VfR Aalen vs. 1. FC Heidenheim, 25.09.2010, 14.00 Uhr (kick-off)
Competition: 3. Liga 2010 / 2011
Spieltag: 10. Spieltag
Stadion: Scholz-Arena (Aalen)
Anbieter: Betfair
Tipp: 1. FC Heidenheim
Quote: 2.54
Stake: 6 / 10
Vorwort:
It´s Derby-Time: Am 10. Spieltag der 3. Liga kommt es am heutigen Samstag zum spannenden Ostalb-Derby zwischen Liga-Neuling VfR Aalen und dem 1. FC Heidenheim. Während Aalen mindestens einen Zähler braucht, um Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu halten, kann Heidenheim mit einem Dreier Tuchfühlung zur Drittliga-Spitzengruppe um Jahn Regensburg, Hansa Rostock & Co. aufnehmen. Anstoß der Partie in der Scholz-Arena ist um 14.00 Uhr.
Die Ausgangslage:
Ein Punkt im Abstiegskampf gewonnen? Oder zwei unnötig liegen lassen? Das ist die Frage aller Fragen, mit der sich der VfR Aalen nach der Nullnummer beim FC Carl Zeiss Jena beschäftigt. Fakt ist, dass die Defensivabteilung der Scharinger-Elf eine überzeugende Vorstellung ablieferte. Die Offensive, das "Sorgenkind" der Aalener, präsentierte sich dagegen erneut viel harmlos, um in der 3. Liga bestehen zu können. Beim VfR-Sturm-Duo Grüttner und Soriano war die Verunsicherung groß, Glaube und Überzeugung schienen zu fehlen. Auch das Mittelfeld ließ jegliche Kreativität vermissen. Dennoch muss man dem VfR Aalen anrechnen, dass er sowohl gegen Jena als auch zuvor gegen Braunschweig ohne Gegentor blieb und in fünf von insgesamt neun Saisonspielen zur Halbzeit immerhin das 0:0 wahren konnte. Doch spätestens im 2. Durchgang muss der VfR Aalen seinen Anstrenungen regelmäßig Tribut zollen. Auch die nackten Zahlen sind mehr als aussagekräftig: Bislang verbucht der Aufsteiger erst einen einzigen Saisonsieg, schoss pro Partie nie mehr als ein Tor und stellt mit nur vier Saisontoren den schlechtesten Angriff der Liga! Das alles ist kein Zufall, denn der Kader des VfR Aalen besteht fast ausschließlich aus jungen und unbekannten Spielern, die kaum über Drittligaerfahrung verfügen. Die Meisterspieler wurden zwar gehalten, doch in der 3. Liga weht ein anderer Wind. Da erfahrene Profis aus höheren Ligen nicht bezahlbar sind, sind Akteure wie Barg, Dausch, Kettemann, Haas und Lechleiter die einzigen, die ein wenig Drittliga- bzw. Zweitligaluft geschnuppert haben. Dass fehlende Reife, Erfahrung und spielerische Klasse aber nicht mit mannschaftlicher Geschlossenheit kompensiert werden können, zeigen die bisherigen Resultate mehr als eindrucksvoll. Ganz anders sieht es dagegen beim 1. FC Heidenheim aus: Feistle, F. Krebs, Weil, Bagceci, Schnatterer, Pa. Mayer, Meier oder Gül haben zusammen mehr als fünfmal so viel Drittliga-Spiele auf dem Buckel wie die gesamte VfR-Mannschaft. Deshalb hat das Team von Heidenheim-Coach Frank Schmidt auch ganz klar die Favoritenrolle inne, was die aktuellen Quoten im 1-x-2-Markt komischweise nicht entsprechend widerspiegeln. Wie dem auch sei: Der 1. FC Heidenheim ist eine eingespielte Truppe, die über Jahre zusammengewachsen ist. Der VfR Aalen befindet sich dagegen noch mitten in seiner Entwicklung. Die jungen Spieler benötigen mindestens eine ganze Saison, um in der 3. Liga konkurrenzfähig zu sein. Insofern geht Aalen als krasser Außenseiter in die Partie, auch wenn er zu Hause erst ein Spiel verloren hat.
Kader / wer fehlt?
VfR-Coach Rainer Scharinger, der bereits beim torlosen Unentschieden gegen Carl Zeiss Jena auf seinen zweitligaerfahrenen Stürmer Lechleiter (Erkältung) verzichten musste, wird wohl auch heute seinen wichtigsten Mann ersetzen müssen. Besonders prekär wird die Situation im Offensivbereich aber deshalb, weil neben Lechleiter auch Wild und Haas seit geraumer Zeit mit kleineren Blessuren zu kämpfen haben, Grüttner und Brechler völlig außer Form sind und es Soriano noch an der nötigen Konstanz fehlt. Aber auch die Gäste aus Heidenheim sind von Verletzungssorgen geplagt, denn Pa. Mayer und Spann sind jeweils angeschlagen.
Mein Fazit:
Der 1. FC Heidenheim vereint sicherlich nicht so viel Klasse und Erfahrung wie Jahn Regensburg, Hansa Rostock, Kickers Offenbach oder Dynamo Dresden, aber immerhin ausreichend, um oben mitzumischen und hin und wieder einen Top-Favoriten zu ärgern. Das Ziel vom VfR Aalen kann hingegen nur sein, die Klasse zu halten. Um allerdings nicht direkt den Weg zurück in die Regionalliga antreten zu müssen, sollten sich die jungen Spieler schleunigst an das hohe Tempo gewöhnen und Tore schießen, ansonsten wird es die Scharinger-Elf sehr schwer haben. Der 1. FC Heidenheim hat mit Pa. Mayer (9 Spiele, 8 Tore), Schnatterer (9 Spiele, 4 Tore) und Spann (9 Spiele, 3 Tore) ein hervorragendes Offensiv-Trio, das häufig den Unterschied ausmachen kann. Da die Offensive beim VfR Aalen ohnehin die größte Baustelle beim Aufsteiger ist, würde ein Ausfall von Lechleiter doppelt schwer wiegen, zumal der ehemalige Zweitliga-Stürmer der bislang einzige Offensivspieler ist, der in der laufenden Runde getroffen hat. Die anderen (drei) Tore haben ausschließlich Abwehrspieler erzielt. Daher bin ich absolut davon überzeugt, dass der VfR Aalen dem 1. FC Heidenheim nicht wirklich gefährlich werden kann. Fraglich ist allerdings, ob der Drittliga-Neuling der starken Offensive der Heidenheimer, die mit 16 Saisontoren die drittbeste Offensive bildet, Stand halten wird. Wenn bei Aalen alles rund und bei Heidenheim alles schief läuft, dann ist für den VfR ein Remis drin. Ansonsten rechne ich hier fest mit einem Auswärtserfolg der Schmidt-Elf!
Mein Tipp: Ich sehe wirklich großen Value in der Siegquote des 1. FC Heidenheim und setze daher bei attraktiven Betfair-Quoten um 2.54 auf Schnatterer & Co.!