Bwin klagt gegen geplanten Glücksspielvertrag

Pechvogel

New member
Juli 1, 2003
2,860
8
http://freiepresse.de/NACHRICHTEN/REGIONALES/1090142.html

Endlich was halbwegs konkretes.

@Daniel:
Wenn Du wieder mal das Verlangen verspürst, gegen die deutsche Politik und Justiz zu Felde zu ziehen, eröffne bitte einen eigenen Thread.
 
Vermutlich nicht nur Bwin.

DFL für liberalisierten Wettmarkt


DFL-Präsident Reinhard Rauball hat sich erneut für einen liberalisierten Wettmarkt eingesetzt und will die Möglichkeit einer Klage gegen den Glücksspielstaatsvertrag prüfen. Die Ministerpräsidenten der Länder hatten eine Festschreibung des staatlichen Wettmonopols und ein Verbot von privaten Wettanbietern verabschiedet.


Wir prüfen im Moment, ob die Liga ebenfalls gegen den Staatsvertrag klagen soll. Dabei müssen wir uns allerdings unter anderem noch mit dem Deutschen Fußball-Bund absprechen", sagte Liga-Boss Rauball im Interview mit der Tageszeitung Die Welt. Die Liga setze sich uneingeschränkt für einen kontrolliert geöffneten Wettmarkt ein. Rauball: "Langfristig ist der geplante Staatsvertrag nicht haltbar. Denn er verstößt eindeutig gegen nationales Verfassungsrecht und europäisches Wettbewerbsrecht. Darauf hat die EU-Kommission schon mehrmals hingewiesen. Wird der Vertrag zum 1. Januar umgesetzt, schaffen wir uns also nur neue Rechtsunsicherheit."

Den Profi-Klubs drohen im Falle einer Umsetzung Einnahmeverluste in dreistelliger Millionenhöhe. Wenn der Staatsvertrag umgesetzt werde, so Rauball, könnten bwin und andere Wettanbieter keine Banden- und Trikotwerbung mehr schalten. "Für die Wettbranche würde das den Verlust von Zehntausenden von Arbeitsplätzen bedeuten, für uns ist es auch eine Katastrophe. Wenn die privaten Wettanbieter ihre Sponsorentätigkeiten komplett einstellen müssen, bedeutet das für die Vereine künftig jährlich Mindereinnahmen von 100 bis 300 Millionen Euro", äußerte der 60 Jahre alte Jurist, der auch Präsident des Bundesligisten Borussia Dortmund ist.

Der Liga-Chef fordert das Anbieten von Konzessionen für private Wettanbieter durch den Staat. Diese sollten an strikte Auflagen zur Suchtprävention geknüpft und mit hohen Gebühren verbunden sein, die mögliche Steuerausfälle ausgleichen könnten. "Das funktioniert in anderen Ländern wie Australien oder Großbritannien wunderbar. Warum also nicht bei uns?", fragte Rauball.

Der deutsche Sport hatte im Jahr 2005 von den Einnahmen der staatlichen Lotto- und Toto-Gesellschaften, der staatlichen Sportwette Oddset sowie der Glücksspirale mit insgesamt 537,7 Millionen Euro profitiert. Das waren rund 6,5 Millionen Euro weniger als 2004.

Kicker
 
swidrigailov schrieb:
Hessischer Verwaltungsgerichtshof: Untersagungsverfügung gegen bwin unzulässig - bwin kann sein Angebot in Hessen aufrecht erhalten


http://www.presseportal.de/pm/53553/1078451/bwin_ek

Ist gut so. Was mir nicht gefällt, ist die Urteilsbegründung:

Der Hessische Verwaltungsgerichtshof hält dieses
Verbot für technisch nicht durchsetzbar und die Verfügung daher
insoweit für nichtig.

Nur Hessen zu sperren, ist technisch IMHO nicht machbar. Ganz Deutschland ist da schon eher möglich.

Nobody [[help]] :mrgreen: [[bussi]]
 
Morgen trägt die FDP ihr Ansinnen einer (Teil-)liberalisierung im Bundestag vor:
http://www.isa-casinos.de/articles/18410.html

Über den Livestream auf bundestag.de kann man live da bei sein und zuschauen wie der restliche Bonzenverein (also die paar halt, die spät nachmittags noch partout nix anderes vorhatten) dumm darüber grinst!
 
swidrigailov schrieb:
Morgen trägt die FDP ihr Ansinnen einer (Teil-)liberalisierung im Bundestag vor:
http://www.isa-casinos.de/articles/18410.html

Über den Livestream auf bundestag.de kann man live da bei sein und zuschauen wie der restliche Bonzenverein (also die paar halt, die spät nachmittags noch partout nix anderes vorhatten) dumm darüber grinst!

PHOENIX ist auch live dabei.
 
swidrigailov schrieb:
Morgen trägt die FDP ihr Ansinnen einer (Teil-)liberalisierung im Bundestag vor:
http://www.isa-casinos.de/articles/18410.html

Über den Livestream auf bundestag.de kann man live da bei sein und zuschauen wie der restliche Bonzenverein (also die paar halt, die spät nachmittags noch partout nix anderes vorhatten) dumm darüber grinst!


Bundestagsarbeit wird in den Ausschüssen und nicht im Plenum gemacht.
Zur Arbeit von Abgeordneten vgl nur den ausgezeichneten Leitartikel vom Prantl in der SZ von heute.
 
Verfasst am: Do Okt 18, 2007 20:03 Titel:

--------------------------------------------------------------------------------

Für Internet-Anbieter aus dem Ausland ist eine Übergangsfrist bis Ende 2008 geplant, also erst ab 2009 Maßnahmen dagegen. Nur: Solange hält der Vertrag natürlich niemals durch.
Weiß auch nicht, ob Maßnahmen wie IP-Sperre wirklich funktionieren können oder ein gutes Licht auf Deutschland werfen ...
_________________
WF-Rechner – WF-Rechner plus
Nobody's perfect. ;)


Dem scheint wohl leider nicht so zu sein:

Ausschnitt aus dem Rechtsgutachten des Marburger Professors Horn (zur Frage der Rechtmäßigkeit der DDR-Lizenzen...):

"Nach einer Übergangsregelung sollen bisher erteilte Konzessionen,....., für die Dauer eines Jahres nach Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrages (bis zum 31.Dezember 2008) fortgelten (§ 25 Abs.1 GlüStV). Der Vertrieb von Sportwetten im Internet ist demgegenüber ab sofort ohne jeden Befreiungsvorbehalt verboten (§ 4 Abs. 4 i.V.m. § 25 Abs.1 GlüStV).
 
@kaeyschn: Dann müssen die Bundesländer ihre Absichten gerändert haben. Ursprünglich war das so geplant, ich hab jetzt auch die Quelle wieder gefunden, siehe:
http://www.heise.de/newsticker/meldung/82439
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,454344,00.html

Aber ist eh egal, kürzlich hat schon mindestens das 2. deutsche Gericht in letzter Instanz (?) entschieden, dass ein Internetverbot in diesem Bereich technisch nicht durchsetzbar wäre.

Selbst wenn es technisch durchsetzbar wäre und die Bundesländer ein Gesetz auf den Weg bringen würden, um diese Sperrung durchzuführen (was für Deutschland international peinlich genug wäre), dann würde immer noch die EU intervenieren. Also kann ich nachwievor diesen Pessimismus nicht nachvollziehen ...
 
Nobody schrieb:
Selbst wenn es technisch durchsetzbar wäre und die Bundesländer ein Gesetz auf den Weg bringen würden, um diese Sperrung durchzuführen (was für Deutschland international peinlich genug wäre), dann würde immer noch die EU intervenieren. Also kann ich nachwievor diesen Pessimismus nicht nachvollziehen ...

Da ich kein Hesse bin, weiß ich nicht, inwiefern BWIN das Wettverbot für für Hessen ernstgenommen hat...
Aber diese Aktion stand ja auch fast ein Jahr. Bis sie Recht bekamen.
 
swidrigailov schrieb:
Morgen trägt die FDP ihr Ansinnen einer (Teil-)liberalisierung im Bundestag vor:
http://www.isa-casinos.de/articles/18410.html

Über den Livestream auf bundestag.de kann man live da bei sein und zuschauen wie der restliche Bonzenverein (also die paar halt, die spät nachmittags noch partout nix anderes vorhatten) dumm darüber grinst!

Ich fasse mal kurz zusammen, was kam (sorry, wenn ich die Namen mancher Hinterbänkler verunstalte).

Wiegert (CDU): Lotto-Lobbyist, hielt der FDP (zurecht) eine Spaltung zwischen zwischen Abstimmungsverhalten in den Landtagen und im Bundestag vertretener Meinung vor. Schmiß alles in einen Topf, ließ natürlich Casinos und Automaten außen vor.
Damit er was aktuelles einflechten kann (Tennis): Regulierter deutscher Markt fördert international sauberen Sport. [[rofl]] [[rofl]]
Hauptargument Suchtgefahr.

Parr (FDP): Von BWin gekauft. Beckenbauer als Kronzeuge (Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Vereine gefährdet) denkbar ungeeignet.

Lötzsch (Linke): Weiß nicht mehr, womit sie die Redezeit gefüllt hat. Hatte jedenfalls nichts mit Sachkenntnis zu tun.

Hermann (Grüne): Griff das Beckenbauer-Argument auf "Ich bin zwar VfB-Fan, aber wenn ich die Wahl habe zwischen ein paar Punkten in der CL und dem Schutz unserer Jugend vor Spielsucht, sind mir die Kinderlein tausendmal lieber." Ansonsten siehe Lötzsch

Dankert (SPD): Nachdem er mir im Dopingkampf nur als populistischer Saubermann auffiel, war er hier der Vernünftigste.
"Die Länder sollen sich genau überlegen, was sie tun, denn die Geschütze sind schon aufgefahren. Der Bund wird ihnen aber nicht reinreden. Ich hoffe, die Länder haben einen Plan B zur Finanzierung von Sport und Kultur in der Rückhand, wenn die Einnahmen wegbrechen oder die Klagen zu teuer werden." Pechvogel: Na ja, haben sie natürlich nicht.

Also insgesamt nicht Neues.
 
Pechvogel schrieb:
Parr (FDP): Von BWin gekauft. Beckenbauer als Kronzeuge (Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Vereine gefährdet) denkbar ungeeignet.

Also insgesamt nicht Neues.

Hast vollkommen Recht, was Neues gab`s nicht, aber das haben wir ja eh nicht erwartet. Was "unser" Mann von der FDP geboten hat, war ein Witz. Mann sollte eigentlich meinen er hätte genügend Munition haben müssen, aber da mit nem Interview vom Beckenbauer zu argumentieren ist völlig absurd und kontraproduktiv. Wenn das alles an innerpolitischen Widerstand war, dann Prost Mahlzeit!



@Jalladud
Danke für deinen freundlichen Hinweis!
 
Freitag, 9. November

BGH will am Freitag im Streit um Internet-Sportwetten urteilen

Revisionsverhandlung am Donnerstag in Karlsruhe

Karlsruhe (ddp). Der Bundesgerichtshof will am Freitag über die Zulässigkeit von Internet-Sportwetten entscheiden, die vom Ausland aus ohne deutsche Lizenz für Kunden in Deutschland angeboten werden. Das teilte der BGH nach der Revisionsverhandlung am Donnerstag in Karlsruhe mit. In dem wettbewerbsrechtlichen Streit wollen deutsche Sportwettenveranstalteres den beklagten Unternehmen verbieten lassen, ihre Wettangebote in Deutschland zu machen.

Der Sitz der beklagten vier Anbieter befindet sich in London, Salzburg, auf Zypern und der Isle of Man in der Irischen See. Die Anbieter haben jeweils nur eine Genehmigung in ihrem Ursprungsland, nicht aber eine von einer deutschen Behörde erteilte Sportwetten-Erlaubnis. Die von London aus tätige Firma «Eurotip» beruft sich etwa auf eine englische «Bookmakers Permit» (Buchmacherlizenz).

Gegen solche Angebote haben die Westdeutsche Lotterie, die Bremer Toto- und Lottogesellschaft, der Freistaat Bayern und die Tipp 24 AG geklagt. Sie sehen einen Verstoß gegen deutsches Recht. Die Unterlassungsklagen hatten in den vier parallel gelagerten Fällen jeweils in den Vorinstanzen Erfolg. Die Veranstaltung einer Sportwette ohne eine inländische behördliche Erlaubnis sei ein verbotenes Glücksspiel im Sinne des Strafgesetzbuches und stelle zugleich einen Wettbewerbsverstoß dar. Dagegen legten die beklagten Anbieter Revision ein.

Rechtlich brisant ist der Fall deshalb, weil sämtliche vorinstanzlichen Entscheidungen vor dem Sportwetten-Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom März 2006 ergingen. Es hatte entschieden, dass die Bundesländer bis Ende 2007 den Bereich der Sportwetten neu regeln müssen. Das staatliche Sportwettenmonopol dürfe nur dann bestehen bleiben, wenn die Lotterieverwaltungen umgehend vor Suchtgefahren des Wettens warnen und jede Werbung einstellen, die gezielt zum Wetten auffordert.
(ddp)
 
Karlsruhe (ddp). Der Bundesgerichtshof will erst im Februar über die Zulässigkeit von Internet-Sportwetten entscheiden, die vom Ausland aus ohne deutsche Lizenz für Kunden in Deutschland angeboten werden. Das teilte der BGH in Karlsruhe mit.
Ursprünglich war nach der Revisionsverhandlung das Urteil für diesen Freitag erwartet worden. In dem wettbewerbsrechtlichen Streit wollen deutsche Sportwettenveranstalter es den beklagten Unternehmen verbieten lassen, ihre Wettangebote in Deutschland zu machen.
 
Sehe die Verschiebung eher sogar als positiv an...

heisst erstens, dass sie net auf die Schnelle entscheiden wollen, sondern sich ausführlich damit befassen wollen...

und zweitens, ...dass sie garantiert abwarten wollen, was die EU macht..

stellt Euch vor, der BGH heisst es gut...und würde dann womöglich in Widerspruch zum EUGH geraten.....das wollen die garantiert vermeiden....die werden sich abstimmen..........nommal, auch wenn der Nobody da anderer Meinung ist....es geht net darum, was die Herren der EU-Kommission sagen, sondern nur darum, wie der EuGH entscheiden wird...

Irgendein Landtags-Fuzzy hat es kürzlich auf den Punkt gebracht:
"Es ist der Landesregierung bewusst, dass die EU-Kommission dem Glücksspielstaatsvertrag kritisch gegenüber steht. Ob der Staatsvertrag europarechtlich Bestand haben wird, hängt aber letztlich vom Europäischen Gerichtshof ab. Der EuGH hat bereits in mehreren Entscheidungen festgestellt, dass die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit aus ordnungsrechtlichen Gründen beschränkt werden darf."
"Wir sollten in Deutschland nicht gleich verschnupft sein, wenn ein EU-Kommissar hustet."

Die fürchten die EU-Kommission net die Bohne und sind sich sicher , dass der EuGh ihnen Recht gibt ...oder spielen zumindest auf Zeit, weil bis zum EuGh-Urteil könnens machen, was se wollen...
 
kaeyschn schrieb:
"... Der EuGH hat bereits in mehreren Entscheidungen festgestellt, dass die Dienstleistungs- und Niederlassungsfreiheit aus ordnungsrechtlichen Gründen beschränkt werden darf."
Das ist nicht der Punkt. Die Einschränkung darf aber eben nur dann erfolgen, wenn sie unbedingt notwendig ist, um das angestrebte Ziel zu erreichen.
Deutschland muss also beweisen, dass ein Monopol besser geeignet ist zur Suchtprävention als eine kontrollierte private Lizenzvergabe. Und das können sie derzeit nicht, haben sie bisher nie bewiesen und werden es wohl auch in Zukunft nicht können.
Siehe dazu auch letztes Urteil des EuGH, als festgestellt wurde, dass Italien keine ausländischen EU-Buchmacher diskriminieren darf.
 
Allgemeine Ergänzung: Skepsis schön und gut, aber wenn die Meinung eines (womöglich auch noch voreingenommenen) dt. Landtags-Abgeordneten bzgl. EU-Recht mit der Auffassung der EU-Kommission kollidiert, dann tendiere ich doch stark zu Letzterem, auch wenn letztendlich der EuGH entscheiden wird.
@kaeyschn: Weiß leider nicht, warum du irgendeinem dt. Landtags-Abgeordneten mehr Kompetenz zugestehst in dieser Sache als der EU-Kommission. Diese hatte sich vor kurzem erst darüber amüsiert, dass die dt. Bundesländer sie über EU-Recht belehren wollten, wo die Kommission doch genau dafür zuständig ist, für die Überwachung der Einhaltung des EU-Rechts ...
 
@Nobody

würd mir ja nix mehr wünschen, als dass du Recht hättest mit deinem Optimismus

und ich messe nicht Einem Landtagsabgeordneten mehr Bedeutung zu...was der von sich gibt, ist die Meinung der großen Masse der Diätenempfänger

...und der Parr gestern war ja blamabel...leider....

der Unterschied ist, dass du sanscheinend mehr Vertrauen hast in unsere Politiker als ich....und auch mehr Vertrauen in die EU-Kommission als ich...
 
Nö, hab in unsere Politiker keinerlei Vertrauen mehr. Aber zum Glück haben die in dieser Sache letztendlich nichts zu entscheiden. Kann noch ein wenig dauern, bis die Dinge endgültig geregelt sind, das mag sein.
Aber die Argumente der dt. Politiker sind der EU-Kommission voll und ganz bekannt. Es gab ja auch schon mehrere Anhörungen der Bundesländer bei der EU, in die Oddset-Politiker sehr viel Vertrauen in ihre Argumente hatten, dann aber doch immer bitter enttäuscht wurden.
Zusammengefasst: Alle Argumente, auch die von dir vorhin zitierten, sind der EU voll und ganz bekannt. Trotzdem ist ein Monopol nicht gerechtfertigt, denn diese Einschränkungen des Gemeinschaftsrechts sind nur dann zulässig, wenn sie unbedingt notwendig sind, wie gesagt. Und das ist hier nicht gegeben.
Weiter müssen die Gründe für ein Monopol widerspruchsfrei sein, auch das dürfte nicht hinkommen, da Pferdewetten und Automatenspiele anders geregelt bleiben sollen in Deutschland. Wieder ein Hindernis für das Monopol.

Hmm, du verstehst meinen Optimismus nicht (dabei sehe ich mich gar nicht als optimistisch an, nur realistisch), und ich kann deinen Pessimismus nicht verstehen. [[yo]]

Was ich nur sagen wollte: Es ist nicht so, dass die EU-Kommission bestimmte Ansichten oder Argumente der Bundesländer nicht kennen würde. (Dein Beitrag vorhin hörte sich in etwa so an.) Und dass der EuGH deshalb pro Oddset-Lobbyisten entscheiden wird.
Nein, die EU-Kommission besteht nicht aus Trotteln, die das EU-Recht nicht kennen und sich von Deutschland darüber belehren lassen. Deshalb, auch wenn der EuGH nicht an die Kommission gebunden ist, spricht doch alles für eine entsprechende Entscheidung.
 
kaeyschn schrieb:
btw.: hier in Regensburg sind alle Wettpuffs nach wie vor dicht....während sie vor einem Jahr offen waren....insofern seh ich hier bei uns weit und breit keine Verbesserung.......und den bayrischen schwarzbraunen Haselnußmantelträgern trau ich alles zu..........mag durchaus sein, dass das im Norden anders ist....
Ist für mich persönlich ehrlich gesagt irrelevant. Mich interessiert nur das Internet, wette eh nicht in Lokalen, so oder so.
 
ne Langzeitwette würde ich mit dir auch gar nicht abschliessen....auf lange Sicht sind wir uns durchaus einig, dass das Monopol irgendwann fällt.......ne Kurzzeitwette geh ich gerne ein.....z.B. es wird in 2008 irgendwann sein, dass es hier in Bayern verboten ist, über das Internet Wetten zu tätigen...(ob man das umgehen kann, steht auf nem anderen Papier...).....also ein PSC-Fuffy an mich, wenn es den Bewohnern Bayerns irgendwann in 2008 nicht erlaubt ist, bei Betfair zu wetten und ein zweiter Fuffy an mich, wenn sagen wir mal...10 meiner 70 Bookies irgendwann in 2008 Wetten von mir ablehnen mit Verweis auf die deutsche Rechtssprechung.......umgekehrt natürlich die beiden Fuffys an dich
 
Und wer soll der neutral darüber entscheiden, ob es verboten ist, bei BF zu wetten oder nicht?
Der eine würde sagen, das ist es ja jetzt schon, denn theoretisch haben wir ja jetzt schon ein EU-widriges Monopol.
Der andere sagt, genau deshalb ist es eben nicht verboten ...

Wie soll das Internet-Verbot technisch umgesetzt und kontrolliert werden? Bitte um Erklärung.
 
kaeyschn schrieb:
ne Langzeitwette würde ich mit dir auch gar nicht abschliessen....auf lange Sicht sind wir uns durchaus einig, dass das Monopol irgendwann fällt.......ne Kurzzeitwette geh ich gerne ein.....z.B. es wird in 2008 irgendwann sein, dass es hier in Bayern verboten ist, über das Internet Wetten zu tätigen...(ob man das umgehen kann, steht auf nem anderen Papier...).....also ein PSC-Fuffy an mich, wenn es den Bewohnern Bayerns irgendwann in 2008 nicht erlaubt ist, bei Betfair zu wetten und ein zweiter Fuffy an mich, wenn sagen wir mal...10 meiner 70 Bookies irgendwann in 2008 Wetten von mir ablehnen mit Verweis auf die deutsche Rechtssprechung.......umgekehrt natürlich die beiden Fuffys an dich

Also Betfair ist noch ein besonderes Problem, glaube nicht, dass die es sich gefallen lassen, als Buchmacher bezeichnet zu werden.
Die machen in Berlins größter Zeitung "BZ" jetzt freitags immer im Sportteil über ne Drittelseite Werbung, indem sie einfach die aktuellen odds reinstellen. Und das als Betfair.DE(!). Also als ängstlich oder sehr pessimistisch würde ich deren Strategie nicht bezeichnen. [[grin]]

Mc
 
....ich gewinne die Wetten, wenn Betfair bzw. 10 Bookies (so wie jetzt Globet) meine Wettabgaben ablehnt (oder ich mich gar nimmer einloggen kann) und sich dabei auf die Gesetzgebung beruft......was anderes intressiert mich ja net......wenn ich nach wie vor (unter eigenem Namen, mit eigener Adresse und ohne Umleitung) wetten darf, hab ich (nur zu gerne) verloren...
 
Können wir gerne so wetten, ich nehme an. Allerdings meine ich, dass du stark im Nachteil bist. Sind nicht gerade fair, die Wetten, aber wenn du darauf bestehst ...
Hab nur kein gutes Gefühl, wenn ich mit dem Pessimismus Anderer so leicht Geld verdiene. :mrgreen:
 
Mc schrieb:
Also Betfair ist noch ein besonderes Problem, glaube nicht, dass die es sich gefallen lassen, als Buchmacher bezeichnet zu werden.
Die machen in Berlins größter Zeitung "BZ" jetzt freitags immer im Sportteil über ne Drittelseite Werbung, indem sie einfach die aktuellen odds reinstellen. Und das als Betfair.DE(!). Also als ängstlich oder sehr pessimistisch würde ich deren Strategie nicht bezeichnen. [[grin]]

Mc

Die sehen sich als normaler Buchmacher mit DDR-Zulassung. Wie Digibet, Gera, Interwetten, BWin.
Einleitung der AGB von Betfair:

BESONDERE REGELUNGEN FÜR DEUTSCHE KUNDEN
Zugang zu unserer Wettbörse erhalten Sie über die Deutsche Sportwett GmbH, Pöppelmannstr. 1, 01307 Dresden ("DSG"). Die DSG verfügt über eine Gewerbeerlaubnis zur Vermittlung von Sportwetten, die durch das Gewerbeamt der Stadt Dresden am 28. August 1990 erteilt wurde. Die DSG handelt entsprechend dieser Gewerbeerlaubnis und in Übereinstimmung mit deutschem Recht als Vermittler Ihrer Wettdaten an Betfair.
 
:mrgreen: wie gesagt, täte nix lieber als die Wetten zu verlieren...und den Hunni kann ich mir grad noch leisten :mrgreen: ....also machen wir beide nen Screen und schau mer mal....

zur Not würde es mir ja schon genügen, nur die Betfair-Wette zu verlieren....aber nur zur Not...frisst der Teufel Fliegen

@Mc:

hoffentlich....darum ja auch zwei Wetten mit Nobody....

weiss von zwei zeitnahen Anfragen an Betfair bezüglich des Themas mit zwei durchaus verschiedenen Antworten....einmal fühlten sie sich gar nicht betroffen, da man bei ihnen spekuliere und nicht wette....das andere Mal hiess es, alles sei offen und man könne noch keine Prognose wagen...
 
Es geht weiter in Sachen Bwin

Weltonline

20. November 2007, 16:16 Uhr
Von Sven Flohr

Fussball-Bundesliga

VfB Stuttgart klagt für ein Recht auf Glücksspiel

Dem Deutschen Meister entgehen aufgrund des Wettmonopols finanzielle Mittel in Millionenhöhe. "Wir halten den neuen Glücksspiel-Staatsvertrag für sehr bedenklich", sagt Erwin Staudt, Präsident des VfB Stuttgart bei WELT ONLINE und hofft auf die Mithlife von EU und Bundesliga.
Am 1. Januar 2008 soll der von allen Ministerpräsidenten unterzeichnete Glücksspielvertrag in Kraft treten, wonach der Staat bis mindestens 2011 das Monopol auf Glücksspiel behält. Das Papier ist umstritten, da Experten den freien Wettbewerb massiv beeinträchtigt sehen, die EU-Kommission droht sogar mit einem Vertragsverletzungsverfahren. Den Profifußball betrifft das Thema, da den Klubs in ein etlichen Bundesländern verboten wird, für private Wettanbieter zu werben. Erwin Staut, Präsident des Deutschen Meisters VfB Stuttgart, will dagegen vorgehen.

WELT ONLINE: Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat die Werbung für private Sportwettenanbieter in Baden-Württemberg verboten. Was bedeutet dies für Ihren VfB Stuttgart?

Erwin Staudt (59): Wir haben alle juristischen Mittel bemüht, das Urteil abzuwenden. Nach dem neuesten Richterspruch wird die Lage aber dramatisch. Unser Partner Bwin sieht keine Chance mehr, unseren gemeinsamen Vertrag zu erfüllen. Da wir keine adäquate Gegenleistung bieten können, laufen derzeit Gespräche über eine Auflösung. Dies bedeutet für uns einen Millionenschaden.

WELT ONLINE: Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus?

Staudt: Wir können diesen Schaden nicht klaglos hinnehmen. Wir sind der Ansicht, dass die rechtlichen Voraussetzungen für das Werbeverbot mehr als wacklig sind. Wir lassen den Fall von unseren Anwälten überprüfen. Dabei prüfen wir einerseits, inwieweit wir eine Schadensersatzforderung an das Land Baden-Württemberg stellen können. In den nächsten Tagen wird sich entscheiden, ob wir Aussicht auf Erfolg haben. Darüber hinaus bereiten wir eine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht vor. Den Staatsvertrag, so wie er im Januar in Kraft treten soll, halten wir für sehr bedenklich.

WELT ONLINE: Warum?

Staudt: Uns stören die Dissonanzen zwischen den Bundesländern. Während wir ein Werbeverbot auferlegt bekommen, bestätigt ein Gericht in Hessen, dass Internetanbieter dort werben dürfen. Innerhalb der Liga ist es nicht anders. Donnerstag spielen die Bayern im Uefa-Cup gegen Bolton, und im Stadion wirbt der staatliche Wettanbieter massiv für Lotto. Zwei Tage später spielen die Bayern bei uns, und wir dürfen für unseren Sponsor Bwin nicht werben. Hier wird elementar gegen die Grundregeln des Wettbewerbsrechts verstoßen.

WELT ONLINE: Sie widersprechen also der Auffassung, Lotto und Oddset würden Suchtprävention betreiben, wie es Ihnen ein Gerichtsurteil auferlegt?

Staudt: Im Radio kommen viele Spots, die mir einen 20- oder 30-Millionen-Euro-Jackpot von Lotto ans Herz legen und Millionen von Menschen in die Annahmestellen treiben. Das ist keine Suchtprävention, sondern Werbung für reines Glücksspiel.

WELT ONLINE: Die EU hat doch aber schon ein Verfahren gegen die deutsche Gesetzgebung eingeleitet.

Staudt: Die EU wird es nicht hinnehmen, dass in Deutschland die Grundregeln des freien Wettbewerbs außer Kraft gesetzt werden. Die Verfahren dauern aber erfahrungsgemäß zwei Jahre, und in dieser Zeit schauen wir in die Röhre. Konkurrenten in der Champions League wie Real Madrid oder der AC Mailand haben Bwin auf dem Trikot und kassieren dafür weit mehr als ein Taschengeld. Die großen Marketingtöpfe dieser Unternehmen fließen also ins Ausland. Das ist eine glasklare Wettbewerbsverzerrung, die wir nicht hinnehmen können. Wir brauchen eine schnelle Lösung für den VfB, aber auch für die Bundesliga.

WELT ONLINE: Herrscht über Ihr Vorgehen denn Einigkeit in der Liga?

Staudt: Fakt ist, dass wir derzeit der einzige Klub mit einem Sportwettenanbieter als Werbepartner sind. Bei Werder Bremen und 1860 München musste die Firma ja notgedrungen vom Trikot gehen.

WELT ONLINE: Und der Verband?

Staudt: Wir haben Kontakt mit DFL-Präsident Reinhard Rauball und denken, dass wir eine Solidaritätsaktion unter den Klubs auf die Beine stellen können. Schließlich haben wir alle die gleichen Interessen.

WELT ONLINE: Die Landessportbünde sprechen sich für das Wettmonopol aus. Sie argumentieren, der Breitensport lebe hauptsächlich von Lottogeldern, die dann wegfallen könnten.

Staudt: Das stimmt nicht. 95 Prozent des staatlichen Glücksspiels ist Lotto, die Sportwetten bilden nur einen verschwindend geringen Anteil. Die bisherigen Fördermittel aus dem Lotto-Topf bleiben erhalten und könnten über die privaten Sportwetten sogar noch erhöht werden. Darüber hinaus gibt es ohnehin ein Definitionsproblem: Für viele Insider ist die Sportwette keine Glücksspiel wie Lotto, sondern ein Geschicklichkeitsspiel. So haben es die Österreicher definiert und das Problem so entzerrt. Bei uns versucht der Staat keine Regulierung vorzunehmen, er verbietet sie einfach.
 
Aufgrund einer Verfügung des Regierungspräsidiums Karlsruhe dürfen Kunden, die sich zum Zeitpunkt der Wettabgabe in Baden-Württemberg aufhalten, unser Angebot derzeit nicht nutzen. Befinden Sie sich außerhalb von Baden-Württemberg, können Sie unser Angebot wie gewohnt nutzen.

bwin wird weiter gegen diese unzulässige Beschränkung der europäischen Grundfreiheiten vorgehen und ist zuversichtlich, dass die Verfügung vor allem wegen Gemeinschaftsrechtswidrigkeit aufgehoben werden muss.

von der bwin HP
 
"bwin Unblock"
habe es nicht ausprobiert, aber scheint für genau solche Fälle gedacht zu sein.

Secure access to your account at all times: The bwin Client ensures that your access to www.bwin.com cannot be blocked. By installing the Client, you will prevent youraccess from being blocked and will ensure your continued, unrestricted access to bwin.

The bwinClient does not affect the performance of your PC or any other programme. You can therefore install the Client without any problems. It is free, completely secure and, of course, absolutely legal.

Download auf http://www.bwintr.com

Berichtet doch mal ob es funktioniert
 
Stefan schrieb:
Seit wann kommt denn diese Meldung bei euch?
Das Geld abheben könnt ihr auch nicht?

funzt alles weiter wie bisher!

der user selbst verpflichtet sich gegenüber bwin sich zum zeitpunkt der wettabgabe nicht in bawü aufzuhalten...ne art gentlemans agreement

so richtig kontrollieren geht ja wohl eh net....soweit ich weiss ham die "ip-finder-programme" auch ne gewisse entfernungs-abweichung..kanns aber net bestätigen

hab mir mal meinen standort ausfindig machen lassen--das tool hat mich dann rund 100 km "versetzt"
 
st schrieb:
"bwin Unblock"
habe es nicht ausprobiert, aber scheint für genau solche Fälle gedacht zu sein.

Secure access to your account at all times: The bwin Client ensures that your access to www.bwin.com cannot be blocked. By installing the Client, you will prevent youraccess from being blocked and will ensure your continued, unrestricted access to bwin.

The bwinClient does not affect the performance of your PC or any other programme. You can therefore install the Client without any problems. It is free, completely secure and, of course, absolutely legal.

Download auf http://www.bwintr.com

Berichtet doch mal ob es funktioniert

Ja, ich konnte mich mich über diese Schiene einlogggen und dann eine Wette abgeben.

Wie aussagekräftig das ist, weiß ich allerdings nicht, weil ich bisher auch über den "normalen Weg" zu BWin komme.