Pferderennen

Freitag, 15.20 Uhr, Cheltenham Gold Cup Chase

Morgen ist es wieder soweit, das wichtigste, das größte, das bedeutendste Rennen im National Hunt steht an: Der Gold Cup! Alles was das ganze Jahr über in diesem Sport passierte ist in den Schatten gestellt, denn alle fiebern nur auf dieses eine Rennen hin. Dann wenn in Irland & UK für wenige Minuten die Zeit still steht. Die diesjährige Auflage ist aus Wetttechnischer Sicht extrem schwierig, weil es nicht das eine herausragende Pferd gibt und vieles möglich scheint.

Favorit und Titelverteidiger ist Imperial Commander. Für ihn ist der Gold Cup das Ziel gewesen in dieser Saison. Seinen einzigen Saisonstart hat er gewonnen. Seit November nicht mehr auf der Bahn gewesen wegen Verletzung. Seine Vorbereitung war alles andere als optimal und bei seinem letzten Trainingsgalopp in Kempton war er nicht wirklich überzeugend. Wenn er vollkommen fit ist dürfte es schwer werden ihn zu schlagen, aber es stehen nach diesem Jahr einfach sehr viele Fragezeichen hinter ihm.

Kauto Star und Denman, die beiden Rivalen, die sich hier in den letzten Jahren im Cheltenham Gold Cup die ganz großen Schlachten geliefert haben. Sie sind die beiden großen Namen, bei denen man zusammenzuckt. Aber beide werden nicht jünger, sind nun 11 Jahre alt. Trotzdem werde morgen vor allem wieder Kauto Star die Sympathien des Publikums entgegenfliegen. Er ist der Liebling der Massen und so ziemlich jeder wünscht ihm morgen den Sieg. Alleine es stellt sich die Frage ob er dazu noch in der Lage ist? Er wird morgen sein Rennen laufen, ganz sicher, er wird eine gute Leistung abliefern, aber ob das für ganz oben reicht ist fraglich. Seine Form in dieser Saison ist nicht überzeugend. Sein "Hausrennen", das King George in Kempton, das er zuvor vier mal in Folge gewann, mußte er 19 Längen geschlagen als dritter an Long Run abgeben. Denman wird ebenfalls sein großes Herz morgen wieder zeigen. Er war in dieser Saison einmal am Start, lief unter großem Gewicht auf einen dritten Platz und zeigte eine tolle Leistung. Aber wie bei Kauto Star, ist schon die Frage, ob die Klasse und der Speed noch für ganz oben ausreicht.

Die "new kids on the block" sind Long Run, Kempes und Pandorama. Vor allem Long Run werden erstklassige Siegchancen eingeräumt, er ist zweiter Favorit, nachdem er wie bereits angesprochen mit einer sensationellen Leistung zuletzt die King George gewinnen konnte. Als 6 Jähriger hat er sicher eine große Zukunft vor sich, wird sich noch weiter steigern können. Er hat eine gute Chance morgen, wenn er Cheltenham auf diesem Niveau kann. Allgemein ist davon auszugehen, das die Bahn nicht ganz für Long Run passend ist. Das ist also das große Fragezeichen hinter ihm. Kann er seine vorhandene Klasse auch in Cheltenham zeigen? Kempes habe ich zuletzt in Leopardstown selbst gesehen im Hennessy. Gewann dort auf schwerem Boden eindrucksvoll, ob er im Konzert der ganz großen mitspielen kann muß sich zeigen. Pandorama kommt ebenfalls aus Irland, gewann die Lexus Chase im Dezember, hat vor allem bei viel Regen eine Chance.

Zwischenfazit: Imperial Commander ist der wahrscheinlichste Sieger, wenn vollkommen fit nach der Verletzung. Long Run hat eine gute Chance wenn er Cheltenham handeln kann. Pandorama könnte bei viel Regen interessant werden. Das Herz sagt ganz klar und eindeutig come on Kauto Star - der Kopf sagt abseits aller Gefühlsduselei: Von den ersten sechs im Wettmarkt kann ich auf keinem aktuell Value in der Quote ausmachen.

Overpriced und daher einzig wirklich interessant ist Tidal Bay für mich. Aktuell @24 muß man ihn in diesem offenen Rennen spielen. Tidal Bay liebt Cheltenham und kann auf allen Böden agieren, würde sich aber über ein bisschen Regen durchaus freuen. Tidal Bay ist ein schwieriges Pferd, mit einem ganz eigenen Kopf. Bekannt ist er vor allem für seine späten, oft spektakulären Angriffe. Zuletzt gesehen in der Argento Chase, als er aus dem Nichts mit einem riesen Finish noch ankam und nur knapp als zweiter geschlagen war. Sollte Tidal Bay morgen zum Ende hin noch in Schlagdistanz sein wird es für alle anderen mächtig gefährlich, weil Tidal Bay einen mächtigen Punsh hat, was dazu führt das er selbst in Hurdels auf höchstem Niveau mithalten kann. Er läuft selten ein schlechtes Rennen, aber im Gold Cup ist natürlich schon viel gefordert. Wenn er gut springt, klar im Kopf ist und nicht zu spät marschiert hat er Chancen, wenigstens auf einen Platz.

Ebenfalls interessant finde ich What A Friend, der riesige @40 zahlt momentan. Hier gehe ich allerdings nur auf einen Platz, weil dass das maximale ist worauf er hoffen kann, im Gegensatz zu Tidal Bay. Aber man sollte WAF nicht unterschätzen, zumal heute das erste mal mit Blinkers am Start und mit guter Form aus dem letzten Rennen.

Als letztes noch ganz allgemein gesagt: Tut euch ein Gefallen, schaut euch das Rennen an, fiebert mit, taucht ein in die Atmosphäre von 60.000 Leuten auf der Bahn, genießt die Soundkulisse und seht einfach ganz großen Sport. Es dürfte bei so ziemlich jedem Bookie zu sehen sein, bei MyP2P.eu wird es ebenfalls Streams geben.


Tidal Bay @24.00 Sieg 0.5/10
Tidal Bay @ 6.00 Platz 1/10
What A Friend @9.60 Platz 0.5/10
 
Zunächst einmal, Hut ab, vor der tollen Analyse meines Vorredners, dem ist wirklich nicht viel hinzuzufügen, außer vielleicht der Hinweis auf einen weiteren Außenseiter Midnight Chase, der aktuell mit einer 15er Quote in meinen Augen zu hoch quotiert ist. Sicher wird aber sein, dass der Sieger den momentan extrem starken Long Run hinter sich lassen muss und ob das gelingt ist fraglich. Das Pferd besitzt ein unheimliches Potential, allein der Reiter, der Sohn des Besitzers, ist für mich ein großes Fragezeichen. Das Niveau seines Könnes kann nach seinen überlegenden Siegen nicht allzu schlecht sein, aber er ist nunmal ein Amateur und gerade bei einem Rennen wie heute, ist es äußerst fraglich, ob er die Nerven hat.
Zurück zu Midnight Chase, ich bin beeindruckt von der Form und der Konstanz, die 15 muss ich einfach small anspielen. So komme ich zu folgendem Fazit und meinen Tipps zum Rennen:

Sieg - Midnight Chase @ 15 für einen Einsatz von 50 Euro
Sieg - Long Run @ 5,5 für einen Einsatz von 100 Euro
 
14.05 Dirar @9.00 EW Bet365 1/10

Diese riesen Handicaps sind schon gewaltig und oft ein Lotteriespiel. Aber ich konnte es vorhin gar nicht glauben als ich sah das Bet365 Dirar fuer @9 offeriert, bei 5 zahlenden Plaetzen! Das ist einfach sowas von too much, das ich hier die Each-Wette spielen muss. Bin sicher das es diese Quote nicht mehr all zu lange geben wird, sofern es nicht irgendwelche bisher ungekannten Zeichen geben wuerde, die sagen dass das Pferd heute nicht gut drauf waere.

Dirar hat erstklassige Chancen auf den Sieg und damit natuerlich auch zumindest einen der ersten fuenf Plaetze zu ergattern. Dirar ist sowohl ueber Huerden als auch im flachen stark, gewann - das muss man sich mal vorstellen - 2010 das riesige Ebor Handicap von York, nachdem er zuvor in der Galway Hurdle starker dritter wurde. Als Vorbereitung auf dieses Rennen heute hatte Dirar ein Rennen in Kempton auf AW, wurder dort dritter, heute wieder zurueck auf die Huerden ueber 17f und alle Chancen ganz vorne zu landen, wenns normal laeuft. Pferd hat Klasse, Kondition, unzweifelhaft den Speed und wird hoffentlich ein ganz starkes Rennen laufen heute.
 
Zuletzt bearbeitet:
Freitag, 15.20 Uhr, Cheltenham Gold Cup Chase

Tidal Bay @24.00 Sieg 0.5/10
Tidal Bay @ 6.00 Platz 1/10
What A Friend @9.60 Platz 0.5/10

Ah das ist schon echt aergerlich. Waht a Friend auf der Ziellinie, im Photofinish um den 3. Platz von Kauto Star geschlagen. Um wenige Zentimeter das Geld verpasst.

Tidal Bay hatte gar keine Lust, ging frueh baden. Tja, entweder hop oder top bei ihm. Aber anyway, was ein unfassbares Rennen. Denman, Kauto Star und Long Run Kopf an Kopf, am Ende hat das frische Blut es gepackt. Gluckwunsch - auch an Tripp, der ja Long Run gebackt hat!

Cheltenham Gold Cup im Replay: YouTube - 2011 totesport Cheltenham Gold Cup Chase


Driar verpasst das Geld. Wurde viel zu weit hinter der Pace geritten, hatte bei dem weiten Weg trotz beeindruckendem Finish keine Chance. So muss ich Cheltenham doch ein wenig enttaeuscht abschliessen, zwar alles in allem natuerlich positiv, mit nettem Gewinn (Dienstag und Hurricane Fly sei Dank), aber es haette auch besser laufen koennen. Anyway, am Sonntag startet in Irland die Flat season, und das kann ich kaum erwarten. Werde selbst auf den Curragh fahren. Mal schauen ob ich die Zeit finde dafuer ein paar Picks im Vorfeld zu finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
14.35 The Curragh, Lost City @2.50 Bet365 2/10

Es geht los - endlich! Heute wird die Flat Season in Irland auf dem sagenumworbenen Curragh eröffnet, the home of irish racing. Setze mich nachher gleich in den Zug, kanns kaum erwarten.

Anyway, erstes Rennen und gleich ein gut dotiertes 2 Jährigen Rennen. Der Englische Spitzentrainer Trainer Richard Fahey hat heute ein menge Pferde hier am Start, aber es ist vor allem äußerst interessant, das er Lost City für dessen Debüt hier sattelt und aus England rüber bringt, statt auf den heimischen All-Weather Bahnen zu laufen oder den Englischen Flat season Start abzuwarten. Das kann nur bedeuten das Lost City in der Trainingsarbeit nen starken Eindruck abgegeben haben muss, denn hier gibt es heute ja auch richtig gutes Geld zu verdienen in dem Rennen. Insofern würde man sicher nicht den Reisestress und die damit verbundenen Kosten auf sich nehmen, wenn man nicht an eine hohe Siegchance glaubt. Pferd hat gutes Pedigree und die Konkurrenz macht auf dem Papier keinen besonders starken Eindruck. Trotzdem bleibe ich vorsichtig, weil es eben der erste Lebensstart ist, und gehe nur mit 2 Einheiten auf Lost City.

Zusatzinfo: Lost City gehört niemandem geringeren als Sir Alex Ferguson, dem Trainer von Manchester United!
 
14.35 The Curragh, Lost City @2.50 Bet365 2/10

Unplatziert - Sah schon Führring schlecht und total nervös aus, ist dann fast gar nicht aus der Startbox gekommen und dementsprechend null Chance gehabt. Zum Glück diese Gefahr mitberücksichtigt und nur mit zwei EH angespielt. Was die Sache natürlich aber nur bedingt besser gemacht. Bedenkt man dass das Pferd bis auf @1.70 runtergewettet wurde, hat es mich schon erstaunt, das er so schwach war.

Anyway, geiler Tag auf dem Curragh gewesen. Zwei interessante Kandidaten mit Derby Nennung gesehen (Quest For Peace & Adilapour). Kann man sich merken die Namen. Außerdem zu merken der junge Apprentice Jockey S A Gray, der vielleicht 15 oder 16 Jahre gerade mal jung ist und sagenhaffte 10lb momentan claimed. Richtig talentiert der Junge!
 
17.35 Dubai World Cup Meydan, Gio Ponti @15 EW Bet365 1/10

Heute ist der große Dubai World Cup Tag, mit zahlreichen Spitzenrennen auf dem First-class Racecourse von Meydan in Dubai. Der Grand Stand fast zwei Kilometer lang, bietet Platz für 60.000 Zuschauer - erbaut wurde das ganze für satte 1,5 Milliarden €.

Konzentrieren möchte ich mich jetzt nur auf das World Cup Rennen, für mehr fehlt heute die Zeit. Es ist mit einem Preisgeld von 10 Millionen $ das reichste Rennen der Welt und wird auf Tapeta gelaufen.


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Favorit ist Twice Over, der im letzten Jahr hier im selben Rennen viel Pech hatte. Trainer Henry Cecil will dieses mal unbedingt das Rennen gewinnen, ist mit Twice Over schon Wochen vorher nach Dubai gereist zur Akklimatisierung, und gab dem Pferd einen extrem wichtigen Vorbereitungslauf. TO gewann die Al Maktoum Challenge trotz schwieriger Startbox beeindruckend und dürfte heute top fit für das Rennen sein und ist zur Recht der Favorit. Unter nem wirklich glücklichen Stern steht das Rennen aber auch in diesem Jahr bisher nicht. Bei der Auslosung der Startbox hat Twice Over mit der 13 abermals kein gutes Los gezogen. Das war bereits im letzten Jahr das Problem, und dürfte auch dieses mal die Aufgabe erschweren - trotz starker Vorbereitung. Heute sind nocheinmal ein paar Gegner von anderem Kaliber mit dabei, anders als in der Al Maktoum Challenge. Twice Over hat alle Chancen zu gewinnen trotzalledem, zu gegebenen Quoten aber nicht als Wette zu empfehlen.

Ebenfalls stark eingeschätzt wird der von Irlands Startrainer Aiden O'Brien trainierte Cape Blanco. Der hat Twice Over im letzten Jahr in Leopardstown mit beeindruckender Leistung geschlagen, und ist über 10f noch ungeschlagen. Für ihn ist es das erste Rennen der Saison, zudem das erste mal auf Tapeta, abseits von Turf unterwegs. Wenn fit genug, richtig akklimatisiert und er keine Probleme mit dem Untergrund hat, dann hat er große Chancen - sind mir persönlich aber zuviele Fragezeichen.

Viel Geld bekommt die Japanische Superstute Buena Vista. Absolutes High-Class Pferd! Könnte unter Ryan Moore ein gehöriges Wort um die vorderen Plätze mitsprechen, hat aber eine schlechte Startbox erwischt und braucht ein bisschen Glück für ganz vorne. Wäre für mich zweifelsfrei trotzdem eine interessante Sache, die guten Preise sind aber längst weg, weil ganz Japan - das ja ein bisschen Ablenkung ganz gut vertragen kann und das extrem Pferderennsport verrückt ist - auf "ihr" Pferd heute setzt.

Aus dem Kreis der ernsthaften Kandidaten bleibt noch Gio Ponti übrig. Das Amerikanische Pferd ist eine Maschine der Konstanz. In den fünf letzten Rennen, allesamt Gruppe 1, zwei mal gewonnen, drei mal zweiter, darunter beim letzten Start beim Breeders Cup zweiter zu Wunderstute Goldikova, zudem 2009 zweiter zu Zenyatta im BC Classic. Überhaupt, Gio Ponti's Statistik unfassbar beeindruckend. 23 Karrierestarts, davon 18 mal unter den ersten drei - viel mehr geht nicht! Im letzten Jahr im Dubai World Cup etwas unglücklich gewesen, weil keinen passenden Rennverlauf gehabt und trotzdem starker vierter geworden. Gio Ponti kann den Untergrund, geht heute frisch an den Start, hat aber natürlich keinen Vorbereitungslauf in Meydan gehabt. Von der Klasse ist Gio Ponti hier klar unter den ersten drei, die Startbox ist passend und es sollte die passende schnelle Pace heute geben. Ein gutes Rennen von ihm kann man erwarten, die @15 darum zu hoch imo, die ich Each-Way anspiele.
 
17.35 Dubai World Cup Meydan, Gio Ponti @15 EW Bet365 1/10

Fünfter Platz - Mr. Dominguez versaut mir meine bisherige Wette des Jahres. Gio Ponti lief ein starkes Rennen, trotz starkem Pullen, aber mit so ner Pflaume im Sattel kann das nichts werden.

Was ein Tag für die Japaner. Belegen die Plätze eins und zwei. Das Drehbuch hätte niemand besser schreiben können. Ich stimme aber mal nicht in die lauten Töne die da von Absprache schreien ein.


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23. Juli, 17.30, Ascot: King George VI And Queen Elizabeth Stakes

Weil ich endlich mal ein bissel mehr Zeit habe mal etwas aus meinem bread and butter Métier. Heute gibts ein Rennen das einem den Mund wässerig macht. Wenn man so will, ist es das Derby des Jahres 2010 das es nie gab, weil St Nicholas Abbey dort bekanntlich nie an den Start ging, Workforce gewann später dann. Nun treffen beide aber doch zum ersten mal aufeinander. Dazu sehen meine Gedanken wie folgt aus:

- Workforce: 2010 Derby & Arc Sieger, der Favorit zweifelsohne heute, zuletzt über 10f jetzt zurück auf der Paradedistanz 1m4f. Erst vor drei Wochen den Monster clash mit So You Think gelaufen, knapp verloren, sehr hartes Rennen gehabt. Die Regenerationszeit sehr kurz, jetzt das nächste ganz schwere Rennen, dazu in Ascot, wo er letztes Jahr seine schlimmste Niederlage zugesetzt bekam, Bahn scheint nicht ideal für ihn zu sein (sein Vater ebenfalls mit desaströser Bilanz hier). Vor zwei Tagen sah es noch so aus als ob er perfekte Bedinungen vorfinden würde heute, weil es viel geregnet hat. Nun war es aber zuletzt trocken und es wird erwartet das der Boden zum Rennstart "good" ist, momentan aber noch "good to soft". Workforce bevorzugt weiches Geläuf, trocknet es also weiter ab, spricht der schnellere Boden eher gegen ihn. Allerdings muß man auch sagen: Workforce lief im Grunde erst ein wirklich schlechtes Rennen in seinem Leben, das war eben jenes im letzten Jahr hier im King George. Bisher sah er bei seinen drei Starts in diesem Jahr in exzellent aus vor den Rennen, top fit, gesund, stark. Er ist ein absoluter Weltklasseathlet und ohne Zweifel das zu schlagende Pferd heute.
Höchstquote @2.38 l Mein tissue: @2.80

- St Nicholas Abbey: 2009 der Top 2 Jährige, ging als DAS Überpferd ins letzte Jahr, lief dann zu Beginn die 2.000 Guineas, danach wegen zahlreichen Problemen das ganze Jahr ausgefallen. 2011 zurück, nach nem Aufbaustart gesteigert, eye catching in Chester gewonnen mit 9 Längen, Anfang Juni dann in Epsom den Coronation Cup gewonnen, Middy dort geschlagen, obwohl im Rennverlauf alles gegen ihn lief. Der turn of foot aber einfach Atemberaubend. Mann kann sagen: Abbey is back in business! Der schnellere Boden ist in seinem Interesse, "good to soft" wäre aber auch kein großes Problem, Form dafür vorhanden. Aiden O'Briens Pferde sind zudem in Topform in diesem Sommer, wie schon lange nicht mehr. Er wird SNA genau fit für dieses Rennen haben, das dieser möglichst auch gewinnen sollte, geht es doch um die Reputation hinsichtlich der späten Decktaxe. Und da muss SNA schlicht noch ein weites G1 gewinnen, soll das ganze ab dem nächsten Jahr profitabel sein. Negativpunkte gibts es trotzdem: Es ist der härteste Test für SNA in seiner Karriere, und es ist die Frage, wie gut ist er denn nun wirklich? Wunderpferd oder doch nur ein sehr gutes Pferd? Heute kann er sie beantworten. Zudem hat Trainersohn Joseph O'Brien den Ritt bekommen. Für den 18 Jährigen eine riesen Herausforderung. Er hat zwar dieses Jahr bereits das Irish Derby gewonnen, aber das heute ist nochmal was ganz anderes. Man kann nur hoffen das er die Nerven behält, die Fähigkeiten hat er allemal, zumal - und das spricht wieder für ihn - kennt er SNA wie kein zweiter, reitet das Pferd immer in der Trainingsarbeit.
@5.00 l @2.90

- Rewilding: Immer etwas unterschätzt, obwohl zweifelsfrei ein Klasse Pferd. Hat vor drei Wochen in einem epischen Kampf (als eines der besten Rennen aller Zeiten gekührt, daran wird man sich noch lange zurück erinnern - ‪SYT vs. Rewilding - YouTube) den für unschlagbar gehaltenen So You Think besiegt. Brutal hartes Rennen gewesen, Jockey Frankie Dettori danach wegen übertriebenen Peitscheneinsatzes gesperrt. Zweifelfrei war das grenzwertig und eigentlich des guten zuviel, aber Rewilding ging immer weiter nach vorne unter der Peitsche und spielte am Ende seine Kondition aus. Er hat damit gezeigt das er ein ganz starkes G1 Pferd ist. Zumal der Sieg über 10f kam, normal ist er über 12 noch stärker. Aber, Rewilding ist immer am besten wenn er frisch ist, also nach einer längeren Pause an den Start geht. Dieses harte Rennen ist aber nur drei Wochen her. Das spricht gegen ihn.
@4.33 l @6.20

- Nathaniel: Der einzig 3 Jährige am Start, hat zuletzt in Ascot die King Edward VII Stakes in beeindruckender Art und Weise gewonnen. Hat also gezeigt das er diese Bahn, auf der am Samstag gelaufen wird, richtig gern hat, was wichtig ist. Ascot is speziell. Nathaniel würde sich freuen wenn der Boden etwas weicher bliebe, aber ein guter Boden wäre ebenfalls in Ordnung. Er hat zudem eine herausstechende Form in seinem formbook: zweiter Platz zu Frankel, 1/2 Längen nur geschlagen, beim ersten Lebenstart! Das spricht für den Speed den Nathaniel besitzt. Nathaniel bekommt von den älteren Pferden hier als 3 Jähriger ne riesen Gewichtserlaubnis den Regeln entsprechend (11lb). Nathaniel wurde zudem von den Besitzern nachgenannt für dieses Rennen. Nachnennungskosten sind 75.000 Pfund! Die zahlt man nicht, wenn man nicht ernsthaft an eine Chance glaubt. John Gosden zudem absoluter Toptrainer, kennt seine Pferde genau.
@8.00 l @7.90

Fazit: Für mich zwei Pferde mit Value in der Quote. An SNA gibts kein Vorbeikommen für mich für diesen Preis. Er driftet zwar etwas raus, aber das liegt vor allem daran, dass das Vertrauen in Joseph nicht sonderlich groß- aber vor allem Workforce ganz stark am Markt ist, was nicht weiter verwundert, er ist der Liebling der Massen. Für mich persönlich stimmt bei SNA alles heute. er wird fit sein, hat die Form, hat den Boden - jetzt muß er nur zeigen das er wirklich dieses absolute Spitzenpferd ist, von dem sein Trainer immer spricht, und das er als Zweijähriger auch war. Generell denke ich das SNA & Workforce von den Fähigkeiten nahe beieinander liegen. Trotzdem, gegen Workforce zu gehen ist nicht einfach, er ist schließlich Derb & Arc Sieger, aber bei ihm gibt für mich einfach zu viele Fragezeichen (Boden, Bahn, Regeneration), so das die Quote zu kurz ist. Er ist das zu schlagende Pferd und wenn er gewinnt wäre das nun wahrlich nicht überraschend, aber in meinen Augen hat eine 2.38 (die sicher Richtung Odds-on marschieren wird noch) keinen Value. Rewilding auf Grund des harten Rennens zuletzt ebenfalls zu kurz im Markt. Seine Form wenn er frisch ist, ist mehr als beeindruckend, aber das ist er heute eben nicht. Nathaniel musss als 3 Jähriger sicher was finden gegenüber den älteren Pferden, aber die Form ist vorhanden, Gewichtserlaubnis ist sehr hilfreich und Confidence in den eigenen Reihen (siehe Nachnennungsgebühr) sprechen für ihn. Debussy klammere ich bewußt aus. Er wird Godolphins Pacemaker sein und es wäre ein Weltwunder wenn er nicht drei furlongs vor dem Ende explodiert.

St Nicholas Abbey @5 2/10 Stanjames
Nathaniel @8.00 1/10 Bet365
 
23. Juli, 17.30, Ascot: King George VI And Queen Elizabeth Stakes

St Nicholas Abbey @5 2/10 Stanjames
Nathaniel @8.00 1/10 Bet365

1. Platz: Nathaniel! [[cheers]]

Was ein Wahnsinnsrennen!!! Nathaniel schlägt Abbey und Workforce mit einem unfassbaren Kick im Finish, steht dann im letzten Furlong wie ein ganz großer, wiedersteht dem Angriff von Worforce - Hammer! SNA unglücklich, kam stark von hinten an marschiert, wurde aber sicher durch den bösen Unfall von Dettori auf Rewilding negative beeinflusst.
 
Möchte an dieser Stelle noch eine kleine Nachbetrachtung des Rennens anbringen, weil es aus vielerlei Hinsicht interessant, vor allem aber auch sehr tragisch war. Der ein oder andere hat es vielleicht mitbekommen, das der zweite Favorit, Rewilding, im Rennen sich eine schwere Verletzung zuzog, als er einmal falsch auftrat während des Galopps - glatter Schienbeinbruch - Pferd war nicht zu retten. Einfach nur ganz bitter. Da rückt jede Freude über die gewonnene Wette für mich sofort in den Hintergrund. Ein ganz großer ist von uns gegangen. R.I.P Rewilding...

Von dieser Tragödie abgesehen, war es ein bizarres Rennen. Fast komplett ohne Pace gelaufen, eine halbe Minute langsamer als die Standardzeit... eines Gruppe 1 Rennens unwürdig. Nathaniel gewann vor allem, weil Jockey William Buick taktisch alles richtig gemacht hat, das Pferd einen klasse Job gemacht,weil aber auch Workforce im letzten furlong fast bis in die Rails gedriftet ist (soll sich während des Rennens zudem eine kleine Verletzung zugezogen haben), und SNA zuweit von der Pace entfernt geritten wurde und der Weg damit nach vorne am Ende zu weit war. Und zu guter letzt die Tragik um Rewilding... was wäre wenn er nicht... hätte er gewonnen? Er sah so gut aus...

Aus Wettsicht: Nathaniel's Quote wurde umgehend drastisch gekürzt für den Arc Sieg. J. Gosden sagte nach dem Rennen, man wird mit ihm die direkte Route nach Paris nun nehmen. Ein Bookie ist bereits bei 5/1, bis 8/1 ist alles dabei. Das ist zu kurz. Was diese Form von gestern wert ist, ist aus oben genannten Gründen nicht so leicht zu sagen und der Arc ist nochmal eine ganz andere Geschichte.

Wer das Rennen von gestern nicht gesehen hat, hier ist das Video:

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27. Juli, 16.10, Goodwood: Sussex Stakes

It's time for Glorious Goodwood! It's time for the race of the century! Im Rahmen der QIPCO British Champions Series findet am Mittwoch das Duell der Giganten statt! Canford Cliffs vs. Frankel! Canford Cliffs, der 4 Jährige der dieses Rennen im letzten Jahr bereits gewonnen hat, der fünf Gruppe 1 Rennen in Folge für sich entschieden hat und das immer mit einer beeindruckenden Leichtigkeit, zuletzt Wunderstute Goldikova in Ascot geschlagen. Frankel "the monster", der noch ungeschlagene 3 Jährige, das Pferd über das die Welt spricht, der die 2.000 Guineas so beeindruckend gewonnen hat wie noch nie ein Pferd zu vor, als er bereits nach der Hälfte der Strecke unfassbare 15 Längen in Front lag, der das Sinnbild des Wortes "Horsepower" verkörpert, aber der am Mittwoch auch das erste mal gegen ältere Pferde antritt, der bisher nur ein eher schwache Generation 3 Jähriger geschlagen hat über die Meile und der in seinen Rennen bisher nur schwer zu relaxen war.


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Es ist auch das Duell der Jockeys. Da ist der junge aufstrebende Tom Queally, der Frankel bisher bei all seinen Rennen ritt, gerne auch als "Prügel Tom" verschrien wird, weil er vermeintlich fehlende taktische Cleverness gerne mit der exzessiven Benutzung der Peitsche wett macht. Quelly wurde nach den St James's Palace Stakes für seinen Ritt auf Frankel aufs schärfste kritisiert, weil er den Hengst eindeutig zu früh und entgegen jeder Order aufforderte Höchsttempo zu gehen, was am Ende beinahe schief gegangen wäre weil Frankel nach vier furlongs im Sprint verständlicherweise müde wurde auf den letzten hundert Metern. Aber man kann Queally verstehen. Er hatte die Last einer ganzen Nation auf den Schultern, er durfte nicht verlieren, das war ein enorm großer Druck, so das er die Geschichte wie schon in in den 2.000 Guineas frühzeitig entscheiden wollte. Aber das geht eben nicht jedes mal so einfach. Das Queally trotzdem ein guter ist hat er oft genug gezeigt, gerade am Wochenende einen super Ritt auf Twice Over ins Ziel gebracht. Allerdings war der Druck der in den St James's Palace Stakes auf ihm lastete nur ein Bruchteil von dem was im "race of the century" für eine Erwartungshaltung herrschen wird. Die ganze Welt schaut zu und ihm genau auf die Finger. Kann Queally einen kühlen Kopf behalten?

Auf der anderen Seite haben wir den erfahrenen Weltklassemann Richard Hughes, dem man gerne nachsagt er hätte Nerven aus Drahtseilen. Keiner ist so abgebrüht und cool wie er. Seine Ritte sind spektakulär, oft genug wird er aber dafür auch kritisiert, dafür er zu cool ist, ja das seine Art zu Reiten zu arrogant ist. Wie dem auch sei, Richard Hughes und Canford Cliffs ist eine Beziehung die passt wie keine zweite. Canford ein hold up Pferd mit einem unglaublichen turn of foot und einem grandiosen cruising speed. Hughes der in seiner Karriere schon auf vielen Toppferden saß, sagt das Canford mit Abstand das beste Pferd von allen ist:

"All my life I have looked for a horse like Canford Cliffs and I was not going to miss the ride on him - I won't get another chance. Canford Cliffs is the best I have ever ridden - I have ridden some good horses in my career but the first time I sat on this lad, I had never ridden anything like him."

Zurück zu den Hauptprotagonisten. Frankel bekommt die gängige Altersgewichtserlaubnis als 3 Jähriger, 8lb gegenüber Canford Cliffs. Eine menge bei Frankels Klasse. Das entscheidende aber ist am Ende vor allem eine taktische Frage. Woher kommt die Pace & wie wird Frankel geritten? Bei Canford weiß man er wird am Ende des kleinen Feldes laufen, möglichst lange im Canter bleiben und dann mit seiner Fähigkeit von null auf gleich auf Höchsttempo zu beschleunigen, versuchen die müde werdenden Gegner abzufangen. Bei Frankel weiß man das nicht so genau. Allgemein wird angenommen das man diesmal eine Taktik wählen wird, in der er länger zurück gehalten wird um dann mit seinem schieren Speed 2 furlongs out alles wegzublasen. Ob das möglich ist, ist eine andere Frage. Denn Frankel macht es dem Jockey nicht leicht, möchte immer sofort nach vorne marschieren. Die Gefahr besteht das er bei einer eher zurückhaltenden Taktik too free ist, wie es so schön heißt, das er nicht zu relaxen ist und zu viel Energie vor dem eigentlichen Finish verbraucht. Zumal es vermutlich keine sonderlich schnelle Pace geben wird, weil kein echter front runner dabei ist. Das heißt, soll es eine schnelle Fahrt geben, was Frankel braucht, muss er die Pace schon selbst machen. Canford Cliffs ist in diesem Fall flexibler. Er nimmt wie es kommt. Auch für ihn wird es am Mittwoch der härteste Test seiner Karriere. Bisher weiß man noch nicht wo das Ende seiner Leistungsgrenze liegt, weil er immer sehr souverän gewonnen & nie mehr als nötig gemacht hat. Was indes ein Zeichen von Klasse ist.


Canford Cliffs, 14. Juni, Queen Anne Stakes l Frankel, 14. Juni St James's Palace Stakes

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So, nun die Frage: Wer macht das Rennen? Die Frage beschäftigt auch seit Wochen bereits die Rennsportwelt. Jeder Experte hat seine eigene Meinung, die einen sind im Frankel Lager, die anderen im Canford Lager. Sinnbild für diese Unentschiedenheit sind folgende zwei Artikel: Canford Cliffs fancied to have the edge over Frankel - Mirror und Frankel to take honours over Canford Cliffs in Glorious Goodwood duel - Guardian
Fakt ist, niemand weiß was am Mittwoch passieren wird. Fakt ist aber auch, das Canford Cliffs das zu schlagende Pferd ist, er ist der fünffache Gruppe 1 Sieger. Unabhängig davon in welchem Lager ich mich rein emotional befinde, hilft ein Blick auf die Quoten um zu entscheiden, welche Wette ich favorisiere.

Frankel @1.76 l Canford Cliffs @2.58

Bei dieser Quotenkonstellation kann es nur Canford Cliffs für mich sein. Frankel Odds on, so unfassbar kurz, ist krank. Aber irgendwo auch verständlich, abseits von aller Rationalität zumindest. Pferderennen ist vor allem emotional und Frankel ist das Wunderpferd, um das es völlig zu recht einen riesen Hype gibt. Er begeistert die Leute, er macht sprachlos, er weckt Emotionen, was vor allem mit seiner spektakulären Art, die Rennen zu gewinnen, zu tun hat. Canford Cliffs gilt zwar auch als riesen Champ, aber er gewinnt seine Rennen auf eine sehr klinische Art und Weise, macht nie mehr als er muß. Anyway, Fakt ist, die Quote auf Canford Cliffs ist natürlich die, in der der Value liegt. @2.58 auf Canford ist ridiculous. Am Rande noch erwähnt, es gibt noch andere Starter in diesem Rennen. Den französischen Gast Rajsaman, trainert vom Goldikova Trainer. Ein gutes Pferd, aber ganz unzweifelhaft nicht mit der Klasse der beiden "big guns", was auch für Rio de la Plata gilt. Solides Gruppe 2 Pferd, aber es müßte sehr viel passieren das er eine Chance hat.

Fazit: Ich habe in meinem 100% book Frankel @2.13, Canford Cliffs @2.04, Rajsaman @40, RDLP @66,66, dementsprechend ergibt sich meine Wette, ganz ohne Emotionen. Zwei mögliche Rennverläufe sehe ich: Entweder Frankel geht von vorne und wird mit einem Wahnsinnstempo versuchen Canford so früh wie möglich off the bridle zu bekommen. Wenn das letzte schwere Rennen nicht zu viel Kraft gekostet hat und Queally kühlen Kopf behält dürften die 8lb Gewichtserlaubnis den Unterschied machen und Frankel hat gute Siegchancen. Zweites mögliches Szenario: Frankel wird länger zurück gehalten, die Gefahr besteht das er nicht relaxt werden kann und das es keine echte Pace geben wird. Canford dürfte in dem Fall leichtes Spiel haben. Alles in allem hat Canford Cliffs mehr Möglichkeiten bei verschiedensten Rennverläufen seine Stärken auszuspielen, während es für Frankel vermutlich nur eine Option gibt: Attacke. Mit Emotionen gesehen, ist es das wohl spektakulärste Rennen aller Zeiten. Seit ich in dem Geschäft bin, kann ich mich auch nicht erinnern das es jemals ein solch enormes Medienecho gab. Es ist schon Wahnsinn. Die beiden besten Meiler des Planeten treffen aufeinander, und unter den Voraussetzungen, das beide Pferde absolut unterschiedlich im Stil sind, aber auch die Jockeys unterschiedlicher nicht sein könnten, ist es natürlich auch in dieser Hinsicht unglaublich spannend. So oder so werden es die spannendsten Eineinhalb Minuten der Rennsportgeschichte! Rennen kann wie immer bei bet365, WillHill, Racebets etc. gesehen werden, nur zur Info. Das sollte sich keiner entgehen lassen!

Canford Cliffs @2,58 Betfair 3/10
 
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27. Juli, 16.10, Goodwood: Sussex Stakes

Canford Cliffs @2,58 Betfair 3/10

Frankel 1., Canford Cliffs 2.

Bin absolut sprachlos. Canford absolut keine Chance gehabt heute, Frankel von einem anderen Stern. Was man da heute gesehen hat war nicht der Sieg eines Superstars, das war der Sieg eines Monsters. Denn selten bis nie sieht man einen solch überlegenen Sieger auf diesem Niveau. Frankel von der Front, mußte gar nicht richtig angefasst werden von einem taktisch clever agierenden Queally. Canford hatte keinen guten Tag, driftete im letzten furlong fast in die Tribüne, etwas was man vom ihm so noch nie gesehen hat. Sah schon vor dem Rennen nicht gut aus. Das war heute nicht der wahre Canford Cliffs. Aber das ist am Ende egal weil Frankel noch so viel in der Hand hatte und so sehr überlegen war... das war einfach eine unfassbare Leistung von einem unfassbaren Pferd das nicht von dieser Welt zu sein scheint. Frankel the freak... Bitter für meine Wette, wobei das einfach zum Rennsport dazu gehört. Die Wette war trotzdem die richtige bei den Quoten und unter den Voraussetzungen vor dem Rennen würde ich sie immer wieder spielen. Fast jede rationale Vorschau sah Canford vorne, wie auch die Racingpost heute in ihrem verdict dem vierjährigen den Vorzug gab. Hinterher weiß man halt immer mehr. Ich hoffe letztlich Canford bekommt keinen Knacks weg, denn ich bin riesen Fan von ihm, da macht ein solches Rennen keinen Unterschied.

Aber man muß einfach konstatieren: Es gibt da draußen einen noch besseren... ein Freak, ein Monster... Frankel... und der scheint in der Tat unschlagbar. Timeform ratet ihn mit 142, mit Abstand das höchste Rating der Welt, und seit 40 Jahren gab es kein höher geratetes Pferd mehr. Dass das noch lange nicht das Ende der Fahnenstange ist scheint klar, denn bisher wurde er noch nie wirklich gefordert... das kann schon ein bisschen Angst machen. Das tolle: Das Pferd wird zu 90% auch als vier jähriger im Training bleiben! Prince Khalid Abdullah, der Besitzer hat schon sein okay gegeben. Nächste Station sind dann vermutlich in ein paar Wochen die Juddmonte International Stakes und der damit verbundene step up in trip auf die 10f. Das wird interessant, aber wie er heute ging, kann man davon ausgehen das er das problemlos stehen kann. Dann wird es zwar keine bewettbaren Quoten geben (vermutlich irgendwas um @1.20 schätze ich), aber dafür die nächste "freak Show".


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Btw, die internationalen Reaktionen sprechen für sich:

Pressestimmen:

gulfnews : Frankel delivers eighth wonder

Frankel the bay destroyer delivers a knockout blow - Telegraph

Frankel, the horse, is a true superstar - latimes.com

Frankel demolishes Canford Cliffs in the Sussex Stakes - ESPN.co.uk
 
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<table style="font-size: 10px;" width="100%" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"><tbody><tr><td colspan="2" style="padding: 6px; background-color: rgb(156, 190, 207); border: 1px solid rgb(225, 235, 240);" align="left">
</td></tr><tr><td valign="top" align="left">
</td><td style="color: rgb(51, 51, 51);" valign="top" align="right">
</td></tr></tbody></table>Salisbury - 15:30 - Frog Hollow - 2,66

Frog Hollow bisher mit einer 3 1 Bilanz. Der letzte Sieg am 11.08.11 war hier in Salisbury auf der selben Distanz (6 f). Einlauf mit 1,5 Längen vor My Queenie mit starkem Finish. Allerdings damals ein Klasse 5 Rennen, heute 4.
Heute ist "Lord ofthe Shadows" härtester Konkurrent, der ist aber über diese Distanz noch gar nicht gelaufen.
Deshalb gute Siegchancen für Frog Hollow.

Tipp gewonnen... [[winkewinke]]
 
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17:05 - Sligo - Traffic Article - 1,77

Form von traffic Article der letzten 6 Rennen bei 2 2 2 2 1 2

Es gibt in diesem Rennen mit vier Läufern keinen wirklichen Gegner für Traffic Article. Sollte ne klare Angelegenheit werden.


Tipp gewonnen... [[winkewinke]]
 
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Bangor - 15:50 - Gan On - 2,66

In diesem Rennen werden "Gan On" und "Dunowen Point" wohl den Sieg unter sich ausmachen.
Beide mit eindrucksvollen Siegen in den letzten beiden Rennen. Dunowen Point überlegener Sieger in Cartmel (2m1f110y) und zuletzt in Southwell (2m).
Ebenso Gan On in Uttoxeter (2m4f) im Juli total überlegen und zuletzt in Newton (2m5f110y) eindrucksvoll gegen Benbane Head gewonnen. Benbane Head hat übrigens sein letztes Rennen am 18.09. in Uttoxeter wieder total überlegen gewonnen. Deshalb finde ich das der letzte Sieg von Gan On sehr viel wert war.
Dunowen Point im Moment noch leichter Favo, aber aufgrund des letzten Sieges von Gan On gegen Benbane Head und der Tatsache, dass heute über 2m4f110y gelaufen wird. Diese Distanz ist Dunowen Point noch nicht gelaufen und ich denke das Gan On hinten raus mehr zu bieten hat.
 
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Bangor - 15:20 - Hollow Tree - 1,98

Hollow Tree zuletzt mit zwei Siegen im Juli in Handicap (5) und Handicap (3) Rennen. Jetzt der Wechsel zu den Hürden Rennen. Sehe Hollow Tree hier vorne mit evtl. Gefahr von Kalkan Bay und Bernisdale.

Tipp gewonnen [[winkewinke]]
 
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So. 02.10.11, Longchamp: Prix de l'Arc de Triomphe


A battle of the sexes. Age taking on experience. A champion defending his title. An outsider looking to hit it big. A battle for national pride. It’s all coming soon — not to a theater but to a racecourse, where it will play out in live action in less than three minutes. NY Times, 01.10.11


Der Tradition entsprechend wird am ersten Sonntag im Oktober jeden Jahres das bedeutendste Rennen der Welt gelaufen: Der Arc! Morgen ist es wieder soweit. Und dieses Dieses Jahr gibt es eine ganz besonders starke Auflage. Vorjahressieger Workforce, die französischen Superstuten Galikova & Sarafina, Der Australische Superstar So You Think, St. Leger Sieger Masked Marvel, die Japaner Nakayama Festa & Hiruno DAmur und auch die Deutsche Topstute Danedream. Dazu noch einige weitere hochklassige Kandidaten... insgesamt geht ein Feld von 16 Pferden an den Start in diesem Jahr. Der Boden wird vermutlich gut sein, was ein faires Rennen verspricht, zumal es mit Shareta einen Frontrunner gibt, möglicherweise wird auch Aiden O'Brien Treasure Beach opfern als Pacemaker. Eine solide Pace sollte es zumindest so oder so geben.

Auf alle Starter will ich nicht eingehen, aber zu den wichtigsten kurz meine Meinung. Favoritin is Sarafina. Letztes Jahr unglücklich im selben Rennen, wurde böse behindert, hätte sonst möglicherweise gewonnen. Am Ende mit starken Finish dritte geworden. Als vier jährige in diesem Jahr so gut wie immer, hat sie ihren Trial vor drei Wochen souverän gewonnen. Ihre ganze Saison war auf dieses Rennen morgen ausgelegt, sie wird topfit sein, hat eine gute Chance zweifelsohne. Meine Reservationen ihr gegenüber sind: Sie kommt von hinten, was in so einem großen Feld immer zu Problemen führen kann, wie im letzten Jahr gesehen. Zudem hat sie in diesem Jahr nicht mehr die weight for age allowance als vier jährige. Zudem hat sie mit Startbox 13 wenig Glück gehabt, bedeutet sie wird den ein oder anderen Meter mehr gehen müssen, was am Ende entscheidend sein kann. Bedeutet am Ende für mich, das die Würfel genau richtig fallen müssen für sie wenn sie gewinnen möchte, Quoten dafür zu kurz in meinen Augen.

So You Think, das wertvollste Pferd der Welt momentan (£50 Mio), hat in Australien fast alles gewonnen, unter anderem zwei mal in Folge die Cox Plate, das wertvollste Rennen Australiens, wenn auch nicht das bedeutenste, was bekanntermaßen der Melbourne Cup ist. In dem wurde SYT im letzten Jahr dritter. Die Frage bezüglich des Arc's ist ob er die Distanz von über 2.400m stehen kann - und ob er sie so stehen kann das er dieses Rennen gewinnt. In Australien ist er immer über deutliche kürzer gegangen, in Europa in diesem Jahr ebenfalls fast ausschließlich über 10 furlongs (Ausnahme 11f in nem Micky Mouse Rennen im Mai). Nur im Melbourne Cup ging er über deutlich weiter. Aber das Trainer Aiden O'Brien ihn im ganzen Jahr nicht einmal über die Arc Distanz laufen ließ ist für mich schon ein klares Zeichen, das man nicht 100% Vertrauen hat in die Steherqualitäten von SYT hat. Er scheint viel eher ein 10 furlongs Spezialist zu sein. Box 14 ist ebenfalls nicht sonderlich hilfreich, Erklärung siehe Sarafina. In sofern, so sehr ich So You Think Fan bin, so realistisch muß man sagen, das es genügend Fakten gibt die gegen ihn sprechen, insofern bei Quoten @6 sage ich nein Danke.

Vorjahressieger Workforce ist in diesem Jahr nicht so stark bisher gewesen. Es bedarf ein massiven Steigerung in meinen Augen. Ich bin allerdings sicher das wir einen verbesserten Workforce sehen werden. 12 furlongs ist seine Distanz und Stammjockey Ryan Moore ist von seiner Monatelangen Verletzungspause gestern wieder zurück ins Renngeschehen gekehrt, kann also Workforce morgen reiten. Es wäre ein Märchen, wenn Worforce seine Krone verteidigen könnte. A) hat das sei 1978 kein Pferd mehr geschafft, b) weil es eigentlich unmöglich schien das Ryan Moore morgen im Sattel sitzen könnte nach seinem Schulterbruch. Workforce wird morgen keine 3 Jährigen Gewichtserlaubnis mehr haben wie noch im letzten Jahr, und das Rennen in diesem Jahr ist schwerer. Dafür geht er aus der selben Box wie bei seinem Triumph im letzten Jahr und der Arc war sein Ziel das ganze Jahr über. Insofern gehe ich davon das wir einen guten Workforce sehen werden, aber ich bezweifle dass das reichen wird um die starke Konkurrenz zu besiegen. Der französische Derbysieger Reliable Man könnte interessant sein. Seinen Arc Trial kürzlich hätte er nicht beeindruckender gewinnen können, sein turn of foot ist zudem sehr überzeugend. Die Gegner die er bisher geschlagen hat sind aber nicht das ganz große Kaliber gewesen. Ich habe Zweifel das er in der Liga der ganz großen tatsächlich ganz vorne mitmischen kann, zumal es Zweifel gibt, das er den Boden wirklich mag. Ich kann mich persönlich nicht so richtig mit ihm anfreunden, zumal er sich ziemlich im Drift befand zuletzt vom Preis.

Das bringt mich zu dem Pferd, das für mich in diesem Feld absolut heraus sticht: Galikova. Ein Blick auf den Arc Trend ist interessant an dieser Stelle: Alle 12 letzten Sieger hatten mindestens ein Gruppe 1 Rennen gewonnen, 9 der letzten 12 Arc Sieger waren 3 Jährig. Allerdings ist die Statistik für Stuten nicht so positiv, auch wenn Zarkava 2008 als drei jährige Stute den Arc gewann. Will sagen, es bedarf eine besondere Stute für dieses Rennen, welche Galikoa zweifelsohne sein könnte. Der 12 Jahres Trend spricht aber wie gesehen durchaus eine positive Sprache, denn Galikova ist Gruppe 1 Siegerin, hat den Prix Vermeille gewonnen vor drei Wochen, zudem ist sie 3 Jährig. Zudem ist sie eine Stute und erhält damit eine massive Gewichtserlaubis. Galikova hat mit ihrem Sieg vor drei Wochen bewiesen das sie die Arc Distanz perfekt steht, sie hat einen großartigen turn of foot, sie ist tough, sie wird mit dem guten Boden keine Probleme haben und hat mit Startbox 4 eine ideale Ausgangssituation. Außerdem konnte sich Galikova mit jedem Rennen in diesem Jahr steigern und Raum für eine weitere Verbesserung ist noch vorhanden. Für mich passt hier also fast alles bei ihr. Einziger Negativpunkt ist das sie ähnlich wie Sarafina, eher von hinten kommt. In diesem Fall kommt es auch auf den Jockey an. Mit Olivier Peslier könnte sie da keinen besseren Mann im Sattel haben. Nicht zu vergessen ist, das Galikova eine Halbschwester zur 14 fachen Gruppe 1 Siegerin Goldikova ist. Das Galikova momentan noch für @9 verfügbar ist, finde ich sehr überraschend. Das entspricht nicht ihrer tatsächlichen Siegchance.

Einer zweiten Wette konnte ich mich nicht verschließen nachdem Danedream mitte der Woche für den Arc noch nachgenannt wurde für die Nennungsgebühr von 100k. Danedream ist die Deutsche Superstute, die sich in diesem Jahr massiv steigern konnte und sich möglicherweise noch weiter verbessern kann. Sie hat zuletzt zwei wichtige Deutsche Gruppe 1 Rennen gewonnen, mit dem Großen Preises von Baden-Baden sogar das bedeutendste Rennen des Jahres, dabei beide male, sowohl in BB als auch in Hoppegarten die Konkurrenz zerstört. Sie fällt damit in die Kategorie 3 Jährig, G1 gewonnen & steht erwiesenermaßen die Arc Distanz. Sie hat also auch einen enormen Gewichtsvorteil morgen. Startbox 2 ist ebenfalls ideal. Zudem ist es schon ein deutliches Zeichen das sie für 100k noch genannt genannt wurde für den Arc. Wie gut sie wirklich ist muß sich zeigen, auch weil sie ihre Siege auf weichem Boden feierte. Aber für den großen Preis gebe ich ihr eine Chance. Zumal es natürlich auch einfach toll wäre wenn ein Deutsches Pferd mal wieder den Arc gewinnen könnte. das letzte mal war das der Fall 1975... Star Appeal, der größte Außenseiter der je den Arc gewonnen hat.

Es gibt noch zahlreiche weitere interessante Kandidaten. Leger Sieger Masked Marvel, St. Nicholas Abbey, Snow Fairy, der äußerst interessante Japaner Hiruno D'Amouro oder Andre Fabre's Meandre. Alles möglich in diesem Rennen, das unglaublich gut besetzt ist in diesem Jahr. Man kann auch zu vielen dieser Kandidaten eine positive Meinung haben und im diesjährigen Arc gehen jene Meinung weit auseinander. Für mich aber sind aus genannten Gründen Galikova und Danedream die beiden interessantesten Wettoptionen, weil sie beide Form- vermutlich die Klasse und vor allem die Gewichtsvorteile haben, was in einem solch engen Rennen den Unterschied ausmachen kann.

Galikova @9.00 Bet365 2/10
Danedream @23 E/W Victor Chandler 0,5/10
 
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So. 02.10.11, Longchamp: Prix de l'Arc de Triomphe

Galikova @9.00 Bet365 2/10
Danedream @23 E/W Victor Chandler 0,5/10

1. Platz: DANEDREAM!!! [[cheers]]

Hammer Rennen von der Stute. Deutschland gewinnt den Arc nach 1975 zum zweiten mal. Each Way Wette natürlich durch. Galikova war chancenlos, pullte hart, fand nichts ins Rennen. Aber wen stört das jetzt noch?! Später mehr, Rennvideo und Analyse, ich muss erstmal feiern gehen!