USA Betonsports Chef von FBi verhaftet

Gerinho

Haines - mein WM-Held Livewetter
Apr. 18, 2003
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Belo Horizonte - M.G.
quelle:orf.at


Extreme Nervosität herrscht derzeit in einer der am stärksten boomenden Branchen des Internets: Seit der Festnahme von David Carruthers, dem Geschäftsführer des internationalen Wettanbieters Betonsports.com, durch das FBI in Dallas geht es auf dem Online-Wettmarkt rund.

Die Aktien der Online-Wettunternehmen mussten am Dienstag massive Einbrüche hinnehmen. Auch der österreichische Wettanbieter Betandwin erlitt schwere Verluste.


Unmittelbar zuvor war bekannt geworden, dass auch gegen den Gründer von Betonsports, Gary Kaplan, und elf weitere Personen in den USA ein Haftbefehl wegen Verschwörung und mafiöser Methoden (Verschwörung zur Bildung einer kriminellen Vereinigung) erlassen worden war.


Fast ein Viertel Wertverlust
Die Titel von Betandwin, an dem auch der heimische Finanzier Hannes Androsch beteiligt ist, gerieten neuerlich unter Druck.


Die Aktien des heimischen Internet-Wettanbieters stürzten bei hohem Volumen um 23,83 Prozent auf 41,42 Euro (1.050.055 gehandelte Stück in Einfachzählung) ab. Am Montag hatte das Minus der bisherigen Erfolgsaktie bereits knapp sieben Prozent betragen.


Beruhigungsversuche von Betandwin
Betandwin selbst sieht sich von dem Vorgehen der US-Justiz gegen den Online-Wettanbieter Betonsports nicht unmittelbar betroffen. Betandwin biete keine Sportwetten in den USA an, versuchte Betandwin-Sprecher Konrad Sveceny am Dienstag auf Anfrage zu beruhigen.


Auch US-Aktivitäten
Durch die Akquisition von Ongame gebe es in den USA zwar Poker- und Casinogeschäft, räumte Sveceny ein. Betandwin hatte im März die Übernahme der schwedischen Ongame e-solutions AB ("Ongame") abgeschlossen.


Das US-Justizministerium habe sein Vorgehen gegen Betonsports allerdings mit dessen Sportwettengeschäft begründet.


"Verfahren abwarten"
"Man muss abwarten, wie das Betonsports-Verfahren weitergeführt wird", sagte Sveceny. Zunächst gelte selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Derzeit würden nur Beschuldigungen erhoben.


Bei den vier Gesellschaften, gegen die die US-Justiz im Zusammenhang mit Betonsports ebenfalls vorgeht, handle es sich um Telefongesellschaften. Betandwin führe keine Telefonwetten durch, stellte Sveceny klar.


"Generelle Ängste"
Den Absturz der Betandwin-Aktie erklärt sich Sveceny damit, dass die ganze Online-Glücksspielbranche nun leide. Hier würden bei Investoren generell Ängste über das weitere Wohlergehen der Branche zum Ausdruck kommen.


Riesenverluste für Internet-Wettbranche
Die Furcht vor einem harten Durchgreifen der USA gegen Internet-Wetten hat den Marktwert der britischen Branche am Dienstag um fast 900 Mio. Euro geschmälert.


Die US-Bundespolizei FBI unternahm erste Schritte, um die US-Aktivitäten von Betonsports zu schließen, deren Chef Anfang der Woche in Dallas festgenommen wurde, als er auf dem Flughafen umsteigen wollte.


Streit über Online-Wetten in USA
Betonsports-Chef Carruthers wollte in den USA eine Kampagne zur Regulierung und Legalisierung von Internet-Wetten starten. Das FBI wies vier Telefongesellschaften an, Betonsports keine Dienste mehr zur Verfügung zu stellen.


Die US-Behörden werfen Carruthers und anderen Branchenvertretern Gaunerei, Verschwörung und Betrug vor. Ins Visier des FBI geriet Carruthers vor allem wegen Telefonwetten, die seit 1961 dezidiert verboten sind - im Gegensatz zu Internet-Wetten. Nach Ansicht des Justizministeriums sind aber auch Online-Wettangebote illegal.


Vor einer Woche verabschiedete das Repräsentantenhaus einen Gesetzesentwurf, der das Telefon-Wettverbot auf das Internet ausweitet. Stimmt auch der Senat zu, gilt in den USA künftig ein weit reichendes Internet-Wettverbot
 
Re: USA Betonsports Chef von FBi verhaftet

Gerinho schrieb:
Vor einer Woche verabschiedete das Repräsentantenhaus einen Gesetzesentwurf, der das Telefon-Wettverbot auf das Internet ausweitet. Stimmt auch der Senat zu, gilt in den USA künftig ein weit reichendes Internet-Wettverbot

Ich folgere daraus, in Bälde gehört Österreich zur "Achse des Bösen" [[bussi]]
 
Re: USA Betonsports Chef von FBi verhaftet

Pechvogel schrieb:
Gerinho schrieb:
Vor einer Woche verabschiedete das Repräsentantenhaus einen Gesetzesentwurf, der das Telefon-Wettverbot auf das Internet ausweitet. Stimmt auch der Senat zu, gilt in den USA künftig ein weit reichendes Internet-Wettverbot

Ich folgere daraus, in Bälde gehört Österreich zur "Achse des Bösen" [[bussi]]

So schnell geht das nicht. Erst wird Österreich aufgenommen in die Kategorie von Weißrußland und Zimbabwe als Vorposten der Tyrranei... [[grin]]
 
Re: USA Betonsports Chef von FBi verhaftet

Gerinho schrieb:
quelle:orf.at



Vor einer Woche verabschiedete das Repräsentantenhaus einen Gesetzesentwurf, der das Telefon-Wettverbot auf das Internet ausweitet. Stimmt auch der Senat zu, gilt in den USA künftig ein weit reichendes Internet-Wettverbot

sind die jetzt schon komplett deppert geworden in Amerika ? [[stupid]]
was soll das ? nur weil es ein paar Betrüger in der Branche gibt, zerstören die Unternehmen, die Milliarden Dollar in der Wirtschaft umsetzen ? Die spinnen wohl komplett, diese Vollidioten dort drüben ! [[hammer]]
 
Glaube kaum daß es den Amis um die paar schwarzen Schafe in der Branche geht, sondern primär darum daß jedes Jahr Hunderte von Millionen Dollar an den Finanzbehörden vorbeifliessen...

Nicht umsonst sind Pferdewetten bei dem neuen Gambling-Bill (der es US-Banken verbietet Überweisungen zu "Gambling-Anbietern" zu tätigen) als explizite Ausnahme genannt, denn einer der REP-Senatoren und Kumpels von Bush besitzt "zufälligerweise" mehrere Rennbahnen.

Carruthers hatte halt das Problem daß er zur falschen Zeit am falschen Ort war, und er den Amis halt grade richtig kam um ein Exempel zu statuieren und ein bischen Unruhe in die Branche zu bringen.