Ohne mich mit den Eigentümerstrukturen bei BF beschäftigt zu haben, ist eines klar: Wer nicht in der allerobersten Liga mitspielt, kann doch pro Jahr einige Millionen Euro bei BF reinwaschen. Wenn der Sportler, wie einige bekannte, nur Insidern bekannte (mal Murray genau fragen...) oder unbekannte korrupte Tennisspieler, auch noch mitmacht, ist die Waschaktion sicher und die Mafia braucht nicht einmal ein kompliziertes Firmengeflecht. Betfair fragt schließlich nicht nach, von wem sie ihre Gebühren bekommen.
Allerdings sind Sportwetten bei privaten Anbietern in vielen Ländern wie in Deutschland illegal und die Wettszene traditionell mafiös verhaftet. Von daher sollte man das ganz entspannt sehen: es ist einfach so.
Jeder russische Mafiaoligarch, der was auf sich hält, wäscht ja heute sein Geld sogar durch die Beteiligung an den Vereinen. Wer denkt, man könne sich nicht ebenso an Tennisspielern beteiligen, ist naiv. So wird die mittlerweile sehr leise gewordene russische "Baustofffirma", die sich 51% an Carl Zeiss Jena sichern wollte, wohl kaum ernsthaft Baustoffe verkaufen... jedenfalls nicht zu Marktpreisen.
Es ist also müßig, sich über die Mafia im Sport oder im Wettgeschäft zu beschweren. Überspitzt formuliert: Wer bei Betfair wettet, wäscht Drogengeld, nur mit schlechterer Rendite als Banken dies tun würden.