Ab 01.01.2008 Wettverbot für alle Deutschen?

Öffnet doch mal alle bitte die Augen!!

Ab 2008 ist allen deutschen das Wetten verboten durch den neuen Gkücksspielstaatsvertrag.

Hier im Forum ja nicht viel darüber zu lesen!

Hat irgend jemand ne Lösung parat um dieses Problem zu umgehen.


Kann mir jemand sagen wie ich in Östereich jemanden finde der mir seine Identität bereitstellt um Wettkontos zu eröffnen und ganz nebenbei die Gewinne über sein Konto laufen lässt und diese mir dann überweist?

Hab echt keinen Lösungsvorschlag [[kotz]] [[kotz]] [[kotz]]

Aber so wie es aussieht ist ab 01.01. der Hahnen zu vorerst.

Das kann wohl einige Zeit dauern bis die EU diesen Vertrag dann kippt . . .

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Re: ab 01.01. 2008 Wettverbot für alle deutschen!!

Re: ab 01.01. 2008 Wettverbot für alle deutschen!!

OPEN SEAT schrieb:
Öffnet doch mal alle bitte die Augen!!

Ab 2008 ist allen deutschen das Wetten verboten durch den neuen Gkücksspielstaatsvertrag.

Hier im Forum ja nicht viel darüber zu lesen!
...

Kannst Du mich eventuell auf den neuesten Stand bringen?

z.B. mit Links zum Wortlaut des Vertrags, dem Datum der Ministerpräsidentenkonferenz, die den Scheiß endgültig beschlossen hat, den Durchführungsbestimmungen, die konkreten Einwände aus Brüssel usw.

Die Sache hat hier auch genügend Wellen geschlagen, nur seit Frühjahr 07 gibts kaum noch Meldungen zur Problematik - wenn man Google glauben kann.

Noch mehr als der einzelne Wetter, sind ja die Bookies mit deutscher Lizenz betroffen (BWin.de, Gera, Digibet) Irgendwie machen die nicht den Eindruck, als ob sie planen, in drei Monaten dichtzumachen. Oder ist tatsächlich zu befürchten, daß die am 1.1. dichtmachen, incl. der Einbehaltung der deponierten Kundengelder, weil den deutschen Kunden per Ministerpräsidentenbeschluß auf einen Schlag alle Rechte genommen werden.
 
Es ändert sich in meinen Augen gar nichts. Der Staatsvertrag ersetzt ja nur den jetzt gültigen. Deutschen ist es von daher auch bislang verboten, Wetten anzubieten. Ein Verbot zu wetten müsste ordnungsrechtlich durchsetzbar sein, da ist keine Regelung in der Pipeline und auch nicht geplant.

Welche Folgen hat das für Wetter? Wenn ihr Wettanbieter seriös oder zB in Österreich sitzt: keine. Wenn er nicht seriös ist, kann man in Deutschland keinen gerichtlichen Titel zB auf Auszahlung erwirken, bzw ist das sehr schwer. Deshalb ist weiterhin nur jeden zu raten, nicht blind irgendwelchen Boni hinterherzujagen oder den besten Quoten nachzugehen, wenn es keine sichere Auszahlung gibt.

Für Wettanbieter wird es sicherlich nicht einfacher, weil der neue Staatsvertrag verfassungsgerichtlich legitimiert wurde. Luan Krasnici sei Dank.

Diese Thematik fällt unter das Gewerberecht, daher muss auch ein Staatsvertrag unter den Ländern her, da diese nach den Art 70ff GG entsprechend zuständig sind. Es kann daher bei der Durchsetzung der Unzulässigkeit von Buchmachern oder Wettvermittlern durchaus Unterschiede zwischen den Bundesländern geben.
 
Pechvogel schrieb:
Jalladud schrieb:
Für Wettanbieter wird es sicherlich nicht einfacher, weil der neue Staatsvertrag verfassungsgerichtlich legitimiert wurde. Luan Krasnici sei Dank.
[[nixweiss]] [[nixweiss]]



Wird zwar off-topic, aber was habe ich da verpaßt?

Ach, ich habe nur auf den Topos der Entscheidung des BVerfG angespielt, nach dem die Staatsvertragliche Monopolstellung von Oddset solange verfassungswidrig ist, wie Oddset die Wettsucht nicht wirksam bekämpft. Als Reaktion wird derzeit massenweise schlechte Werbung ("Sei nicht Dein eigener Gegner") mit Luan Krasnici als "Star" geschaltet. Dadurch wird Oddset legitimiert und aus grundgesetzlicher Sicht der Staatsvertrag rechtmäßig.
Eine Legalisierung können Wettanbieter auf dem deutschen Markt erst durch eine Entscheidung des EuGH erreichen, da das BVerfG dessen Entscheidungen anerkennt.
 
Nichts ist ab 2008 verboten, es sei denn wir treten bis dahin aus der EU aus. Da können die Politiker-Clowns machen, was sie wollen:
http://www.isa-casinos.de/articles/18135.html

Ein Internet-Verbot fürs Wetten bei ausländischen Anbietern war übrigens bei dem neuen Glücksspielvertrag erst ab 2009 geplant. Aber das ist dann natürlich auch längst Geschichte.

Alles nicht durchsetzbar und nicht mit EU-Recht vereinbar. Also besseres Schmieren-Theater bestenfalls. Zum Glück hat diese Komödie bald ein Ende, da die dt. Politiker mit der Realität konfrontiert werden. So wollte die EU den neuen Glücks-Spielvertrag jetzt erst mal zur Ratifizierung vorgelegt haben, bevor er in Kraft treten kann. Natürlich wird er niemals von der EU ratifiziert ...
 
Nobody schrieb:
http://www.isa-casinos.de/articles/18135.html
Um den letzten Satz aus diesem Artikel einmal zu kommentieren, es heißt dort: "Gewichtige Unterschiede im Handeln der öffentlichen und privaten Sportwettenanbieter seien derzeit nicht zu erkennen."

--> Das stimmt so natürlich nicht ganz. Vergleicht man Oddset mit einem vernünftigen EU-Buchmacher, dann stellt man fest, dass die Quoten bei Oddset geradezu unterirdisch sind, also den Kunden in vollkommen unverhältnismäßiger Weise benachteiligen - oder auf Deutsch: abzocken.

Wenn hier ein Buchmacher im Sinne des Verbraucherschutzes verboten werden sollte, dann doch eher Oddset. Aber die Politiker interessieren sich weniger für den Kunden als dafür, dass die staatlichen Einnahmen bei Oddset möglichst hoch und ohne lästige Konkurrenz eingefahren werden können.
Oddset macht keine Werbung? Denkste, erst letztens im Radio gehört: "Diese Sendung wird Ihnen präsentiert von Oddset."

Aber egal, sobald das Monopol offiziell fällt - und das dauert nicht mehr lange -, ist Oddset eh nicht mehr konkurrenzfähig und dieses Problem löst sich von selbst. Realistisch betrachtet kann man ja heute schon nicht mehr von einem Monopol in Deutschland sprechen.
 
Missi schrieb:
Da du ja Ahnung hast, meine Frage:
sind Wettbuden nun erlaubt, oder nicht?
geht um das Land Niedersachsen.
In Deutschland herrscht im Moment etwas Willkür-Justiz. Die meisten Gerichte äußern sich zwar gegen das Monopol, es gibt jedoch einige Länder, in denen es derzeit noch problematisch ist, eine private Wettbude aufzustellen.
Keine Ahnung ohne den Einzelfall zu prüfen, warten wir es einfach ab ...
 
Nobody schrieb:
Missi schrieb:
Da du ja Ahnung hast, meine Frage:
sind Wettbuden nun erlaubt, oder nicht?
geht um das Land Niedersachsen.
In Deutschland herrscht im Moment etwas Willkür-Justiz. Die meisten Gerichte äußern sich zwar gegen das Monopol, es gibt jedoch einige Länder, in denen es derzeit noch problematisch ist, eine private Wettbude aufzustellen.
Keine Ahnung ohne den Einzelfall zu prüfen, warten wir es einfach ab ...
In unserer Kleinstadt gibs 3 Wettbuden, die auch Werbung machen, vor paar Wochen war ein Kasper bei uns im Laden, der mir 10000!!! €uro abknöpfen wollte.
das komisch ist halt, setzen sich die Leute bei uns an den Rechner, und spielen bei uns die Wetten online, ist das erlaubt, geben sie die 'tipps mir in die Hand, und gebe sie online für sie ab, solls verboten sein.
Ich glaube, der nette Herr der da war, wusste überhaupt nicht, was er will.
Ist halt alles sehr verwirrend
 
Nobody schrieb:
Nichts ist ab 2008 verboten, es sei denn wir treten bis dahin aus der EU aus. Da können die Politiker-Clowns machen, was sie wollen:
http://www.isa-casinos.de/articles/18135.html

?? Da lehnt sich aber einer weit aus dem Fenster! Ich will Dir ja gar nicht widersprechen, dass der Staatsvertrag in gemeinschaftsrechtswidriger Weise in Grundfreiheiten eingreift. Aber er ist deswegen ja nicht unmittelbar ungültig, sondern erst, wenn der EuGH das so feststellen sollte. Und da spielen auch andere Aspekte wie "Volksgesundheit", also Verhältnismäßigkeit zur Wettsuchtproblematik eine Rolle. Und das sind keine Sportwetter, die da urteilen... Der Ausgang dieser Verfahren ist also weitgehend offen, auch wenn von einem Urteil zugunster privater Anbieter ausgegangen werden kann.
Im übrigen ist die Justiz in Deutschland nicht willkürlich, die Urteile fallen nur unterschiedlich aus, weil es
1. unterschiedliche Landesgesetzgebungen gibt und
2. die Kommnen unterschiedlich druchgreifen und
3. Verfügungen unterschiedlich begründet werden
4. mit unterschiedlichem Aufwand dagegen vorgegangen wird und
5. Richter in Deutschland unabhängig sind

Bist Du Jurist?
 
hier mal ein Link mit dem Vertrag:

http://www.isa-casinos.com/data/16284.html

Danke mal fü die Antworten.

Nobody du scheinst dich ja richtig gut auszukennen damit!

Ich habe bei meinen Nachforschungen einfach kein Licht in das dunkel gebracht . . .

Bis jetzt ist ja noch nichts zu 100% gekippt. Gibt es da demnächst Verhandlungen mit der EU?

Es könnte ja doch sein das Vertrag vorerst mal in Kraft tritt?

Und wo wird nun zu 100% bestätigt das das Monopol fällt?
 
Jalladud schrieb:
Und da spielen auch andere Aspekte wie "Volksgesundheit", also Verhältnismäßigkeit zur Wettsuchtproblematik eine Rolle.
Leider falscher Ansatz. Das solche Themen eine Rolle spielen, bestreitet niemand, auch nicht die EU. Allerdings wird Deutschland beweisen müssen, dass ein Monopol zwingend notwendig ist und dass es keine weniger stark eingreifende Maßnahme als ein Monopol geben wird, um einen gesellschaftlich tragbaren Zustand herzustellen.

Und da hat Deutschland nun mal keine Chance. Es ist und bleibt nicht ersichtlich, warum ein Konzessionsmodell gefährlicher für die Spielsucht sein sollte als ein Staatsmonopol. Das ist der entscheidende Punkt.
 
P. S.: Darüber hinaus ist es für die EU auch relevant, dass Deutschland nicht einheitlich verkehrt in der Rechtsbestimmung, auch nicht nach dem neuen Glücksspielvertrag, den es ab 2008 geben soll.
So wundert sich die EU z. B., dass die für Spielsucht viel anfälligeren Glücksspiel-Automaten nicht monopolisiert sind, genauso wenig Pferdewetten. Diese Ungleichbehandlung ist für die EU nicht tragbar und zeugt nur davon, dass hier nach Alibi-Gründen gesucht wird, um Staatseinnahmen zu sichern.
Wie wenig der dt. Staat vom Thema Spielsucht hält, zeigt sich beispielsweise daran, dass es noch nicht allzu lange her ist, dass die Beschränkungen für das Aufstellen von Automaten vereinfacht wurden und dass diese nun mehr Geld innerhalb bestimmter Zeit vom Spieler annehmen dürfen. Dank der Steuer verdient der Staat da ja kräftig mit, auch bei privaten Automaten-Anbietern.
Das einzige, was ich nicht verstehe, ist, warum dem Staat die Steuer-Einnahmen aus einem Konzessionsmodell nicht recht sind, die sogar insgesamt höher sein könnten als die Direkteinnahmen beim Abzocker-Laden Oddset. Es gab mal den Fall, dass ein Aufsichtsrat-Mitglied von Lotto soundso in politisch verantwortlicher Position in einem Interessen-Konflikt steckte. Möglicherweise daher diese Tradition ...
 
alles schön und gut mit der EU usw...

dennoch trau ich unseren hohlköpfen durchaus zu,dass sie den staatsvertrag ohne ratifizierung beschliessen und bewusst ein vertragsverletzungsverfahren sowie schadenersatzklagen riskieren...wird im endeffekt "billiger" als die umsatzeinbussen bei oddset ab 2008
 
Wettfuxx schrieb:
alles schön und gut mit der EU usw...

dennoch trau ich unseren hohlköpfen durchaus zu,dass sie den staatsvertrag ohne ratifizierung beschliessen und bewusst ein vertragsverletzungsverfahren sowie schadenersatzklagen riskieren...wird im endeffekt "billiger" als die umsatzeinbussen bei oddset ab 2008
Und am Ende stellen sie dann fest, das kein Mensch bei oddset spielt.
Die Döspadel, die bei oddset spielen, tun das nur, weil sie der Meinung sind, es gibt nix anderes. Wenn das erstmal in die Presse geht, reibt sich bwin&Co die Hände.
Und die Deutsche Politiker sind mal wieder die Deppen.
aber das ist ja normal, die Regelierungswut in diesem Land nimmt wirklich grausige Formen an
 
Missi schrieb:
Die Döspadel, die bei oddset spielen, tun das nur, weil sie der Meinung sind, es gibt nix anderes.

Nö, ich habe nen Kumpel, der spielt wöchentlich ein 3 aus 4 auf Düsseldorf, Erfurt, Eintacht Frankfurt und Liverpool bei Oddset.

Das Schimmste, er läßt sich nicht mal überreden, diese Wette mit mir zu den selben Quoten abzuschließen. Weil er befürchtet, daß er irgendwann mal gewinnen wird und mich dann ruiniert. :mrgreen:
 
Wettfuxx schrieb:
alles schön und gut mit der EU usw...

dennoch trau ich unseren hohlköpfen durchaus zu,dass sie den staatsvertrag ohne ratifizierung beschliessen und bewusst ein vertragsverletzungsverfahren sowie schadenersatzklagen riskieren...wird im endeffekt "billiger" als die umsatzeinbussen bei oddset ab 2008

Ach, die Ratifizierungsnummer führt nur zu ner zeitweisen formellen- nicht logischerweise materiellen - Rechtswidrigkeit, bis die Einspruchsfrist der Kommission abgelaufen ist. Das Verfahren innerhalb der EU wird ja noch von anderen Instanzen als der Wettbewerbsfreundlichen Kommission getragen. Diese sind politisch stärker vom Bund beeinflusst. Im Endeffekt ist es so: Solange der EuGH das Ganze nicht kippt, bleibt ein Problem für private Wettanbieter.

Und nicht wenige aus der Wissenschaft erwarten ein wieder salomonisches Urteil, welches den privaten Anbietern den Weg nur unter massiven Einschränkungen freimacht. Also keine Nichtigkeitserklärung, sondern Auflagen. Diese könnten dann einen Markteintritt (der ist ja längst geschehen!) vorsehen, wenn die Wettsucht massiv bekämpft wird und Gewinne entsprechend in einen Fonds teilabgeschöpft werden.

Übrigens schaltet Herr Faber vom Lottovermittler ganzseitige Anzeigen, auch heute in der SZ, in denen er sozusagen die Gleichsetzung von Lotto und Wetten angreift. Er argumentiert, dass es gute Gründe (Sucht) für die Monopolisierung des Wettgeschehens gebe, diese aber nicht für Lotterien gelten, da diese nicht süchtig machten.
 
Für Internet-Anbieter aus dem Ausland ist eine Übergangsfrist bis Ende 2008 geplant, also erst ab 2009 Maßnahmen dagegen. Nur: Solange hält der Vertrag natürlich niemals durch.
Weiß auch nicht, ob Maßnahmen wie IP-Sperre wirklich funktionieren können oder ein gutes Licht auf Deutschland werfen ...
 
Wer ist eigentlich der mit Abstand größte Geldgeber in der EU?

Eben!

Es heisst jetzt schon seit anderthalb Jahren immer wieder, der Vertrag kommt nie und nimmer, aber er kommt, weil D sich nen Scheis.dreck um die Brüssler Vorgaben kümmert.

Der Ober sticht den Unter bzw. wer das Geld hat, schafft an, so schauts aus…..auch Schleswig-Holstein hat letztendlich unterschrieben…iss also umgefallen und der bayrische Fraktionschef Herrmann hat auch auf einmal das Maul gehalten, weils sonst nix geworden wäre mit seinem Ministerposten…

Der, wie ich fürchte, zutreffenste Satz kommt von Jallaladingsbums “Das Verfahren innerhalb der EU wird ja noch von anderen Instanzen als der Wettbewerbsfreundlichen Kommission getragen. Diese sind politisch stärker vom Bund beeinflusst.“

Warum ist für die Deutschen das Wetten bei Ladbrokes, WillHill und Admiral net möglich…..die pfeifen auf die (im Verhältnis) paar Kröten und genauso werden reihenweise die Bookies (incl. Betfair) umfallen bei 500000,- Euro-Strafandrohung…

Irgendwann, wenn ich Opa bin, gibt’s ein EuGH-Urteil, aber bis dahin wird alles platt gemacht….
 
Ich kann diesen Pessimismus nicht verstehen und nachvollziehen. Mag sein, dass die Mühlen langsam mahlen, aber die Entwicklung ging in den letzten Monaten und 2 od. 3 Jahren eindeutig Richtung Liberalisierung. Die dt. Politik führt allenfalls Rückzugsgefechte, und nicht mal die besonders erfolgreich.

Also was soll das!? In Italien wurde privatisiert, in Deutschland halte ich gerne eine Wette in Höhe von 100 EUR dafür, dass es ebenso passieren wird. Wer Interesse hat ...

Wen interessiert es, ob Deutschland viel Geld an die EU zahlt. Meint ihr ernsthaft, Deutschland könnte die EU damit erpressen und mit einem Austritt drohen? [[nixweiss]] Vollkommen unrealistisch.
 
Ok, hoffentlich keine dumme Frage.

Du schreibst in Italien wurde privatisiert. Was soll dan nun genau heißen? Als ich letztes Jahr in Italien im Urlaub war wollt ich auch was wetten. Bei sämtlichen Bookies außer Bwin war ne Sperre drin. Kam immer diese Meldung mit diesem Gambelli Urteil . . .

Was das nun genau war weiß ich auch nicht. Halt irgend ein Prozess für`s Monopol da unten dachte ich halt . . .

Von da unten hört ma au nix das die einen Aufstand machen wenn se nicht mehr wetten können [[nixweiss]]

Und warum alle Bookies geblockt sind außer Bwin versteh ich au net. Das sieht mir so aus als ob BWIN das Monopol da unten hatt . . . Siehe AC Mailand als Hauptwerbeträger.

Sorry aber ich schau durch das ganze nicht mehr so richtig durch . . .
 
Nobody schrieb:
Also was soll das!? In Italien wurde privatisiert, in Deutschland halte ich gerne eine Wette in Höhe von 100 EUR dafür, dass es ebenso passieren wird. Wer Interesse hat ...

Für mich ist das nicht der entscheidende Punkt. Die Wette magst ja gewinnen irgendwann, die Richtung zur Liberalisierung gibt die EU ja vor, aber bis zu Ende sind die den Weg auch noch nicht gegangen. Die viel wichtigere Frage ist doch welche Auswirkungen hat der neue Staatsvertrag ab 1.1. denn konkret? Das der kommt steht für mich ausser Frage (wenn ned bin ich ab 2.1. hauptberuflicher Hütchenspieler!).
Wie reagieren die Buchmacher, Übergangsfrist hin oder her? Ich kann mir nur schwer vorstellen, daß die "setzen`s bitte nur 10 Euro auf ne Kombi unserer Wahl" Buchmacher sich hinstellen und Deutschland den Allerwertesten hinhalten, wenn 6-stellige Klageforderungen eintrudeln, weil die EU ja das Papier schon bereit hält!
Und wir? Was passiert wenn tatsächlich einiges von dem umgesetzt wird, was uns schützenswerten Sportwetten-Junkies droht? Vielleicht muß ich ja echt nen Schwerverbrecher im Knast heiraten, nur weil ich ne Kombi Bayern+Chelsea+Barca für 5 Euro gespielt hab[[grin]]

Essentielle Frage für mich ist und bleibt, wie ernst der deutsche Staat seine neue Gesetzgebung umsetzen wird. Nur darauf kommts fürs erste an! Und das wissen wir alle nicht...zumindest noch nicht!
 
Nobody schrieb:
Es gab mal den Fall, dass ein Aufsichtsrat-Mitglied von Lotto soundso in politisch verantwortlicher Position in einem Interessen-Konflikt steckte. Möglicherweise daher diese Tradition ...

eigentlich sind fast alle posten in den aufsichtsräten der staatlichen lotteriegesellschaften mit ehemaligen oder noch aktiven politikern besetzt. so zeigt sich die partei halt dankbar, wenn man gute dienste geleistet hat.
 
bayern-ehemaliger sprecher des finanzministeriums
baden-w. - ehemaliger minister
bremen - im innensenat tätig und genau dieser typ hat damals das werbeverbot für werder bremen vor der presse verteidigt und war für selbiges mitverantwortlich (während im aufsichtsrat von lotto bremen saß)

die liste lässt sich endlos fortsetzen und ich hatte das zweifelhafte vergnügen an diskussionsrunden und workshops teilzunehmen als die vertreter der staatlichen lotterien noch teilgenommen haben vor einem jahr. inzwischen lehnen sie solche besuche ab, da sie ja so ungerecht behandelt wurden. frei übersetzt: man sagte ihnen offen heraus, dass dies dankbarkeitsposten seien und sie reagierten entweder beleidigt oder mit einer arroganz, die das ganze überspielen sollte. bei diesem thema sind vor allem gespräche mit wetten.de vorstand hopfinger ein vergnügen, denn er kommt von den staatlichen und hat odset damals mitinstalliert bevor er die seiten wechselte. seine geschichten erinnern an die sogenannten italienischen verhältnisse.
 
Nobody schrieb:
Für Internet-Anbieter aus dem Ausland ist eine Übergangsfrist bis Ende 2008 geplant, also erst ab 2009 Maßnahmen dagegen.

(6) Die Länder können befristet auf ein Jahr nach Inkrafttreten des Staatsvertrages abweichend von § 4 Abs. 4 bei Lotterien die Veranstaltung und Vermittlung im Internet erlauben, wenn keine Versagungsgründe nach § 4 Abs. 2 vorliegen und folgende Voraussetzungen erfüllt sind:
1. .....
2. Die Beachtung der in der Erlaubnis festzulegenden Einsatzgrenzen, die 1000 Euro pro Monat nicht überschreiten dürfen, und des Kreditverbots ist sichergestellt.
...............
http://www.schleswig-
holstein.de/STK/DE/Service/Presse/PI/PDF/2007/MP/070710__stk__mp__ staatsvertrag__gluecksspiel,templateId=raw,property=publicationFile.pdf

Seite 17.

1. D.h., ich kann ab 01.01.2008 bei jedem Internet-Anbieter höchstens 1000 Euro pro Monat setzen.

2. Länder dürfen so eine Übergangsfrist nicht gewähren, denn im Gesetzt steht "Länder können" - nicht müssen.

Verstehe ich das richtig?
 
_Fair_ schrieb:
1. D.h., ich kann ab 01.01.2008 bei jedem Internet-Anbieter höchstens 1000 Euro pro Monat setzen.
Nein, wieso, ausländische Buchmacher unterliegen doch nicht der dt. Gesetzgebung, zum Glück.

_Fair_ schrieb:
2. Länder dürfen so eine Übergangsfrist nicht gewähren, denn im Gesetzt steht "Länder können" - nicht müssen.
Den Satz verstehe ich leider nicht. Ist aber irrelevant, siehe oben.
 
BalkanSurfer schrieb:
das gesetz juckt unsere freunde in der landtagen eh nur manchmal. sonst wär ihnen ja mal eingefallen, dass das europäische recht bei missachtung auch keine übergangsfristen gewährt. in karlsruhe wurde dennoch eine gegeben. gesetz ist in der richtigen position "biegsam".

Wo hast Du denn diese Informationen her? Die Urteile des EuGH sehen aber ganz andere - teilweise sehr lange - Fristen zur Herstellung eines rechtmäßigen Zustandes vor.
Bist Du Europarechtler?
 
Nobody schrieb:
_Fair_ schrieb:
1. D.h., ich kann ab 01.01.2008 bei jedem Internet-Anbieter höchstens 1000 Euro pro Monat setzen.
Nein, wieso, ausländische Buchmacher unterliegen doch nicht der dt. Gesetzgebung, zum Glück.

Nobody,
das Problem von ausländischen Anbietern ist dann, dass muss man seriöserweise dazusagen, dass man gegen diese in Deutschland dann auch keinen Zahlungstitel erstreiten kann, weil es keinen Anspruch gibt. Wenn man aber nicht in Takatukaland klagen will, was ja auch enorme Kosten der Rechtsverfolgung mit sich bringt, kommt man bei Nichtauszahlung des Buchmachers schlichtweg nicht an sein Geld. Sowas lockt auch schwarze Schafe an.
 
Jalladud schrieb:
Nobody,
das Problem von ausländischen Anbietern ist dann, dass muss man seriöserweise dazusagen, dass man gegen diese in Deutschland dann auch keinen Zahlungstitel erstreiten kann, weil es keinen Anspruch gibt. Wenn man aber nicht in Takatukaland klagen will, was ja auch enorme Kosten der Rechtsverfolgung mit sich bringt, kommt man bei Nichtauszahlung des Buchmachers schlichtweg nicht an sein Geld. Sowas lockt auch schwarze Schafe an.
Wer soll mich daran hindern, einen EU-Buchmacher zu verklagen, wenn er nicht zahlen will?
 
Nobody schrieb:
Jalladud schrieb:
Nobody,
das Problem von ausländischen Anbietern ist dann, dass muss man seriöserweise dazusagen, dass man gegen diese in Deutschland dann auch keinen Zahlungstitel erstreiten kann, weil es keinen Anspruch gibt. Wenn man aber nicht in Takatukaland klagen will, was ja auch enorme Kosten der Rechtsverfolgung mit sich bringt, kommt man bei Nichtauszahlung des Buchmachers schlichtweg nicht an sein Geld. Sowas lockt auch schwarze Schafe an.
Wer soll mich daran hindern, einen EU-Buchmacher zu verklagen, wenn er nicht zahlen will?

Nicht in Deutschland, wenn sie nach unserem Recht - MINDESTENS bis zu einer Feststellungsentscheidung des EuGH - gar keine Sportwetten anbieten dürfen. Dann aber in GB oder Malta. Da Rechtsbeistand etc zahlen zu müssen, lohnt ernstlich erst ab gewissen Beträgen. Sehe das gerade selbst bei der Rechtsverfolgung in Spanien.