Bundespräsidentenwahl 30.06.2010

hapax

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Aug. 25, 2007
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Hat schon wer Quoten gesichtet?

Hier mal die vom Spiegel genannten Kandidaten und meine Meinung:

Schäuble - imho eigentlich Favorit, scheitert höchstwahrscheinlich aber am großen Problem des Finanzministernachfolgers (und offenen Rechnungen aus der Vergangenheit?)
Lammert - politikerfahren genug, farblos genug, intellektuell genug, bequem genug und parteiübergreifend konsensfähig genug - imho unser nächster Bundespräsident
Rüttgers - würde sicher sehr sehr gern, aber nicht nach Wahlschlappe
Wulff - wird als möglicher Merkelnachfolger noch dringend gebraucht - und weiß dies auch :)
Ursula von der Leyen - tja imho in keinsterweise qualifiziert genug - zu laut, zu populistisch (, zu jung) und imho zu du .. ähm nicht intellektuell genug - aber nicht nachvollziehbarerweise recht beliebt beim Volk - nach dem beliebten Köhler erscheint sie momentan! gut geeignet, die Wogen zu glätten. Dazu beliebt bei Merkel und Rüttgers, der dann Arbeitsminister werden könnte!
Schavan - zu wenig parteiinterne Unterstützung
Töpfer - nach diesem Abgang Köhlers wohl zu lange raus aus der aktuellen Politik, Alter?, Motivation?
Stoiber - ja klar..
Seiters - letztlich zu unbekannt bzw. unbeliebt beim Volk (und etwas zu alt)
Schwan - nicht mehrheitsfähig
Käßmann - ja klar..
Roth - letztlich zu unbekannt und wenn mehr im Fokus imho schnell unbeliebt
Richard Schröder - imho Favorit wenn überraschend keiner der Angedachten kommt, also wenn Absagen und Medien die eigentlichen Favoriten verhindern, größtes Problem: Köhlerabgang!
Gauck - "Die Stimme des Ostens", aber auch nicht mehr - nicht vermittelbar
Fischer - hihi..
Wolfgang Huber - ja klar..

Fazit: Als überzeugter Nicht-CDU-Wähler würde mich die Kombi Schäuble als Bundespräsident und Koch als Finanzminister sehr sehr freuen - da zukünftige Wahlschlappen so sicher wären wie das .. - aber bleibt wohl nur ein (Alb)Traum.
Bleiben die auch in der Presse genannten Favoriten Lammert und von der Leyen. Letztere würde aber wie man auch bereits liest auf lautere Proteste bei der Opposition stoßen. Desweiteren erwarte ich eine lauterwerdene Anti-vdL-Kampagne in den nächsten Tagen - Stoff genug gibts dafür allemal!

-> mein Favorit: Lammert
-> mein Außenseiter: R. Schröder
 
Für mich steht mal bisher so viel fest:

1. Die Regierung würde kein gutes Bild abgeben, wenn CDU/CSU und FDP jeweils eigene Kandidaten benennen würden. Das Ansehen und die Umfragewerte sind momentan grausam, man muss mit einer Stimme sprechen um Vertrauen zu gewinnen.

2. Der Kandidat / Die Kandidatin hat und muss die volle und uneingeschärnkte Unterstützung von der Bundeskanzlerin haben. Die Öffentlichkeit muss sehen, dass die Kanzlerin noch das Heft des Handelns in der eigenen Hand hat.

3. Die Opposition könnte einen Gegenkandidaten stellen. Jedoch sind die Mehrheiten in der Bundesversammlung klar. Die bürgerliche Mitte hat dort eine solide Mehrheit und daher ist eine Kandidatur eines Kandidaten aus SPD/Grüne/Linke fast aussichtslos. Das weiß natürlich auch die Opposition genau.

4. Deshalb wird die Kanzlerin auch versuchen einen Kandidaten zu finden der nicht Regierungsintern und für Sie persönlich akzeptabel ist, sondern in der Opposition auf breite Zustimmung stößt um nach außen hin den Zusammenhalt zu untermauern.

Mögliche Kandidaten:

Wolfgang Schäuble (CDU): momentan Bundesfinanzminister, war schon mal im Gespräch Bundespräsident zu werden, scheiterte aber an der FDP Zustimmung. Genießt aber auch in der Opposition Ansehen. Jedoch ist das Finanzministerium momentan das wichtigste Ressort, daher glaube ich nicht das Merkel in dieser Krisenzeit eine Veränderung in diesem Ministerium will.

von der Leyen (CDU): momentan Bundesarbeitsministerin, enge Merkel Vertraute. Erst seit kurzem Bundesarbeitsministerin, genießt zwar Respekt in der Koalition, wird jedoch der Opposition nicht ohne Probleme zu vermitteln sein. Außerdem für mich persönlich noch etwas grün hinter den Ohren. Nur eine volle Legislaturperiode Familienministerin und jetzt kurz Bundesarbeitsministerin. Reicht für mich nicht um Staatsoberhaupt zu werden.

Norbert Lammert (CDU): momentan Bundestagspräsident, hat Respekt und Vertrauen über parteigrenzen hinaus. Es wäre ein Kandidat aller Parteien. Ich glaube die SPD würde diesen Vorschlag mittragen. Er kommt mit Merkel klar und ist sehr erfahren.

Für mich persönlich hat Norbert Lammert die besten Karten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hat schon wer Quoten gesichtet?
Partybets/Gamebookers mit folgenden Quoten:
vdL @1.75 + Schäuble @3.00 und Lammert @4.50

Entscheidend wird sein, ob die sich gerade verstärkt formierenden Netzproteste rechtzeitig - offensichtlich soll bereits am Freitag der Kandidat benannt werden - in die klassischen Medien überschwappen. Schwierig!

Im Moment deswegen hier keine Empfehlung, außerdem bin ich selbst seit geraumer Zeit auf exakt 0 € limitiert bei den Spaßvögeln!
 
So sicher ist das mit Frau von der Leyen nicht.

Nachrichten | Aktuell | BR

Beim Focus gibts noch einen umfangreichen Bericht zu Christian Wulff.

Bundespräsident: Warum Wulff Merkel mehr nutzt - Wulff oder von der Leyen? - FOCUS Online

Klingt durchaus schlüssig, was dort steht. Wenn Wulff Bundespräsident wird, wäre er Staatsoberhaupt für die nächsten 5 Jahre (mindestens) und anschließend bekäme er lebenslang sein Präsidentengehalt weitergezahlt, keine schlechten Aussichten für jemanden der gerade 50 Jahre alt ist. Das Gehalt ist lt. Wikipedia sogar HÖHER als das der Bundeskanzlerin. Ambitionen aufs Bundeskanzleramt wären mit jahrelangem innerparteilichem Kampf, anstrengenden Wahlkämpfen etc. pp. verbunden.

2/10 auf Wulff bei Partybets zu 3.0 halte ich für spielbar. Gerade warens noch 3.5.
 
Hmm, (mit)entscheidend bei Wulff wird tatsächlich wohl die eigene Motivation sein - aber ob er mit 56 (wenn nur 5 Jahre Bundespräsident) schon in den politischen Ruhestand gehen will und/oder nicht doch noch etwas in der Bundespolitik erreichen möchte?
Bis heute vormittag war Wulff @16 - zur jetzigen Quote (inzwischen sogar nur noch 2.3) imho nicht spielbar.

Aber sollte sich der Trend fortsetzen und man vdL heute abend bzw. morgen nicht vorschlagen (und Wulff natürlich auch nicht), ist die momentane @5 auf den ebenfalls katholischen konservativen Lammert megavalue - imho.

PS: Hat denn jemand schon einen weiteren Buchmacher mit Quoten entdeckt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Also basierend auf dem fehlenden Glauben, dass sich Wulff tatsächlich freiwillig aus der zukünftigen tagesaktuellen Bundespolitik verabschieden möchte - wer hier anderer Meinung ist, braucht nicht weiterzulesen - komme ich zu folgenden Gedanken:
Grandioser Schachzug Wulff - er verhindert damit vdL - was ihm niemand übelnehmen, einige aber hoch ankreiden werden - und er macht später zu gegebenem Zeitpunkt - also vdL möglichst sicher aus dem Rennen - den Weg frei für den imho passendsten Kandidaten Lammert - welcher selbst zu wenig öffentliche Reputation gehabt hat, um sich gegen vdL zu positionieren.

Deswegen empfehle ich Lammert @5 mit höchstmöglichen Einsatz - was zugegebenermaßen bei mir leider exakt 0 € ist!

edti: boah, es tut echt weh - inzwischen @7 - will denn nicht mal ein anderer Buchmacher auf der Bildfläche erscheinen ..
 
Zuletzt bearbeitet:
Wulff jetzt auf 1,85 runter. Wer ans Ausscheiden von VdL glaubt, kann ja mit Lammert problemlos absichern.


1. Edit

Quote auf 1,35 runter, außerdem meldet die BILD "Vollzug".


2. Edit

Nun ist es offiziell. Jetzt heißts nur noch bis 30.6. warten und dann rollt der Rubel. Muss allerdings zugeben, dass man Tipp etwas glücklich und durch den FOCUS-Artikel beeinflusst war, ich war nämlich schon kurz davor auf Frau von der Leyen zu tippen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich würde das mit Wulff überhaupt gar nicht so klar sehen. ja, CDU/FDP haben klar mehr Stimmen, aber der Gegenkandidat ist nicht ohne. Er ist sowohl bei der Ost-CDU, also auch bei der FDP hoch angesehen und wäre auch ein Kandidat für die FDP gewesen, also SPD/Grüne haben einen wirklich guten Kandidaten aufgestellt und er hat theoretisch sogar wirklich gute Chancen.
 
Naja, zum Absichern ists nun wohl zu spät. Außerdem beträgt die Mehrheit von FDP/CDU/CSU wohl über 20 Mandate, der ein oder andere Abweichler macht da nichts.

Ja, stimmt. Deshalb hatte ich ja theoretisch gemeint :mrgreen:

Vor allem kommt noch dazu, dass die Linke einen eigenen Kandidaten aufstellt und somit keine Stimmen für Gauck bleiben. Wenn müsste auch die Linke für ihn geschlossen stimmen. Aber rein aus persönlichen Gründen würden sie es nicht tun.
 
So sicher ist das mit Frau von der Leyen nicht.

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Beim Focus gibts noch einen umfangreichen Bericht zu Christian Wulff.

Bundespräsident: Warum Wulff Merkel mehr nutzt - Wulff oder von der Leyen? - FOCUS Online

Klingt durchaus schlüssig, was dort steht. Wenn Wulff Bundespräsident wird, wäre er Staatsoberhaupt für die nächsten 5 Jahre (mindestens) und anschließend bekäme er lebenslang sein Präsidentengehalt weitergezahlt, keine schlechten Aussichten für jemanden der gerade 50 Jahre alt ist. Das Gehalt ist lt. Wikipedia sogar HÖHER als das der Bundeskanzlerin. Ambitionen aufs Bundeskanzleramt wären mit jahrelangem innerparteilichem Kampf, anstrengenden Wahlkämpfen etc. pp. verbunden.

2/10 auf Wulff bei Partybets zu 3.0 halte ich für spielbar. Gerade warens noch 3.5.

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