Auslandsstudium

Max_23

New member
Mai 29, 2010
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Guten Tag allerseits,
da hier, wie in so vielen Wettforen, der Anteil an Studenten nicht gering sein sollte, dachte ich mir, ich schreibs mal hier rein. Ich gehöre zum G8 Jahrgang in Bayern, werde also im Mai mein Abi machen. Nun bin ich selbst ein eher bequemer Schüler Zeit meines Lebens gewesen, wodurch ich keinen Spitzen-Schnitt a la 1,.. schaffen werde. Der etwaige Schnitt dürfte so um 2,9 bis 3,0 liegen.
Aufgrund dieses Schnittes, der doppelten Anzahl an Studienanfängern dieses Jahres wegen dem gleichzeitigem Ende der G8 und G9 Jahrgänge, was die NCs sicherlich steigen lassen wird, denke ich mittlerweile über ein Auslandsstudium nach. Im Speziellen denke ich hierbei an Österreich, da dort meiner Erkenntnis nach der NC nicht (mehr) besteht. Ich selbst hab mich noch auf kein Studienfach festgelegt, jedoch kommt es mir so vor, als wird immer mehr durch den NC festgelegt und da ich mit meinem Schnitt nicht unbedingt in dieses Raster hineinfalle kam mir diese Idee.

Von daher wäre es super, wenn Studenten, die in Österreich (oder auch anderen Ländern) studieren und ebenfalls ursprünglich aus Deutschland kommen mir ein paar Fragen beantworten könnten (oder andere Personen die mit der Thematik vertraut sind) und vielleicht einige ihrer Erfahrungen schildern könnten. Konkret würde ich gerne wissen, ob ich überhaupt als Student in Österreich Bafög bekomme? Entspricht mein Bild über den NC in Österreich der Realität? Wie sieht es auf dem Arbeitsmarkt mit einem österreichischen Studienabschluss aus, also ist es zb. möglich als Medizinstudent danach als Arzt in Deutschland zu arbeiten? Medizin ist hierbei natürlich nur ein rein hypothetisches Beispiel.

Also ich freue mich über jeglichen Kommentar ;)
 
Wenn es Richtung Wirtschaft gehen soll, dann wäre die Schweiz sicherlich eine Alternative.

Studiere selbst in St. Gallen. Dort gibt es keinen NC, allerdings muss jeder Ausländer einen Aufnahmetest machen, bei dem ca. 20% angenommen werden. Alternativ kann man auch mit einem extrem guten GMAT oder GRE Score (kannst mal bei Wiki nachschauen) hier anfangen.
An der Uni Zürich musst du meines Wissens nach für Wirtschaft gar nichts machen. Bestandenes Abitur reicht für die Aufnahme.

Aber eines vorweg, an beiden Unis ist das Lernpensum enorm. Du wirst hier schon während dem Semester ordentlich auf Trab gehalten und in der Lernphase machst du nichts anderes außer schlafen und lernen. Die Unis sortieren eben erst IM Studium aus.
 
Hallo,

Also meiner Meinung nach kann ich jedem nur abraten in Österreich zu studieren. Der tertiäre Bildungssektor wird hier totgespart und die Regierung zeigt keinerlei Interesse hier auch nur irgendwas in naher Zukunft zu ändern. Eher im Gegenteil. Als Student bist du der Buhmann der Nation und sollst ein Naturwissenschaftliches Studium wo die durchschnittliche Studienzeit 16 Semester beträgt in 10 Semestern fertig haben, sonst bist du der "faule Student" - gut, der Satz war grad etwas populistisch, entspricht aber leider der Realität ;)
Studiengebühren werden wieder kommen (wurden vor 2,5 Jahren als "Wahlzuckerl" abgeschafft") - wird nur eine Frage der Zeit sein.
Wobei es einige Ausnahmen gibt, je größer die Uni desto schlechter die Ausbildung würd ich sagen. Ausnahmen sind evtl. zB die Montaneuni in Leoben,BoKu Wien oder falls dich diverse geo/natur/techn-Wissenschaften interessieren. (gibt sicher auch noch paar andere Ausnahmen, die ich nicht kenne) Auf der Uni Wien ist es aber katastrophal - man wird sicher auch in Deutschland von den ganzen Studentenprotesten und Demos in Wien mitbekommen haben.

Achja bevor ichs vergesse: Familienbeihilfe wird nurnoch bis zum 24 Lebensjahr ausgezahlt, was in etwa äquivalent mit eurem Bafog sein sollte. Aber evtl. gelten da andere Regeln. Am besten - falls du echt in Österreich studieren willst - suchst du dir eine Uni aus und schreibst dann dort das Sozialreferat der ÖH an.

Und nein, NC gibt es nicht, aber ab nächsten Semester wird in allen "größeren" Studiengängen eine Studieneingangsphase eingeführt, die man positiv abschließen muss um weitermachen zu dürfen.
Im Grunde nichts anderes als Aussieben dann.

Ich selber werde nurnoch mein Bakk. hier fertig machen und für den Master dann in ein anderes Land gehen (evtl. umgekehrt nach Deutschland ;) )

Also...viel Glück.
Was willst du denn (so ungefähr) studieren?
 
Also anfangs hab ich mich für Lehramt interressiert, das jedoch mittlerweile wieder verworfen. Momentan tendiere ich zu Jura oder BWL. Befasse mich erst so allmählich intensiver mit dem Thema, demzufolge alles leider noch sehr schwammig. Was mich auch interessieren würde ist das Thema Studiengebühren. In Deutschland müsste ich, da ich kleinere Geschwister habe keine zahlen, jedoch werden ja im Ausland (zb. Schweiz, Ungarn) welche erhoben. Würden diese auch im Ausland wegfallen oder nur hier in Deutschland?
 
Was mich auch interessieren würde ist das Thema Studiengebühren. In Deutschland müsste ich, da ich kleinere Geschwister habe keine zahlen

das ist so pauschal auf jeden Fall auch nicht richtig bzw. von Uni zu Uni verschieden. An der deutlichen Mehrzahl der deutschen Universitäten ist das zumindest nicht so.

Ansonsten ist auch die Chance durch's Losverfahren in Studiengänge mit hohen NCs reinzukommen übrigens gar nicht so gering - wenn du da eh nicht näher festgelegt bist was Ort und Studiengang angeht, was ja anscheinend der Fall ist, sollte man da schon irgendwo reinkommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich wuerde mir an deiner Stelle erstmal die Prioritaeten ueberlegen [[nixweiss]].
Du koenntest an eine FH irgendwo im Osten (wo die Lebenserhaltungskosten ma niedrigsten sind) dein 6-Semestriges Studium in 3Sem durchziehen und zahlst auch nur geringe SemGebuehren, hast damit die preiswerteste und schnellste Variante.
Kannst auch irgendwo in eine Großstadt in der Schweiz halligalli machen [[nixweiss]], das kostet entsprechend.

Kommt mir aber eher so vor als hast du noch gar keinen Plan. Und das sollte man schon haben... so aus jux und dallerei ein Studium anzufangen, da geht einem schnell die Motivation floeten.


Ps.: ich wuerde die Studienkosten genau aufschreiben und waehrend der Zeit keine Einkommensteuererklaerung machen, sondern erst bei Berufseinstieg die vollen Kosten als Sonderausgaben absetzen lassen. Da steht zwar noch eine finale Entscheidung aus, aber es sieht gut aus dass du die Kosten nicht nur als erhoehte Werbepauschale absetzen kannst, sondern in wesentlich hoeherem Maße.
 
das ist so pauschal auf jeden Fall auch nicht richtig bzw. von Uni zu Uni verschieden. An der deutlichen Mehrzahl der deutschen Universitäten ist das zumindest nicht so.

Ansonsten ist auch die Chance durch's Losverfahren in Studiengänge mit hohen NCs reinzukommen übrigens gar nicht so gering - wenn du da eh nicht näher festgelegt bist was Ort und Studiengang angeht, was ja anscheinend der Fall ist, sollte man da schon irgendwo reinkommen.
Befreiung von Studiengebühren in Bayern / Befreiungsmöglichkeiten - Studienkosten - Geld+BAföG - Studis Online
Also in Bayern gilt diese Regelung zumindest, wird dann denke ich vom Bundesland abhängen. Losverfahren? Habe ich noch nicht gehört, was hat man sich darunter vorzustellen?

@Energienudel: Bezüglich der Prioritäten. Ich bin zwar nicht bettelarm, aber mit Geschwistern in der Familie ist das Budget auch limitiert und Schickimicki in der Schweiz ist da eher nicht drin. Wäre natürlich am bequemsten in der Nähe zu studieren, also Bayern, aber aufgrund der diesjährigen Situation in Bayern bin ich eher skeptisch einen Studienplatz zu bekommen. Weiter entfernt zu Studieren würde für mich daher kein Problem darstellen.

Für diejenigen die im Ausland studieren, unterscheiden sich die deutschen Studiengebühren groß von den Gebühren in der Schweiz,Ungarn, etc.? Ich schätze mal dass ich im Ausland dann die Studiengebühren trotz meiner Geschwister bezahlen müsste.
 
Befreiung von Studiengebühren in Bayern / Befreiungsmöglichkeiten - Studienkosten - Geld+BAföG - Studis Online
Also in Bayern gilt diese Regelung zumindest, wird dann denke ich vom Bundesland abhängen. Losverfahren? Habe ich noch nicht gehört, was hat man sich darunter vorzustellen?

ah, okay, war mir so nicht bekannt. Hier in NRW z.B. ist es je nach Universität verschieden.

Beim Losverfahren werden halt die Plätze, die nicht angenommen wurden, verlost. Weiß nicht genau, wie das abläuft, aber da sich ja ein Großteil der Studenten eh an zig Unis bewirbt (und auch dementsprechend Zusagen bekommt), werden halt viele Plätze blockiert, die dann später ins Nachrückverfahren bzw. ins Losverfahren gehen.

Ist dann halt recht kurzfristig das Ganze, ein paar Tage bevor es losgeht (bzw. teilweise auch danach). Funktioniert je nach Universität verschieden, online oder per Postkarte oder so, wobei beim Verfahren per Postkarte die Chance wohl höher ist, angenommen zu werden, da der Aufwand halt auch dementsprechend höher ist (und weniger Leute teilnehmen als bei der Online-Variante).

Kenne persönlich zig Leute, die z.B. ihren gewünschen Zweifachbachelor erst nicht bekommen haben, dann aber das zweite Fach über's Losverfahren. Muss man halt nur entsprechend flexibel sein.
 
Den Vorschlag von Energienudel find ich sehr gut. Auch ich hab mir einen Studienplatz im Osten (genauer gesagt TU Freiberg) besorgt, da es dort zum 1. keine Zulassungebeschränkungen gibt, 2. keine Studiengebühren und 3. wie erwähnt die Lebenshaltungskosten sehr gering sind.

Informier dich mal in welchen Bundesländern es überhaupt noch Studiengebühren gibt, imo sind dies Bayern, BaWü, NRW und Norddeutschland. Alle anderen Länder ohne Studiengebühren.
 
Ich kann dir echt nur raten, dir erstmal klar darüber zu werden was du echt machen willst!

Am besten du setzt dich einfach JETZT (bzw. halt nach den Semesterferien) einfach in Vorlesungen und hörst dir was an. Vorlesungen sind öffentlich für jeden!
Ich wünschte mir hätte das damals in der Schule jemand so empfohlen.
Wie Energienudel schon sagte, wenns nicht das richtige is bringts nichts sich dann durchzuquälen.

Zwischen einem Jura und BWL Studium liegen Welten. (vorallem in der Art wie man lernen muss)
 
Zwischen einem Jura und BWL Studium liegen Welten. (vorallem in der Art wie man lernen muss)

Glaub man sollte die Sachen nicht so verallgemeinern. Das hängt alles auch davon ab, was für ein Typ man ist.

Ich hab Ahnung sowohl vom BWL Studium als auch Jus (Rechtswissenschaften was auch immer), und kann das nicht so unterschreiben.

Das richtige zu finden ist sowieso sehr schwer. Und in Vorlesungen setzen bringt einen meiner Meinung nicht sehr viel weiter. Aber es ist sicher ein guter Anfang.

Mehr bringt es imo allerdings in verschiedene Studien reinzuschnuppern. Allerdings nicht nur Vorlesungen besuchen, sondern auch Prüfungen ablegen. Da merkt man am besten was einen interessiert, und was man auch gut lernen kann.

Ist klar, dass das nicht leicht ist wenn man vorhat ins Ausland zu gehen.
 
Also bei bwl hast du wie auch bei einigen anderen naturwissenschaftlichen Faechern haeufig Systeme oder Prozesse bei denen sich bestimmte Grundprinzipien wiederfinden. Du musst zB im Gegensatz zu Medizin nicht so viele Namen etc auswendig lernen. Jura ist insofern anders angelegt als dass du dir angewoehnen musst bestimmte Grundfragen immer und immer wieder abzugehen und anzugeben.
Ich wuerde an deiner Stelle einfach mal ein paar Vorlesungen runterziehen. Denn sich irgendwo reinsetzen doer so, weiß nicht... kostet vor allem Zeit. Da ist dann mindestens ein Semester erstmal weg. Wenn du Pech hast sogar zwei.
Es gaebe noch die Moeglichkeit des kalkulierten Wechsels. Also sowohl von Fh zu Uni (und umgekehrt) als auch zwischen den Faechern. So kannst du relativ easy nc etc umgehen. :mrgreen:
Trotzdem... ein gewisses grundinteresse an dem Studienstoff ist schon nicht verkehrt und hilft ungemein, weil man dann automatisch schneller mitdenkt, sich mehr merkt und auch die Motivation wesentlich hoeher ist.
 
Ist vielleicht nicht ganz das, was der Threaderöffner hören will, muß doch mal ganz kurz meinen Senf dazugeben, auch wenn meine aktive Studentenzeit länger zurückliegt als die meisten hier an Jahren zählen...
Auslandsstudienaufenthalte in fremdsprachigen Ländern kann man jedem nur dringend an´s Herz legen. Bin im geisteswissenschaftlichen Bereich tätig, da wird heutzutage überall die nahezu perfekte Beherrschung mindestens einer Fremdsprache erwartet, Auslandsaufenthalte mit entsprechenden qualifizierten Zertifikaten werden vorausgesetzt. Denke mal, das ist in gehobenen Positionen in Wirtschaftsbetrieben und größeren Anwaltspraxen nicht anders.
Also sich erstmal darüber klar werden, was man will (finde den Vorschlag mit dem Probesemester und dem Besuch verschiedener Vorlesungen unterschiedlicher Fakultäten gar nicht sooo schlecht, auch wenn Kollege Nudel den Zeitfaktor bemängelt, aber denkt dran, soviel Zeit wie jetzt habt Ihr in diesem Leben nie wieder!) und dann sich hier informieren...
 
inwiefern? Interessiert mich wirklich, wäre super wenn du das genauer erklären könntest [[yo]]

Jura = sehr viel auswendig lernen und widergeben können.
BWL = kann jetzt nur von Ö sprechen: Am Anfang oft Multiple Choice tests, wofür man Meiner Meinung nach ganz anders lernen kann/muss.
Aber wahrsch. is gerade BWL in unterschiedlichen Länder auf unterschiedlichem Niveau und Level.

Worauf ich mit der Aussage eigtl hinaus wollte; Es gibt gravierende Unterschiede zwischen Studien und der Threadersteller sollte mal mit sich selbst ins klare kommen, was er studieren will. Davor bringt das ganze herumdenken eigtl nicht wirklich was (wohin, wieviel geld, ... )

@hotspur
Welche Zertifikate zB ?
 
Am besten du setzt dich einfach JETZT (bzw. halt nach den Semesterferien) einfach in Vorlesungen und hörst dir was an. Vorlesungen sind öffentlich für jeden!

klingt so auf Anhieb natürlich gut und man bekommt sicherlich auch einen gewissen Eindruck, im Endeffekt ist es jedoch einfach so, dass man mit Schulwissen in einem Ingenieur- oder Naturwissenschaftlichen Studium, genauso wie in Jura oder BWL, nicht viel anfangen kann bzw. es keinen Unterschied machen wird, ob man in eine Physik- oder eine Juravorlesung gehen wird, verstehen wird man so gut wie nichts. Vielleicht kriegt man in Physik zufällig ein schönes Experiment mit oder erwischt in BWL einen guten Professor (und nicht irgendeinen Lakaien, der das Script runterbetet) - das Bild was sich jeweils daraus ergibt, ist jedoch kaum representativ.

In Geistes- und Kulturwissenschaftlichen Studiengängen sieht das schon anders aus und man bekommt, besonders in Seminaren, sicherlich einen ganz guten Eindruck, wie das so abläuft.
 
@hotspur
Welche Zertifikate zB ?

Naja, sicher nicht die Dokumentation einer dreiwöchigen Sauftour auf Lanzarote... :mrgreen:
Dachte eher idealerweise an Diplomzeugnisse, Semesterbelege, selbst die Bescheinigung eines zweiwöchigen Sprachkurses macht sich in einer Bewerbungsmappe besser, wenn sie von der Univ. de Sevilla ausgestellt ist als von der Volkshochschule in Castrop-Rauxel....
 
Am besten du setzt dich einfach JETZT (bzw. halt nach den Semesterferien) einfach in Vorlesungen und hörst dir was an. Vorlesungen sind öffentlich für jeden!

Das und dass Universitaeten, FH und VHS oft Sonderangebote offerieren und Kontingente auch an Nichtimmatrikulierte verteilen wird viel zu selten genutzt. Ich sitze auch gerne mal in Vorlesungen und Seminaren die mir moeglicherweise im Leben weiter helfen koennen. Sprachkurse wuerde ich fast grundsaetzlich nicht an der VHS machen, denn Unis etc sind wesentlich spezifischer und billiger. So ein 14Tageintensivkurs (4h ca jeden Tag) hat glaube ich 20 Euro gekostet. VHS waere ein Vielfaches gewesen und dort ist die Motivation oft niedriger, das Niveau auch... Abschlusstests usw kannst du oft auch mitschreiben. Wenn´s gut wird lass es dir im Studium anerkennen, wenn´s schlecht war, vergiss es einfach. :mrgreen:
 
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Also erst mal vielen Dank für die zahlreichen Kommentare[[yo]]

Was ich sicherlich machen werde, ist im März, in meinen nächsten Ferien mal an eine Uni zu fahren und mich in Vorlesungen beider Fächer hineinzusetzen. Energienudel, wegen Vorlesungen ziehen, hast du nen bestimmten Link zur Hand?

Falls ich ein Fach studieren werde bei dem eine Fremdsprache größeren Einfluss hat, wie zb. Englisch bei BWL, würde ich auch einige Semester im Ausland verbringen, das steht sowieso fest. Bezüglich der Vorschläge von Hotspur und Energienudel zwecks verschiedener zusätzlicher Zertifikate(Sprachkurse etc.), finde ich logisch und ich glaub auch, dass man damit sicherlich nichts falsch machen kann.

Grundsätzlich denke ich habt ihr alle auch in dem Punkt Recht, dass ich mir erst klar werden sollte, was ich genau studieren will und mich danach dann um die anderen Punkte kümmern sollte.


Falls natürlich jemand hier weitere Gedanken/Erfahrungen posten möchte, dann nur zu, ich hab eigentlich jedem Kommentar in diesem Thread etwas abgewinnen können[[yo]]

Ich werd auch auf jedenfall reinschreiben wies weitergeht und falls Jura/BWL Studenten anwesend sind, schreibt wie es euch so im Studium ergeht/ergangen ist, verläuft das Studium so wie ihr es erwartet habt? Würdet ihr es nochmal belegen,...?
 
Mein (Haupt)Laptop ist zur Reparatur, deshalb kann ich dir spontan keinen Link schicken. ich meine aber dass die Uni Magdeburg oder Potsdam regelmaessig Videoaufzeichnungen gemacht hat, in verschiedenen Studiengaengen. Einfach mal googeln nach Studium / Vorlesung / podcast oder sowas in der Art. Desweiteren kann ich auch googlebooks und Skriptesuchen empfehlen. Wenn man sich in ein Thema einarbeiten will, dann hat man damit immer einen sehr guten roten Faden anhand dessen man sich in alle Richtungen weiterbelesen kann. Youtube hat auch manchmal ausgesprochen lehrreiche Videos. Physik und Mathe wird oft weit besser erklaert als in einer trockenen Vorlesung...

Also englisch... da wirst du eventuell einen Einstufungstest machen. Echt krank wie schwach die Jahrgaenge dabei momentan abschneiden. Ist unglaublich. Ich habe, nachdem ich verletzungsbedingt ein Jahr in Frankreich zugebracht habe innerhalb von 6 Monaten alle Franzkurse absolviert derer ich habhaft werden konnte. Wenn du eine Sprache lernen willst, meine Empfehlung: kurz und intensiv.
D.h. Zettel schreiben mit Substantiv, Verb und einigen Saetzen und kleb dir die Bude voll. Ans Fenster zB "fenetre / ouvir / ouvrir la fenetre..." usw. das dann auf alles was irgendwie Klebeflaeche hat. Ausserdem Filme, Radio, Fernsehen... 24h am Tag. [Am besten noch ´n Weib]...
Klingt krass, aber du wirst sehr schnell 1.) keinen Dialekt, 2.) kein Problem mit Verstehen haben 3.) extrem schnell lernen und 4.) nicht in Vokabeln denken, sondern unwillkuerlich Saetze bilden.

Sind meine Erfahrungen. Liegt mir besser so.

Ich moechte definitiv noch mehr studieren. Mal gucken wie sich das einrichten laesst. Der Vorteil sind uebrigens sozusagen Matthaeuseffekte. D.h. bestimmte Prinzipien etc tauchen immer wieder auf, auch Ueberschneidungen. Wie bei Sprachen wirst du mit jeder die du kennst und jeder die du dann neu beginnst es leichter haben und schneller sein sie zu lernen.

Kleiner Tipp noch: Setz dich ruhig mal in eine Vorlesung des Hauptsemesters. Die sind meist interessanter, praktischer. Da kannst auch Klausuren mitschreiben. Sparst 1.) Zeit und 2.) lernst andere Leute kennen bzw. hast mehr Motivation (weil Grundstudium stinkt und ist langweilig)

Ahja... ruhig mal in Germanistik / Psychologie reinsetzen... hohe Frauenquote. :mrgreen:

ich wuerde ausserdem in eine Unistadt gehen. Hoher Studentenanteil gefaellt mir persoenlich besser, das Niveau ist generell angenehmer, die Leute freundlicher, weniger asoziale, viel Sport, gute Studentenangebote, ..... usw.
;c)
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja, sicher nicht die Dokumentation einer dreiwöchigen Sauftour auf Lanzarote... :mrgreen:
Dachte eher idealerweise an Diplomzeugnisse, Semesterbelege, selbst die Bescheinigung eines zweiwöchigen Sprachkurses macht sich in einer Bewerbungsmappe besser, wenn sie von der Univ. de Sevilla ausgestellt ist als von der Volkshochschule in Castrop-Rauxel....

Apropo:
Hat jmd von euch schonmal einen Summer School Kurs gemacht? Würd mich echt interessieren. Man lernt fachlich was, sozial, ein neues Land/Stadt und evtl basics einer neue Sprache bzw. auf jedenfall besser English. Und bringt sogar noch als Wahlfach anrechenbare ECTS.
Nachteil: die ganzen (zum teil echt sehr hohen) Kosten.
Eigtl ja mittlerweile auf sogut wie jeder Uni weltweit möglich.

Das Thema "Studium+drumherum" scheint ja doch recht viele hier zu interessieren.
 
@ fruchtzwerg
also in D gibts öfters Stipendien für Summer School Kurse.
z.B. das hatte ich jetzt im Mailfach
Summer Schools for FH Students 2011
Gibts doch sicherlich auch in Österreich.
Ich werde mich drauf bewerben, hätte da schon richtig Lust drauf.

Zum Thema BWL
Auch an vielen Unis und FH´s in den neuen Bundesländern sind die NC´s schon sehr niedrig.
Bsp.: HTW Dresden NC 2,0(Sonderberechnung: Hälfte des Schnitts setzt sich aus Englisch und Mathe zusammen)
Was ich jedem sehr ans Herzen lege, informiert euch richtig über die Hochschulen. Die Bedingungen für jeden Studiengang können an einer Hochschule stark variieren. Die HTW hat super Bedingungen und einen guten Ruf für die naturwissenschaftlichen Studiengänge, dafür kannste BWL in die Tonne kloppen.

Ich selber studier BWL in Zwickau. Baulich wie technisch eine moderne Hochschule und vorallem die Betreuung ist einfach super.
 
Auslandsstudienaufenthalte in fremdsprachigen Ländern kann man jedem nur dringend an´s Herz legen. Bin im geisteswissenschaftlichen Bereich tätig, da wird heutzutage überall die nahezu perfekte Beherrschung mindestens einer Fremdsprache erwartet, Auslandsaufenthalte mit entsprechenden qualifizierten Zertifikaten werden vorausgesetzt. Denke mal, das ist in gehobenen Positionen in Wirtschaftsbetrieben und größeren Anwaltspraxen nicht anders...

Super, großer Bruder, er spricht von Österreich, ich weiß nicht ob man das als fremdsprachig gelten lässt... :mrgreen:

Spaß beiseite: Finde es nach wie vor eine Fragwürdigkeit, dass die EU die österreichische Quotenregelung mehr oder weniger gekippt hat. Ich weiß nicht, was ich eigentlich studieren will, meine Noten sind schlecht und nach meinem Studium will ich sowieso wieder zurück nach Hause gehen, aber wenn es dort Studiengebühren gibt (wir reden von € 360,- in der Vergangenheit), dann überlege ich es mir nochmal... Sorry, ist auch mein Steuergeld... aber unser Bildungssystem ist sowieso eine andere Diskussion wieder...

Shining (der hofft, dass er vom Flo jetzt nicht gleich geschimpft wird *g*)

P.S.: Fremdsprachen sind unumgänglich, wenn man nur ein bisserl was erreichen möchte, absolutely agree... :mrgreen:
 
Interessantes Thema hier. Dann mal meine Meinung zum Wirtschaftsstudium in den Niederlanden und Österreich.

Mit dem Abitur in der Tasche stand ich vor der Wahl: La Sapienza (I), Esade (ESP) Erasmus Universität Rotterdam, Universität Maastricht (NL) und Wirtschaftsuniversität Wien (AT).

Die Universitäten in den Niederlanden sind sehr solide, haben auch international recht anerkannte Abschlüsse. Allerdings sagte mir persönlich das System nicht ganz zu. Und zwar hat man dort auch mehr oder minder Klassen, es besteht meist eine Anwesendheitspflicht und es gibt zudem mündliche Noten, auch in der Anfangsphase. War letztlich nichts für mich, warum ist ja meine Sache. Zudem sollte man sich im Klaren sein, will man denn Business Administration in den Niederlanden studieren, dass man wirklich über sehr, sehr gute Englischkenntnisse verfügen muss. Ich spreche fließend Englisch, auch weil ich im Jahr für längere Zeiten in den Staaten verbracht habe. Nur sei jenen gesagt, die mit ihrem Schulenglisch losgehen und sich viel erhoffen: es kann knapp werden. Ich habe sowohl in Deutschland das Gymnasium besucht, als auch im Ausland eine deutsche Botschaftsschule. Ich muss sagen, ich habe erst dann gemerkt, dass das Lehrniveau an deutschen Gymnasien nicht so sehr prickelnd ist, vorallem was Fremdsprachen angeht.

Man sollte daher schon fortgeschrittene Englischkenntnisse mitbringen, denn der Stoff an niederländischen Universitäten ist ohnehin nicht der einfachste und zudem noch komplett auf Englisch. Kenne einige, die keineswegs ein Brett vorm Kopf haben, allerdings in den Niederlanden gescheitert sind. Die Studiengänge usw. klingen alle verlockend usw., aber das Studium ist dort recht hart.

So, nun nach Österreich zur WU. Bist deppat, fällt mir nur dazu ein. Die Masterstudiengänge sind sehr angesehen, der Bachelor hingegen ist nur Mittelmaß, entsprechend auch die Qualität des Unterrichts. Zu meiner Zeit hatte man noch 5 Antritte und mit einem kleinen Trick sogar noch weitere 5. Das System soll sich jetzt allerdings geändert haben und man muss 4 Prüfungen bestehen, um dann die weiteren absolvieren zu können. Auch hat man nur noch 3 Antritte o.ä. Problem an der WU ist, dass eine immense Überkapazität die Uni regiert, man kommt kaum in nötige Kurse rein, und muss dann folglich warten, warten und warten. Ist natürlich dann dumm, wenn man Familienbeihilfe oder Bafög bekommt. Es ist teilweise so, dass man sogar 2+ Semester warten muss, um in entsprechende Kurse zu kommen. Wenn die Anmeldung einmal läuft, dann versuchen sich mal eben 400 Leute für einen Kurs mit 20-30 Plätzen oder so anzumelden. Vielleicht ist es an anderen Universitäten nicht anders, aber an so einer Universität will ich nicht noch einmal studieren wollen. Will man sein Studium wirklich gut und zügig beenden, reicht es nicht nur selbst eifrig und erfolgreich zu sein, sondern auch eine gehörige Portion Glück zu haben.
Ob sich das Studieren an der WU nun mit dem neuen System großartig ändern wird, weiß ich nicht -- wird allerdings aufjedenfall härter das Studium, 08/15-Studenten werden sich nicht lange halten können.
Studierengebühren werden auch in Kürze wieder eingeführt, dies sollte kein Geheimnis sein.

Eine Nummer schlimmer ist das Studieren an der Hauptuniversität Wien. Ich habe da angefangen Politikwissenschaft zu studieren und habe nach 2 Wochen (!) aufgegeben -- nicht weil der Stoff außerordentlich schwer war, sondern eher weil auf der Hauptuni wirklich das totale Chaos herrscht.

Würde ich die Wahl haben zwischen den Niederlanden und Österreich, würde ich mit geschlossenen Augen nach NL ziehen, natürlich nur dann, wenn ich weiß was mich da erwartet. Von einem Studium in AT würde ich abraten.

La Sapienza und Esade kamen für mich nie so wirklich in Frage, weil ich zu dem Zeitpunkt meinen Italienisch, bzw. Spanischkenntnissen nicht getraut hatte, hatte mich mehr oder minder aus Spaß an der Freude dort beworben.

Empfehlen kann ich das Studium in den Staaten und auch in Kanada, aber das ist natürlich eine Kostenfrage und zudem kommt es auch auf die Uni an; "Hauptsache USA" bringt einem ja nicht so viel, wenn man inmitten der Pampa studiert.
 
Da ich kurz vor meinem Abschluss als Diplom-Ökonom stehe
(ich habe Wirtschaftswissenschaft in Bochum studiert, d.h. ein 50% BWL / 50 % VWL + Wirtschaftsinformatik + Wirtschaftsrecht + Statistik - Grundstudium, gefolgt vom Hauptstudium mit 3 Schwerpunkten, davon mindestens 1 BWL und 1 VWL + wahlweise eine 2. BWL bzw. VWL oder Informatik oder Statistik oder Recht)
und auch schon einen Festvertrag in der Tasche habe, kann ich dir bezüglich deiner Fragen bzgl. Erfahrungen im Studium und anschließender Job-Chancen vll. auch noch den einen oder anderen Eindruck schildern.

Habe nicht so viel Zeit, daher teile ich das auf und fange mal mit den Studiengebühren und damit einhergehend der Frage nach einem Nebenjob an:

Zunächst wurden hier Studiengebühren als Argument gegen eine Universität bzw. Region genannt. In NRW werden diese zum WS 2011/2012 abgeschafft. Meiner Meinung nach ist NRW bezüglich der Lehre in Jura und BWL direkt hinter den südlichen Regionen (Heidelberg, Karlsruhe), in einigen Schwerpunkten sogar davor anzusiedeln. Und bezüglich möglicher Arbeitgeber ist die Metropolregion Rhein-Ruhr weit vorne dabei. Bochum, Essen, Köln, Düsseldorf - das ist schon sehr ordentlich. Das vorab :) Bevor ich jetzt hier aber zu weit aushole - du bist ja schließlich auch eher auf ein Auslandsstudium aus - belasse ich es dabei, und schreibe bei Bedarf noch etwas mehr.
Unabhängig davon, dass die Gebühren in NRW abgeschafft werden, würde ich aber bei begrenzten finanziellen Mitteln Studiengebühren unbedingt auch als Argument für/gegen eine Uni/Region sehen. Denn diese Gebühren gehen -wie bei mir - mit Einschnitten einher. Ich habe stetig während des Studium gearbeitet - etwa 15 Stunden/Woche. Hätte ich es nicht getan, hätte ich zwar die Gebühren finanzieren können, aber dann auf Dinge wie Auto oder eigene Wohnung verzichten und meinen "Lebensstil" ändern müssen (nicht falsch verstehen, aber auch Partys am WE, Stadionbesuche, Kleidung, sonst. Freizeitaktivitäten, Frauen ;) etc. , also Dinge, denen jeder Student nachgeht, kosten eine Menge Geld). Für mich war es ganz entscheidend, hier keine Einschnitte zu haben, denn Freizeitaktivitäten fördern meine Ausgeglichenheit/Zufriedenheit und dies beeinflusst maßgeblich meine Motivation. Und mit der wirst du im Studium noch ganz häufig konfrontiert werden, für viele ist die Motivation und nicht der Lernstoff der eigentliche "Gegner".
Das Arbeiten nebenher ist aber eine deutliche Belastung. Zum einen verringert sich deine Zeit zu lernen. Nicht nur, dass du netto in der Woche z.B. 15 Stunden verlierst, sondern zusätzlich Zeit durch An/Abreise Arbeitsplatz + (und das wird häufig unterschätzt) zusätzliche Lern-Zeit, da du dich nicht direkt nach der Arbeit hinsetzen wirst, sondern erstmal "runterkommen" musst, was du sonst nicht müsstest. Auch sind gerade im Bereich der BWL/Jura viele Themen nicht so leicht zugänglich, so dass du schon ein Zeitfenster von 4,5 Stunden brauchst, um Zugang zur Materie zu finden. Dieses Zeitfenster hast du bei einem Nebenjob aber oftmals nicht und wenn, dann am Wochenende, wo du eigentlich abspannen willst. Zum anderen wirst du wichtige Vorlesungen/Übungen nicht besuchen können, was das Lernen für dich schwieriger macht und deine Abhängigkeit von guten Mitschriften. Und natürlich verringert sich deine Freizeit.

Das klingt jetzt natürlich erstmal sehr negativ.
Natürlich hat das Arbeitengehen auch was Gutes, denn du wirst früh mit dem konfrontiert, was dich gerade bei deinen präferierten Studiengängen später im Job erwartet (dazu später vll. mehr), du weißt, wie hart es ist, Geld zu verdienen, lernst unter Umständen nette Arbeitskollegen kennen und zeigst deinem späteren Arbeitgeber im Lebenslauf, dass du flexibel und belastbar bist. Vielleicht hast du sogar Glück und findest einen Arbeitsplatz, der sich mit den Inhalten deines Studiums deckt (in einer Firma, einer Kanzlei oder als studentische Hilfskraft) oder mehr noch, wo du nach dem Studium einsteigen könntest - dann hat es sogar mehr Vorteile als Nachteile.
Insgesamt ist Arbeit neben dem Studium auf jeden Fall machbar, aber man sollte das sehr sorgfältig überlegen, ob man es macht und wenn ja, wo und vor allem auf welcher Stundenbasis. Und es macht immer noch einen Unterschied, ob man 1) quasi gezwungen wird, arbeiten zu gehen (wegen der Gebühren) oder ob man 2a) so wie ich nicht unbedingt arbeiten müsste, aber es freiwillig macht, um sich etwas zu gönnen und/oder 2b) eben Inhalte des Studium bereits früh in der Praxis zu vertiefen.
Das muss aber jeder für sich selbst herausfinden, was er für ein Typ ist.

So viel dazu, im zweiten Teil dann zu den Inhalten des Studiums. Willst du da etwas Bestimmtes wissen?
 
Zuletzt bearbeitet:
@ q.rious
Ich danke dir für deine ausführlichen Bericht[[yo]]
Wohne selbst in Bochum und habe vor, ab nächstem Jahr hier oder woanders in der Nähe zu studieren. Werde wohl auch eher in die Richtung Wirtschaft gehen, da Naturwissenschaften überhaupt nicht mein Fall sind. Könntest du vielleicht ein paar Infos zu deinen Vorraussetzungen geben, die du für das Studium brauchtest (NC)? Werde leider auch nicht so ein Top Abi haben (wahrscheinlich knapp unter 3) und bin dadurch natürlich auch stark eingeschränkt in der Studienwahl.
Zum Abschluss noch 2 reine Interessensfragen: Hat dir das Studium Spaß gemacht? Und was hast du vor nun danach zu machen?
Danke [[cheers]]
 
Hallo toxy123,<?xml:namespace prefix = o ns = "urn:schemas-microsoft-com:office:office" /><o:p></o:p>
zu deinen Fragen:<o:p></o:p>
1.) Zu den Noten- Voraussetzungen: Als ich begonnen habe, gab es auf Wirtschaftswissenschaft meines Wissens gar keinen NC, nur auf BWL oder VWL, aber ich habe viele Wirtschafts-Studenten kennen gelernt, die ein deutlich schlechteres Abi als du hatten. <o:p></o:p>
Mittlerweile ist das aber wohl nicht mehr so. So kannst du Wirtschaft in Bochum nur noch auf Bachelor/Master studieren und es gibt einen NC, der uni-intern festgelegt wird. Im letzten Semester lag dieser für BWL bei 1,5 und für VWL bei 1,8. Zu den genauen Regelungen siehe hier:<o:p></o:p>
http://www.ruhr-uni-bochum.de/zsb/nc-werte.htm<o:p></o:p>
http://www.ruhr-uni-bochum.de/zsb/nc_werte.ws10_adh.htm<o:p></o:p>
Zu den Voraussetzungen zählt für mich aber nicht nur bzw. nicht primär die Note. Du musst für dich selbst herausfinden, ob du eine Affinität für Wirtschaftsfragen (Wirtschaftsteil in der Tageszeitung, Tagesthemen, Online-Portale, Zeitschriften wie Handelsblatt, Wirtschaftswoche oder Der Betrieb) sowie Zahlen und insbesondere Statistik hast, dazu solltest du an Rechtsfragen, finanzwissenschaftlichen Themen (Banken/Börsenthemen) und etwas Wirtschaftsinformatik interessiert sein. Und natürlich an Politik (vor allem auch auf EU-Ebene), da hier die Entscheidungen getroffen und Standards/Regelwerke gesetzt werden. Und wie gut ist dein Englisch? Unterschätz das bitte nicht, du solltest es wirklich fließend können, nach deinem Studium auch um das wirtschaftliche Vokabular ergänzt. Also solltest du da schon im Vorfeld recht gut sein. Das ist im Endeffekt viel wichtiger als deine Note/ der NC. Denn wenn du etwas unbedingt machen willst, finden sich immer Wege. Entweder du suchst eine andere Uni, weichst auf eine FH aus oder versuchst Wartezeit sinnvoll zu überbrücken.<o:p></o:p>
Bei deiner Findungsphase hilft die Reflektion der schulischen Erfahrungen (Stärken und Schwächen bzw. Interessen), erste Kurzpraktika, der Besuch von Vorlesungen, das persönliche Gespräch mit Studenten oder Mitarbeitern des Studierendenbüros oder auch ein Test bei der Arbeitsagentur. Dort wird zunächst anhand verschiedenster Fragen ein persönliches Profil über deine Interessen, Stärken und Schwächen generiert. Im Anschluss daran entwickelt das Programm eine Liste mit 30 Studiengängen und Ausbildungsberufen, die in absteigender Reihenfolge zu dir passen (könnten). Dies bedeutet konkret, dass einzelnen Studiengängen Interessen, Stärken und Schwächen gewichtet zugeordnet sind, die du haben bzw. nicht haben solltest und diese dann mit deinem persönlichen Profil abgeglichen werden. Du wirst über die Ergebnisse überrascht sein, da du zum einen vll. Stärken und Interessen hast, die zu einem Studiengang/Beruf passen, den du noch nicht in Betracht gezogen hast, zum anderen aber vll. Schwächen hast, über deren Ausmaß bei der Wahl eines bestimmten Studiengangs du dir unter Umständen gar nicht bewusst bist.<o:p></o:p>
Ein Beispiel wäre hier, dass du gerne Architektur studieren möchtest. Du weißt von dir selbst und dein persönliches Profil ergibt folglich ebenfalls, dass du Stärken im Zeichnen, Rechnen und räumlichen Denken hast. Scheint so, als ob du sehr gute Voraussetzungen hast.<o:p></o:p>
Allerdings bist du z.B. im Handwerklichen nicht so begabt oder aber hast kein Interesse an Natur oder neuen Trends, misst dem aber nicht die Bedeutung bei.<o:p></o:p>
Bei jedem Entwurf für ein Projekt würdest du aber vermutlich daran scheitern, dass du es zwar zeichnen, aber nicht genauso in Miniaturformat nachbauen könntest. Oder du sollst einen modernen Landschaftspark entwickeln – ohne Interesse an Trends und Natur… Soweit hättest du vorher vll. nicht gedacht, der Test würde dir aber Aufschluss darüber geben.<o:p></o:p>
Hört sich insgesamt jetzt natürlich nach viel Aufwand an, aber es ist besser, man betreibt im Vorfeld mehr Aufwand und „weiß“, dass man den richtigen Weg geht, als wenn man quasi schon absehbar nach 2 Semestern feststellt, dass man die falsche Wahl getroffen hat.<o:p></o:p>
Auch sollte man z.B. nicht nur Vorlesungen besuchen oder nur die Arbeitsagentur besuchen. Die Mischung macht‘s. Zum Beispiel kann eine besuchte Vorlesung immer mal schlechter sein als die Regel (Thema öde, schlechten Prof erwischt etc.). Und auch diese Liste mit den 30 Studiengängen/Berufen ist nicht das non-plus-ultra. So gibt diese Liste ja keinen Überblick über die späteren Berufschancen, Standorte möglicher Arbeitgeber, Konkurrenz, Gehalt oder aber auch Studienangebot der Uni in der Nähe (evtl. musst du umziehen), Studienintensität, finanzieller Aufwand für Lernmaterialien, Qualität der Profs etc.. Zudem ist die Zuordnung der Stärken und Schwächen, die man haben sollte, auf die Studiengänge ja auch immer "willkürlich", ein anderes Programm würde vll. anders zuordnen. Ist aber aus meiner Erfahrung trotzdem eine gute Sache, denn zumindest setzt man sich nach dem Ergebnis des Tests nochmal intensiv mit möglichen Studiengängen auseinander.
Es sind also alles Anhaltspunkte und man muss sowohl die Faktoren vor und während des Studiums als auch danach abwägen. Völlig losgelöst von den Faktoren, die sich bei der Wahl für einen bestimmten Studiengang ergeben, musst du dich auch generell fragen, ob du Organisationstalent und Zeitmanagement sowie die Fähigkeit, deinen inneren Schweinehund zu überwinden, mitbringst. Viele scheitern schon daran. Hast du etwas davon nicht, dann such dir schnell entsprechend Kommilitonen, die dich unterstützen.<o:p></o:p>
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2.) Hat mir das Studium Spaß gemacht? Ja, hat es, aber auch nicht immer. Wichtig ist aus meiner Sicht, dass dir die Themen inhaltlich Spaß machen (also eben deine Voraussetzungen stimmen), zumindest, dass du Zugang findest und du bei einem „normalen“ Lernaufwand für dich zufriedenstellende Ergebnisse erzielen kannst. Natürlich sind nicht immer alle Themen interessant und natürlich gibt es auch Klausuren, für die du so viel lernen musst wie andere vll. für 5 Klausuren zusammen. Mit dem Lernen für das Abi hat das selbst bei einer normalen Klausur nicht mehr viel zu tun. Du wirst vermutlich für deine allerersten Uniklausuren bereits mehr tun als für das gesamte Abi zusammen. An diesen Stellen ist dann auch der Faktor „Spaß“ im eigentlichen Sinne wichtig. Dein Studentenleben sollte zu den richtigen Zeitpunkten nicht zu kurz kommen. <o:p></o:p>
Falls du dich entscheiden solltest, Wirtschaft zu studieren, könnte ich dir auch nochmal meinen genauen Studienverlauf (gewählte Schwerpunkte, optional belegte Kurse, verwendete Literatur etc.) skizieren und veranschaulichen, was ich wieder genauso und was vielleicht anders machen würde. Aber bevor es dich jetzt nicht interessiert, spare ich mir vorerst die Zeilen ;)<o:p></o:p>
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3.) Nach zwei Praktika bei den „Big 4“ im Bereich Tax und Advisory beginne ich nun auch bei einer dieser Gesellschaften im Accounting-Bereich. Dort kann ich am besten die im Studium vermittelten Inhalte wiederfinden und die Tätigkeit deckt sich mit meinen Interessen und Stärken. Zudem ist das Team klasse und die Karriereperspektiven sind auch nicht die Schlechtesten ;)<o:p></o:p>
Viele Grüße<o:p></o:p>
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke, super nett von dir, dass du hier so ausführlich von deinem Studium berichtest [[yo]]
Im Abi habe ich Sozialwissenschaften und Englisch als Leistungskurse, Sowi ist eigentlich auch das Fach, mit dem ich mich am liebsten auseinandersetze (gepaart mit einem, naja ich sage mal im Gegensatz zu anderen der Altersklasse gesteigerten Politik- und Wirtschaftsinteresse), an meinem Englisch könnte ich sicher noch etwas feilen, aber wie gesagt, der Grundstein ist gelegt, sollte sich vielleicht mit einem (englischsprachigen) Auslandsaufenthalt noch verbessern lassen.
Also falls ich mich für ein Studium in diese Richtung entscheiden sollte, werde ich gerne noch einmal dein Angebot, mir noch weiter zu berichten, zurückkommen![[cheers]][[yo]]
 
eigentlich hat Link entfernt Link entfernt viel dazu erzählt!

aber für mich ist eins entscheidend, wie stehst du zu mathe?

dir sollte bewusst sein, dass wirklich der ganze stoff den du für mathematik füs abi lernst, im studium wiederholt und angewandt wird!
es hat wirklich nichts mit einfachem monotonen lernen zu tun!

ich war in meinem studium erstaunt, dass sich wirklich viele fächer auf mathe beziehen, im endeffekt war es das ganze grundstudium.
ziel der uni könnte auszusieben sein, dies gelang ihnen auch. bwl wird oft als notfalllösung genommen, wem es an motivation fehlt, der wird sich bald verabschieden, egal ob freiwillig oder nicht!

hellau