VFL Bochum vs. VFB Stuttgart, 15/03/2008, 15.30 Uhr (kick-off)
Competition: 1. Bundesliga, 24. Spieltag (Deutschland)
Stadion: rewirpowerSTADION
Schiedsrichter: Peter Sippel (München)
Team - VFL Bochum
Gesamtbilanz, Sp. 23 (g. 8, u. 6, v. 9--> 35:36 Tore), 30 Pkt.:
Die VFL-Elf befindet sich derzeit mit 30 Pkt. auf dem 12. Tabellenplatz und ist somit satte 12 Zähler von einem Abstiegsrang entfernt. Im Laufe der Saison konnten acht Spiele gewonnen werden. Sechs Mal trennte man sich unentschieden und neun Mal ging man als Verlierer vom Platz.
Heimbilanz, Sp. 11 (g. 5, u. 5, v. 1--> 25:17 Tore), 20 Pkt.:
In der Heimtabelle belegt der VFL mit 20 Punkten den 10. Tabellenplatz.
Bemerkenswert ist, dass bislang nur ein einziges Heimspiel verloren wurde. Diese Niederlage resultiert darüberhinaus aus dem Spiel gegen den Rekordmeister aus München (10. Spieltag, 1:2). Ansonsten konnte man gegen Teams wie den Hamburger SV (3. Spieltag, 2:1), VFL Wolfsburg (12. Spieltag, 5:3), Arminia Bielefeld (14. Spieltag, 3:0), Hannover 96 (21. Spieltag, 2:1) sowie Bayer 04 Leverkusen (22. Spieltag, 2:0) gewinnen. Besonders die Erfolge gegen den HSV oder die Werkself aus Leverkusen unterstreichen meines Erachtens die immense Heimstärke der Bochumer. Remis trennte man sich zudem gegen den SV Werder Bremen (1. Spieltag, 2:2), Eintracht Frankfurt (6. Spieltag, 0:0), 1. FC Nürnberg (8. Spieltag, 3:3), Karlsruher SC (16. Spieltag, 2:2) sowie Energie Cottbus (19. Spieltag, 3:3). Auch diese Resultate, v.a. das 2:2 gegen Werder Bremen, das 3:3 gegen den "Club" oder das 3:3-Unentschieden gegen Energie Cottbus, sagen einiges über die VFL-Spielweise im heimischen rewirpowerSTADION aus:
VFL-Coach Koller lässt bei Heimspielen extrem offensiv agieren. Die Spieler wissen, dass sie vor ansprechender Kulisse spielen und ihre Fans im Rücken haben. Zudem wird immer Vollgas gegeben und versucht, dem Gegner das Leben so schwer wie möglich zu machen. Durch dieses risikobehaftete Spiel sind die Bochumer im Gegenzug aber auch sehr anfällig für Gegentore, weshalb am Ende solche Ergebnisse zustande kommen. Produkt dieses Offensivspiels sind aber nicht nur 17 kassierte Gegentreffer, sondern auch 25 eigens geschossenen Tore. Nur der SV Werder Bremen ist in dieser Hinsicht noch torgefährlicher (34:14). Ansonsten hat lediglich der VFB Stuttgart 25 Heimtore erzielen können.
Großen Anteil an der Torausbeute hat v.a. Stürmer Stanislav Sestak, der alle (!) seine neun Saisontreffer vor heimischer Kulisse erzielte. Am 8., 12. und 16. Spieltag gelang ihm jeweils ein Doppelpack.
Sonderinfo:
Pro Heimspiel gegen die VFL-Profis im Schnitt 13, 9 Torschüsse ab!
Auswärtsbilanz, Sp. 12 (g. 3, u. 1, v. 8--> 10:19 Tore), 10 Pkt.:
In der Auswärtstabelle rangiert die Koller-Elf mit zehn Zählern auf dem 12. Tabellenrang. Obwohl man auswärts bislang ein Spiel mehr bestritten hat, hat man zu Hause dennoch doppelt so viele Punkte einfahren können!
Insgesamt konnten drei Mal drei Punkte entführt werden:
1:2 vs. Energie Cottbus (2. Spieltag)
0:2 vs. MSV Duisburg (13. Spieltag)
1:2 vs. Werder Bremen (18. Spieltag)
Darüberhinaus trennte sich der VFL ein Mal unentschieden:
1:1 vs. Eintracht Frankfurt (23. Spieltag) und wurde acht Mal ohne Punktgewinn nach Hause geschickt:
3:2 vs. Hannover 96 (4. Spieltag)
2:0 vs. Bayer 04 Leverkusen (5. Spieltag)
1:0 vs. VFB Stuttgart (7. Spieltag)
2:1 vs. Borussia Dortmund (9. Spieltag)
2:0 vs. Hertha BSC (11. Spieltag)
1:0 vs. Schalke 04 (15. Spieltag)
2:0 vs. Hansa Rostock (17. Spieltag)
3:0 vs. Hamburger SV (20. Spieltag)
Es fällt direkt auf, dass man in sechs der acht Auswärtspleiten ohne eigenen Torerfolg blieb. Dennoch setzte es keine "echte" Klatsche...
Kader / wer fehlt?
Personell kann VFL-Trainer Koller fast aus dem Vollen schöpfen.
Marcel Maltritz konnte am Donnerstag das komplette Training absolvieren und wird am Samstag voraussichtlich auflaufen können.
Somit wird nur Tommy Bechmann weiterhin verletzungsbedingt ausfallen. Als Allrounder könnte der genesene Oliver Schröder in den 18er-Kader rutschen.
Torjäger:
Hier ist ganz klar Stanislav Sestak zu nennen. Der aus der Slowkaie stammende Stürmer konnte bislang neun Saisontreffer erzielen und steht damit unangefochten auf Rang 1 der internen Torschützenliste. Ansonsten sind Auer (3) sowie Mieciel (4) mitunter für ein Tor gut...
voraussichtliche Aufstellung:
Lastuvka - Pfertzel, Maltritz, Yahia, Bönig - Imhof - Zdebel, Dabrowski - Ono - Sestak, Auer
System: Raute im MF + Doppelspitze im ST
Team - VFB Stuttgart
Gesamtbilanz, Sp. 23 (g. 12, u. 1, v. 10--> 39:38 Tore), 37 Pkt.:
Die Schwaben rangieren mit 12 Siegen, einem Remis, 10 Niederlagen und 37 Zählern auf dem 6. Tabellenplatz. An die vergangene Meistersaison konnte man bislang nicht anknüpfen und ist nun darauf fokussiert, (noch) einen UEFA-Cup Platz zu erreichen.
Heimbilanz, Sp. 12 (g. 8, u. 1, v. 3--> 25:15 Tore), 25 Pkt.:
In der Heimtabelle belegt die Elf von VFB-Coach Armin Veh mit 25 Punkten den 3. Tabellenplatz. Erfolge konnten gegen MSV Duisburg (3. Spieltag, 1:0), Energie Cottbus (5. Spieltag, 3:0), VFL Bochum (7. Spieltag, 1:0), Bayer 04 Leverkusen (11. Spieltag, 1:0), FC Bayern München (13. Spieltag, 3:1), VFL Wolfsburg (16. Spieltag, 3:1), Karlsruher SC (21. Spieltag, 3:1) sowie gegen SV Werder Bremen (23. Spieltag, 6:3) gefeiert werden. In 50% aller gewonnen Heimspiele blieb man ohne ein einziges Gegentor. Zudem konnte man dem Star-Ensemble von der Isar die bislang einzige Saisonniederlage zufügen. Dass der amtierende Meister besonders im heimischen Gottlieb-Daimler-Stadion eine macht ist, zeigt auch das 6:3 am vergangenen Spieltag gegen den SV Werder Bremen. Die Punkte teilen musste man sich direkt am 1. Spieltag mit Schalke 04 (1:1). Niederlagen setzte es gegen Hannover 96 (9. Spieltag, 0:2), Borussia Dortmund (15. Spieltag, 1:2) sowie gegen Hertha BSC (19. Spieltag, 1:3).
Auswärtsbilanz, Sp. 11 (g. 4, u. 0, v. 7--> 14:23 Tore), 12 Pkt.:
Wie sich der VFB in der Ferne präsentiert ist bislang alles andere als meisterlich. Mit vier Siegen, sieben Niederlagen und 12 Punkten steht Stuttgart in der Auswärtstabelle auf dem 10. Rang. Die ersten fünf Auswärtsspiele (!) wurden allesamt verloren. Erst am 6. Spieltag konnte man beim 1. FC Nürnberg drei Punkte entführen (0:1). Die übrigen drei Siege resultieren aus den Partien gegen Eintracht Frankfurt (14. Spieltag, 1:4), MSV Duisburg (20. Spieltag, 2:3) sowie Energie Cottbus (22. Spieltag, 0:1). Bis auf das 1:4 bei der Eintracht ist doch deutlich zu sehen, dass sich Stuttgart v.a. bei vermeintlich schwächeren Teams schwer tut. So strahl(t)en die Erfolge gegen Nürnberg, Duisburg und Cottbus nicht sonderlich viel Souveränität aus. Ich war am Dienstag im Stadion der Freundschaft und habe mir vom VFB ein Bild machen könne. Zwar muss ich zugeben, dass der Sieg zu keiner Zeit ernsthaft gefährdet war, aber dennoch hat man nicht viel ins Offensivspiel investiert. Eher haben die Veh-Schützlinge versucht, deie Führung über die Zeit zu retten und mit Kontern für Entlastung zu sorgen. Niederlagen setzte es gegen Hertha BSC (2. Spieltag, 3:1), KSC (4. Spieltag, 1:0), Werder Bremen (4:1, 6. Spieltag), Hansa Rostock (8. Spieltag, 2:1), Hamburger SV (10. Spieltag, 4:1), Arminia Bielefeld (17. Spieltag, 2:0) und Schalke 04 (18. Spieltag, 4:1). Hier wird erneut deutlich, dass sich die Schwaben v.a. gegen die "Kleinen" der Liga sehr schwer tun. Ein deutscher Meister sollte wohl in der Lage sein, gegen Teams wie den KSC, Hansa Rostock und Arminia Bielefeld zu bestehen. Zu oft diente man zudem als Kanonenfutter:
So musste man sich gleich vier Mal mit 4:1 geschlagen geben.
Kader / wer fehlt?
Den amtierenden Meister plagen große Personalsorgen, denn mit Meira, Hitzlsperger und Gomez sind gleich drei absolute Stammkräfte angeschlagen und für das heutige Spiel fraglich. Tasci fällt weiterhin aus (Knie). Dafür kann Veh auf Khedira und den zuletzt gelb-gesperrten Cacau zurückgreifen.
Torjäger:
Der VFB hat einen der besten Goalgetter in den eigenen Reihen:
Nationalstürmer Mario Gomez, der bereits 14 Treffer erzielen konnte und damit mit Luca Toni (FCB) gleichziehen konnte. Im Gegensatz zum italienischen Weltmeister (21) hat Gomez jedoch erst 17 Spiele in der laufenden Saison absolviert. Auch Cacau (6 Treffer) scheint sich so langsam seinem Leistungsoptimum zu nähern.
voraussichtliche Aufstellung:
Ulreich - Osorio, Tasci, Delpierre, Magnin - Pardo - Hilbert, Hitzlspgerger - Bastürk - Gomez, Cacau
Evtl. spielt Marco Pischorn von Beginn an, wenn nicht einer der etatmäßigen Außenverteidiger ins Zentrum rücken sollte.
Fazit:
In Bochum zeigt man sich selbstbewusst, denn schließlich geht
der VFL mit Koller als Cheftrainer ins dritte Bundesligajahr und will (wie auch in der Vorsaison) vorzeitig den Klassenerhalt schaffen. Gegen die Stuttgarter will man also punkten. Dazu ist aber die Unterstützung der Fans notwendig, die auch bei den intensiv geführten Partien gegen Hannover und Leverkusen von elementarer Wichtigkeit waren. Gerade die Michung aus dem kämpfenden und sich aufreibenden VFL-Team sowie die Anfeuerung der Fans entscheiden meistens über Sieg, Niederlage oder Punkteteilung. Der VFB ist bislang - v.a. in der Ferne - eine Wundertüte.
Ich denke jedoch, dass man nach großen Problemen in der Hinrunde wieder ein wenig in die Erfolgsspur zurückgefunden hat, denn schließlich ging man in den letzten vier Partien als Sieger vom Platz. Tritt der VFB in Bestbesetzung an, also können zumindest Gomez und Hitzlsperger aufkaufen, denke ich jedoch, dass ein VFL-Sieg nicht realsisierbar ist und Stuttgart mindestens einen Punkt holen wird.
Sonderinfo: Unter der Regie von Koller konnte der VFL noch keinen Sieg gegen den VFB Stuttgart einfahren.
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