Bayern München hat nach dem 6:1 gegen RB Leipzig die Tabellenführung übernommen und spielt nun beim Tabellendritten SC Freiburg, der nur einen Punkt zurückliegt. Aufsteiger Elversberg steht nach dem 4:3 gegen Augsburg weiterhin auf Platz sechs. Borussia Mönchengladbach wartet dagegen auch nach sechs Spieltagen auf den ersten Punkt. Am vergangenen Wochenende gingen drei unserer fünf Tipps auf, darunter zum zweiten Mal in Folge der Tipp des Spieltags. Welche Möglichkeiten bietet der siebte Spieltag?
Bundesliga Tipps von Dirk Paulsen
Am vergangenen Spieltag gingen drei von fünf Tipps auf: Mainz gewann als Tipp des Spieltags 1:0 auf Schalke, Paderborn holte mit X2 ein 2:2 in Bremen, und Leverkusen schlug Freiburg 2:1. Gladbach verlor beim 1:2 gegen Hoffenheim verdient, Stuttgart unterlag in Hamburg trotz klarer Überlegenheit durch ein Tor in der 88. Minute 0:1. Torwetten hatten wir bewusst ausgelassen, weil Torsummen und Chancen zuletzt weit auseinanderlagen. Für den 7. Spieltag bleiben sechs Tipps: Der Auswärtssieg von Leverkusen in Hoffenheim ist unser Tipp des Spieltags, dazu kommen drei Seitenwetten und zwei Torwetten.
Tipp des Spieltags – Bayer Leverkusen gewinnt in Hoffenheim
| Tipp | Faire Wettquote | Quoten |
|---|---|---|
| Leverkusen gewinnt | 2,22 |
Leverkusen hat nach der überraschenden Auftaktniederlage vier Siege und ein Unentschieden geholt und mit dem Erfolg gegen Freiburg den Anschluss an die Spitze geschafft. Entscheidend ist dabei nicht nur die Bilanz: Auch die Leistungsdaten bestätigen den Aufwärtstrend. Selbst bei der Auftaktniederlage war Leverkusen nach unseren Zahlen überlegen.
Hoffenheim dagegen hat zwar gerade in Gladbach gewonnen, doch das war beim Tabellenletzten und auch nach den Leistungen kein überzeugender Beleg für eine Trendwende. Schon der Sieg gegen Stuttgart war eher glücklich. Nach sechs Spielen liegt Hoffenheim sieben Punkte und zehn Tore hinter Leverkusen. Die Belastung durch den Europapokal kommt hinzu; die guten Erwartungen aus der Vorsaison hat Hoffenheim bisher nicht erfüllt.
Bei Hoffenheim liegen die erbrachten Leistungen unter den Erwartungen, während Leverkusens Ergebnisse durch die Leistungswerte gestützt werden. Das statistikbasierte Modell bestätigt unsere Einschätzung zusätzlich. Deshalb bleibt die Indikation auf den Auswärtssieg bestehen, ohne dass wir dafür die Einstellungen künstlich verändern müssten.
Zusätzlicher Tipp in dieser Partie: Over 3,25 Tore
Auch bei den Toren finden wir eine Indikation. Bei beiden Mannschaften sind bislang jeweils 25 Tore in sechs Spielen gefallen, also gut 4,16 pro Partie. Die Leistungsdaten bestätigen ein erhöhtes Torniveau: Hoffenheim liegt bei etwa 3,5 bis 3,65 Toren, Leverkusen bei etwa 3,4 bis 3,7. Beide Modelle liegen jeweils eng beieinander. Das spricht für das Over, ohne dass wir die Einstellungen dafür künstlich verändern müssten.
Für Over 3,25 liegt die durchschnittliche Marktquote bei 1,75, die beste beobachtete Quote bei 1,81. Unser ergebnisbasiertes Modell kommt auf 1,62 fair, das statistikbasierte bestätigt die Richtung sogar noch deutlicher. Damit nehmen wir hier ausnahmsweise auch eine Torwette auf.
Tipp: Over 3,25 (Markt 1,75 | fair 1,62)
Alle weiteren Tipps zum Bundesliga 7. Spieltag in der Übersicht
Gladbach steht nach sechs Niederlagen und 8:20 Toren abgeschlagen am Tabellenende. Die Leistungen waren aber nicht durchweg so schwach wie die Ergebnisse: Gegen Elversberg und Mainz hatte Gladbach jeweils mehr Abschlüsse und verlor beide Spiele 3:4, beim 1:2 in Köln standen 2:2 Großchancen. Das 1:2 gegen Hoffenheim war dagegen verdient (9:14 Schüsse, 0:3 Großchancen). Nach unseren Zahlen ist die Mannschaft nicht wesentlich schwächer als mehrere andere Teams im Tabellenkeller.
Stuttgart hat bisher wenig Ertrag gebracht: zwei Siege, vier Niederlagen, 8:10 Tore, Platz 13. Dazu kommt die Belastung durch die Champions League. Ein Gegenargument gibt es: Beim 0:1 in Hamburg hatte der VfB 24:14 Schüsse und 6:3 Großchancen, und nach fünf Spieltagen lag Stuttgart bei den Großchancen auf Rang drei der Liga. Trotzdem behandelt der Markt Stuttgart mit einer Siegquote um 1,36 fast wie eine Spitzenmannschaft. Unsere Modelle sehen den Abstand kleiner. Mit dem asiatischen Handicap +1 gewinnt die Wette bei einem Remis oder Gladbacher Sieg, bei einer Niederlage mit genau einem Tor Unterschied gibt es den Einsatz zurück.
Eine leichte Under-Indikation verwerfen wir dagegen. Bei Stuttgart sprechen die leistungsbasierten Torwerte von etwa 4,4 pro Spiel, bei Gladbach die bisherigen 4,67 realen Tore pro Spiel (28 in sechs Partien) klar gegen ein Under.
Tipp: Borussia Mönchengladbach +1,0 (Markt 2,42 | fair 2,04)
Drei Siege in Folge haben den HSV vom Tabellenende auf Platz neun gebracht. Alle drei waren nach den Leistungsdaten etwas glücklich: Gegen Köln hatte der HSV 12:18 Schüsse, in Hoffenheim drehte er das Spiel erst nach der Gelb-Roten Karte gegen Bernardo (65.), und beim 1:0 gegen Stuttgart standen 14:24 Schüsse und 3:6 Großchancen, das Tor fiel in der 88. Minute. Trotz neun Punkten hat der HSV mit 6:15 Toren die drittschlechteste Tordifferenz der Liga.
Beide Mannschaften liegen leistungsmäßig näher beieinander, als die Tabelle vermuten lässt, die leichte Indikation auf den HSV ist damit nicht bestätigt. Für Draw No Bet auf den HSV bietet der Markt 2,20, das statistikbasierte Modell sieht 2,24 fair. Das ist zu knapp, wir verzichten auf die Wette.
Auch beim Under 2,75 gibt es Argumente: Bei Paderborn sind bislang auffällig wenige Tore gefallen. Wir bekommen 2,08 am Markt bei 1,92 fair im ergebnisbasierten Modell. Das statistikbasierte Modell liegt allerdings höher; die übrigen Leistungsdaten rechtfertigen diese Zurückhaltung. Deshalb auch bei den Toren kein Tipp.
Köln steht mit sieben Punkten auf Platz zwölf, Schalke mit fünf Punkten auf Platz 15. Die Schalker Zahlen bleiben schwach: Im eigenen Stadion hat Schalke in drei Bundesligaspielen noch kein Tor erzielt. Köln verlor zuletzt 0:1 in Frankfurt.
Gegen Schalke lagen wir zuletzt zweimal richtig, mit Freiburg am 5. und Mainz am 6. Spieltag. Diesmal hat der Markt den Unterschied aber bereits eingepreist: Für Köln gibt es etwa 2,03. Ergebnis- und Statistikmodell liegen untereinander und mit dem Markt nahezu auf einer Linie, das gilt auch für die Torlinien. Ohne Quotenvorteil gibt es keinen Tipp.
Mainz und Werder liegen in der Tabelle dicht beieinander. Mainz hat insgesamt stark gespielt, Werder ebenfalls eine ordentliche Saison gezeigt. Die Mainzer Heimbilanz fällt allerdings auf: nur ein Punkt und 4:7 Tore. Werder hat auswärts immerhin zweimal gepunktet und zuletzt mehrfach Zwei-Tore-Rückstände aufgeholt. Die guten Mainzer Leistungswerte und leichte Zweifel an Werders Ergebnissen sind Gegenargumente. Trotzdem bleibt die Indikation deutlich; Ergebnis- und Statistikmodell sind sich einig.
Tipp: Werder Bremen X2 (Markt 2,10 | fair 1,73)
Auch beim Under stimmen beide Modelle überein. Die bisherigen Torzahlen sind nicht durchweg niedrig, doch die Leistungsdaten widerlegen die Under-Indikation nicht. Nach unseren zuletzt schwachen Erfahrungen mit Torwetten fällt diese Entscheidung nicht leicht. Der Unterschied zwischen Markt und fairer Quote ist diesmal allerdings groß genug, um die Wette aufzunehmen.
Tipp: Under 3,0 (Markt 1,98 | fair 1,74)
Augsburg hat gegen Bayern und Leverkusen gepunktet, die Leistungen waren dabei aber weniger überzeugend als die Ergebnisse. Union ist selbst keine besonders starke Mannschaft, zeigte beim 0:0 gegen Dortmund jedoch eine kompakte, durch die Zahlen bestätigte Leistung. Zwischen beiden Teams liegen nur drei Punkte. Deshalb erscheint die Quote von 2,00 auf Unions Nicht-Niederlage interessant. Das ergebnisbasierte Modell ist vorsichtiger, das statistikbasierte sieht fair 1,80. Diese Einschränkung bleibt bestehen, aber die Indikation reicht für einen Tipp.
Die Under-Indikation verwerfen wir dagegen: In Augsburger Spielen fielen bislang 28 Tore in sechs Partien, in Spielen von Union 22. Gegen diese Werte spielen wir kein Under.
Tipp: Union Berlin X2 (Markt 2,00 | fair 1,80)
Aufsteiger Elversberg steht sogar einen Punkt vor Leipzig und nutzt seine Unbekümmertheit bislang bemerkenswert gut. Leipzig überzeugt nicht durchgehend und ist zusätzlich in der Champions League gefordert. Die 1,41 am Markt für Leipzig liegen zwar knapp über den 1,39 fair des ergebnisbasierten Modells, das Statistikmodell sieht aber 1,44. Dieser minimale Unterschied reicht nicht, um gegen das bislang erfolgreiche Elversberg zu spielen. Auch die Under-Indikation passt nicht zu den vielen Toren und Elversbergs offensiver Spielweise.
Dortmund steht punktgleich mit Bayern auf Platz zwei und hat erst vier Gegentore kassiert. Die Leistungsdaten bestätigen das nicht vollständig: Nach fünf Spieltagen standen den vier Gegentoren elf zugelassene Großchancen gegenüber, und beim 0:0 bei Union brachte Dortmund nur zwei von zwölf Schüssen aufs Tor. Frankfurt gewann zuletzt 1:0 gegen Köln.
Beim Dortmunder Sieg stehen Markt und Ergebnismodell mit jeweils 1,48 genau gleichauf, das Statistikmodell liegt mit 1,54 sogar darüber. Auch bei den Torlinien gibt es keine ausreichende Abweichung vom Markt.
Bayern hat beim 6:1 gegen Leipzig das Spiel klar kontrolliert: 29:12 Schüsse, 17 davon aufs Tor, 8:0 Großchancen. Freiburg spielt ebenfalls eine hervorragende Saison und liegt nach dem 1:2 in Leverkusen nur einen Punkt hinter Bayern.
Eine leichte Indikation gegen Bayern im Ergebnismodell bestätigt das Statistikmodell nicht. Die Quote von 1,39 auf Bayern bietet keinen überzeugenden Vorteil, und bei den Torlinien fehlt die Bestätigung ebenso.
Dirk Paulsen
Wettopa, bekannt aus Bild, Pro7 und mehr. Dirk Paulsens Blog. Betty.
Der sechste Spieltag brachte drei Treffer bei fünf Tipps, darunter erneut den erfolgreichen Tipp des Spieltags. Für die neue Runde bleiben mehrere Seitenwetten mit nachvollziehbarem Quotenvorteil, aber auch klare Pass-Entscheidungen. Mainz und Leverkusen sind bislang durch gute Leistungen aufgefallen; die Märkte spiegeln diese Einschätzungen nicht in jeder Paarung gleichermaßen wider.
Bei den Torwetten bleiben wir zurückhaltend: Nur wo mehrere Hinweise zusammenpassen, nehmen wir ein Under oder Over auf. Eine Indikation allein genügt nicht. Die entscheidende Frage ist immer, ob die angebotene Quote im Verhältnis zu unserer Einschätzung attraktiv ist.