Moral

pepi

Well-known member
März 22, 2006
504
1
Hessen
eine frage hier mal an die profiwetter, die damit ihren lebensunterhalt bestreiten . habt ihr eigentlich irgendwelche moralischen bedenken dabei , weil dieser job für die gesellschaft quasi ja null vorteile bringt ? hehe ja ich weiss, dass es genug andere jobs gibt, bei denen das auch der fall ist. da würden mich mal die meinungen intressieren ob die leute das einfach ausblenden oder wie sie damit umgehen ?
 
Also ich habe mit Wetten schon einen schönen Nebenverdienst aber gehe (leider?) trotzdem arbeiten.

Warum sollte man moralische Bedenken haben? Verstehe ich nicht. Ich gehe ja auch nicht in die Arbeit damit es anderen besser geht, sondern das ich Geld bekomme.

Würde man mir monatlich 2000-3000 € in die Hand drücken würde ich garnicht arbeiten, wozu auch?
 
So sieht es aus, für einen selbst ist die Gesundheit, Familie und Freunde, und ein gesichertes Einkommen das Wichtigste.

Die Gesellschaft ist nur daran interessiert, das man Geld verdient, wie (außer alles was illegal ist) ist egal, aber letztendlich so viel, das man alles selber finanzieren kann, und keine staatliche Hilfe braucht.

Und wie bereits erwähnt, Schuldgefühle oder moralische Bedenken sind völlig fehl am Platz, weil viel vieeel schlimmere Dinge passieren von Leuten die viel mehr Geld verwalten usw. und damit unfassbare Dinge machen und Leute manipulieren, und Millionen von Menschen hungern lassen.
 
Ob Wettgewinne der Gesellschaft irgendwelche Wertschöpfung bringen, sollte einem Wetter aus moralischer Sicht sch..egal sein.

Dann schon eher der Gedanke, daß Gewinner longterm nur ausgezahlt werden können, wenn es genügend Verlierer gibt.
Und die Gewinner sind ja nicht die einzigen, die am Kuchen knabbern.
 
Moralische Bedenken muss man da nicht haben. Ich wette nicht viel und mit den Gewinnen könnte ich mir hier und da mal ein neues Handy oder sonst eine kleine Anschaffung leisten. Da habe ich mir noch nie die Frage nach der Moral gestellt. Ich schätze selbst die paar Profis hier unter uns haben auch mal Pechsträhnen. Moralisch verwerflich ist das daher sicher nicht, da man das komplette Risiko trägt und niemand geschädigt wird. Oder muss man sich dafür schämen, dass die Verluste der Einen die Erträge der Anderen sind?

Ich finde es da eher moralisch verwerflich, wenn Kahn auf Sky ständig nach seinen Gewinnertypen sucht. [[rot]]
 
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Oder muss man sich dafür schämen, dass die Verluste der Einen die Erträge der Anderen sind?

Dadurch, daß die Geschichte anonym und global läuft, halten sich die Gewissensbisse in Grenzen. Wer weiß schon ob ein englischer Dockarbeiter seinen Spaß hat oder sich ein asiatischer Rikschafahrer ruiniert.

Aber einen Kollegen oder Kumpel um größere Beträge erleichtern, weil ich mehr von der Materie verstehe, damit hätte ich schon ein Problem.


Ich finde es da eher moralisch verwerflich, wenn Kahn auf Sky ständig nach seinen Gewinnertypen sucht. [[rot]]
Auch auf die Gefahr, jetzt doch zu weit vom Thema abzukommen:

Naja, die Promis haben ihre Agenten, die kommen und sagen, mach mal was im Drehbuch steht, kriegst dafür 100k und fertig. Ob Kahn was vom Wetten versteht oder Schweinsteiger wirklich Chips isst, spielt da doch gar keine Rolle.

Mario Adorf sagte mal über seine Dreharbeiten für die (IMHO unseriöse) Aachen-Münchener:
Ich bin Schauspieler, von Bankgeschäften habe ich keine Ahnung.
 
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Wette zwar nicht für mein Lebensunterhalt aber habe bisher in meinen Umfeld er positive Erfahrungen damit gemacht.
Schon oft angefragt bekommen ob ich nicht für Freunde wetten kann, aber das lehne ich ab.
Was nun die Gesellschaft von mir hält weil ich Wette ist mir ziemlich egal.

Habe ja moralisch auch keine bedenken wenn ich gegen ein Team wette, weil sich ein Spieler das Bein gebrochen hat.
So gesehen schlage ich Profit aus dem leid anderer.

Flo hat es ja schon gesagt, da ich ja genauso eine Wohnung, Lebensmittel ect. brauche kurbel ich die Wirtschaft ja an.
 
die Einzigen an die diese Frage richtig kanalisiert ist sind die Sapinas,Tabogas und Co. Die Manipulanten,Wettbetrüger und jene die auf dem Rücken und zum Schaden von Wettbüros und auch von uns als der breiten Masse der Wettenden ihre Betrügereien und Wettmanipulationen begehen.
 
Ich glaube, mit der Frage von pepi sollte keine moralische Betrachtung von Wetten (bzw. Glücksspiel) an sich gestartet werden, sondern "nur", ob man ein Problem darin sieht, den Lebensunterhalt nicht mit (offensichtlich) für die Gesellschaft sinnvollen Tätigkeiten zu bestreiten.

Einer sinnstiftenden Arbeit nachzugehen ist sicher toll [[yo]] und fürs Lebensglück bestimmt förderlich, ein bißchen Neid verspüre ich da schon. Entsprechenden Bedürfnissen kann jeder aber auch abseits des Geld verdienens nachgehen.


Ansonsten tue ich mich übrigens auch schwer, beim erfolgreichen Profispieler (≠ Betrüger) neben gesellschaftlichen Vorteilen entsprechende Nachteile zu finden? [[nixweiss]]

Die Aktionen (und deren Folgen) "des englischen Dockarbeiters oder des asiatischen Rikschafahrers" sind vollkommen unabhängig davon, bei welchem Profi schlussendlich ein geringer Teil des Geldes landet.
 
Die Aktionen (und deren Folgen) "des englischen Dockarbeiters oder des asiatischen Rikschafahrers" sind vollkommen unabhängig davon, bei welchem Profi schlussendlich ein geringer Teil des Geldes landet.
Ja, wobei es rein nominell auch so gesehen werden kann, dass ein gewinner -damit mein ich den inhaber eines accounts der sich seit erstellung desselben im plus befindet- theoretisch von dem geld zehrt, das der wettlizenzinhaber bei der eroeffnung seiner geschaeftstaetigkeit als startkapital miteinbringen musste.
 
Ja, wobei es rein nominell auch so gesehen werden kann, dass ein gewinner -damit mein ich den inhaber eines accounts der sich seit erstellung desselben im plus befindet- theoretisch von dem geld zehrt, das der wettlizenzinhaber bei der eroeffnung seiner geschaeftstaetigkeit als startkapital miteinbringen musste.

Wobei allerdings das Startkapital selbst im Falle eines angenommenen Kundensaldos von +-0 bestimmt innerhalb eines Jahres für Personal, Miete, IT, Werbung etc. draufgehen wird.


































Und dann geht das Geschrei über die Seriosität des Anbieters los.
 
Ja, wobei es rein nominell auch so gesehen werden kann, dass ein gewinner -damit mein ich den inhaber eines accounts der sich seit erstellung desselben im plus befindet- theoretisch von dem geld zehrt, das der wettlizenzinhaber bei der eroeffnung seiner geschaeftstaetigkeit als startkapital miteinbringen musste.
Und das ist (gesellschaftlich) nachteilig, weil jede Geschäftstätigkeit - auch bei fehlender Qualifikation der Verantwortlichen - erfolgreich zu sein hat? [[nixweiss]]
 
Wobei allerdings das Startkapital selbst im Falle eines angenommenen Kundensaldos von +-0 bestimmt innerhalb eines Jahres für Personal, Miete, IT, Werbung etc. draufgehen wird.
s.
Mein post hatte eine etwas andere absicht (siehe nachstehende antwort zu hapax)

Rein inhaltlich auf deine meldung kurz :
Die kosten fuer einen einzigen nullsaldokunden beyragen sicher keine millionen ;-) vielmehr sind das wohl minimalste betraege die die von dir genannten aufwaende auf den einzelkunden gerechnet betragen...
 
Und das ist (gesellschaftlich) nachteilig, weil jede Geschäftstätigkeit - auch bei fehlender Qualifikation der Verantwortlichen - erfolgreich zu sein hat? [[nixweiss]]
Danke fuer die frage grand signeur:)

Hab mit dem startkapital die summe gemeint ghabt, die ein wb-betreiber als sicherheitsleistung nachweisen muss.
Eigentliche absicht meines ersten posts war, die von dir geausserte meinung dahingehend zu verschaerfen, dass derjenige, der gewinnt, ein reines gewissen haben kann in bezug darauf, dass ein allenfalls beim selben wettanbieter wettender kumpel ein nettozahler ist (pechvogel hat leichte skrupel fuer so eine konstellation geaeussert wenn ich ihn richtig verstanden hab und derlei zweifel wollt ich ihm gern zerstreuen:mrgreen:)

Die antwort auf Deine frage bezueglich ob das gewinnen von konsumenten bei einem bookie gesellschaftlich nachteilig ist, moecht ich mit einem entschiedenem "Nein!" beantworten.

Gerade bei den in europa herrschenden gepflogenheiten der meisten wettanbieter , die durch immoralische handlungsweisen (limitierungen,accountsperrungen,und manch anderes mehr) schwere gesellschaftliche schaeden anrichten, kann und muss es eigentlich jedem sportwetters hoechstes ziel sein, den bookies soviel geld wegzugewinnen , dass der grossteil der bookies zum zusperren verdammt ist.(klar, das waere die gesellschaftliche idealloesung fuer dreck a la bwin&co, aber uns ist wohl allen klar, dass das solang wunschdenken bleiben wird, solang in der welt die wirtschaftstreibenden das sagen haben...
 
Da ich auch Leute kenne, die trotz Gehaltseinbußen (weil sie zB. in der Privatwirtschaft deutlich mehr verdienen koennten) in der Forschung fuer (zumindest nach allgemeinen Maßstaeben) "gute Dinge" taetig sind, wuerde ich als Sportwetter schon ein leicht schlechtes Gewissen haben. [[nixweiss]]

Soweit ich mich dunkel erinnere...
Nach der "alten Lehre" (Marx etc) gilt als wertschoepfend (nicht gerade á la "Aerzte ohne Grenzen", aber immerhin mit Mehrwert fuer die Gesellschaft), wer im ersten und zweiten Sektor (Landwirtschaft und verarbeitendes Gewerbe) taetig ist.
Im letzten Jahrhundert kamen die Dienstleistungen, der dritte Sektor, dazu (Beratungen, Finanzen, Entertainement, etc).
Es gibt im Grunde auch noch den vierten Sektor, aber Wetten haette, wenn ueberhaupt, mit dem Dritten zu tun.

Es faellt schwer da irgendwas Produktives, Sinnstiftendes zu sehen. Der wohl einzige Effekt liegt darin, daß Konsumenten des Entertainements "fairere" Preise bekommen (= Preise, die mehr an der zu erwartenden Eintrittswahrscheinlichkeit liegen, weil Sportwetter die "falschen Quoten" korrigieren ließen). Vielleicht faerbt da auch was auf den Kundenservice etc ab. Aber das ist alles echt marginal.
Man koennte noch volkswirtschaftlich argumentieren, daß Geld von denen abfließt, die damit nicht ausreichend gut haushalten (=wirtschaften) koennen, hin zu denen, die es koennen. Das ist auf jeden Fall eine Wertsteigerung.
Aber wer die Ansicht vertreten will, hat einen schweren Stand, weil das wenig populaer ist und um nachvollzogen werden zu koennen tiefere Kenntnisse der Materie braucht.
 
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Professionell zu Wetten bringt zwar sicher nicht die Menschheit nach vorne, dieses hehre Ziel ist aber ohnehin nur einem 0,0x Promille-Anteil der Menschheit vorbehalten. Solange man sauber wettet, braucht man keinerlei moralische Skrupel haben.

Profiwetter sind ohnehin statistisch nicht erfassbar. Nicht einmal hier wo sich die Minorität der Vielwetter noch verdichtet.
 
Natürlich sind Profiwetter "Schmarotzer", denn sie produzieren ja nichts oder leisten der Gesellschaft einen sonstigen Nutzen.

Wie übrigens auch eine Vielzahl der Dienstleistungsjobs, ob das manche Banker(die den Kunden irgendwelche obskuren Fonds andrehen wollen), Mitarbeiter bei Callcentern oder anderen Unternehmen mit zweifelhaften Geschäftspraktiken wie die sattsam bekannten Urlaubsportale sind( versteckte Reiseversicherungen).

Die Anzahl der wirklich hilfreichen und unverzichtbaren Jobs für die Gesellschaft geht ja aufgrund der Automatisierung und des technischen Fortschritts seit Jahren stetig zurück, dass da sich jetzt andere Möglichkeiten auftun, gehört nun einmal zum Laufe der Zeit dazu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da ich die Buchmacher,die auf das Pech/Elend anderer angewiesen sind und auch davon leben, weitaus moralisch schlimmer ansehe finde ich es sogar faszinierend,wenn es jemand schafft gegen eine Menge an vermeintlich technisch "überlegenen" Leuten zu "gewinnen" und damit sogar seinen Lebensunterhalt bestreitet.

Außerdem muss ja nicht jeder,der professionell wettet ein vollkommener Egoist sein, indem er das gewonnene Geld nur für sich behält ( Keinerlei Spenden oder soziales Engagement).

Und wie es der Threaderöffner bereits ansprach: Welcher der x-tausend Büroschwengel in irgendeinem Wirtschaftsunternehmen oder sogar deren Chefs bringt die "Menschheit voran"
 
Ganz klar moralisch unbedenklich. Zum einen finde ich Manager mit Millionengehälter moralisch viel bedenklicher.[[stupid]]

Zum anderen gibts es viele Wetter gerade hier in <d><d> Steuerland (auch Verlierer) die brav Gewinnsteuer zahlen. Die Moralfrage dann: Kommt auch alles der Allgemeinheit zu Gute oder sind die Wettbüros weniger moralisch als ihre Kunden [[grin]]</d></d>
 
Also erstmal muss ich sagen, dass es bestimmt sehr sehr wenig Leute gibt die mit dem Wetten wohl Ihrem Lebensunterhalt verdienen und zweitens wenn es so wäre: Was sollte daran so schlimm sein?

Die Zeit die man mit Sicherheit dafür aufbringt und dann noch das Risiko eingeht es zu verlieren, sei es aus einer schlechten Analyse oder aber einfach durch Pech sei mal dahingestellt.

Es gehört auch schon Respeckt von mir dazu wenn eine Person so etwas schaffen sollte. Was ist wenn es mal ein halbes Jahr nicht so läuft? Man braucht Disziplin und ein ordentlich durchdachtes Bankrollmanagement um ein erfolgreicher Wetter zu sein.

Ich arbeite aktuell nicht mit einem hohen Guthaben (3-stelliger Betrag), aber ab und an gibt es mal Kleinigkeiten die ich mir dadurch einfach mal gönne [[yo]]
 
Die Moral hinterfragen muß man in anderer Hinsicht. Ist es moralisch in Ordnung auf geschobene Spiele zu wetten und damit den Niedergang des Wettkampfsports wie man ihn Heute kennt zu beschleunigen? Den letztlich hat ja genau die Liebe zu diesem Sport einen auch zum Wetten gebracht. Ich persönlich habe nicht allzuviele Gewissensbisse, gerade im Hinblick darauf, daß mein Fussball zu einer abartigen Geldmaschine verkommen ist (100 Mios Transfers, gehts noch?) mit der man sich immer schwerer identifizieren kann.
 
Natürlich sind Profiwetter "Schmarotzer", denn sie produzieren ja nichts oder leisten der Gesellschaft einen sonstigen Nutzen.

Wie übrigens auch eine Vielzahl der Dienstleistungsjobs, ob das manche Banker(die den Kunden irgendwelche obskuren Fonds andrehen wollen), Mitarbeiter bei Callcentern oder anderen Unternehmen mit zweifelhaften Geschäftspraktiken wie die sattsam bekannten Urlaubsportale sind( versteckte Reiseversicherungen).

Die Anzahl der wirklich hilfreichen und unverzichtbaren Jobs für die Gesellschaft geht ja aufgrund der Automatisierung und des technischen Fortschritts seit Jahren stetig zurück, dass da sich jetzt andere Möglichkeiten auftun, gehört nun einmal zum Laufe der Zeit dazu.



das problem ist wer will den heutzutage noch in diesen berufen arbeiten wo was richtig gearbeitet wird.

die meisten wollen im warmen büro sitzen und beamten mikado spielen :mrgreen:

ist leider so vor 25 jahren war das noch anders.

wo man hingeht wird man teilweise nur noch verarscht und belogen womit sich bestimmte leute dran bereichern.
 
Und warum das Ganze?

Und warum das Ganze?

Es ist doch mehr als verständlich, dass in diesem spätkapitalistischen System Menschen nach Auswegen aus dem Hamsterrad suchen; und wenn es dann Sportwetten ist, prima, finde ich super, wenn jemand davon leben kann. Ob es erfüllend ist, habe ich in einem anderen Post schon kommentiert aber rein von der technischen Seite, finde ich das sehr nachvollziehbar.

Denn alle, die immer denken, dass es andere "Schmarotzer" sind, die die öffentlichen Kassen belasten, mögen sich mal ein wenig kritisch informieren über Einkommensentwicklung und Ausgaben der europäischen Staaten in den letzten vierzig Jahren.

Fakt ist, Staaten haben nicht zu viel Ausgaben (die bösen Sozialausgaben), wie von neoliberaler Seite immer lanciert wird, vielmehr haben sie viel viel viel zu wenig Einnahmen von denen, die es sich tatsächlich locker leisten könnten, mehr an den Staat abzutreten; gemeint sind die Topverdiener, Unternehmen, Kapitaleigner usw. die die Gesetze bewusst zu ihren Gunsten beeinflusst haben (war eigtl. schon immer so, schon im alten Rom) und verglichen mit normal verdienenden Arbeitnehmern einen Witz an Steuern zahlen müssen; wenn sie überhaupt zahlen (Stichwort Steuerschlupflöcher in einer globalisierten Welt).

Gleichzeitig wird aber dem gemeinen Pöbel (also uns) gesagt, die Armen, die Hartzer, die Faulen, Schwachen und Feigen sind schuld daran, dass der Staat kein Geld mehr hat. Und die meisten glauben es und wiegeln sich gegenseitig auf. Oft sind dann natürlich noch die Sinti und Roma, die Bettler und die "Armutszuwanderer" schuld, ist Wahnsinn was da zusammengeglaubt wird. Aber wenn 80% der Presse in Springerhand ist, muss man sich ja auch nicht wundern.
Dem Mittelstand, der eigtl. gar keiner ist, wird dann vorgemacht, dass er auch aufsteigen kann, wenn er sich nur genug anstrenge. Leute, wir leben in den übelsten Ausbeutungszeiten, die es je gegeben hat!!! Wenn jemand alternativ sein Geld erarbeiten kann, genießt er meine vollen Sympathien!

Für ein paar Zusammenhänge zwecks der Staatsverschuldung gibt es eine gute Lektüre (gibts auch bei der bpz für fast umme): "Gekaufte Zeit" von Wolgang Streeck (kein Spinner). Die wahren Asozialen sind nicht am unteren Einkommensende der Gesellschaft zu finden!
 
kleiner Nachtrag zu briskeby man kann die situation in Deutschland nicht singulär betrachten - der aufstieg Asiens bzw. historisch gesehen holen sie sich ihre Stellung als wohlhabendster und wirtschaftsstärkster raum in der welt zurück, führt unverweigerlich in der westlichen welt vorallem in europa zu einem Niedergang, der wohl nicht mehr umkehrbar ist. und zu dem Beitrag mit den ewig gescholtenen, plakativ genannten "millionenmanagern" die nur abzocken und ansonsten nichts beitragen kann ich so nicht stehen lassen, denn ein herr winterkorn mit seinen 14,15 Millionen im Jahr zahlt immens viele steuern, das führt ich deshalb an weil der ewige streit um die Besteuerung von Arbeit am problem vorbeiführt. die Besteuerung von kapital mit 25% ist die schreiende Ungerechtigkeit, aber daran trauen sich unsere "Volksvertreter" nicht heran, stattdessen wird die sau manager ein ums andere mal durchs dort getrieben...
just my 2cents [[yo]]