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Wer wird Weltmeister 2026? Die Favoriten-Analyse von Dirk Paulsen

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Aktualisiert: 19.06.2026

Die Frage nach dem Weltmeister 2026 beschäftigt auch die Wettanbieter. Titelverteidiger Argentinien, Europameister Spanien oder doch der erste Titel für England? Dirk Paulsen stellt sich die Frage: Wer wird Weltmeister 2026? Seine Einschätzung kommt mit jahrzehntelanger Wett-Erfahrung, basiert auf Daten und informiert direkt über die Titelkandidaten.

Dirk Paulsens Weltmeister-Tipp

Wettopa, bekannt aus Bild, Pro7 und mehr. Dirks WM App.

Mein aktueller Weltmeistertipp lautet England. Das war bereits vor dem Turnier so, und nach dem ersten Spieltag sehe ich keinen Grund, diese Einschätzung zu ändern. Im Gegenteil: Das Auftaktspiel gegen Kroatien hat meinen Eindruck eher bestätigt.

WM-TippPlayzilla
England gewinnt6.50

An der Qualität des englischen Kaders bestehen ohnehin kaum Zweifel. Viele Spieler gehören zu den Leistungsträgern der Premier League, die in den vergangenen Jahren die europäischen Wettbewerbe geprägt hat. Dazu kommt mit Harry Kane einer der komplettesten Stürmer der Welt. Auch die Vereinsstärke der englischen Nationalspieler bewegt sich auf einem außergewöhnlich hohen Niveau.

Die Frage lautete lediglich, ob England diese Qualität bei einem großen Turnier endlich einmal vollständig auf den Platz bringen kann. Viele Beobachter verweisen darauf, dass England trotz starker Generationen immer wieder an diesem Punkt gescheitert ist.

Ich halte diesen Einwand allerdings nur für begrenzt aussagekräftig. Turniere werden häufig durch wenige Szenen, etwas Spielglück oder besondere und teils zufällige Spielverläufe entschieden.

Gegen Kroatien zeigte England genau das, was ich von einem Titelkandidaten sehen möchte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich verlor die Mannschaft weder die Kontrolle noch die Geduld. Stattdessen erhöhte sie in der zweiten Halbzeit noch einmal das Tempo, erspielte sich weitere Vorteile und gewann am Ende verdient mit 4:2.

Auch die zugrunde liegenden Leistungswerte sprechen für eine überzeugende Vorstellung. Natürlich sind die Unterschiede an der Spitze nicht riesig. Wenn ich mich heute jedoch auf einen einzigen Weltmeistertipp festlegen müsste, würde ich weiterhin England nennen.

So analysiert Dirk Paulsen – die Methode erklärt

Die Grundlage des Modells sind Offensiv- und Defensivwerte für jede Mannschaft. Aus vergangenen Spielen wird abgeleitet, wie viele Tore ein Team gegen einen durchschnittlichen Gegner erzielen und kassieren würde. Diese Werte werden mit der Stärke des jeweiligen Gegners verrechnet und ergeben die Torerwartung für ein konkretes Spiel.

Aus diesen Torerwartungen werden realistische Spielergebnisse simuliert. Daraus entstehen Wahrscheinlichkeiten für Sieg, Unentschieden und Niederlage sowie faire Quoten. Diese können wir dann wiederum als Vergleichswerte zu den tatsächlichen WM 2026 Quoten heranziehen.

Die Methode im Detail

Das Modell beginnt mit der Frage, wie stark eine Mannschaft offensiv und defensiv tatsächlich ist. Dazu werden zahlreiche vergangene Ergebnisse ausgewertet und in durchschnittliche Torwerte übersetzt. Vereinfacht gesagt erhält jedes Team eine offensive Stärke, die beschreibt, wie viele Tore es normalerweise erzielt, sowie eine defensive Stärke, die beschreibt, wie viele Tore es zulässt.

Vor einem Spiel werden diese Werte mit den entsprechenden Werten des Gegners kombiniert. Daraus entsteht für beide Mannschaften eine Torerwartung. Wenn beispielsweise ein starkes Angriffsteam auf eine anfällige Defensive trifft, steigt die erwartete Torzahl entsprechend an.

Anschließend simuliert das Modell das Spiel. Dabei wird nicht einfach ein einzelnes Ergebnis vorhergesagt, sondern eine große Zahl möglicher Spielverläufe berücksichtigt. So entstehen Wahrscheinlichkeiten für sämtliche relevanten Ergebnisse, von 0:0 bis 4:3 oder höher. Aus diesen Wahrscheinlichkeiten lassen sich faire Quoten für 1X2, Over/Under, Beide Teams treffen und viele weitere Wettmärkte ableiten.

Für die Weltmeisterschaft wird zusätzlich die komplette Turnierlogik abgebildet. Gruppenphase, Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und Finale werden korrekt simuliert. Lässt man das Turnier tausendfach oder sogar deutlich häufiger durchlaufen, zeigt sich, welche Mannschaft wie oft Weltmeister wird. Genau daraus entstehen die hier angegebenen Titelwahrscheinlichkeiten.

Das aktuelle Ranking nach Mannschaftsstärke

RankingNationWettquote BettyTitelchance
1.England7.5213,3 %
2.Spanien8.0612,4 %
3.Frankreich8.5511,7 %
4.Brasilien10.209,8 %
5.Argentinien12.827,8 %
6.Deutschland14.496,9 %
7.Portugal14.936,7 %
8.USA27.033,7 %
9.Marokko27.783,6 %
10.Niederlande28.573,5 %
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So berechnet sich die Titelchance

Die angegebenen Werte sind faire Quoten und entsprechen dem Kehrwert der berechneten Wahrscheinlichkeit. Eine WM-Quote von 8,00 bedeutet beispielsweise eine Titelchance von rund 12,5 %.

Die Favoriten im Detail – Team für Team

England

England führt unser aktuelles Ranking an und ist auch mein persönlicher Weltmeistertipp. Der überzeugende 4:2-Erfolg gegen Kroatien hat diese Einschätzung eher bestätigt als verändert. Besonders beeindruckend war erneut Harry Kane, der nicht nur offensiv präsent war, sondern auch defensiv geackert hat.

Solche Ausnahmespieler können Turniere entscheiden. Das eigentliche Pfund der Engländer ist jedoch, dass sich die Qualität nicht auf einen einzelnen Star beschränkt. Die Three Lions verfügen über einen außergewöhnlich breiten Kader mit zahlreichen Spielern aus der Premier League und weiteren internationalen Spitzenklubs.

Kritiker verweisen seit Jahren darauf, dass England trotz starker Generationen oft an den eigenen Erwartungen gescheitert ist. Gelegentlich wird auch argumentiert, die Spieler seien nach der langen und intensiven Premier-League-Saison bei großen Turnieren nicht mehr frisch genug.

Für mich sind das eher Erzählungen als belastbare Argumente. Die Qualität des Kaders war schon vor dem Turnier vorhanden und ist auch jetzt sichtbar. Nach dem ersten Spieltag bleibt England deshalb für mich die Nummer eins im Feld der Titelkandidaten.

Spanien

Spanien gehört für mich selbstverständlich zum engsten Kreis der Titelkandidaten. Schon vor dem Turnier wäre es mir schwergefallen, zwischen England und Spanien einen klaren Favoriten auszuwählen. Die Unterschiede an der Spitze sind gering, und Spanien bringt nahezu alles mit, was man für einen Weltmeister benötigt.

Die Spanier haben sich über viele Jahre hinweg als Turniermannschaft etabliert. Seit ihrer großen Erfolgsphase mit den Titeln bei der Europa- und Weltmeisterschaft tauchen sie bei großen Turnieren regelmäßig ganz vorne auf. Technische Qualität, Spielkontrolle und ein klares fußballerisches Konzept sind feste Bestandteile der spanischen Nationalmannschaft.

Warum steht Spanien aktuell trotzdem knapp hinter England? Der Hauptgrund liegt im ersten WM-Spiel. Das torlose Unentschieden gegen Kap Verde war sicherlich keine Katastrophe. Spanien wirkte über weite Strecken kontrolliert, konnte seine Überlegenheit jedoch nicht in Tore ummünzen und hinterließ insgesamt keinen ganz so überzeugenden Eindruck wie England.

Die Einschränkung ist allerdings klein. Spanien bleibt für mich ein absoluter Topfavorit auf den Titel. Es würde mich nicht überraschen, wenn die Mannschaft bereits in den nächsten Spielen ein deutlich anderes Gesicht zeigt und mit klaren Siegen ihre hohe Qualität erneut unter Beweis stellt.

Frankreich

Frankreich steht in meinem Ranking aktuell auf Platz drei. Der Abstand zu England und Spanien ist allerdings äußerst gering. Über die genaue Reihenfolge kann man problemlos diskutieren, denn alle drei Mannschaften verfügen über die Qualität, Weltmeister zu werden.

Das Auftaktspiel gegen Senegal hat meine Einschätzung eher bestätigt. Wer nur auf das Endergebnis schaut, wird Frankreich eine souveräne Vorstellung bescheinigen. Das greift mir allerdings etwas zu kurz. Vor allem in der ersten Halbzeit hatte Frankreich überraschend wenige Offensivaktionen. Senegal war mindestens ebenbürtig und hätte sogar in Führung gehen können. Diesen Spielabschnitt sollte man bei der Bewertung nicht einfach ausblenden.

Genau darin liegt aber auch die Stärke dieser Mannschaft. Frankreich kann Spiele gewinnen, selbst wenn nicht alles perfekt läuft. In der zweiten Halbzeit zeigte sich dann die enorme individuelle Klasse des Kaders. Kylian Mbappé kann ein Spiel praktisch im Alleingang verändern, und um ihn herum stehen zahlreiche weitere Weltklassespieler zur Verfügung. Kaum eine Nation verfügt über eine vergleichbare Tiefe im Kader.

Trotzdem zwingt mich die Analyse zu kleinen Differenzierungen. Frankreich hat seine enorme Qualität angedeutet, aber nicht durchgehend gezeigt. Deshalb sehe ich die Equipe Tricolore derzeit knapp hinter England und Spanien.

Brasilien

Brasilien folgt in meinem Ranking auf Platz vier. Das klingt zunächst ungewohnt, denn bei einer Weltmeisterschaft gehört Brasilien traditionell immer zum engsten Favoritenkreis. Als Rekordweltmeister verfügen die Südamerikaner über eine einzigartige Fußballgeschichte und eine Strahlkraft, die weit über die tatsächliche Tagesform hinausgeht.

Das 1:1 zum Auftakt gegen Marokko werte ich allerdings nicht als größeren Rückschlag. Marokko gehört inzwischen selbst zu den stärkeren Mannschaften dieses Turniers, und Brasilien hat gegen einen der schwierigsten Gegner seiner Gruppe gespielt. Das Turnier hat gerade erst begonnen, Brasilien ist ungeschlagen und hat weiterhin alle Möglichkeiten, sich von Spiel zu Spiel zu steigern.

Die eigentlichen Gründe für die etwas vorsichtigere Einstufung liegen vielmehr in der Vorgeschichte. Im Vergleich zu einigen früheren Turnieren erscheint der brasilianische Kader für mich nicht ganz so herausragend besetzt, und auch die Ergebnisse vor der Weltmeisterschaft waren nicht immer auf dem Niveau, das man von Brasilien gewohnt ist.

Gleichzeitig hat die zweite Halbzeit gegen Marokko angedeutet, welches Potenzial weiterhin in dieser Mannschaft steckt. In dieser Phase übernahm Brasilien zunehmend die Kontrolle. Die Gesamtstatistiken blieben zwar relativ ausgeglichen, dennoch hat die Selecao noch Luft nach oben angedeutet.

Argentinien

Argentiniens Platz fünf mag auf den ersten Blick etwas niedrig erscheinen, schließlich sprechen wir über den amtierenden Weltmeister und eine der größten Fußballnationen überhaupt. Mannschaften wie Argentinien kann man vor einem Turnier nie ignorieren. Dafür sind die Tradition, die Qualität und die Erfahrung einfach zu groß.

Gleichzeitig hätte ich Argentinien vor dem Turnier sogar noch etwas niedriger eingestuft. Die Mannschaft besitzt weiterhin enorme Qualität, wirkte auf mich aber nicht ganz so stark wie einige frühere argentinische Generationen. Der Weltmeisterbonus spielt deshalb durchaus eine Rolle bei der Bewertung.

Das Auftaktspiel hat allerdings gezeigt, warum Argentinien weiterhin zu den Topfavoriten gehört. Vor allem Lionel Messi präsentierte sich in hervorragender Verfassung und erinnerte daran, dass Ausnahmespieler auch in fortgeschrittenem Fußballalter noch den Unterschied ausmachen können. Natürlich gab es auch Szenen, die man kritisch diskutieren kann, und insgesamt waren die Spielstatistiken nicht in jeder Hinsicht so überzeugend, wie es das Ergebnis vielleicht vermuten lässt.

Dennoch bleibt Argentinien eine Mannschaft, die man in entscheidenden Turnierphasen jederzeit auf dem Zettel haben muss. Der Wettmarkt bewertet die Südamerikaner traditionell sehr hoch, und ganz unbegründet ist das nicht. Die Mischung aus individueller Klasse, Erfahrung und Siegermentalität macht Argentinien weiterhin zu einem der gefährlichsten Teams des Turniers.

Trotzdem sehe ich aktuell noch vier Mannschaften vor ihnen. Der Abstand ist nicht gewaltig, aber doch nennenswert. Argentinien besitzt zweifellos die Qualität, diese Reihenfolge schon in den kommenden Spielen wieder auf den Kopf zu stellen.

Deutschland

Ehrlich gesagt empfinde ich Platz 6 im Ranking fast schon etwas zu niedrig. Bereits zu Jahresbeginn hatte ich die Einschätzung vertreten, dass der Wettmarkt die deutsche Mannschaft eher unterschätzt. Nicht als Turnierfavoriten Nummer eins, dafür ist die Konkurrenz an der Spitze zu stark besetzt. Aber als Mannschaft, die deutlich näher an den Topfavoriten liegt, als viele Beobachter glauben.

Der 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao hat diesen Eindruck für mich eher bestätigt. Natürlich wird sofort eingewendet, dass Curaçao kein Maßstab sei. Das ist grundsätzlich richtig. Trotzdem sollte man nicht übersehen, dass viele andere Favoriten deutlich größere Probleme hatten.

Deutschland hingegen trat von Beginn an konzentriert auf und erledigte seine Aufgabe souverän. Man kann einen Außenseiter schlagen – und man kann ihn dominieren. Deutschland hat ihn dominiert. Deshalb fällt es mir sogar schwer, Argentinien vor Deutschland einzuordnen.

Aus meiner persönlichen Sicht lägen die Deutschen momentan eher knapp davor. Der Wettmarkt sieht das anders und bewertet Argentinien weiterhin etwas höher. Diesen Unterschied akzeptiere ich im Gesamtranking, aber die Leistungen auf dem Platz haben meinen Optimismus eher verstärkt als gedämpft.

Portugal

Portugal komplettiert für mich die Gruppe der größten Titelkandidaten. Wer sich den Kader anschaut, versteht sofort, warum die Portugiesen von vielen Experten vor dem Turnier sogar als möglicher Weltmeister gehandelt wurden. Kaum eine Mannschaft verfügt über eine vergleichbare Dichte an internationalen Topspielern.

Auch ich habe Portugal vor dem Turnier sehr hoch eingeschätzt. Nicht nur wegen der öffentlichen Wahrnehmung, sondern weil die zugrunde liegenden Zahlen, Spielstärken und die individuelle Qualität des Kaders diese Bewertung durchaus rechtfertigen.

Nach dem ersten Spieltag fällt mein Urteil allerdings etwas vorsichtiger aus. Das 1:1 gegen die DR Kongo war aus meiner Sicht die bislang schwächste Vorstellung aller Topfavoriten. Natürlich bedeutet ein einzelnes Spiel noch nicht viel, und ein Unentschieden zum Auftakt ist kein Drama. Dennoch blieb Portugal sowohl vom Ergebnis als auch vom Gesamteindruck hinter den Erwartungen zurück.

Gerade im Vergleich zu Spanien fällt der Unterschied auf. Auch die Spanier ließen Punkte liegen, wirkten dabei aber spielerisch deutlich überzeugender. Portugal hingegen konnte seine hohe individuelle Qualität über weite Strecken nicht auf den Platz bringen.

WM Geheimfavoriten & Außenseiter mit Value

Wenn wir über Außenseiter sprechen, müssen wir zunächst die üblichen Verdächtigen nennen. Traditionell würden dazu Mannschaften wie die Niederlande oder Belgien gehören. Beide Nationen verfügen über große Fußballtradition, starke Kader und haben in den vergangenen Jahrzehnten regelmäßig bei großen Turnieren eine Rolle gespielt.

Allerdings haben weder die Niederlande noch Belgien zum Auftakt restlos überzeugt. Die Niederlande kamen gegen Japan nicht über ein Unentschieden hinaus, Belgien spielte ebenfalls nur 1:1 gegen Ägypten. Das bedeutet nicht, dass beide Mannschaften keine Chancen mehr besitzen. Es bedeutet lediglich, dass ich aktuell keinen besonderen Grund sehe, ihre Titelchancen höher einzuschätzen als der Wettmarkt.

  1. 01

    Marokko

    Die Nordafrikaner haben beim 1:1 gegen Brasilien eindrucksvoll gezeigt, dass sie sich vor keiner Mannschaft verstecken müssen. Marokko agierte mit großem Selbstvertrauen, hielt den Rekordweltmeister über weite Strecken auf Augenhöhe und bestätigte damit den Eindruck der vergangenen Jahre.

    Als Halbfinalist der letzten Weltmeisterschaft ist diese Mannschaft längst kein Zufallsprodukt mehr. Bei einer Marktquote von rund 40,5 gegenüber einer fairen Quote aus unserer Simulation von etwa 28 ergibt sich aus meiner Sicht ein interessanter Vorteil.

  2. 02

    USA

    Das überzeugende 4:1 gegen Paraguay hat den starken Eindruck der vergangenen Monate bestätigt. Die Amerikaner verfügen über Tempo, Selbstvertrauen und einige herausragende Einzelspieler.

    Auch hier kommt unsere Simulation auf etwas höhere Chancen, als es der Markt aktuell einpreist. Der Markt zahlt ebenfalls eine 40,5, während unsere Simulation ähnlich bei 1:28 liegt. Also Value auch hier, ähnlich wie bei Marokko.

  3. 03

    Südkorea

    Natürlich klingt die Vorstellung eines südkoreanischen Weltmeistertitels zunächst abenteuerlich. Andererseits hat diese Mannschaft in der Vergangenheit bereits gezeigt, dass sie bei großen Turnieren über sich hinauswachsen kann. Das starke 2:1 gegen Tschechien nach einem frühen Rückstand war ein weiterer Beleg dafür.

    Bei Marktquoten von deutlich über 200 und einer wesentlich niedrigeren fairen Quote aus unserem Modell (1:57) entsteht mathematisch ein erheblicher Value.

Solche Langzeitwetten müssen übrigens nicht bis zum Finale gehalten werden. Erreicht ein Außenseiter überraschend das Viertel- oder Halbfinale, steigt der Wert einer solchen Position oft erheblich. Ob ihr dann weiter investiert bleibt oder den zwischenzeitlich entstandenen Gewinn bereits per Cashout realisiert, ist dann eine Frage des Einsatzes.

Wer wird Weltmeister 2026? Dirk Paulsens Fazit

Nach dem ersten Spieltag hat sich an der Spitze meines Rankings weniger verändert, als man vielleicht erwarten würde. Die großen Favoriten bleiben die großen Favoriten. Von England bis Portugal bilden die üblichen Verdächtigen weiterhin die Spitzengruppe dieser Weltmeisterschaft.

Die Titelchancen der Favoriten teilen sich gewissermaßen untereinander auf, sodass größere Fehlbewertungen selten sind. Genau deshalb sind Weltmeisterwetten auf die ganz großen Namen oft schwer spielbar. Eine kleine Ausnahme könnte aktuell sogar England darstellen. Bei einer Marktquote von etwa 8.00 und einer fairen Quote aus meiner Simulation von rund 7.50 ergibt sich zumindest ein leichter rechnerischer Vorteil.

Die interessanteren Chancen liegen derzeit eher bei einigen Außenseitern wie Marokko, den USA oder – für besonders Mutige – Südkorea. Dort weichen Markt und Modell etwas deutlicher voneinander ab. Noch steht mein Tipp auf England. Aber die WM hat gerade erst begonnen.

FAQs – Wer wird Weltmeister 2026?

Deutschland gehört für mich schon seit Monaten zu den Mannschaften, die vom Wettmarkt eher unterschätzt werden. Bereits zu Jahresbeginn lag meine eigene Bewertung regelmäßig etwas über der Markteinschätzung. Während die Buchmacher Deutschland häufig im Bereich einer Quote von etwa 15.00 sahen, lagen meine fairen Quoten meist eher zwischen 14.00 und 14.50.

Nach den aktuellen Marktwerten liegt England an der Spitze. Die englische Nationalmannschaft profitiert dabei natürlich von der enormen wirtschaftlichen Stärke der Premier League. Dort werden die höchsten Ablösesummen bezahlt, und das spiegelt sich auch in den Marktwerten vieler Nationalspieler wider.

Value bedeutet nicht, den späteren Sieger vorherzusagen. Interessanter werden daher die Außenseiter. Für den Weltmeistertitel haben wir bereits Marokko, die USA und mit deutlichem Abstand auch Südkorea genannt. Dort ergeben sich aktuell die größten Abweichungen zwischen Modell und Markt.

Nach der Einschätzung des Wettmarkts liegt derzeit Frankreich an der Spitze. Die Quoten sind nach dem ersten Spieltag teilweise bis auf etwa 5.00 gefallen. Das entspricht einer erforderlichen Titelwahrscheinlichkeit von rund 20 Prozent oder mehr.

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