EU bestätigt Glücksspielmonopole

denke mal bwin wird sich auch rechtlich mehr auf europäische regelungen berufen, doer nicht? ich bin da zwar nicht sehr bewandert, aber es erscheint doch am aussichtsreichsten...

ansonsten stimmt es zwar dass man internet-wetten nciht reglementieren kann, aber mir fallen da viele möglichkeiten ein es wesentlich schwerer zu gestalten... und das wird dann garantiert sehr sehr unlustig. [[hammer]]

wieviele regelmäßige "wetter" gibt es denn so in der BRD?

eventuell wäre eine (bereits vorgeschlagene ) kampagne wie pc-protest ganz sinnvoll !


edit: die größten potenziell teilnehmenden, weil stark betroffenden, gruppierungen wärend ann sicherlich: aktieninhaber (bwin, usw), vereinsmitglieder (wegen bwin usw -sponsoring), wetter an sich Natürlich, usw... sollten recht viele sein.
verbreitung via icq (des links der protestseite), msn usw... dürfte echt schnell gehen...
nichtmediale verbreitung halte ich für wenig aussichtsreich (vielelicht an den wettpunkten... aber sonst? eher mager im gegensatz zu den internetmöglcihkeiten :D)
 
Internet-Sperren gegen Wettanbieter gefordert
Wettanbieter: Bald Schwarze Listen für Internet-Provider?
Nachdem das private Wettangebot von Betandwin alias Bwin am Donnerstag verboten wurde, werden nun Stimmen laut, die Internet-Sperren gegen Wettanbieter ohne Konzession fordern. Schwarze Listen für Internet-Provider werden in die Diskussion gebracht.




Die Süddeutsche Zeitung zitiert Jürgen Straupe, Staatssekretär im sächsischen Innenministerium mit den Worten: "Unser Ziel ist es, Wetteinsätze aus Deutschland bei illegalen ausländischen Anbietern wirksam einen Riegel vorzuschieben." Straupe geht davon aus, dass sich das staatliche Monopol durchsetzen lässt: "Wir werden jedenfalls nicht tatenlos zusehen, wie der Markt durch das Internet unterlaufen wird".

Gegenüber der Süddeutschen nannte der Staatssekretär Italien als Beispiel. Dort müssen Internetanbieter den Zugriff auf illegale Wettanbieter anhand einer schwarzen Liste blockieren. Zudem dürfen Kredikartenfirmen keine Umsätze an solche Anbieter überweisen.

Auch Bayerns Innenminister Bechstein denkt an technische Lösungen, wenn es darum geht gegen unerlaubte Wetten vorzugehen, technisch sei vieles machbar.

Ähnliche Sperrungsverfügungen gibt es in Deutschland bislang nur in Bezug auf rechtsradikale Angebote. Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte verschiedene Access Provider in Nordrhein-Westfalen dazu aufgefordert, den Zugang zu zwei Internetseiten mit rechtsradikalem Inhalt zu sperren. Vor Gericht hatte diese Sperrungsverfügungen bestand, das Gericht sah sie durch den Mediendienstestaatsvertrag und den Jugendmedienschutzstaatsvertrag abgedeckt. (ji)
 
Hab zwar grad keinen Link zur Hand, wo die Einrichtung des Proxies im Browser erklärt wird, aber hier findet sich immer eine aktuelle Liste von Proxies:
http://www.proxy4free.com/page1.html

Leider ist wohl der Zugriff auf einige Buchmacher mit Proxy problematisch, die Website funktioniert nicht wie gewünscht. :|
 
Also wenn`s tatsächlich mal soweit kommt, daß ich mit einer deutschen IP keine Seiten von Wettanbietern mehr aufrufen kann, dann fall ich komplett vom Glauben ab.
Ich könnte zwar jeden verschissen Hollywood Film ziehen, Lastwägen voll Schnaps und Zigaretten bestellen, hunderte von Seiten mit Nazi content aufrufen, mir Feuerwaffen bestellen und mich dann gleich von einer terroristischen Vereinigung anwerben lassen (was ich auch machen werde [[grin]] ), aber Sportwetten wäre die größere Bedrohung!?! Verrückt das ganze, mehr fällt mir bald nicht mehr ein.
Das Problem das dann auf uns zukommen würde liegt ja weniger in den proxies begründet. Da gibt`s (glaub ich zumindest) ganz adäquate Lösungen. Nur brauch ich halt nicht meine IP verschleiern und mir dann z.B. auf ein deutsches Bankkonto oder Kreditkarte auszahlen lassen, das wär wohl ein klein wenig auffällig.
Deutsche wird niemand mehr als Kunden haben wollen. Und wenn doch, gibt`s null komma null Rechtssicherheit.
Diese Umstände sehe ich weitaus problematischer...
 
ridle schrieb:
Ähnliche Sperrungsverfügungen gibt es in Deutschland bislang nur in Bezug auf rechtsradikale Angebote. (ji)

[[lol]]

Internetwetten auf einer Stufe mit rechtsradikalen Angeboten,langsam wirds lächerlich.

Wenn die Politiker schon die privaten Wettanbieter verbieten wollen,dann sollen sie zusehen,das Oddset mal sein wettangebot aufstockt,oder ein Staatliches Wettbüro eröffnet wird im Stile von privaten Wettbüros und nich so ein 90 Spieleprogramm das man nebenbei zum Lotto mal spielen kann.
 
Was wird aus den Amateur-Vereinen?

Das Werbe-Verbot gilt auch für Amateur- und Jugend-Klubs. Saarlands Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte Polizeieinsätze an, Trikots würden von Polizisten eingesammelt. Fans mit „bwin“-Trikot im Stadion sollen verschont bleiben.

sonst haben wir in deutschland keine probleme!!
 
dipf schrieb:
Was wird aus den Amateur-Vereinen?

Das Werbe-Verbot gilt auch für Amateur- und Jugend-Klubs. Saarlands Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte Polizeieinsätze an, Trikots würden von Polizisten eingesammelt. Fans mit „bwin“-Trikot im Stadion sollen verschont bleiben.

sonst haben wir in deutschland keine probleme!!

Könnte mir vorstellen , daß vor allen Frauenvereine für Polizeiensatz in Frage kommt... [[rofl]]
 
dipf schrieb:
Was wird aus den Amateur-Vereinen?

Das Werbe-Verbot gilt auch für Amateur- und Jugend-Klubs. Saarlands Innenministerin Annegret Kramp-Karrenbauer kündigte Polizeieinsätze an, Trikots würden von Polizisten eingesammelt. Fans mit „bwin“-Trikot im Stadion sollen verschont bleiben.

sonst haben wir in deutschland keine probleme!!

Als ich das heute morgen in der Zeitung gelesen habe, ist mir fast der gute Kakao aus der Hand gefallen.

Ich frage mich wirklich was in diesem Land noch normal ist. Vielleicht sollte hier mal ein Terroranschlag vereitelt werden, damit man sich mal wieder aufs wesentliche, das Wohl des Staates, konzentriert.

Genug Arbeit sollten die Herren Politiker damit eigentlich haben.

Deutschland [[uzi]]
 
Olli P. schrieb:
Hochinteressant, wie ich finde, ist auch das der gute Herr Staatssekretär Staupe Aufsichstsratmitglied bei Sachsenlotto ist....

Das wird immer doller hier [[hammer]] [[hammer]]
Was für Staupe gilt, gilt auch für den Bremer Innensenator und Folterbefürworter Röwekamp.
Folterbefürworter kann ich hier so locker schreiben weil Röwekamp sich selbst nach einem Todesfall hier weiter für die zwangsweise Verabreichung von Brechmitteln an Kleinstdealer ausgesprochen hat.
Dieses Vorgehen wurde neulich vom Europäischen Gerichtshof als Folter und Verletzung der Menschenwürde beurteilt.

Gibt es eigentlich ein Bundesland, bei dem die verantwortlichen Politiker nicht über ihre Aufsichtsratposten bei den Lottogesellschaften mit abkassieren?
 
So ein Wahnsinn wird sich zum Glück nie durchsetzen. Es würde dann auch massenweise Proteste aus der Wirtschaft geben. Wie viele deutsche IT-Firmen sind mit der Betreuung von den Online-Angeboten ausländischer Buchmacher oder Ähnlichem beauftragt? Und die verlieren dann alle ihre Aufträge, weil sie nicht mal mehr auf diesen ausländischen IPs zugreifen können!? Einfach lächerlich. [[rofl]]
Wir werden von kriminellen Schreibtischtätern regiert, die zudem noch überhaupt keine Ahnung von der Materie haben bzw. von dem, was sie da eigentlich lostreten.
 
Von Bwin eingerichtete Seite mit Informationen zu den aktuellen Geschehnissen:
http://www.betwewin.de/

Weiß nur nicht, wie es sich vertreten lässt, das "bet" im Namen zu verwenden. Vor kurzem noch hat man den Namen geändert wegen der negativen Konnotation. [[rofl]]
 
Wird sicher jeder bekommen......

........
Wie Sie vermutlich bereits aus den Medien erfahren haben, wird derzeit von Behörden mit Gewalt versucht, das bereits als verfassungswidrig eingestufte staatliche Wettmonopol in Deutschland zu verteidigen.

bwin geht gegen diese Versuche bereits gerichtlich vor und unternimmt alles, um Ihnen als Kunden auch in Zukunft das komplette Wettangebot ungehindert zur Verfügung zu stellen.

Selbstverständlich können Sie als Kunde aus Deutschland auch weiterhin wie weltweit 10 Millionen zufriedene Kunden bei bwin wetten. Als führender Anbieter von Online-Sportwetten garantieren wir Ihnen auch in Zukunft zu 100 % spannende Wetten und Gewinnchancen.

In diesem Zusammenhang wollen wir uns bei Ihnen auch für die große Zahl an aufmunternden E-Mails bedanken. Die Unterstützung in dieser Angelegenheit durch zahlreiche Kunden freut uns sehr.

Wir danken Ihnen für Ihr Vertrauen und versichern Ihnen, dass wir uns auf unserem erfolgreichen Weg nicht beirren lassen werden.

Mit freundlichen Grüßen!
Ihr bwin Team


ich maile gerade an jede OppositionsFraktion in diversen Bundesländern...... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
 
ridle schrieb:
Internet-Sperren gegen Wettanbieter gefordert
Wettanbieter: Bald Schwarze Listen für Internet-Provider?
Nachdem das private Wettangebot von Betandwin alias Bwin am Donnerstag verboten wurde, werden nun Stimmen laut, die Internet-Sperren gegen Wettanbieter ohne Konzession fordern. Schwarze Listen für Internet-Provider werden in die Diskussion gebracht.




Die Süddeutsche Zeitung zitiert Jürgen Straupe, Staatssekretär im sächsischen Innenministerium mit den Worten: "Unser Ziel ist es, Wetteinsätze aus Deutschland bei illegalen ausländischen Anbietern wirksam einen Riegel vorzuschieben." Straupe geht davon aus, dass sich das staatliche Monopol durchsetzen lässt: "Wir werden jedenfalls nicht tatenlos zusehen, wie der Markt durch das Internet unterlaufen wird".

Gegenüber der Süddeutschen nannte der Staatssekretär Italien als Beispiel. Dort müssen Internetanbieter den Zugriff auf illegale Wettanbieter anhand einer schwarzen Liste blockieren. Zudem dürfen Kredikartenfirmen keine Umsätze an solche Anbieter überweisen.

Auch Bayerns Innenminister Bechstein denkt an technische Lösungen, wenn es darum geht gegen unerlaubte Wetten vorzugehen, technisch sei vieles machbar.

Ähnliche Sperrungsverfügungen gibt es in Deutschland bislang nur in Bezug auf rechtsradikale Angebote. Die Bezirksregierung Düsseldorf hatte verschiedene Access Provider in Nordrhein-Westfalen dazu aufgefordert, den Zugang zu zwei Internetseiten mit rechtsradikalem Inhalt zu sperren. Vor Gericht hatte diese Sperrungsverfügungen bestand, das Gericht sah sie durch den Mediendienstestaatsvertrag und den Jugendmedienschutzstaatsvertrag abgedeckt. (ji)





Der vollständige Artikel der SZ, erwähnenswert imho besonders wegen des letzten Absatzes:




Internetzugang zu Betandwin soll gesperrt werden
Behörden wollen nach Verbot privater Sportwetten mit allen Mitteln ein Staatsmonopol durchsetzen / EU-Kommission prüft

o.k./aha München/Brüssel - Die deutschen Behörden wollen mit dem am Donnerstag verfügten Verbot der privaten Sportwette Betandwin zugleich auch den Zugang zu solchen Totogesellschaften via Internet so weit wie möglich sperren. "Unser Ziel ist es, Wetteinsätzen aus Deutschland bei illegalen ausländischen Anbietern wirksam einen Riegel vorzuschieben", sagte Staatssekretär Jürgen Staupe aus dem sächsischen Innenministerium. Der Freistaat Sachsen hat erwartungsgemäß der dortigen Tochterfirma der Betandwin AG (die sich nun Bwin nennt) aus Österreich die Konzession entzogen und dem Wiener Mutterkonzern untersagt, weiterhin Einsätze aus Deutschland anzunehmen.

Die Bundesländer, die das Glücksspiel regeln, wollen ein Monopol ihrer staatlichen Sportwette Oddset durchsetzen. Aus der Brüsseler EU-Kommission verlautete, man werde prüfen, ob das Verbot von Betandwin in Deutschland europarechtlich haltbar sei. Wegen der zunehmenden Konkurrenz durch kommerzielle Anbieter sind die Umsätze von Oddset und damit auch die Abgaben an den Staat, mit denen teilweise der Amateursport gefördert wird, stark rückläufig.

"Ich gehe davon aus, dass wir das Oddset-Monopol durchsetzen können", erklärte Staupe. "Wir werden jedenfalls nicht tatenlos zusehen, wie der Markt durch das Internet unterwandert wird." Der Staatssekretär nannte Italien als Beispiel. Dort ist es laut Deutschem Lotto- und Totoblock (DLTB) weitgehend gelungen, Wettanbieter ohne Konzessionen zu blockieren. In Italien habe der Staat Medienunternehmen, die Internetzugänge bereitstellten, eine "schwarze Liste" von illegalen Totobetreibern gegeben. Zu diesen Firmen dürfe keine Verbindung hergestellt werden, sagt Hans-Joachim Rotermund von der Geschäftsleitung des nordrhein-westfälischen Lottounternehmens, das gemeinsam mit den Lotteriegesellschaften der anderen Bundesländer Oddset veranstaltet. Außerdem dürften Kreditkartenfirmen von Italien aus keine Einsätze an diese Wettanbieter überweisen. "Technisch ist vieles machbar." In diesem Sinne äußerte sich auch Bayerns Innenminister Günther Beckstein.

Bundesweit haben die Behörden in den vergangenen Wochen mehrere hundert Wettbüros geschlossen, nun wird gegen Anbieter wie Betandwin vorgegangen, die über das Internet agieren. Konzernchef Norbert Teufelberger hat Schadenersatzklagen in Höhe von mehr als 500 Millionen Euro angekündigt. Staupe sagte, dafür gebe es keine Grundlage.

Das Verbot privater Sportwetten könnte gegen die von der EU geschützte Dienstleistungsfreiheit verstoßen. Die EU-Kommission prüft, ob Deutschland private Wettanbieter unzulässig einschränkt. Solche Beschränkungen sind nicht erlaubt, wenn sie unverhältnismäßig sind oder ausländische Firmen wie Betandwin diskriminieren. "Eine pauschale Berufung auf das staatliche Wettmonopol genügt sicher nicht, um private Anbieter zu verbieten", heißt es in Brüssel. Falls die Kommission das Verbot von Betandwin nicht billigt, kann sie die Bundesrepublik vor dem Europäischen Gerichtshof verklagen.

(SZ vom 11.8.2006)



Wer regelmässig wettet und mal in Thailand war, der weiß, dass man auch von dort viele Bookies nicht erreichen kann.
Damals fand ichs noch lustig, wieviel kleinere Bookies nicht auf dem Index standen. Hab mir aber nicht träumen lassen, dass es in Deutschland mal genauso weit kommen könnte....

Mc :kotz:
 
Also zunächst mal rate ich von juristischen Einschätzungen ab, das überlasst lieber den Profis. [[bussi]]

Im Saarland hat man gestern (?) DocMorris gestattet, hier eine Apotheke zu betreiben. Viele Lobbygruppen und auch verschiedene Minister laufen dagegen Sturm, die Sache ist auch noch nicht zu Ende, im Gegenteil - sie fängt gerade an.

Dass ausländische Anbieter wirksam im Internet gesperrt werden können halte ich übrigens für ausgeschlossen.