Finanzprodukte

Stefan

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März 28, 2003
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Altach
Optionsscheine, Bonuszertifikate,... sind eigentlich auch nur Wetten. Aber gegen wen wette ich hier? Gegen die Bank, die mir das Produkt verkauft?
Kennt sich jemand aus hier im Forum?
 
Du spielst gegen die Bank - aber keine Sorge, diese ist immer abgesichert (gehegded) und spielt quasi immer ne Surebet.
Ich hoffe die einfache Erklärung reicht dir.

Für tiefgreifendere Infos wären Optionspreistheorie und Black-Scholes Formel weitere Stichpunkte, aber ehrlich gesagt ist das hier kompliziert zu erklären (vielleicht auch weil ich in den Vorlesungen "Bewertungstheorie" und "Risikomanagement" nicht immer richtig aufgepasst habe)
 
Dede schrieb:
Du spielst gegen die Bank - aber keine Sorge, diese ist immer abgesichert (gehegded) und spielt quasi immer ne Surebet.
Das hätte ich auch gern mal näher erläutert.

Sprichst du vom Depot A oder Depot B-Geschäft - oder von der Bank als Emittent? Im Eigenhandel sind sehr wohl Verluste möglich usw.

Wie gesagt, die Behauptung hätte ich gern mal näher erläutert.
 
majo2006 schrieb:
Dede schrieb:
Du spielst gegen die Bank - aber keine Sorge, diese ist immer abgesichert (gehegded) und spielt quasi immer ne Surebet.
Das hätte ich auch gern mal näher erläutert.

Sprichst du vom Depot A oder Depot B-Geschäft - oder von der Bank als Emittent? Im Eigenhandel sind sehr wohl Verluste möglich usw.

Wie gesagt, die Behauptung hätte ich gern mal näher erläutert.

Ok, ich habe die Bank als Emittent gemeint.

Wie das bei der Hausbank, die dir das Derivat verkauft läuft weiß ich nicht. Diese wird sich aber auch entsprechend ihres Risikomanagements absichern – sofern sie nicht einfach nur die diversen Derivate vom Emittenten weitergibt, also in der Sekunde wo du die Derivate bei deiner Hausbank in Auftrag gibst schon beim Emittenten ordert. Dies ist aber nur eine Vermutung meinerseits – genau weiß ich es nicht! Man darf aber nicht vergessen, dass die Bank das Derivat selten/ nie zum fairen Wert/ Marktpreis verkauft – es kommen noch der Spread (Differenz zwischen An- und Verkaufskurs) und die Bankgebühren hinzu. (Wie bei Oddset: schlechte Quoten und dann noch Bearbeitungsgebühren )

Um nochmal zum Emittenten zurückzukommen: Dieser (so hab ich es zumindest gelernt) bildet das Derivat in seinem Hedgeportfolio exakt wieder – das meinte ich mit der Surebet.

Ich hab im Netz folgendes dazu gefunden: Link
Dort mal unter Optionspreismodell/ Binomialmodell/ Duplikationsstrategie schauen.
Ok, jetzt könnte man sagen dass die Annahmen des Modells nicht gegeben sind. Hab nur diese Theorie gelehrt bekommen und es scheint für die Bank ja sehr lukrativ zu sein.

Falsch ich jetzt total daneben liege, dann sorry
 
Re: Finanzprodukte

Stefan schrieb:
Optionsscheine, Bonuszertifikate,... sind eigentlich auch nur Wetten. Aber gegen wen wette ich hier? Gegen die Bank, die mir das Produkt verkauft?
Kennt sich jemand aus hier im Forum?

http://de.wikipedia.org/wiki/Optionsschein

recht präzise erklärt.

gegen wen? die bank ist nur der vermittler. wie auch bei sparprodukten nur dass diese quasi hauseigen sind. du hast ja das portfolio bzw depot bei der bank

du schließt ja immer einen vertrag über einen basiswert ab. bsp aktie oder auch gold, öl. dein gegenüber kann quasi jeder sein. privatleute die spekulativ gewinne erwirtschaften wollen, oder auch trader. sowie unternehmen und banken. jeder hat ja quasi zugriff zum markt. allerdings sind solche sachen nur was für insider und ist in höchstem maße spekulativ.

ich denke nur dass kann sich nicht jeder erlauben. hochspekulativ zu handeln liegt denke ich nicht im ursprünglichen sinne einer bank oder eines unternehmens. vor allen dingen geht das nicht mit geld, dass du gar nicht hast. sehr hohe fk-lastige unternehmen. oder z.b. öffentliche-rechtliche banken, wie sparkassen.

aber warum sollte die börse beschränkungen auferlegen hinsichtlich der teilnahme am markt.
 
3 Sachen sollte man hier unterscheiden:

1. die Bank tritt als Emittent auf, d.h. sie begibt das Derivat selber auf den Markt (dann siehe Dedes Erklärung)
2. die Bank handelt selbst mit Optionsscheinen etc. (also über ihren Eigenhandel; die Großbanken haben ganze Abteilungen dafür und das ist inzwischen für viele eine wichtige Einnahmenseite)
3. du spekulierst als Privatperson am Markt (dann siehe assavals Ausführungen)

Punkt 3 ist, wie bereits erwähnt sehr spekulativ, aber nicht uninteressant. Im übrigen brauchst du eine sogenannte Termingeschäftsfähigkeit, damit dich deine Bank oder dein Broker (CortalConsors etc.) Optionsscheine, Zertifikate etc. handeln lässt. Ist üblicherweise sehr einfach zu bekommen. Du kaufst und verkaufst über die Börse, d.h. wenn du einen Optionsschein kaufst, will/muss ihn ein anderer Börsenteilnehmer verkaufen - die Börse vermittelt das Ganze. Dein Kursgewinn hat irgendwer anders als Kursverlust zu tragen. Frei nach dem Motto: Geld verschwindet nicht - es wechselt nur den Besitzer!