EU bestätigt Glücksspielmonopole

Shining schrieb:
Daniel schrieb:
...Wir haben nun wieder das, was ich damals vor den Wahlen gesagt habe und wofür Shining mir damals "Stammtischparolen" und Sonstiges unterstellte...

Um genau zu sein weiß ich nicht genau ob ich dir Stammtischparolen oder eher schreiende Dummheit unterstellen soll, aber im Prinzip gehts immer in die gleiche Richtung... [[aetsch]]

Shining

herrlich der Shining :mrgreen:

Getroffene Hunde bellen am lautesten. [[aetsch]]

Aber diese Antwort von dir zeigt mir, dass du nun doch weißt (wenn auch sehr spät), dass ich damals recht hatte, denn sonst hättest deine Angiftung begründet. Aber wie sagt man so schön, besser spät als nie. [[yo]] Stattdessen hast lediglich deiner Wut darüber freien Lauf gelassen. Wäre aber auch zu schön gewesen, wenn die Antwort gelauten hätte, "Ok Daniel, vielleicht war damals doch nicht alles so ganz falsch...", aber das würdest du wohl net über dein [[stomping]] bringen. Wohl erst recht net, nach der Niederlage im Rededuell beim Thema Doping. :mrgreen:

Vielleicht kannst mich ja so richtig zur Sau machen, wenn man im Januar/Februar die ersten Auswirkungen der Mehrwertsteuererhöhungen merken. Deinen Satz "Die WM wird für den Arbeitsmarkt und die Wirtschaft ein riesen Gewinn sein" steht nach wie vor. Bislang hast aber auch da ein recht schlechtes Kartenblatt. [[schwitz]]
Möcht aber net näher drauf eingehen, denn das würde derzeit das Thema verfehlen. Alles zu seiner Zeit. [[grin]] [[bussi]]
 
Ok, dann gemmas halt einmal an, du hast da drei Themengebiete angeschnitten:

1.) Politik: Du jammerst und schimpfst ja ganz gerne, nur etwas bleibst mir immer schuldig: Die Problemlösung. Nehmen wir mal an, alle würden deinem genialen Plan folgen und gehen nicht mehr wählen. Tja, was dann? Wer regiert dann den Staat, wer führt dann die Staatsgeschäfte?
Schon klar, du spielst lieber den Jammerlappen, jedes Mal wenn man dir vorschlägt etwas zu tun, dann kneifst wie ein kleines feiges Kind. Auswandern kann man nicht, weil man ja Verpflichtungen hat, sich selbst in der Politik oder einer Bürgerinitiative engagieren kann man nicht, weil -was weiß ich- - Hauptsache jammern und lamentieren. Träum weiter davon, dass das Nicht-wählen alle Probleme löst, aber erklär halt einmal wie es dann in deinem klugen Kopferl weitergeht...

2.) Ullrich: Da war der Knackpunkt, dass ich bei Ullrich hinterfrage, warum ein sauberer, fairer Sportsmann sich nicht testen lässt um seine Unschuld zu beweisen, sondern lieber untertaucht und seine Karriere den Bach runtergehen lässt. Aber auch da weißt keine Antwort außer "hat sich schon so oft testen lassen, warum sollte er es jetzt tun". Das ist wohl wirklich nur für dich plausibel. Du hast sogar selber gesagt dass jemand, der nichts zu verbergen hat, sich ja testen lassen kann. Warum tuts Ullrich nicht? Weil er schon so oft getestet wurde? Na geh...
Und ob es deine guten Argumente waren, die mich die Diskussion beenden ließen, das überlasse ich deiner Fantasie... [[zwinker]]

3.) WM und Wirtschaft: Ganz davon abgesehen, dass du da bereits wieder aus dem Zusammenhang reißt (was auch egal ist, denn ich bins schon gewohnt bei dir), war die WM sicherlich ein positiver Impuls. Ich hab ja schon mal versucht dir ein paar Begriffe aus der VWL zu erklären (Umwegrentabilität, Multiplikatoreffekte), habs aber offenbar nicht geschafft, es so einfach zu erklären dass auch du es verstehst. Mein Fehler...
Was genau die WM mit der Mehrwertsteuererhöhung zu tun hat, wirst mir sicher noch genau erklären, oder? [[aetsch]]

So, jetzt leb dich aus... [[bussi]]

Shining
 
Shining schrieb:
Daniel schrieb:
...Wir haben nun wieder das, was ich damals vor den Wahlen gesagt habe und wofür Shining mir damals "Stammtischparolen" und Sonstiges unterstellte...

Um genau zu sein weiß ich nicht genau ob ich dir Stammtischparolen oder eher schreiende Dummheit unterstellen soll, aber im Prinzip gehts immer in die gleiche Richtung... [[aetsch]]

Shining

a la bonneurstens diese Wortmeldung! [[rofl]]
 
Back to topic, wenn`s recht ist:

Länder wollen ihr Glücksspielmonopol ausbauen

04. September 2006
Die Länder wollen das Glücksspiel im Internet, die Werbung dafür sowie Fernsehwerbung für Glücksspiele verbieten. Mit einem neuen Staatsvertrag wollen sie das staatliche Lotto-Monopol ausbauen. Damit stemmen sich die Länder gegen eine Entscheidung des Bundeskartellamts, das erst vor wenigen Tagen privaten Spielvermittlern erlaubt hatte, Annahmestellen zu errichten und Spiele auch über Landesgrenzen hinweg zu vermitteln.
Das Kartellamt hält das bestehende Monopol für wettbewerbs- und insbesondere für europarechtswidrig. Sollte der neue Staatsvertrag in Kraft treten, so wären auch in Zukunft auch die Werbung für staatliches Lotto im Fernsehen untersagt, ferner soll die Zahl der 25.000 staatlichen Annahmestellen reduziert werden.

Geschäft der privaten Wettanbieter bedroht

Für private Anbieter, die bisher im Internet Wetten anbieten oder die nun in Tankstellen oder Supermärkten Spiele vermitteln wollen, würde die neue Regelung das Ende ihres Geschäfts bedeuten. Ihre Anwälte sprechen von einer „politisch gewollten Eskalation“.
Die Länder berufen sich in dem Entwurf des neuen Staatsvertrages auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Sportwetten vom 28. März. Die Karlsruher Richter hatten dazu aufgefordert, entweder das staatliche Sportwettmonopol so auszugestalten, daß es konsequent die Spielsucht bekämpft oder private Angebote auf eine kontrollierte Weise zuzulassen.

Länder: Regulierung zum Schutz der Spieler nötig

Das Kartellamt, das sich eng mit der europäischen Wettbewerbsbehörde abgestimmt hat, sah sich jedoch durch die Karlsruher Entscheidung zu Sportwetten nicht daran gehindert, das Lotto-Monopol für rechtswidrig zu erklären.
Die Länder, die jährlich mehr als acht Milliarden Euro aus dem Glückspiel einnehmen, wollen nun an ihren „Kernzielen“ festhalten: „Eine Politik der strikten Regulierung des Glücksspiels“ sei „zum Schutz der Spieler notwendig und geeignet.“ Schließlich sei der Lotto-Markt in Deutschland seit mehr als 25 Jahren im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt nicht gewachsen, sondern stabil geblieben. Im bayerischen Finanzministerium zeigte man sich davon überzeugt, daß die Entscheidung des Kartellamts keinen Bestand haben werde.

Ziel: Bekämpfung der Glücksspielsucht

Eine kontrollierte Zulassung privater Wettangebote würde nach Ansicht der Länder dagegen „zu einer enormen Expansion des Glücksspielmarktes führen“, wie es in den Erläuterungen zum Entwurf heißt. Das zeigten „die Prognosen interessierter Kreise wie die Feststellungen der Sicherheitsbehörden.“ Damit würde zugleich nicht nur die Zahl der suchtkranken Glückspieler steigen, sondern auch die Begleitkriminalität. Ein Schutz der Spieler und der Allgemeinheit seien so nicht zu erreichen.
Das wichtigste Ziel des neuen Staatsvertrages ist die Bekämpfung der Glücksspielsucht. Die dafür notwendigen Schranken sollen für staatliche und private Veranstalter gelten. Die Werbung im Fernsehen und im Internet soll verboten werden, weil hier die Suchtgefahren am größten seien. Dieses Ziel wollen die Länder dadurch erreichen, daß ihr Monopol für Sportwetten und Lotterien aufrechterhalten bleibt.

Länder fordern strikten Jugendschutz

Berlin, Thüringen und Sachsen sollen dazu verpflichtet werden, die noch aus DDR-Zeiten fortgeltenden Glücksspielerlaubnisse aufzuheben. Darüber hinaus bedarf nach dem neuen Staatsvertrag jede Veranstaltung oder Vermittlung öffentlicher Glücksspiele einer Erlaubnis des jeweiligen Landes. Diese Erlaubnis ist demnach zu versagen, wenn die Veranstaltung den Zielen des Staatsvertrags zuwiderläuft.
Die Länder fordern einen strikten Jugendschutz sowie ein „übergreifendes Sperrsystem, das Süchtige von der Teilnahme am Spiel ausschließt“. Auch die Glückspielaufsicht soll gestärkt werden, um illegale Spiele zu verhindern.

Quelle: faz
 
Ich hab mal wieder etwas gegoogelt.


Leider schon etwas veraltet, der Forderung nach dem Lottowerbeverbot wurde ja mittlerweile schon nachgegeben. [[kotz]]

Also Flo und Shining, prügelt nicht allzu derb auf den Daniel ein, Polemik können auch andere. [[bussi]] [[zwinker]]

http://derstandard.at/?id=2554315



Die Rache der Ösis:

http://derstandard.at/?id=2578628
 
Pechvogel schrieb:
Ich hab mal wieder etwas gegoogelt.


Leider schon etwas veraltet, der Forderung nach dem Lottowerbeverbot wurde ja mittlerweile schon nachgegeben. [[kotz]]

Also Flo und Shining, prügelt nicht allzu derb auf den Daniel ein, Polemik können auch andere. [[bussi]] [[zwinker]]

http://derstandard.at/?id=2554315

Der gute Mann hat absolut recht. Das wir tonnenweise Gammelfleisch vorgesetzt bekommen is net so wichtig, wie mal für 5€ am Wochenende einen Wettschein abzugeben. [[rofl]]
 
Sportwetten
Hessen verbietet bwin das Wettgeschäft

Wiesbaden - Hessen hat dem privaten Sportwettenanbieter bwin verboten, Sportwetten und andere Glücksspiele anzubieten. Eine Verfügung gegen die bwin-Gruppe sei am Mittwoch verschickt worden, teilte das Innenministerium in Wiesbaden mit. "Die Firmen bieten übers Internet in Hessen nicht nur Sportwetten, sondern Glücksspiele aller Art an und werben dafür. Beides ist verboten", sagte Minister Bouffier (CDU). dpa
Frankfurter Rundschau
 
???

???

was meinst du damit? meine Frage zielte mehr darauf ab, ob sich schon jemand ein Ausweichverhalten ausgedacht hat. Es ging mir nicht darum, Vorstellungen über das Wetten auszutauschen. Da haben vermutlich die meisten ihre eigenen Strategien. Wenn ich mir die Wettspezis anschaue , habe ich den Eindruck , daß hier einige Leute sind, die Ahnung haben.
 
Wende in Italien. Das Monopol fällt zum 1. Januar! [[winkewinke]]
http://www.isa-casinos.de/articles/13739.html

Ist ab dem Jahr 2007 das Online-Poker Spielen in Italien legal?

Im Februar dieses Jahres hatte das Land Italien bekannt gemacht, dass alle IP-Adressen von Online-Gaming Internetseiten, die keine Genehmigung zum Glücksspiel in Italien haben, geblockt werden. Jetzt hat sich jedoch eine überraschende Wendung ergeben, ab dem 01.01.2007 sollen Online und Offline Betreiber von Glücksspielen und Wetten (Buchmacher) entsprechend den europäischen Gesetzen reguliert werden.
 
Der Staat bricht doch bei uns gerade wieder sein eigenes Gesetzt. In jeder Zeitung und in jeder Nachrichtensendung wird über den 35 Mio. Jackpot berichtet. Ich dachte, man dürfe zum Schutz der Spielsucht keine massenhafte Werbung mehr machen ? [[rofl]] [[rofl]]

Das tollste aber:

Nationalspieler tippen für "Guten Zweck".

Vor versammelter Presse füllten unsere Nationalspieler heute Lottoscheine aus für einen Guten Zweck.

Hätte man das nicht auch ohne Presse machen können ? Ich meine, net dass unsere Fußballmänner noch süchtig werden und an den Samstagen nur noch an die Jackpots denken, statt sich auf Fußball zu konzentrieren. [[schwitz]]
 
ich hoffe doch sehr , daß die Gegner des Wettmonopols ordentlich Material sammeln. Man sollte alles sammeln und dokumentieren, um dann nachher dem monopol vor gericht einen strick daraus zu machen.

Die offensive berichterstattung in den populären medien ist meines Erachtens auch eine Form von Werbung , die in typisch heuchleriscer Manier als NAchricht oder Information ausgegeben wird. Aber es braucht nicht viel Fantasie , um zu vermuten, das da hinter den Kulissen durchaus
Allianzen aufgebaut werden (Bsp: es wäre doch nicht allzu abwegig , die Bild-Zeitung durch entsrpechende Anreize dazu zu bewegen, besonders offensiv über den Jackpot zu berichten). Und selbst wenn es sich hierbei nicht nachweislich um Werbung für Glücksspiel handeln sollte, so versäumt Staat/Länder doch zumindest eine Verhinderung dieser Berichterstattung. In meinen Augen müsste ein Staat , der die Aufgabe hat, das Glücksspiel einzudämmen, auch solche Berichterstattung unterbinden. Da steht dann der Schutz der Bevölkerung vor Spielsucht über der freien Meinungsäußerung der Presse.

Alles in allem, es weiß doch eigentlich jeder: das was unsere Obrigkeit hier abzieht ist nicht nur eine PRovinzposse , sondern pure Heuchelei.

Sportwetten und Glücksspiel mögen zwar nicht wirklich das Wichtigste im Leben oder in unserer Gesellschaft sein, mir wird an dem Beispiel des Vorgehens gegen Sportwetten allerdings deutlich, in welch einem verdorbenen System wir leben , in dem Recht nach Interesse einzelner Gruppen gemacht und gebeugt wird.

Wenn das Wettvebot effektiv kommt, dann sage ich :

Gute Nacht, Deutschland. Ich bin nicht (mehr) Deutschland.
 
orf.at:

Glücksspiel: EU leitet Verfahren gegen Österreich ein
zurückDie EU-Kommission wird am Donnerstag ein Vertragsverletzungsverfahren gegen die Republik Österreich in Sachen Glücksspielmonopol einleiten.

Ein Sprecher von EU-Binnenmarktkommissar Charlie McCreevy bestätigte heute gegenüber der APA einen Bericht der britischen Tageszeitung "Financial Times", wonach die Kommission an Österreich, Italien und Frankreich wegen restriktiver Glücksspielgesetze ein Mahnschreiben richten wird.

EuGH-Klage droht
Sollte sich die EU-Kommission in der Folge nicht mit der Antwort der österreichischen Bundesregierung zufrieden geben, droht eine Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg. Der Kommissionssprecher nannte keine Details, bestätigte aber, dass die Vertragsverletzungsverfahren gegen die genannten Staaten auf der Tagesordnung der Brüsseler Behörde stünden.

Kommission wird in bwin-Causa aktiv
Nach der Verhaftung der beiden österreichischen bwin-Vorstände in Frankreich im September hatte die EU-Kommission weitere Schritte gegen EU-Staaten angekündigt, die den freien Wettbewerb auf dem Gebiet der Sportwetten und des Glücksspiels einschränken.

Bereits im April hatte die EU-Behörde in dieser Angelegenheit Mahnschreiben an Deutschland, Dänemark, Finnland, Italien, Ungarn, die Niederlande und Schweden gerichtet. In Österreich sind Sportwetten weitgehend liberalisiert.