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DFB-Pokal Tipps: Dirk Paulsen analysiert das Finale 2026

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Aktualisiert: 20.05.2026

Das DFB-Pokalfinale steht an! Berlin, Olympiastadion, besondere Atmosphäre, volle Aufmerksamkeit: Dieses Endspiel ist längst mehr als nur der letzte Schritt im Wettbewerb. Auch diesmal bringt das Finale sportlich eine Menge Qualität mit, auch wenn Bayern München laut Quoten als klarer Favorit ins Spiel geht. Wett-Experte Dirk Paulsen schaut deshalb nicht nur auf den Sieger-Markt, sondern auch auf mögliche Value-Ansätze beim Außenseiter und beim Over/Under. Lest hier seine Analyse und Prognose zum DFB-Pokalfinale!

Der DFB-Pokal in Nahaufnahme
Sieg Bayern, Außenseiterwette Stuttgart, Über/Unter – Dirk Paulsen hat alle Optionen analysiert.

DFB-Pokalfinale Wett Tipps von Dirk Paulsen

Das DFB-Pokalfinale ist immer ein besonderes Spiel. Nicht nur, weil es ein Finale ist, sondern weil an diesem Tag wirklich alles auf dieses eine Spiel zuläuft. Ganz Deutschland schaut hin, viele internationale Sender übertragen die Partie, und spätestens, wenn die Fans schon in der ersten Runde nach einem Elfmeterschießen „Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin“ singen, merkt man, welche Bedeutung dieser Wettbewerb hat.

Dass das Finale seit 1985 in Berlin ausgetragen wird, war rückblickend eine geniale Entscheidung des DFB. Dadurch ist dieses Endspiel noch einmal zu einem eigenen Ereignis geworden. Wer einmal dort war, kennt diese besondere Atmosphäre: ein bisschen wie WM-Feeling, einfach weil sich alles auf dieses eine Spiel konzentriert. Die Fans reisen aus dem ganzen Land an, die Stimmung ist fast immer friedlich, bunt gemischt und voller Vorfreude. Selbst deutliche Spielstände nehmen dem Finale oft nicht den Charakter. Man erinnert sich an große Überraschungen, an verrückte Spiele, an Außenseiter wie Saarbrücken oder Bielefeld, die plötzlich ganz Deutschland begeistert haben. Und genau das macht den Pokal aus: Viele Fans erinnern sich an einzelne Pokalabende oft stärker als an manche Ligaspiele oder sogar komplette Spielzeiten.

Auch persönliche Erinnerungen gehören dazu. Beim Pokalfinale Bayern gegen Stuttgart Mitte der 80er-Jahre – Bayern gewann damals 5:2 – saß ich plötzlich mitten im Stuttgarter Fanblock. Damals bin ich einfach spontan mit dem Fahrrad ins Stadion gefahren und habe mir wie so oft irgendwo vor dem Eingang oder auf dem Weg dorthin eine Karte besorgt. Mal bekam ich sie geschenkt, mal kostete sie 100 DM. Solche Geschichten bleiben hängen, wenn man einfach so eine Karte geschenkt bekommt, weil einem Fan der Begleiter ausgefallen ist. Nur wo man dann sitzt, ist komplett offen.

FC Bayern oder VfB Stuttgart – Wer gewinnt das Finale 2026?

Sportlich sprechen die Vorzeichen diesmal allerdings eher für Bayern München. Das zeigen auch die Quoten. Wer streng nach Value sucht, wird auf Bayern kaum fündig werden. Die Münchner sind der klare Favorit, entsprechend niedrig ist die Quote. Rein nach den Zahlen von „betty“ ergibt sich sogar eher ein minimaler Vorteil auf den Außenseiter. Für „Stuttgart verliert nicht“ gibt es aktuell Quoten um 3,25, während die faire Quote laut Modell bei etwa 3,19 liegt. Das ist kein riesiger Value, aber zumindest eine kleine rechnerische Tendenz zugunsten des VfB.

Und genau darauf läuft es bei solchen Spielen oft hinaus: Entweder man spielt den Außenseiter – oder man genießt das Finale einfach ohne große Value-Diskussion. Denn bei einem besonderen Spiel wetten viele Fans eben nicht nur rational. Man möchte dabei sein, mitfiebern, auf „sein Gefühl“ setzen. Wenn die Wette aufgeht, freut man sich doppelt. Und wenn nicht, gehört das an so einem Abend irgendwie auch dazu.

Beide Mannschaften haben eine überragende Saison gespielt. Stuttgart hat sich hochverdient für die Champions League qualifiziert und über weite Strecken Fußball auf absolutem Topniveau gezeigt. Bayern wiederum hat trotz der Enttäuschung in der Champions League eine starke Saison gespielt und dabei auch im Umgang mit Rückschlägen Größe gezeigt. So bekommt dieses Finale zusätzlich sportliche Qualität. Nicht der große Außenseiter gegen den übermächtigen Favoriten, sondern zwei Mannschaften, die sich dieses Endspiel wirklich verdient haben. Und genau deshalb darf man sich auf dieses Pokalfinale freuen – egal ob als Fußballfan, Zuschauer oder Wetter.

Lohnt sich eine Über/Unter-Wette aufs DFB-Pokalfinale?

Beim Over/Under-Markt ist die Situation ebenfalls interessant. Denn natürlich denkt bei einem Spiel wie diesem fast jeder sofort an Tore. Bayern steht grundsätzlich für Offensivfußball, Stuttgart hat ebenfalls eine starke Offensive, und gerade die jüngeren direkten Duelle liefern genug Bilder im Kopf, die sofort Richtung „Over“ gehen.
Genau deshalb ist der Over-Kurs aber auch so stark heruntergespielt worden. Rein theoretisch käme nach den Zahlen höchstens noch das Under infrage – einfach deshalb, weil die gesamte Fußballwelt gefühlt Bayern und Over spielen möchte. Das ist ähnlich wie bei der Bayern-Quote selbst: Die Nachfrage drückt den Kurs immer weiter nach unten.
Und genau das ist der entscheidende Punkt. Wenn jeder auf Over setzt, dann bedeutet das nicht automatisch, dass Over „richtig“ ist. Es bedeutet erst einmal nur, dass der Wettanbieter dadurch gezwungen wird, die Gegenquote – also das Under – attraktiver zu machen. Der Buchmacher sagt ja nicht: „Nein danke, ich nehme keine Over-Wetten mehr an.“ Im Gegenteil. Der nächste kommt an die Kasse und sagt: „Bayern und Over bitte“, und der Anbieter nimmt die Wette natürlich gerne an. Irgendwo muss seine Chance ja liegen – und die liegt dann automatisch auf der Gegenseite.

Deshalb ist der Wettmarkt auch nicht „allwissend“. Er reagiert schlicht darauf, wie die Masse wettet. Wenn alle Over spielen wollen, dann wird der Over-Kurs eben immer schlechter und die andere Seite interessanter. Trotzdem wäre es falsch, daraus jetzt einen großen Under-Tipp zu machen. Denn bei einem Pokalfinale gelten eben auch besondere Bedingungen. Die Atmosphäre, die Bedeutung des Spiels, die emotionale Dynamik – all das lässt sich nur begrenzt in Zahlen pressen. In solchen Spielen „fühlt“ man fast automatisch noch ein zusätzliches Tor mit hinein. Genau deshalb ist das am Ende eher ein Markt, den man vielleicht einfach in Ruhe lässt. Wer Over spielen möchte, wird dafür genügend emotionale Argumente finden. Wer streng nach Value sucht, landet eher auf der Under-Seite. Aber gerade bei so einem Finale darf man auch akzeptieren, dass nicht jede Wette gespielt werden muss.

DFB-Pokalfinale Quotenvergleich

Lasst uns abschließen einmal konkret unsere berechneten Quoten mit den Marktquoten vergleichen. Erstmal die Marktquoten:

23 May 2026Home TeamAway Team1X2
20:00Bayern MunichStuttgart1.335.667.60

Quoten von oddsportal.com vom 19.05.2026, ständigen Änderungen unterworfen.

Halten wir die Quoten von betty, unserer Wettsoftware (als WebApp für jedermann kostenlos verfügbar unter betty.works) dagegen.

Home TeamAway Team1X2
FC Bayern MünchenVfB Stuttgart1.455.248.23

Hier sehen wir also kein Value beim Favoriten Bayern München – 1,33 (Markt) vs. 1,45 (betty). Ein Außenseitertipp ist verlockend, aber riskant.

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