Ronaldo: Von Transvestiten erpresst?
Der brasilianische Superkicker und Weltmeister von 2002 Ronaldo hattein einem Stundenhotel in Rio de Janeiro Ärger mit Transvestiten, dieihr Geld als Prostituierte verdienen.
Ronaldo wurde am 22. September 1976 in Bento Ribeiro, einem Stadtteil von Rio de Janeiro, in Brasilien geboren. Der 31 Jahre alteSpieler des AC Mailand, der in seiner Heimatstadt eine Verletzungauskuriert, musste zur Klärung des Sachverhalts auf die Wache. Ronaldohabe dort "psychologische Probleme" eingeräumt. Die drei verwickeltenProstituierten warfen Ronaldo den Angaben zufolge vor, die vereinbarteZahlung verweigert und Drogen konsumiert zu haben. Einer derTransvestiten filmte die Diskussion im Stundenhotel und stellte daskurze Video sogar ins Internet.
Pressesprecher dementiert
Ronaldos Pressesprecher veröffentlichten unterdessen ein Kommuniqué, indem der angebliche Drogenkonsum durch den Spieler dementiert wird.Ronaldo sei Opfer eines Erpressungsversuchs gewesen. "Der SportlerRonaldo hat nie Drogen zu sich genommen", heißt es. Zum Thema wolleRonaldo persönlich nicht Stellung beziehen.
Vermeintliche Beweise
In verschiedenen Fernsehinterviews versicherte André Albertinounterdessen, er und zwei weitere Transvestiten hätten die Nacht mitRonaldo im Stundenhotel verbracht. Er hielt vor die Kameras einenFahrzeugbrief, den Ronaldo angeblich als "Bürgschaft für eine spätereZahlung" seiner Schulden hinterlassen habe. Auf dem Schein war Ronaldosbürgerlicher Name Ronaldo Luiz Nazário de Lima zu sehen. Auf dem Videoin Internet ist ein verärgerter Ronaldo zu sehen und Albertinos Stimmezu hören: "Um zu beweisen, dass du es bist".
Ronaldo "glaubhafter"
Der mit dem Fall beauftragte Kommissar Carlos Augusto Nogueira sagteunterdessen zu Journalisten, Ronaldos Fassung sei "glaubhafter". DerSpieler, der auch wegen Gewaltdrohung angezeigt worden sei, habeversichert, dass er sich mit weiblichen Prostituierten habe vergnügenwollen und von den Transvestiten getäuscht worden sei. Er sei von denMännern, die 50. 000 Real (knapp 20.000 Euro) verlangt hätten, erpresstworden.