Snooker - PTC Grand Finals

Clark

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Mai 30, 2005
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Diese Woche finden in Galway (Irland) die PTC Grand Finals statt, das Finalturnier der besten 32 Spieler bei den PTC-Events der Saison.
Alle Matches incl. Finale werden über die übliche PTC-Distanz gespielt, also best-of-seven.
Wir sind in der 2. Runde, sprich im Achtelfinale.

Gespielt wird im roll on - roll off, d.h. es gibt keine komplett festen Anfangszeiten, sondern nach Ende eines Matches beginnt nach 15 Minuten das nächste, da das ganze Turnier nur auf einem Tisch gespielt wird.
Nur das vorletzte Match soll um 20:30 Uhr zur Abendsession beginnen, aber die bisherigen 3 Tage habe so lange gedauert, dass das letzte Match um Mitternacht, dann nach 1 Uhr und gestern nach 2 Uhr beendet war.

Ich habe mir diese Woche fast alle Matches angesehen, es gab bislang extrem viele Außenseitersiege.

Ich habe mir allerdings zwei Favoriten herausgesucht.

Rod Lawler - Kurt Maflin 1.73 (ab 15:30 Uhr)
Marcu Fu - Ali Carter 1.65 (ab 20:30 Uhr)
Double @2.85 Sportingbet
3/10

Rod Lawler hatte letzte Saison seinen Maintour-Status verloren, sich aber dann noch einmal über die Qualifying School-Turniere für die Maintour qualifiziert. Er ist kein begnadeter Spieler, sondern einer, der sehr langsam und methodisch spielt, im Snookerjargon ein echter "Grinder".
Die Gefahr ist, dass sich sein Gegner durch seinen langsamen Spielrhythmus beeinflussen lässt. In Runde 1 hat er sich mit 4-2 gegen Cao Yupeng durchgebastelt.

Kurt Maflin, der ursprünglich aus England stammende Norweger, ist ein sehr lochstarker Spieler mit gutem Breakbuilding. (Ich hatte selbst mal das zweifelhafte "Vergnügen", gegen ihn zu spielen, und bekam zwei 70er und ein 60er-Break eingeschenkt. :mrgreen:) In der 1. Runde hat er sich mit 4-2 gegen Lokalmatador Ken Doherty durchgesetzt. Guten Nerven hat er also. Ich halte ich für stark genug, sich mit seinen potting abilities gegen den methodischen Lawler durchzusetzen. Ein 4-2 für Maflin halte ich für realistisch.


Marco Fu ist ein Spieler, den ich mag. Er hat eine gleichmütige Ausstrahlung am Tisch, ein gute cue action und ist ein sehr guter Breakbuilder. Leider ist er - vielleicht mehr als andere - größeren (Tages-)Formschwankungen unterworfen. In der ersten Runde bereitete ihm Mark Joyce nur wenige Probleme, so dass er sich mit 4-2 durchsetzte.

Ali Carter hat in seinem ersten Match John Higgins mit 4-2 geschlagen und dabei in großen Teilen an seine Leistung angeknüpft, die ihm letztes Jahr bei der Weltmeisterschaft den Finaleinzug bescherte, wo der dann gegen einen überragenden Ronnie O'Sullivan verlor. Auf Grund dieser Erstrunden-Performance gehe ich hier auf Carter.
Zudem hat er im Februar die German Masters gewonnen.
Allerdings etwas Vorsicht, denn Carter gab an, kürzlich wieder etwas gesundheitliche Probleme gehabt zu haben:

"Carter won his third ranking title at the German Masters last month but then missed out on the next two venues as he lost his qualifying match for the Welsh Open then was forced to withdraw from the Haikou World Open after a flare-up of Crohn's disease.

But the Captain landed safely in Galway and sent four-time World Champion Higgins back to Scotland. Carter goes through to the last 16 to face Marco Fu or Mark Joyce.

Higgins looked set to win the first frame until he missed a red to a top corner on 59, and Carter took it with a cool 79 clearance. Higgins levelled with a 111 but broke down on 38 in the next and Carter won it with runs of 34 and 35.

In frame four, Higgins looked certain to square the match until he missed a simple black when leading by 39 points with two reds left. Carter ran out of positional on the final blue, but got another chance and cleared up to lead 3-1.

Higgins kept his hopes alive with an 83 in the fifth frame, but Carter clinched victory in the next with an excellent long pot on the penultimate red to initiate a 38 clearance.

"I've been really struggling with my Crohn's disease and haven't been able to practise much so it's a big win for me," said Crucible finalist Carter. "I just dug in today and it was a good performance. The first frame was massive, it's hard to clear up from 60 behind, especially against John Higgins.

"It's very hard with the changes that are happening in the game now. I won an event in front of 2,500 people, then the next week I was playing in a cubicle which is not easy to get yourself up for. That's the way it is now, that's what Barry Hearn thinks is the right thing and we'll have to go along with it. I was gutted to miss the Welsh Open because I've won it before and lost in the final so maybe I deserved to be there by right."

(Quelle: worldsnooker.com, World Snooker | News | News | Higgins Crashes As Captain Soars)