Beat the closing line

BTCL selbst ist nicht die Strategie.
Sondern eine Auswertungsmethode. Besser gesagt die beste Art, zu überprüfen, ob eine Wette Value hatte oder nicht. Es kann schließlich nie jemand genau wissen, wie hoch die Wahrscheinlichkeit für einen Spielausgang ist; aber die Schlusslinie insbesondere bei Pinnacle ist noch die genaueste Information, die man darüber bekommen kann. D.h. wenn Pinnacle bei 2,5 schließt, ist die wahre Wahrscheinlichkeit vermutlich sehr nah an 40%. (Auch falls das Spiel aus Sicht des Teams dann 1:4 verloren geht!)
Deshalb ist es sehr wohl interessant, wie sich die Line entwickelt, nachdem man gesetzt hat. Es ist ein gutes Anzeichen dafür, ob deine Einschätzung, dass sie Value hat, stimmt oder nicht. Deshalb ist das für jeden Wetter interessant. Zu glauben, dass man alleine genauer Bescheid weiß als der gesamte Markt bei Pinnacle, ist... sagen wir mal: selbstsicher. ;-)

Die unterschiedlichen Strategien sind natürlich einfach nur: nach inhaltlicher Analyse wetten vs. nach Quotenlage (ohne inhaltliche Faktoren überhaupt irgendwie zu beachten) wetten. Die Strategie selbst sollte man deshalb nicht BTCL nennen - in dem Punkt hat Wrisse recht. In englischsprachigen Foren gibts für die Strategie manchmal den Namen steam chasing.

Du vergleichst Quoten merkst ahhhh da ist die Quote höher als bei anderen dann setzt du auf diese und fertig, willst du keine surebet kann es dir doch egal sein wie die Schlußlinie aussieht!
Ich setze nicht auf diese Quote, weil sie im Moment höher ist als bei anderen Buchmachern, sondern weil sie dementsprechend vermutlich auch höher ist als die Schlussquote - und damit Value hat. Wenn die Schlussquote wider Erwarten höher ist, weiß ich, dass ich in diesem Fall ein schlechtes Geschäft gemacht habe. Meistens mache ich mit dieser Methode aber ein gutes Geschäft.
 
nach logischem nachdenken die einzig logische antwort. hab auch gerade mal nachgeguckt und muss auch sagen, dass ich die pinnacle cl wesentlich schlechter geschlagen habe, als bspw bet365. ist ja auch logisch. von dem her war die frage wohl für den allerwertesten.

edit:
an sich ja wurscht, da redundant mit diesem beitrag bzw der antwort von annod, auch sehr geringe sample size aber trotzdem.
- seit 14.2. habe ich 13 wetten bei bet365 gespielt
- in 54% der fälle hat meine gespielte quote die closing line von bet365 geschlagen (7/13 gespielte quoten besser als closing line, 4/13 gespielte quoten = closing line, 2/13 gespielte quoten schlechter als closing line)
- aufsummiert waren meine quoten (inkl der gleichen + schlechteren) um 23% höher als die closing line von bet365
- in ebenfalls 54% der fälle hat meine gespielte quote die closing line von pinnacle geschlagen (7/13 gespielte quote besser als closing line, 0/13 gespielte quoten = closing line, 6/13 gespielte quoten schlechter als closing line)
- aufsummiert waren meine quoten (inkl der gleichen + schlechteren) um 6% höher als die closing line von pinnacle
da sieht man eigentlich sofort, warum meine frage unnötig war. ich habe mich zwar noch nicht an closing lines orientiert, da ich erst kürzlichst drauf gestoßen bin, aber auch wenn die sample size klein ist, bestehen die fakten,
- dass ich in 54% bet365 als auch pinnacle bzgl der closing line schlagen konnte,
- aber die differenz insgesamt 17%-pkt unterschied beträgt bezogen darauf, wie hoch ich die jeweilige closing line geschlagen habe
 
Zuletzt bearbeitet:
also nur nochmal kurz zur info.
ne closing line von bet365 zu schlagen ist scheinbar wirklich nicht schwierig. das habe ich vom 14.-24.2. in 71% der fälle geschafft.
schwieriger wirds in der tat bei pinnacle. deren closing lines habe ich nur in 60% der fälle geschlagen.
wieder auffällig: die bet365-cl schlage ich im schnitt um 2,1%, die pinnacle-cl im schnitt nur um 0,6%.
das mag jetzt zwar "wenig" aussehen, aber wenn man das mal hochrechnet, dann kommt da schon was bei rum.
 
wieder auffällig: die bet365-cl schlage ich im schnitt um 2,1%, die pinnacle-cl im schnitt nur um 0,6%.
das mag jetzt zwar "wenig" aussehen, aber wenn man das mal hochrechnet, dann kommt da schon was bei rum.

tatsächlich? Wenn man (wie du) von dem Grundgedanken ausgeht, dass die closing-line fair ist, dann dürfte bei den Zahlen unter Einberechnung der Buchmachermarge eigentlich nichts übrig bleiben
 
tatsächlich? Wenn man (wie du) von dem Grundgedanken ausgeht, dass die closing-line fair ist, dann dürfte bei den Zahlen unter Einberechnung der Buchmachermarge eigentlich nichts übrig bleiben
hast mich falsch verstanden. ich habe darauf angespielt, dass der unterschied zwischen der geschlagenen closing line von be365 und der von pinnacle ziemlich hoch ist, obwohl es nicht danach aussieht.
"was bei rumkommen" eben dann in dem sinne, dass man sich nicht auf bet365s closing line verlässt, weil man die häufig höher schlägt, sondern die von pinnacle.
verständlich, was ich meine?
eben daher auch das "wenig" in gänsefüßchen weil 2,1-0,6%(punkte) ja immerhin "nur" 1,5%(punkte) unterschied sind.
auf viele spiele hochgerechnet macht das dann halt schon was aus.

edit:
langfristiges ziel sollte, wie du schon durch die blume anmerkst, wohl nicht nur das schlagen der pinnacle cl an sich sein, sondern diese auch "ausreichend" hoch (einberechnen der marge) zu schlagen.
hab nochmal nachgeschaut und hatte ein paar richtige bolzen drin, die mir die bilanz gewaltig verhagelt haben. das waren bspw st. pauli +0,5 in dresden, das habe ich zu früh für 1,55 angespielt und es war bei pinnacle am ende bei 1,76 (-7,7%) und bei bet bei 1,73 (-6,7%) oder freiburg - augsburg o2.5, ebenfalls zu früh angespielt für 2.08, das war am ende bei pinnacle auf 2,28 (-4,2%) und bei bet bei 2,15 (-1,6%).
 
Zuletzt bearbeitet:
Kleine Zwischenbilanz meiner Strategie nach etwa anderthalb Monaten:
Von 431 Picks wurden 200 gewonnen (46%), durchschnittlich getroffene Quote dabei: 2,40. Macht 11% Value.
Weil ich das Ganze als Systemwetten gespielt habe und dabei zwei Scheine waren, die mit hohen Quoten fast komplett aufgingen, liegt mein tatsächlicher Gewinn noch mal dramatisch höher, nämlich bei 32% bzw. insgesamt +136,5 EH. :-)

tatsächlich? Wenn man (wie du) von dem Grundgedanken ausgeht, dass die closing-line fair ist, dann dürfte bei den Zahlen unter Einberechnung der Buchmachermarge eigentlich nichts übrig bleiben
Weil erstens fallende Quoten grundsätzlich besser abschneiden als steigende - Quelle: http://www.sportstradingnetwork.com/edge-steam-betting-line-shopping-sportsbooks/ - und zweitens bei Pinnacle die Quoten etwas besser funktionieren, die im Vergleich zum restlichen Markt relativ niedrig sind, und gerade nicht die Höchstquoten - Quelle: Do Better Betting Odds Mean More Profit? - komme ich immer mehr zum dem Schluss, dass das nicht so ist, sondern dass die Situation so ist: Wenn Pinnacle eine Quote ungewöhnlich niedrig ansetzt / senkt (und damit meistens der Markt mitzieht), tun sie das zu recht, senken sie aber selbst nicht weit genug. Hier haben sie also wohl selbst noch einen gewissen bias, und die Quoten, die man, wenn man so vorgeht wie ich, schlägt, sind also gewissermaßen "überfair".

Muss natürlich nicht so sein und die Argumentation muss mir auch keiner abnehmen :D Aber der Gewinn, der dabei rauskommt, wird eben mittlerweile statistisch relativ eindeutig (zusätzlich zu den 431 Spielen oben habe ich noch ca. 200 weitere notiert, aber zur Vorsicht nicht angespielt, weil sie total gegen meine subjektive Einschätzung gingen; tatsächlich hätten aber auch die fast den gleichen Gewinn ergeben, 10%). Und: Innerhalb dieser insgesamt also 630 Spiele haben die fallenden Quoten deutlich besser abgeschnitten als die steigenden. Ist also alles schlüssig. :-)
 
Die Strategie, die (bewußt gewählte) Langsamkeit von Buchmachern beim Quotenanpassen auszunutzen, halte auch ich für bewährt.

Imho ist zwar das Reaktionstempo im Laufe der Jahre durchaus schneller geworden, dies aber vermutlich "auch nur" oder hauptsächlich durch schneller eintreffende Umsätze. [[nixweiss]]

Erklären kann ich mir dieses Phänomen nur dadurch, dass es tatsächlich ausreicht, die vergleichsweise kleine Anzahl an "Problemkunden" zu limitieren und rauszuschmeißen und ansonsten dem Rest ein auch über regelmäßige Höchstquoten verlockendes Gesamtangebot zu machen.

Wie viele Steine werfen dir denn die Buchmacher bereits in den Weg?


PS:
... und zweitens bei Pinnacle die Quoten etwas besser funktionieren, die im Vergleich zum restlichen Markt relativ niedrig sind, und gerade nicht die Höchstquoten - Quelle: Do Better Betting Odds Mean More Profit? ...
Ich habe den Text nicht so verstanden, dass in beiden Fällen (pinnacle <> Markt) die Quote von pinnacle genommen wird, sondern stets die Höchstquote.
 
Wie viele Steine werfen dir denn die Buchmacher bereits in den Weg?

Ich bin nur bei Tipico angemeldet. Will mich auf die Buchmacher mit Lizenz in Deutschland beschränken, und von denen hat Tipico eh fast immer den Höchstpreis, wenn man die Steuer einbezieht.
Bisher ist da alles in Ordnung, keine besondere Limitierung und einwandfreie Auszahlung.

PS: Ich habe den Text nicht so verstanden, dass in beiden Fällen (pinnacle <> Markt) die Quote von pinnacle genommen wird, sondern stets die Höchstquote.

Oh, da hast du eindeutig recht. Mein Fehler. Das relativiert das Ganze natürlich ein bisschen. Zumindest passt es noch ins Gesamtbild, dass Pinnacle-Höchstquoten so (relativ) schlecht abschneiden (95,8% ist ja kaum höher, eher niedriger als der durchschnittliche Quotenschlüssel bei Pinnacle).
 
Kleine Zwischenbilanz meiner Strategie nach etwa anderthalb Monaten:
Von 431 Picks wurden 200 gewonnen (46%), durchschnittlich getroffene Quote dabei: 2,40. Macht 11% Value.
Weil ich das Ganze als Systemwetten gespielt habe und dabei zwei Scheine waren, die mit hohen Quoten fast komplett aufgingen, liegt mein tatsächlicher Gewinn noch mal dramatisch höher, nämlich bei 32% bzw. insgesamt +136,5 EH. :-)


Weil erstens fallende Quoten grundsätzlich besser abschneiden als steigende - Quelle: http://www.sportstradingnetwork.com/edge-steam-betting-line-shopping-sportsbooks/ - und zweitens bei Pinnacle die Quoten etwas besser funktionieren, die im Vergleich zum restlichen Markt relativ niedrig sind, und gerade nicht die Höchstquoten - Quelle: Do Better Betting Odds Mean More Profit? - komme ich immer mehr zum dem Schluss, dass das nicht so ist, sondern dass die Situation so ist: Wenn Pinnacle eine Quote ungewöhnlich niedrig ansetzt / senkt (und damit meistens der Markt mitzieht), tun sie das zu recht, senken sie aber selbst nicht weit genug. Hier haben sie also wohl selbst noch einen gewissen bias, und die Quoten, die man, wenn man so vorgeht wie ich, schlägt, sind also gewissermaßen "überfair".

Muss natürlich nicht so sein und die Argumentation muss mir auch keiner abnehmen :D Aber der Gewinn, der dabei rauskommt, wird eben mittlerweile statistisch relativ eindeutig (zusätzlich zu den 431 Spielen oben habe ich noch ca. 200 weitere notiert, aber zur Vorsicht nicht angespielt, weil sie total gegen meine subjektive Einschätzung gingen; tatsächlich hätten aber auch die fast den gleichen Gewinn ergeben, 10%). Und: Innerhalb dieser insgesamt also 630 Spiele haben die fallenden Quoten deutlich besser abgeschnitten als die steigenden. Ist also alles schlüssig. :-)


Sehr interessantes Thema [[yo]]

Darf ich Dich fragen, ob du den Unterschied zwischen "smart money" und "public money" in deiner Bewertung der Quotenentwicklung machst?

Kannst ein Fazit nach + 1000 wetten ziehen? Bestätigen sich deine Eindrücke?
 
Sehr interessantes Thema [[yo]]

Darf ich Dich fragen, ob du den Unterschied zwischen "smart money" und "public money" in deiner Bewertung der Quotenentwicklung machst?

Kannst ein Fazit nach + 1000 wetten ziehen? Bestätigen sich deine Eindrücke?

Den Unterschied zwischen smart und public nimmt schon Pinnacle selbst vor, wenn sie ihre Quoten anpassen. (Dazu passend funktioniert die Methode nicht, wenn man statt der Pinnacle-Quote den Durchschnittswert der Buchmacher als Richtwert nimmt. Die Buchmacher insgesamt sind nicht so "smart" wie Pinnacle alleine.)

Ja, gerne - es ist weiter so gut gelaufen. Aktueller Stand: 1075 Wetten, 517 gewonnen (48%), durchschnittlich getroffene Quote 2,25 --> 8% Value. [[cheers]]
 
Zuletzt bearbeitet:
Annod mich würde mal interessieren, ob diese Methode bis zum heutigen Zeitpunkt erfolgsversprechend war. Hoffentlich ja! Ich denke aber nicht..

Im Reddit Forum hat sich letzten Monat ein Statistik Professor mit dieser Thematik befasst und hat es wissenschaftlich auf den Punkt gebracht ;)

https://www.reddit.com/r/sportsbook/comments/5vnrv3/indepth_analysis_of_nba_pregame_betting_line/

Naja, dem Artikel entnehme ich, dass es zwar nicht so ohne weiteres geht, wenn du allerdings früh genug dran bist, würde es sich lohnen.

Die Frage an Annod wäre, wie seine langfristigen Erfahrungen mit Steam Chasing sind. Bist du nachwievor im Plus?
 
Annod mich würde mal interessieren, ob diese Methode bis zum heutigen Zeitpunkt erfolgsversprechend war. Hoffentlich ja! Ich denke aber nicht..

Im Reddit Forum hat sich letzten Monat ein Statistik Professor mit dieser Thematik befasst und hat es wissenschaftlich auf den Punkt gebracht ;)

https://www.reddit.com/r/sportsbook/comments/5vnrv3/indepth_analysis_of_nba_pregame_betting_line/

Die Opening line kann value bekommen, wenn zwischen opening und closing line ein Ereignis stattfindet, zB Verletzung.
Dies wird insbesondere durch die großen Verschiebunngen deutlich.
Die zitierte Statistik ist dementsprechend ncht aussagekräftg.
 
Hallo an alle!

Ich würde diesen Thread hier gerne noch mal wiederbeleben. Kurz zu mir: Ich wette mein halbes Leben, hauptsächlich Fussball und Tennis und bin mittlerweile 38 Jahre alt. Habe früher viel Lehrgeld gezahlt, habe aber seit 5 Jahren mal eine mehr mal weniger deutlich positive Jahresbilanz.

Ich habe sowohl den Thread hier verfolgt, als auch einige Artikel im restlichen Internet über Beat the closing Line gelesen. Mein Fazit ist, dass diese Vorgehensweise an sich natürlich erstmal sinnvoll ist. Genau, wie man die beste am Markt erhältliche Quote spielen sollte, hat eine Quote natürlich auch dann den höchsten Value, wenn sie am höchsten ist. Ob das nun die Closing Line ist oder eben auch nicht.

Mein Problem ist, ich verstehe nicht ansatzweise, wie man da vorgehen soll. Annods Post recht zu Anfang des Threads ist zwar recht ausführlich, beschreibt die Vorgehensweise aber doch recht oberflächlich. Darauf achten, ob Quoten gerade fallen oder steigen. Aber wann genau, zu welchem Zeitpunkt? Woher weiß ich, wann Quoten fallen, wann sie steigen? Ich habe mir komplette Marktbewegungen diverser (Fussball-)Spiele von der OL bis zur CL angeschaut und keine Muster gefunden. Selbst z.B. Verletzungen und andere mehr oder weniger gravierende Änderungen fallen mal niedriger und mal höher in den Quoten aus, es gibt schlichtweg keine Richtwerte, an die man sich halten kann. Wenn dem doch so sein sollte, man möge mich bitte aufklären.

Zweitens, was bringt es mir, die Closing Line in 70% Fällen zu schlagen, wenn ich am Ende einen Yield von -1% habe, wenn ich gleichzeitig z.B. die Closing Line nur in 30% Fällen schlage, aber dafür einen Yield von +1% habe. Weil ich in zweitem Fall eben nicht nach Markt getippt habe, sondern nach meiner eigenen Auffassung von Value - und damit am Ende mehr Wetten getroffen habe, als im ersten Fall. Was bringt es einem, die Closing Line zu schlagen, aber die Wette zu verlieren? Natürlich ist mir klar, dass es auch genau anders rum gehen könnte, was ich aber meine ist, sollte man nicht zu allererst mal darauf achten, dass man seine Wetten trifft - und zwar so, dass am Ende ein Plus dabei herauskommt?

Womöglich mag jetzt jemand einwenden, dass vorhin im 2. Fall die Quoten keinen Value hatten und meine Auffassung von Value womöglich nicht stimmt. Dem möchte ich entgegnen, wenn ich bei einem Fussballspiel zwischen Team X und Team Y für Sieg Team X eine faire Quote von 2,4 errechne und sie zum jetzigen Zeitpunkt bei 2,6 steht, dann spiele ich sie natürlich an, denn sie hat ja in dem Moment Value für mich. Nur weil die Quote bis zum Abpfiff womöglich noch auf 2,8 steigt, bedeutet das ja dann nicht, dass sie dann keinen Value mehr hatte, denn woher bitte schön soll man denn wissen, ob die Quote noch steigt (um wieder zur Ursprungsfrage zu kommen)?

Ich habe für die vergangene deutsche Fussball-Bundesligasaison 2019/2020 mal ein kleines Experiment gemacht und bei jedem einzelnen der 306 Spiele insgesamt 3 Handicap-Wetten abgeschlossen (virtuell, also ohne echten Einsatz). Die 1. Wette war mit Quote >= 2, die 2. Wette mit Quote >= 2,5 und die 3. Wette mit Quote >= 3. Wohlgemerkt immer auf die Mannschaft abgeschlossen, der ich es selbst mehr zugetraut habe, habe mich also ausschließlich auf meine Analysen verlassen und nicht den Markt beobachtet. Ich habe immer zu unterschiedlichen Zeitpunkten gewettet, von 12 bis 160 Stunden vor Spielbeginn. Als Quote habe ich die höchste verfügbare Quote von betexplorer.com angenommen (abgesehen von Betfair oder ähnlichen Wettbörsen). Und habe nach dem Spiel die abgeschlossene Quote mit der Closing Line verglichen (nicht von Pinnacle, sondern erneut die bei Spielbeginn höchste verfügbare Quote bei betexplorer.com). Ich habe rein durch Zufall die Closing Line in allen Wetten im Durchschnitt um ziemlich genau 1% geschlagen. Bei allen 918 Wetten kam am Ende ein Yield von 10,64% raus. Womöglich hätte ich immer zur exakt gleichen Zeit die Wettquote notieren müssen, um am Ende aussagekräftigere Daten zu haben. Aber der Punkt ist, ich hätte dann immer noch nicht gewusst, warum ich die Closing Line um einen Prozent geschlagen habe und wie ich es hätte noch besser machen können.

Lange Rede kurzer Sinn: Vielleicht ist hier ja jemand, der das Konzept BtcL wirklich anschaulich erklären kann. Welche Muster gibt es, wann sollte man eine Wette abschließen, was gibt es sonst noch zu beachten? Ich würde mich freuen und bedanke mich im Voraus. Viele Grüße.
 
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