Man koennte allerdings noch andere hochrangige FC Bayern Mitglieder anfuegen:
Rummenigge mit seinen Uhren
Ballack mit der Handtasche
Kahn mir Klamotten
Beckenbauers Steueraffäre in den 70ern...
Aber dieses Bayern-Gebashe, so amüsant wie es zuweilen war, geht mir inzwischen selber schon auf den Senkel (als Nicht-Bayern-Fan).
Was mich an dieser hyperhysterischen Debatte so stört: So krass, wie der ganze Fall Hoeneß mit seinen Auswüchsen auch ist, verstehe ich nicht, warum wir uns einen Hoeneß, dessen Lebenswerk über allem erhaben ist, in die Hölle wünschen, während wir legale Steuerflüchtlinge wie Vettel, Schumacher und Beckenbauer als Helden verehren, sie zu Sportlern des Jahres küren und Ihnen das silberne Lorbeerblatt verleihen. Ein Beckenbauer, der eine halbe Stunde von der deutschen Grenze entfernt wohnt, sich (gefühlt) häufiger in Deutschland als in seiner Wahlheimat aufhält, auf deutschem Boden arbeitet, Werbeverträge mit vorwiegend deutschen Unternehmen abschließt, ganz generell von seinem Ikonenstatus, den er in Deutschland und nicht woanders hat, profitiert und alle sonstigen Annehmlichkeiten dieses Landes in Anspruch nehmen möchte, schleust seit 32 (!) Jahren vollig legal Millionen am deutschen Fiskus vorbei, nur weil es den Tatbestand der Steuerflucht nicht gibt. Was recht ist, muss nicht gerecht sein. Ich jedenfalls finde es erstaunlich, dass unser Gerechtigkeitsempfinden nicht sensibler für diese Art des "Sozialbetrugs" ist. Stattdessen stecken wir diesen Helden das Bundesverdienstkreuz an. Irgendwie strange.