschaft, von unseren Kollegen von 'Pitpass' zitiert. "Tourismus und Handel steigen am Grand-Prix-Wochenende stark an und das bringt Geld in die Kassen der Stadt." Außerdem erklärte er die Idee, keine Formel 1 mehr in Sao Paulo zu haben, für "geisteskrank". Und: "Wir weigern uns, das zu akzeptieren."

Auch sonst gibt es im Rathaus durchaus eine breite politische Front pro Formel 1 – angeführt vom Bürgermeister, der in diesem Jahr sogar das Vorwort für das offizielle Programmheft persönlich verfasst hat. Seitens der Formel-1-Verantwortlichen ist Interlagos sowieso ein Fixpunkt im Kalender, weil es sonst kein Rennen in Südamerika gibt, weil ausreichend Überholmöglichkeiten vorhanden sind und weil es für Tabakwerbung entsprechende Ausnahmeregelungen gibt.

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Briatore: "Wir mögen die Herausforderung"


(F1Total.com) - Frage: "Flavio, du bist seit zwei Jahren der Chef des RenaultF1-Teams. Was ist der Status der Integration zwischen Enstone and Viry-Châtillon?"
Flavio Briatore: "Als Erstes muss man darauf hinweisen, dass das Team in jedem Bereich Fortschritte gemacht. Unsere in diesem Jahr erzielten Ergebnisse sind das Produkt der Arbeit eines jeden, egal auf welcher Seite des Kanals. Das Team ist auf jedem Gebiet besser und die Integration funktioniert. Wir sind nicht zwei separate Teams sondern ein Team."

Frage: "Hat der Umstand, dass dir die Verantwortung für den Motorenbereich zu Saisonbeginn des letzten Jahres übertragen worden ist zu Veränderungen geführt?"
Briatore: "Nun, dadurch konnten wir die Abstimmung zwischen Enstone und Viry optimieren. Wir wissen genau, wo wir stehen. Beide Seiten verfügen über sehr gute Ingenieure und unser Erfolg hängt davon ab wie wohl sie sich bei ihrer Arbeit fühlen. Eine der Konsequenzen ist die, dass wir schneller agieren können und dadurch konnten wir auch einen starken Motor für die nächste Saison vorbereiten. Darüber hinaus hat das Team auch schon mit der Planung des Motors für 2005 begonnen. Wir sind diesbezüglich sehr zuversichtlich und Selbstvertrauen ist wichtig."

RenaultF1-Team ist durch Erfolge in dieser Saison gewachsen

Frage: "Hat es bei der Integration des Motors in das Chassis Probleme gegeben?"
Briatore: "Nein, gar keine. Wir haben unsere Entscheidungen ja schon vor acht Monaten getroffen und hatten jede Menge Zeit, um ein Auto zu entwickeln welches einen von seiner Bauart traditionelleren Motor aufnehmen wird. In den letzten zwei Jahren haben wir über das Thema Integration viel gelernt und deshalb bereitet uns das auch keine Kopfzerbrechen. Die von unserem Technischen Direktor Bob Bell und Chefdesigner Mark Smith geführten Teams haben fantastische Arbeit geleistet."

Frage: "Der Leistungszuwachs in diesem Jahr war schon erstaunlich, denn zu Saisonbeginn wurde das Team als Außenseiter gehandelt und in den letzten Rennen war es dann ein regelmäßiger Kandidat für Podiumsplätze. Bist du zufrieden mit den Verbesserungen die während der Saison vorgenommen wurden?"
Briatore: "Wie ich schon gesagt habe, wir haben uns überall verbessert. Das Chassis wurde ständig weiterentwickelt und in Silverstone gab es ein Update was ein großer Faktor war. Der Motor wurde ebenfalls einem intensiven Entwicklungsprogramm unterzogen, welches sich in der zweiten Saisonhälfte ausgezahlt hat. Die Fahrer wurden auch immer besser. Darüber hinaus waren auch unsere Rennstrategien gut und wir passten uns an die neuen Bedingungen perfekt an. Zusammengefasst kann man meiner Meinung nach sagen, dass das RenaultF1-Team in Suzuka ein besseres Team war als das in Melbourne der Fall gewesen war."

Motivation kommt von selbst

Frage: "Wie hat sich eure Wettbewerbsfähigkeit auf die Moral der Mannschaft ausgewirkt?"
Briatore: "Dass wir schon im zweiten Rennen um die Pole Position und einen Podiumsplatz kämpfen konnten, war eine tolle Belohung für die Arbeit des Teams. Wenn die Dinge laufen, die Leistungsfähigkeit stimmt und man um Siege kämpfen kann, kommt die Motivation von selbst. In Enstone und Viry kann man spüren, dass jeder vorbereitet ist in der Saison 2004 alles zu geben."

Frage: "Glaubst du, dass eure Leistungen auf der Rennstrecke den Kritikern etwas zum Nachdenken gegeben haben?"
Briatore: "Nun ja, einige unserer Entscheidungen, zum Beispiel zu Gunsten der Tests nach dem 'Heathrow'-Abkommen, führten zu sarkastischen Bemerkungen innerhalb des Fahrerlagers. Die Podiumsplätze und der Sieg waren die bestmögliche Antwort darauf. Ferner haben wir demonstriert, dass wir ein Team sind mit dem in Zukunft gerechnet werden muss."

2004 will man im Bereich Zuverlässigkeit besser sein

Frage: "Alte Weisheiten zu ignorieren und stattdessen der eigenen Überzeugung zu folgen, könnte man so Renaults Philosophie in der Formel 1 definieren?"
Briatore: "Ja. Aber wir tun einfach das was das Beste für die Renault-Gruppe ist. Wir haben unsere eigenen Ideen und haben nicht die Einstellung etwas genauso wie Ferrari, Williams oder McLaren machen zu müssen. Warum? Ganz einfach. Weil wir sie besiegen wollen!"

Frage: "Dass die Saison für das Team erfolgreich war, steht außer Frage. Es gab aber auch 10 Ausfälle, überwiegend auf Grund technischer Probleme. War das enttäuschend?"
Briatore: "Es stimmt, dass wir uns vorgenommen hatten in Sachen Zuverlässigkeit besser zu sein. Dieses Jahr war eben nicht in jedem Bereich brillant. Auf diesem Gebiet haben wir noch immer eine Menge Arbeit vor uns. Wir wussten, dass 2003 eine schwierige Saison werden würde und es war uns bewusst, dass es schwierig werden würde unseren Motor zum perfekten Funktionieren zu bringen. Das ist auch der Grund, warum wir uns für 2004 für ein Konzept entschieden haben das leichter zu meistern ist."

Erste Tests des RS24-Motors sind "sehr gut verlaufen"

Frage: "Wie kommt das Motorenentwicklungsprogramm für die neue Saison voran?"
Briatore: "Durch die neuen Bestimmungen ist eine Zuverlässigkeit über eine Distanz von 700 Kilometern das Minimum das man erzielen muss, was verschiedene technische Änderungen erfordert. Wir haben in der zur Verfügung stehenden Zeit die bestmögliche Arbeit geleistet und neue Entwicklungen werden schnell folgen. Im Moment sieht alles sehr positiv aus. Der erste Langzeittest auf dem Prüfstand ist sehr gut verlaufen."

Frage: "Also sieht für 2004 alles positiv aus?"
Briatore: "Ja, tut es. Wir haben aber auch die Tatsache nicht aus den Augen verloren, dass der Schritt den wir 2004 machen müssen größer ausfallen muss als alle bisherigen Schritte. Das ist aber in Ordnung, denn wir mögen die Herausforderung."

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Berger sieht "keine Zukunft" für Wurz


(F1Total.com) - Glaubt man den derzeit kursierenden Gerüchten, so ist McLaren-Mercedes-Testfahrer Alexander Wurz auf der Wunschliste des Jaguar-Teams weit oben notiert. Landsmann Gerhard Berger, seit September dieses Jahres im vorübergehenden Formel-1-Ruhestand, glaubt aber nicht mehr an die Karriere des 29-Jährigen.

"Ich sehe keine Zukunft für Alexander in der Formel 1", so Berger gestern schonungslos in einem 'ORF'-TV-Interview. Er könne sich zwar durchaus vorstellen, dass Wurz noch einmal eine Chance bekommen wird – etwa bei Jaguar –, einen neuerlichen Durchbruch traut er seinem früheren Benetton-Ersatzmann jedoch nicht mehr zu. Der McLaren-Edelreservist habe "nicht die fahrerischen Möglichkeiten", sei bestenfalls "eine solide Lösung" – aufgrund seiner technischen Fähigkeiten.

Darüber hinaus riet Berger Wurz dazu, selbst bei entsprechenden Angeboten bei McLaren-Mercedes zu bleiben: "Das ist seine Welt." Als Argumente führte er an, dass die Arbeit des Österreichers bei den "Silberpfeilen" geschätzt und vor allem auch finanziell entsprechend honoriert wird, wohingegen ein Wechsel in ein Renncockpit eines kleineren Teams in jeder Hinsicht mit Risiko verbunden wäre.

Dass der zehnfache Grand-Prix-Sieger noch nie ein großer Freund seines um 15 Jahre jüngeren Landsmannes war, ist bekannt. Dies geht zurück ins Jahr 1997, als Berger aufgrund einer Kieferhöhlenoperation drei Rennen pausieren musste und bei Benetton von Wurz ersetzt wurde – wobei der Shooting-Star gleich bei seinem dritten Auftritt in Silverstone auf das Podest fuhr. Berger kehrte indes nur unter Widerstand ins Team zurück, belehrte dann aber mit einem Sieg unter widrigsten persönlichen Umständen beim Comeback in Hockenheim alle Kritiker eines Besseren.

Kein Problem hat der in Monaco lebende Tiroler hingegen mit Christian Klien, einem weiteren österreichischen Rennfahrertalent. Dank 15 Dollar-Millionen von Getränkehersteller Red Bull könnte der Marlboro-Masters-Sieger schon nächstes Jahr bei Jaguar oder Jordan andocken, was Berger begrüßen würde. Bemerkungen von Norbert Haug, wonach die Formel 1 für Klien noch zu früh kommen könnte, tat Berger kurzerhand als "Blödsinn" ab...

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Die Saison beginnt im November


München - Die Formel-1-Saison 2004 beginnt am 7. März mit dem Großen Preis von Australien in Melbourne.

Falsch! Die Formel-1-Saison 2004 beginnt schon am 25. November, und zwar an drei Orten gleichzeitig. In Valencia, Le Castellet und Barcelona gehen neun Teams erstmals auf die Piste, um ihre neuen Boliden, Motoren und auch Fahrer für das kommende Jahr zu testen.

Klar ist: Wer hier nicht richtig aus den Startlöchern kommt, fährt zunächst einmal hinterher - siehe das Beispiel BMW-Williams im Jahr 2003. Ein gelungener Start ins neue Jahr ist für die Teams mehr als wichtig.

MP4-19 feiert Premiere

Der Star der Testfahrten wird ohne Zweifel der neue MP4-19 sein, den McLaren-Mercedes schon zu diesem frühen Zeitpunkt seine Feuertaufe zutraut. Anders als in der zurückliegenden Saison soll der neue Silberpfeil nämlich nicht als Rohrkrepierer enden.

Kaum steht der MP4-19 bereit, meldet Kimi Räikkönen Ansprüche an. "Wir wollen beide Titel", tönt der Finne Richtung Ferrari.

Verstärkung für Ferrari

Ein Aufeinandertreffen mit Michael Schumacher wird es in Valencia jedoch nicht geben. Ferrari hat sich entschieden, gemeinsam mit BAR und Sauber in Barcelona zu fahren. Doch auch die Scuderia hat in der kurzen "Herbstpause" nach dem Japan-GP alles andere als geschlafen.

Mit John Iley haben die Italiener einen absoluten Top-Mann an die Spitze ihrer Aerodynamik-Abteilung gestellt. Der Brite kommt von Renault und war im Team von Flavio Briatore für das Chassis zuständig, mit dem Fernando Alonso den Ungarn-GP gewann.

BMW mit neuem Kraftpaket am Start

Das BMW WilliamsF1 Team, der dritte WM-Kandidat der vergangenen Saison, scheint in Sachen Motor die Nase vorn zu haben. Im Sport1-Interview meinte Motorsportdirektor Mario Theissen: "Unser Anspruch ist es, den stärksten und besten Motor zu bauen."

Der P84 hat bereits mehrere Tausend Kilometer auf den Prüfständen in München hinter sich gebracht. Schon im September war das neue BMW-Kraftpaket bei Tests auf der Strecke von Monza zu bewundern.

Probleme bei Renault

Weniger gut gelaunt dürfte Renault seine ersten Tests in Angriff nehmen. Neben Iley verließ auch Macher Mike Gascoyne die Franzosen. Zwei herbe Rückschläge für Renault ? als wäre der Ärger mit dem nicht ins Chassis passenden Motors nicht schon genug.

Toyota dürfte Lunte gerochen haben, was den Platz direkt hinter den drei dominierenden Teams der letzten Jahre angeht. Das Team mit Sitz in Köln powert in seine dritte Formel-1-Saison nicht weniger als 500 Millionen Euro ? Geld, das sich früher oder später auch in Punkten und Erfolgen auszahlen wird.

Ob sie schon 2004 reif für den großen Wurf sind, werden die Fahrten am 25. November zeigen. Dann treten Cristiano da Matta und Olivier Panis in Valencia gegen Stars wie Räikkönen und Montoya an.

Ferrari in Barcelona ohne echten Prüfstein

Während es in Valencia also zwischen BMW, McLaren, Toyota und Renault zu spannenden Duellen um die Bestzeiten kommen wird, hat es der amtierende Weltmeister in Barcelona leichter.

Sauber und BAR haben sich auf dem Circuit de Catalunya angesagt. Im Team, das einstmals Heidfeld und Frentzen beheimatete, werden sich nun die beiden Neuzugänge Giancarlo Fisichella und Felipe Massa beweisen müssen.

Für sie gilt es in Barcelona zunächst einmal das Auto kennen zu lernen ? und BAR in die Schranken zu weisen. Dort gibt es in Takuma Sato einen weiteren Rückkehrer in die Königsklasse zu bewundern.

Neue Piloten für Jaguar und Minardi am Start?

Spannend dürfte es auch in Sachen Jaguar und Minardi, das völlig überraschend an den Tests teilnimmt, werden. Die große Frage: Wer besetzt die freien Cockpits der beiden Teams? Es wäre nicht verwunderlich, wenn zu Testbeginn auch zwei neue Formel-1-Fahrer vorgestellt werden.

Einzig und allein Jordan verzichtet auf die Chance, schon im November auf die Strecke zu gehen. Kein Wunder: Nicht ein Fahrer ist für 2004 verpflichtet - und der Verzicht auf die Tests lässt nicht auf eine baldige Lösung der Fahrerfrage hoffen.

Doch auch ohne Jordan gilt am 25. November: Bühne frei für die Formel-1-Saison 2004. Die Show geht weiter.

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Zeuge belastet Schumi-Manager Weber


München - Willi Weber, der Manager des sechsmaligen Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher, ist von einem früheren Mitarbeiter belastet worden, in einem Prozess einem Zeugen Geld für eine Aussage zu seinen Gunsten angeboten zu haben.

Er habe gehört, dass Weber dem früheren Tourenwagen-Manager Udo Wagenhäuser einen fünfstelligen Betrag zugesichert habe, falls dieser in Webers Verfahren gegen den Motorsport-Journalisten Burkhard Nuppeney im Jahre 1999 seine Version stütze.

Dies erklärte Gerhard Krämer am Mittwoch vor dem Amtsgericht Stuttgart. Er könne dafür andere Zeugen benennen.

Gericht will weitere Zeugen hören

Wagenhäuser musste sich vor dem Amtsgericht wegen des Verdachts der uneidlichen Falschaussage verantworten.

Nach Mitteilung von Pressesprecher Norbert Winkelmann hat das Gericht "von Amts wegen" einen neuen Termin für den Fall angesetzt und wird weitere Zeugen hören, die noch ermittelt werden müssten. Das Verfahren werde jedoch erst im nächsten Jahr weitergehen.

Rechtsstreit geht um Vermarktung Schumachers

Hintergrund des Prozesses gegen Wagenhäuser ist ein Rechtsstreit zwischen Weber und Nuppeney um jeweils zehn Prozent Anteile aus der Vermarktung Schumachers.

Vor vier Jahren hatte das Oberlandesgericht Stuttgart (OLG) entschieden, dass der Journalist keine Ansprüche gegen seinen früheren Partner habe. Weber hatte damals vor Gericht erklärt, den Vertrag aus dem Jahr 1988 mit Nuppeney im Oktober 1990 mündlich und schriftlich gekündigt zu haben.

Demgegenüber hatte Nuppeney versichert, das Abkommen sei weiterhin gültig.

Weitere Ermittlung gegen Weber

Im jetzigen Verfahren geht es um die damalige Zeugenaussage Wagenhäusers. Dieser hatte 1999 vor dem OLG erklärt, Nuppeney habe ihm gegenüber im Beisein des früheren Rennfahrers Frank Schmickler 1990 in Hockenheim gesagt, dass er mit Weber "fertig sei".

Krämer, der früher bei Mercedes für die VIP-Betreuung im Motorsportbereich zuständig war und danach bei Weber gearbeitet hatte, sagte vor dem Amtsgericht, Weber habe ihn damals gebeten, im Verfahren mit Nuppeney für ihn auszusagen.

Er, Krämer, habe das abgelehnt und sei danach aus dem Unternehmen des Managers ausgeschieden. Unabhängig vom Wagenhäuser-Prozess ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Weber wegen des Verdachts der Anstiftung zur Falschaussage.

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"Ich leide mit Nick Heidfeld"


München - Die Zeit der Deutschen beim Sauber-Rennstall ist vorbei. In der Saison 2004 ersetzen Felipe Massa und Giancarlo Fisichella Heinz-Harald Frentzen und Nick Heidfeld.

Im Sport1-Interview verrät Peter Sauber, was hinter der Entscheidung steckt, im kommenden Rennjahr mit einer komplett neuen Fahrer-Riege anzutreten.

Der Schweizer Teamchef enthüllt: "Verheimlichen möchte ich dazu nicht, dass unsere Nähe zu Ferrari einen gewissen Einfluss auf die diesjährige Personalentscheidung hatte."

Die nun arbeitslosen Heidfeld und Frentzen stehen bei Sauber jedoch immer noch hoch im Kurs. "Ich leide da schon", meint der Teamchef, als er auf das Schicksal Heidfelds angesprochen wird und übt Selbstkritik: "Leider konnten wir ihm in der vergangenen Saison nicht das Auto bieten, das er verdient gehabt hätte."

Sport1: Herr Sauber, die Saison 2003 ist seit einem Monat vorbei. Hatten Sie schon Zeit zur Erholung?

Peter Sauber: Nein, nicht direkt. Aber das kommt noch. Pressetermine, Termine mit Sponsoren und vor allem der kurz vor der Fertigstellung stehende Windkanal haben das bisher nicht zugelassen.

Sport1: Wie sieht Ihr persönlicher Zeitplan bis zum Startschuss der Saison 2004 in Melbourne aus?

Sauber: Der ist vor allem durch den Windkanal geprägt, der mich auf Trab hält. Das Auto weniger, das läuft in ruhigen und sehr konzentrierten Bahnen.

Sport1: Wie weit ist die Entwicklung des C23 vorangeschritten?

Sauber: Wie weit, das heißt wie viele Negative wir zum Beispiel vom Chassis haben, kann ich nicht genau sagen, das ist momentan alles im Fluss. Auf jeden Fall sind wir im Zeitplan. Ich denke, wir werden das neue Auto Mitte Januar bereit haben.

Sport1: Sie haben den nagelneuen und hochmodernen Windkanal in ihrem Firmensitz Hinwil schon angesprochen. Hat sich dieser bei der Entstehung des neuen Autos bereits bemerkbar gemacht?

Sauber: Nein, das wird er auch nicht tun. Das neue Auto wird fahren, bevor der Windkanal einsatzbereit ist, was hoffentlich bis Mitte Februar der Fall sein wird. Vom neuen Windkanal versprechen wir uns, dass wir damit dann den C23 im Laufe des Jahres erheblich verbessern können. Wenn es optimal läuft, können wir schon bis zum ersten Rennen kleine Fortschritte erzielen.

Sport1: Zu den Fahrern. Sie haben ihren Neuzugang Giancarlo Fisichella als Ihren Wunschfahrer bezeichnet. Warum?

Sauber: Dass Fisichella schnell ist, wissen wir alle. Er gehört zu der Liga, die sich einen Platz hinter Michael Schumacher erkämpft. Seine Stärke ist, dass er nicht nur aus einem Fahrzeug viel herausholen kann, sondern auch aus einem Rennen.

Sport1: Was haben "Fisico" und Felipe Massa, was Nick Heidfeld und Heinz-Harald Frentzen nicht haben bzw. nicht mehr hatten? Warum genau haben Sie sich von den beiden Deutschen getrennt?

Sauber: Dazu muss ich grundsätzlich sagen, dass ich mit den beiden zufrieden war. Es gab keinerlei Probleme. Nun war es aber so, dass die Verträge der beiden ausliefen. Um Fisichella habe ich mich seit drei Jahren bemüht, weil ich ihn als sehr gut einschätze. Die Chance musste man packen. Bei Massa war es so, dass wir von seinem Speed überzeugt waren, als er 2002 für uns fuhr. Was ihm gefehlt hat, war eine gewisse Reife, er war sehr jung, beinahe kindlich. Er brauchte Erfahrung und mehr technisches Verständnis, daher habe ich ihm geraten, als Testfahrer zu Ferrari zu gehen und nicht zu Jordan, was die Alternative gewesen wäre. Verheimlichen möchte ich jedoch dazu abschließend nicht, dass unsere Nähe zu Ferrari einen gewissen Einfluss auf die diesjährige Personalentscheidung hatte, was uns aber keine direkten Vorteile bringt.

Sport1: Was erwarten Sie von 2004 von Massa?

Sauber: (lacht) Punkte. Ganz klar Punkte. Ein junger Fahrer ist immer ein gewisses Risiko, aber wir wissen, wo seine Stärken liegen. Wenn er bei Ferrari dazugelernt hat, haben wir ein starkes Fahrerduo.

Sport1: Hat der Brasilianer - auch im Vergleich zu Räikkönen, Montoya und Alonso - das Talent, um ein ganz Großer, sprich Weltmeister zu werden?

Sauber: Es ist viel zu früh, um das zu sagen. Aber er hat viel Potenzial.

Sport1: Noch kurz zurück zu Heidfeld. Nick hat seine momentane Situation als "schlimmsten Monate meines Lebens" bezeichnet. Leiden Sie ein wenig mit ihm mit oder gibt es in der F 1 keine Zeit für Mitleid?

Sauber: Doch, ich leide da schon. Aber das liegt weniger an der Situation, sondern mehr an mir selbst. Ich sehe das Problem, das er hat, und das gefällt mir überhaupt nicht. Wir hatten drei sehr gute Jahre zusammen, wir waren mit Nick zufrieden, nur leider konnten wir ihm in der vergangenen Saison nicht das Auto bieten, das er verdient gehabt hätte.

Sport1: Glauben Sie, dass es durch den nicht ganz so guten C22 einen Knick in Heidfelds Karriere gegeben hat? Hätte er jetzt ein Cockpit, wenn es für ihn 2003 besser gelaufen wäre?

Sauber: Wenn wir ein Spitzenfahrzeug gehabt hätten, hätte das sicher ein besseres Bild abgegeben. Das gilt aber für beide Parteien. Wenn sie vorneweg fahren, sehen sie immer besser aus.

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BMW peilt Titelgewinn an


München - Beim BMW-Williams-Rennstall ist man fest überzeugt, dass es im nächsten Jahr endlich klappen wird mit dem heißersehnten Formel-1-Titel.

"Wir waren vergangene Saison schon nah dran. Die Voraussetzungen für 2004 sind sehr gut", so Motorsportchef Mario Theissen über die Ambitionen.

Eine Rückkehr von BMW in die DTM hat er unterdessen ausgeschlossen: "Das ist eine tolle Serie. Doch man kann nicht überall dabei sein."

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GP von Brasilen vor dem Aus


München - Die Austragung des Formel-1-Saisonfinales 2004 in der brasilianischen Metropole Sao Paulo ist in Gefahr.

Am Dienstag verbot ein Richter die Austragung des Rennens, da es seiner Meinung nach nur öffentliche Gelder verschwende und keine Nutzen für die Stadt habe.

Auch die geplante Rückkehr des Großen Preises von Kanada scheint in Gefahr: Bislang ist die geforderte Garantiesumme zur Finanzierung des Rennens nocht nicht hinterlegt worden.

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Webber fordert besseren Temkollegen


München - Mark Webber sorgte 2003 fast im Alleingang für die WM-Punkte von Jaguar. 17 von 18 Zählern holte der Australier.

Für 2004 wünscht sicher Webber daher einen schnelleren Teamkollegen. Er meint: "Das ist nicht gut für das Team. Wir hätten BAR schlagen können, wenn beide Autos regelmäßig in die Punkte gekommen wären."

Dass es Jaguar gelang, Toyota hinter sich zu lassen, wertet Webber als Erfolg. "Das macht uns zwar nicht zu Helden, aber es war schon gut", so der 26-Jährige.

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Toyotas Chef räumt Schwächen ein


München - Toyota-Teamchef Ove Andersson räumt Schwächen seines Teams ein. "Meiner Einschätzung nach, fehlt es uns noch immer an Erfahrung."

Rückblickend ist er mit der abgelaufenen Saison zufrieden: "Wenn ich das Jahr zusammenfassen soll, dann würde ich es als produktiv, erfolgreich und charakterbildend beschreiben."

Für die Tests kündigt Andersson an: "Ab Ende November werden wir mit einem Übergangsmodell, dem TF103B, welches ein TF103 mit neuem Motor und neuem Getriebe ist, fahren."

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