Damit dürfte die Entscheidung vorm EuGH im Sinne des neuen Glücksspielstaatsvertrags ausfallen, denn keine Bundesweite Kohärenz war das Argument des BGH weshalb die Klage zum EuGH weitergeleitet wurde.
Abwarten:
Ich habe die Debatte aus dem Landtag verfolgt und war nur am Kopfschütteln. Der Innenminister will jetzt eine neue Grundsatzdebatte anstoßen und hofft das seine Kollegen der anderen Länder darauf eingehen, dass das Gesetz generell nochmal überarbeitet wird.Da die neue Landesregierung in Schleswig-Holstein beabsichtigt, dem GlüStV 2012 beizutreten, hat der Bundesgerichtshof den EuGH für den Fall, dass ein solcher Beitritt bis zur Entscheidung des EuGH erfolgt ist, um die Beantwortung der dritten Vorlagefrage gebeten: Mit ihr soll geklärt werden, ob eine möglicherweise bestehende unionsrechtliche Inkohärenz dadurch beseitigt wird, dass Schleswig-Holstein die im übrigen Bundesgebiet geltenden Beschränkungen des Glücksspiels übernimmt, auch wenn die großzügigeren Regelungen in diesem Bundesland für dort bereits erteilte Konzessionen noch während einer mehrjährigen Übergangszeit fortgelten, weil sie nicht oder nur gegen hohe Entschädigungen widerrufen werden können. Auch hier möchte der Bundesgerichtshof - dies ist die vierte Frage - wissen, ob es für die Antwort darauf ankommt, ob während der Übergangszeit die Wirksamkeit der im übrigen Bundesgebiet geltenden Beschränkungen des Glücksspiels aufgehoben oder erheblich beeinträchtigt wird.
Nach Ansicht des Bundesgerichtshof sollte es mit dem Unionsrecht vereinbar sein, wenn zulässige Regelungen für den Glücksspielbereich, auf die sich die Länder eines Bundesstaates geeinigt haben, in einem Bundesland erst nach einer mehrjährigen Übergangszeit in Kraft gesetzt werden, auch wenn die Wirksamkeit dieser Regelungen im übrigen Bundesgebiet in der Zwischenzeit beeinträchtigt wird. Jedenfalls sollte dies gelten, wenn die Beeinträchtigung nur unerheblich ist.
Bundesgerichtshof
Solange allerdings das Gesetz auf Grundlage des Monopols hier besteht, wird nächstes Jahr die EU aktiv und dann hat es sich für unsere Politiker hier ausgespielt, dann wird die EU ein wirklich liberales Gesetz entwickeln. Es steht den Ländern jetzt noch frei: entweder ein komplettes Verbot von Glücksspiel, oder liberale Regeln und ab dem nächsten Jahr bei der zweiten Möglichkeit mit ordentlich Nachhilfe der EU, dann gilt auch kein schnell nachgereichtes Verbot, sollten unsere Politiker auf diesen Gedanken kommen.