Eigene Quotenberechnung

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Guest
Hallo Gemeinde,

ich beschäftige mich zur Zeit mit der Erstellung eines eigenen Prognosesystems, nachdem ich blind jede Liga tippe. Nach ersten Tests mit etwa 100 Spielen kann ich bisher ein positives Fazit ziehen.
Natürlich fehlen dynamische Faktoren wie Insidertipps, Verletzungssorgen etc, aber ich denke bei einer große Anzahl von Spielen wird dies eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Gibt es dazu einen änlichen Thread, bzw hat jemand Lust am Zusammenbau einer Formel ?

Ich kann ja mal meine Parameter bzw meine ersten Ansätze posten...


Beste Grüße
 
PN ist nicht notwendig, ich weiss nicht warum manche Leute Ideen oder Strategien geheimhalten. Ist ja nicht so als htte ich das Perpetuum Mobile entwickelt und wrde einen Wettlauf zum Patentamt riskieren ;)

Also ich habe mir gedacht, dass ich verschieden Aspekten Punkte von 0-10 gebe als da wren:

x Punkte nach y Spieltagen (Aussagekräftiger als Tabellenplatz, da theoretisch 20 Mannschaften gleich viele Punkte haben knnen)

10*x/(y*3)


x Punkte aus y Heimspielen // parallel x Punkte aus y Auswärtsspielen


Selbe Formel wie die o.g.

x Siege aus den Letzten y H2H Vergleichen


10*x/y

x Siege aus den letzten y Spielen

10*x/(y*3)

Vergleich der Kaderstärke durch Marktwert Marktwert Kader 1=x, Marktwert Kader2=y

10*x/(x+y)

Man kann jetzt auch nach persönlicher Einschätzung 0-10 Punkte vergeben



Damit habe ich zu jedem Aspekt Einzelwerte. Diese EW multiplizier ich jetzt mit einem Faktor p, der Gewichtung. Hier ist Feintuning angesagt. Hier bin ich noch in der Experimentierphase

Zum Schluss bilde ich die Summe über der Gewichtung*Einzelwerte

Jetzt habe ich zwei Summen (a und b), die ich ins Verhältnis setze dh:

Q=a/b , also hat Team A a/b-fache Wahrscheinlichkeiten das Spiel zu gewinnen

Damit wäre es fast geschafft.
Es muss nur noch die Wahrscheinlichkeit des Unentschiedens mit eingerechnet werden. Dies ist eigentlich variabel (ich schätze zwischen 25% bei klaren Begegnungen - 40 % bei engen Kisten).

Damit berechnen sich die Prozentuale Verteilung zu:
(1)= Q*x
(2)= 1/Q*x

Mit der Nebenbedingung das (1)+(2)=100-(Wahrscheinlichkeit des Unentschiedens)

mit 100/Prozent gibts die Quote.

Das wärs dann auch, ich hoffe das war alles richtig. Bin grade nicht zu Hause und habs aus dem Kopf getippt. Aber ich meine so etwa habe ichs gemacht.
 
Ansätze mMn okay, aber den Marktwert würd ich zum Bleistift komplett auslassen. Aus 2 Gründen:
Punkt 1: Woher bekommst du wirklich die genauen Werte her?
Punkt 2: Marktwert bzw. Geld tragen keine Spiele aus. Du kannst den Marktwert ganz schlecht auf die Performance auf dem Platz ummünzen.
 
hab halt die vom transfermarkt genommen, den faktor aber auch klein gewichtet. ich geh halt davon aus, dass ein Verein mit vielen hochkarätigen Spielern, Ausfälle adäquat ersetzen kann. Wobei es natürlich auch sein kann, dass ein einzelner Spieler die Hälft der Mannschaft ausmacht und die Zahlen nicht aussagekräftig sein könnten
 
Wie legt ihr denn euren Einsatz fest ? Ich bin bisher mit einem festen Einsatzwert für alle Spiele rangegangen und habe auch Spiele getippt, in denen kein Value vorlag.

Macht ihr den Einsatz von eurer Berechnung abhängig oder von der Differenz eurer Quote zu der des Bookie ?
 
Wie legt ihr denn euren Einsatz fest ? Ich bin bisher mit einem festen Einsatzwert für alle Spiele rangegangen und habe auch Spiele getippt, in denen kein Value vorlag.

Macht ihr den Einsatz von eurer Berechnung abhängig oder von der Differenz eurer Quote zu der des Bookie ?

Ich mach es mit dem Einsatz so:

1. Wie groß ich die Wahrscheinlichkeit auf den Eintritt des Ereignisses einschätze.

2. Je höher die Quote des Bookies im Vergleich zu meiner Prognostizierten ist. (heißt: je mehr value die Quote hat)

allerdings wenn der Bookie @1000 gibt für etwas, wo ich @100 berechnet hätte, dann ist der value zwar enorm groß, trotzdem gehe ich da natürlich nicht mit riesigem Einsatz drauf, weil die Wahrscheinlichkeit laut meiner Berechnung ja trotzdem nur 1% ist (das meinte ich mit 1.)
 
Ich mach es mit dem Einsatz so:

1. Wie groß ich die Wahrscheinlichkeit auf den Eintritt des Ereignisses einschätze.

2. Je höher die Quote des Bookies im Vergleich zu meiner Prognostizierten ist. (heißt: je mehr value die Quote hat)

allerdings wenn der Bookie @1000 gibt für etwas, wo ich @100 berechnet hätte, dann ist der value zwar enorm groß, trotzdem gehe ich da natürlich nicht mit riesigem Einsatz drauf, weil die Wahrscheinlichkeit laut meiner Berechnung ja trotzdem nur 1% ist (das meinte ich mit 1.)


Machst du das dann nach Gefühl ?
 
Man kann für 1 ja eine Formel erstellen, ähnlich wie bei dem Wettforum Rechner, je mehr Value umso höher staken.

Dann für Quoten über 4, 7,5, 10 o.ä eine Staffelung erstellen und dann faktorisieren x0,8, x0,6, x0,4.

Zahlen sind beliebig gewählt und können nicht unbedingt produktiv sein aber nur mal so um das Prinzip zu darzustellen.

Es hängt natürlich auch davon ab ob du 1x2 spielst und für hohe Quoten dann AHC/DNB spielst, oder generell nur AHC spielst bei denen die Quoten ~1,9x liegen.
 
halte deinen standardlösungsansatz für gelungen aber auch ausbaufähig.
schlag dir jedenfalls noch einen eigenen indikator für die quote deines hausbookies vor. dann ists auch ein leichtes, in weiteren schritten, ein metaergebnis daraus zu ziehen um es eigenständig zu erfassen. (beispiel: bookie-quote sei -hausnummer- 175 350 400, das erfahrungsgemässe ergebnis der letzten 100 spiele daraus beispielsweise 50% heimsieg, 20% remis und 30% auswärtssieg was den value zwingend auf die zwei legt und deine formel dann dieses spiel automatisch als besonders kennzeichnen lassen könnte. bei entsprechender datenmenge lässt sich dann natürlich noch eine echte meta-ebene einführen, die alle jeweils angefallenen indikatoren (zb 15punkte nach 10 spielen gegen 18punkte nach 10 spielen, 9punkte nach 3 heimspielen für hometeam, 12punkte für auswärtsspiele für awayteam, etc, etc) untereinander vernetzt und nur noch das entsprechende ergebnis auswertet (tipp1/x/2, correct score, weitere ereignisse könnten natürlich je nach vorhandenem speicherplatz und datenquellelieferanten[gegebenenfalls soccerway, die einpflegung ist aber natürlich kostenpflichtig!] dann durchaus interessante zusatzinfos liefern)
 
Du musst in jedem Fall noch das Unentschieden mitberücksichtigen. Selbst wenn deine Werte gut sind, so erübrigt sich alles durch deine "Schätzung" des Unentschiedens. Die Bookies sind gut genug, dass es ohnehin schwer ist. Wenn man nun das Unentschieden schätzt, verliert man alles, was man davor aufgebaut hat.

Außerdem sind 40% für ein Unentschieden immer zu hoch, wenns kein Fix ist. Das wäre ja Quote 2.5, das gibts nie.

So kannst du aber wenigstens bei ausgeglichenen Spielen das Null-Handicap spielen. Da ist das Unentschieden ja ausgeklammert. Allerdings auch keine perfekte Möglichkeit.

Für uns das ganze doch mal vor für Deutschland - Portugal oder sowas. Glaube, dass man dir dann noch bessere Tipps geben kann.
 
Wetten ist Mathematik. Ich denke das sollte jeder irgendwann begreifen. Dennoch bin ich der Meinung, man kann nicht alles mit einer Formel ausdrücken.
Es gibt mMn immernoch die Faktoren Erfahrung & Gefühl, die eine sehr wichtige Rolle spielen. Wenn man sich in einer Liga wirklich auskennt, dann kennt man seine Teams, weiss wen man bei welchem Spot spielen sollte oder auch nicht. Das ist für mich emiment wichtig. Dasselbe gilt für den Stakeplan.

Das ist meine Meinung und damit bin ich bisher immer gut gefahren.
 
Hallo Gemeinde,

ich beschäftige mich zur Zeit mit der Erstellung eines eigenen Prognosesystems, nachdem ich blind jede Liga tippe. Nach ersten Tests mit etwa 100 Spielen kann ich bisher ein positives Fazit ziehen.
Natürlich fehlen dynamische Faktoren wie Insidertipps, Verletzungssorgen etc, aber ich denke bei einer große Anzahl von Spielen wird dies eher eine untergeordnete Rolle spielen.

Gibt es dazu einen änlichen Thread, bzw hat jemand Lust am Zusammenbau einer Formel ?

Ich kann ja mal meine Parameter bzw meine ersten Ansätze posten...


Beste Grüße

Die Erstellung eines eigenen Prognosesystems ist ja ne nette Idee. Aber ich würde mir erst mal über folgende Punkte Gedanken machen: Wo liegt das Limit der Faktoren, die einfließen sollen?
Beispiel Marktwert des Kaders: Finde ich völlig abwegig. Wenn Du den berechnest, musst Du auch berechnen, ob diese "Favoritenteams" in letzter Zeit doppelt belastet waren, z.b. durch mehrere Wettbewerbe gleichzeitig. Dann kommst Du am Ende da raus, wo Du nicht hin willst - nämlich bei verletzten oder gesperrten Stammspielern, die du dann mitberechnen musst.

Punkt 2: Wo liegt das Limit der zurückliegenden Spiele? 10 Spiele? Eine Saison? 10 Jahre? Vor 10 Jahren wäre Eintracht Frankfurt fast Meister geworden, soviel zu diesem Punkt.

Außerdem gibts so eine "Formel" schon. Die Poisson-Verteilung.
Poisson-Verteilung – Wikipedia

Kann jeder ohne Probleme nachrechnen, dass sich damit von 1x2 über O/U bis zum exakten Ergebnis die Wahrscheinlichkeit für jedes relevante Wettergebnis sehr exakt berechnen lässt. Alles, was Du brauchst, ist die Gesamttorrate, bestehend aus Torraten der Kontrahenten, also geschossene Tore / gefangene Tore, dabei am Besten noch den Heim/Auswärtsfaktor berücksichtigen und eine goldene Mitte zwischen zu wenigen und zu vielen berücksichtigten Spielen finden.

Dann hat man schon mal einen ungefähren Anhaltspunkt, ob die Quoten value bzw. wenigstens fair sind. Aber darum, dir über das KONKRETE Spiel am KONKRETEN Tag selbst nochmal Gedanken zu machen, wirst Du nicht rumkommen.

Blind jede Liga tippen, und das langfristig mit Gewinn? Das geht nur mit ner riesen Bank und Trading, aber nicht mit ner Prognoseformel
 
Das Hauptproblem an irgendwelchen Quotenberechnungen ist nicht, irgendwelche Ideen zu haben, sondern diese belastbar zu überprüfen. Im Wetten gehts um 2-3%, da kann man nicht einfach sagen, ich mach da mal was und wenn ich fertig bin, multipliziere ich das ganze mit p, wobei ich mir noch nicht sicher bin,wie dieses p aussieht.
Wenn man dieses ominöse "p" ändert, muß man dann den ganzen Testlauf wiederholen. Das kostet ungleich mehr Zeit und Hirnschmalz als mal schnell ein Verhältnis von Heimpunkten und Auswärtstoren zu bilden und fragen, ob das die Weltformel sein könnte.

Zu Poisson gabs hier vor etwa drei Monaten schon mal eine Diskussion, die, wie fast immer im Sande verlaufen ist.
 
Ich habe daher ja auch deutlich geschrieben, dass auch Poissons höchstens ein GROBER Anhaltspunkt sind. Über das konkrete Ereignis, auf das man setzen will, sagen Statistiken so gut wie nichts aus. Darauf wollte ich den Threadstarter nur hinweisen.

Oder siehst Du in meinem Post irgendwo eine Glorifizierung der Poisson-Wahrscheinlichkeit? Eben nicht.

Im Übrigen muss man das nicht jedes Mal neu ausrechnen. Denn da das Ganze, wie wir beide wissen, nur ein sehr GROBER Anhaltspunkt ist, kann man einfach mal als gegeben hinnehmen, dass zumindest in der BUNDESLIGA die mittlere Torrate M ca. 1,5 beträgt.
Nimmt man also die Standard-Formel
p(Wahrsch.)für(T)Treffer eines Teams = (M^T/T!)*e^-M,
dann kann man sich schon für Summe der Tore, Resultate, O/U und sogar 1X2 fertige Tabellen anlegen, um einen groben Überblick zu haben.

Dass auf den Tabellen nicht steht, dass die Mannschaft eigentlich 4-4-2 spielt und beide Stürmer verletzt sind und ein 6er eine Rotsperre absitzt, der Rasen ein halbes Jahr nicht neu verlegt wurde und die Mannschaft zwei Tage vorher in der Euro League antreten musste, ist mir genauso klar wie dir ;)
 
Wetten ist Mathematik. Ich denke das sollte jeder irgendwann begreifen. Dennoch bin ich der Meinung, man kann nicht alles mit einer Formel ausdrücken.
Es gibt mMn immernoch die Faktoren Erfahrung & Gefühl, die eine sehr wichtige Rolle spielen. Wenn man sich in einer Liga wirklich auskennt, dann kennt man seine Teams, weiss wen man bei welchem Spot spielen sollte oder auch nicht. Das ist für mich emiment wichtig. Dasselbe gilt für den Stakeplan.

Das ist meine Meinung und damit bin ich bisher immer gut gefahren.
Ich arbeite auch ohne Formeln, (ausser MM) aber "Intuition" ist nichts anderes als eine nicht-bewusstwerdende Rechnung, die man also theoretisch wieder mathematisch begründen kann.
Also: Die Frage "warum" du jetzt so und so wettest liegt an nichts anderem als einer Anzahl von Neuronen in Deinem Hirn die jetzt so und so Informationen (weiter-)senden/feueren.
Das ist Mathe!
Stellt sich also eher die Frage: Kann man eine solche Komplexität in eine Formel fassen?
Ein Gruss aus der Neurowissenschaft.
 
Ich arbeite auch ohne Formeln, (ausser MM) aber "Intuition" ist nichts anderes als eine nicht-bewusstwerdende Rechnung, die man also theoretisch wieder mathematisch begründen kann.
Also: Die Frage "warum" du jetzt so und so wettest liegt an nichts anderem als einer Anzahl von Neuronen in Deinem Hirn die jetzt so und so Informationen (weiter-)senden/feueren.
Das ist Mathe!
Stellt sich also eher die Frage: Kann man eine solche Komplexität in eine Formel fassen?
Ein Gruss aus der Neurowissenschaft.
ich bin auch der meinung wenn ich auf eine wette schaue und ich auch bewusst nicht rechne so sieht man mit der zeit ok das ist 1.85 die ist value weil man einfach schon unbewusst intus hat die wahrscheinlichkeit ist größer ja das ist zu spielen...
 
Stellt sich also eher die Frage: Kann man eine solche Komplexität in eine Formel fassen?
Gegenfrage: Warum sollte man sich die Arbeit machen und so was Komplexes versuchen in eine Formel zu quetschen, wenn's das Gehirn eh unterbewusst tut?

Des Weiteren bezweifle ich, dass man in der Lage ist, diese Komplexität in eine Formel zu fassen, besonders da jeder anders empfindet.
 
Ich hätte schwören können das sei Bio! *fg*
Spaß beiseite, natürlich geht es um Neutronen, die neurotransmitter ausschütten. In diesem Fall insbesondere dopamin. Aber selbst mit einem CT / MRT kann man heute nur ungefähr sehen, was da passiert. Wenn es die ultimative Formel gäbe, hätte es die Mafia auch sicher nicht mehr nötig, Spiele zu verschieben.
Und, ganz ehrlich, ich bin froh, dass es eine solche Formel nicht gibt. Denn dann gäbe es keine Wetten mehr.
Genauso, wie es beim Fußball keine Sieger mehr gäbe, wenn kein Spieler mehr Fehler machen würde. Jedes Spielwürde 0:0 ausgehen! Gruselig, oder? Denn weil es keine Wetten mehr gibt, kann man nicht mal auf X setzen! Brrrr. Gute Nacht.
 
Wenn man dieses ominöse "p" ändert, muß man dann den ganzen Testlauf wiederholen. Das kostet ungleich mehr Zeit und Hirnschmalz als mal schnell ein Verhältnis von Heimpunkten und Auswärtstoren zu bilden und fragen, ob das die Weltformel sein könnte.

Nicht wenn mein sich ein Computerprogramm geschrieben hat, dass jegliche Änderung der Parameter simulieren kann ;)