Aktueller Stand Glücksspielstaatsvertrag

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fabrunner

Guest
Vor allem auf europäischer Ebene. National ist das neuste Urteil wohl das aus Koblenz, zu sehen bei lotto-rlp.de

Wisst ihr wie weit Klagen bei der Eu schon voran geschritten sind, wann ungefähr ein Ergebnis erwartet werden kann, ... ???

Danke

Mich regt es einfach nur dermaßen auf, dass um das Monopol zu erhalten einfach immer die Spielsucht vorgeschoben wird. Damit macht man es sich ziemlich einfach. Dazu der Beitrag von Frontal21 und wirkliche Spielsucht:

http://www.youtube.com/watch?v=7u1GpBJHzqs

Edit:
Dieses Thema wurde geschlossen, im folgenden geht es weiter:
Glücksspielstaatsvertrag - was ändert sich 2020?
 
Zuletzt bearbeitet:
wobei anzumerken ist, dass es bei dieser Bwinaktiengeschichte, und auch auf dem US-Markt vor allem um Pokern geht, und weniger um Sportwetten.
In Europa eigentlich auch, hab jetzt grad keine Prokopfzahlen zur Hand, aber wetttechnisch ist hier nicht so viel los.

Wenn du mal die Suchfunktion nutzt findest immer wieder Meldungen, bei denen es sich meiner Ansicht nach um einen sehr langsamen, aber stetigen Dominoeffekt handelt. Die Laender werden langfristig nicht mit einem Verbot durchkommen, peu a peu werden sie sich in Lizenzgeschichten fluechten um wenigsten ein wenig Knete abzugreifen. Frankreich ist ja vor Kurzem auch in die Knie gegangen. Gerade "die Krise" ist eine gute Moeglichkeit, wie im Artikel bereits erwaehnt, um nochmal Kompromisse einzugehen.
 
Beim ATP-Turnier in Stuttgart musste die Werbung von Bet@Home entfernt werden.
Mit weniger freundlichen Grüßen vom Verwaltungsgerichtshof...

Quelle neben dem TV ua:
Gericht untersagt Stuttgart-Turnier Werbung mit Wettanbieter > Kleine Zeitung

Fazit:
Bananenrepublik Deutschland macht weiter wie bisher.

Ist kein Einzelfall.

Ärger um Tennisturnier am Rothenbaum - Rechtsstreit: Stich bleibt trotz Niederlage gelassen - Sport - Nachrichten - abendblatt.de

Oder auch:
Das DSF hat die Übertragung des Freundschaftspiels Lok Leipzig - Bayer Leverkusen gestrichen. Grund ist daß der geplante Werbepartner (ein WB) nicht werben darf und deshalb nicht gewährleistet ist, daß die Kosten reinkommen.
 
Der deutsche Staat verzichtet offenbar freiwillig auf Steuereinnahmen in Milliardenhöhe.
Das jedenfalls behauptet Jörg Wacker, Deutschland-Chef des privaten Wettanbieters bwin. Wacker in der Berliner Zeitung (Samstag-Ausgabe): „Wir würden ja liebend gerne Steuern zahlen. Aber man lässt uns nicht.“ Während Frankreich und Italien einen Gesetzesentwürfe eingebracht haben, um EU-Vorschriften zu entsprechen, beharrt Deutschland auf dem Staatsmonopol für Sportwetten. Weder private Anbieter noch solche mit Sitz im Ausland dürfen laut deutscher Gesetzgebung Sportwetten anbieten.

Quelle: Sport-Telegramm - Sport - Bild.de
 
Gerade in der lokalen Zeitung gelesen:

Rudi Assauer drohen 100.000 Euro Strafe, wenn er weiterhin auf der Betfair Seite als Werbeträger auftritt.

Hab leider keinen Link zur Hand.
Ähm, und wieviel muss der Kameramann blechen!? LOL, die machen sich immer wieder aufs Neue lächerlich.
Erinnert mich ein wenig an den Jogger, der vor paar Jahren wegen bwin-Trikot von der Polizei abgeführt wurde. Deutschland macht sich einfach nur noch lächerlich in dieser Sache. Hoffentlich macht die EU dem bald ein Ende, bevor es noch peinlicher wird für den Staat ...
 
EDIT: Bwin-Umstellung auf .com still und heimlich?[[grin]]

ISA-GUIDE - Lotto informiert: Bayerischer Verwaltungsgerichtshof: bwin darf in Bayern keine Sportwetten anbieten

Dazu die Schließung von Gera, die gelbe Karte an Assauer (okay Westlotto ist in dieser Beziehung schon immer Vorreiter)

Ich befürchte, da liegt bei der (vorläufig) letzten Instanz was in der Schublade, das uns deutschen Zocker nicht erfreuen wird.
Der Ruf der Politik, den Kinderpornoparagraphen bei den Sportwettern anzuwenden - sogar verschärft: Die Provider und Banken sollen verdonnert werden, wenn jemand wettet - wirft aber schon ein Schlaglicht auf den Rechtsstaat.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das gemeinwohlorientierte Staatsvertragsmodell dient vorrangig den Zielen des Spielerschutzes und der Suchtprävention. Als erfreuliche Nebenfolge fließt ein Teil der Umsätze der Förderung des Gemeinwohls und des Sports zu. Illegale Glücksspielanbieter halten sich nicht an die Regeln des Glücksspielstaatsvertrages, wodurch auch vielen gemeinnützigen Institutionen Fördergelder aus Glücksspielmitteln verloren gehen. Die Entscheidung des VGH ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, dem illegalen Glücksspiel endgültig einen Riegel vorzuschieben.

Wenn man diesen letzten Absatz liest, bekommt man direkt mal Lust, das Gewehr aus dem Keller zu holen. Solch eine Heuchelei. [[stupid]]
 
Im Prinzip ist es seit Jahren das gleiche: Die EU hat schon immer gesagt, dass ein Monopol als letztes Mittel möglich wäre. Und zwar dann und nur dann, wenn es kein anderes, weniger stark in den Markt eingreifendes Mittel gibt, mit dem sich die Ziele gegen Spielsucht oder Geldwäsche gleichermaßen erreichen lassen. Weiterhin sagt die EU seit Jahren, dass die nationale Regelung unbedingt kohärent sein muss, damit sie Gültigkeit besitzen kann.
Besonders Letzteres ist aber in Deutschland eindeutig nicht der Fall, Automatenspiel und Pferdewetten sind nicht monopolisiert und weiterhin ist fraglich, ob Lotto ein vergleichbares Gefährdungs-Potential hat wie Sportwetten. Normalerweise würde man Automaten schwerer einstufen.
Aber selbst wenn Deutschland anders als bisher alles einheitlich regeln würde, hätte man weiterhin das Problem, dass man nachweisen muss, es gibt kein anderes Modell, was ebensogut möglich ist wie das Lizenzierungs-System in England - wo ironischerweise weniger privates Sportwetten-Angebot in den Städten besteht als in Oddset-Deutschland mit dem dichten Filialnetz.
Aber selbst wenn man das auch noch ausklammert, ist fraglich, ob man nach Ende 2011 (dann wäre ein neuer Vertrag sowieso fällig, der jetzige ist zeitlich begrenzt) aus eigenem Interesse an dem Monopol mit Werbe-Verbot festhält. Denn die Einnahmen sind bei Lotto/Oddset dramatisch gesunken und werden es eventuell noch weiter.
Und dazu darf man nicht vergessen, dass Lotto immer noch Werbung macht, etwa im Radio, wo sich niemand sicher ist, ob das überhaupt erlaubt sein sollte nach der jetzigen Regelung. Da besteht sehr viel Rechts-Unsicherheit - zudem ist unklar, wie man ein Internet-Verbot technisch umsetzen will und wie das von der Öffentlichkeit akzeptiert wird, siehe auch "Kinderschutz-Filter" ...
 
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