Komponente " Glück "

ivan3011

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Juni 30, 2009
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Hallo liebe User,

Habe heute über das Thema " Glück beim Wetten " nachgedacht und würde gerne wissen wie ihr dazu steht.

Als guter Tipper verbringt man ja mehrere Stunden mit Analysen , Recherchen und Datenauswertung. ( Estimations )
Passiert nicht all zu selten dass mehrere Stunden meist nur für ein Ereignis drauf gehen.
Mich würde jetzt interessieren wie ihr mit dem Faktor Glück umgeht. Speziell wenn man auf Over/Under tippt gibt es für mich diesen Faktor.

Ich meine Sachen und Aktionen wie:
- Reguläres Tor wird wegen Abseits nicht gegeben
- Elfer wird verschossen
- Billiard Tor
- Rettung auf der Linie
usw.


Nun hab ich mir überlegt ob es wirklich noch profitabel ist auf Over / Under zu spielen. Angenommen es gibt diesen Faktor , dann wäre dieser ja ungefähr bei 5 % und somit wären viele Value Tipps , plötzlich nicht mehr Value.
Bin ich nun komplett verpeilt oder seht ihr das genau so ?
Gibt es diesen Faktor " Glück " ? Und wenn ja , fällt der vl aus der Rechnerei raus weil der ja für alle Ereignisse gleich ist ?

Kleines Beispiel: Vorgestern .. Genk-Chelsea... Für mich klares Over. Elfer verpeilt + 2 x auf der Linie geklärt usw...Obwohl klarer Value auf dem Over.
Mir ist schon klar das nur weil ein Tipp Value hat er nicht eintreffen muss. Allerdings sieht es beim Run 2 of 10 doch vom " Glück " her genau so aus.

Würd mich über einige Posts freuen die mir vielleicht wieder Klarheit verschaffen :mrgreen:
 
Gibt paar Sachen, wie verschossene Elfer, rote Karten etc., die man statistisch auswerten kann und so auf nen "Glücksfaktor" des Teams kommen könnte usw. Istn bisschen Aufwand und ich habe ehrlich gesagt Zweifel, dass einen das so weiterbringt. Wenn bei dir allerdings 5% zwischen value und non-value liegen bei subjektiven Picks, dann stimmt was nicht.

Niemand kann subjektiv auf 5% Genauigkeit die Wahrscheinlichkeit eines Ereignisses einschätzen. Das geht einfach nicht. Falls du rein statistisch auf deine Vorhersage kommst, müsste man das System überarbeiten, weil wenns dann nicht hinhaut ist nicht Glück daran Schuld, sondern die falsche Auswertung der Zahlen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Langfristig gleicht sich alles aus. [[yo]]

So wie Dich Pfostenschüsse oder vergebene Elfmeter manchmal am Gewinnen hindern, helfen manchmal auch Abseitstore oder unberechtigte Elfer weiter.

Ohne den Faktor "Glück" oder Zufall würden viele einsehen, daß "Beat the Bookie" doch gar nicht so einfach ist.
Nimm mal eine 50/50 @1.85. Klar -EV
Aber ein Zocker gewinnt halt seine 50%, egal wie, und sei es durch zwei Tore in der NSZ. Daß man auch bei gewonnenen Wetten Glück gehabt hatte, wird meist vergessen. Und dann kommen noch 30% Spiele, die durch "Pech" danebengingen.
So sehen sich viele Spieler als klare Gewinner, denn eigentlich liegen sie ja zu 80% richtig, ja "wenn die Bookies nicht immer Glück haben würden."

Ansonsten siehe Joshi, vielleicht sinds ja auch die Estimations.
 
Auf Dauer gleicht sich alles aus. Diese Gewissheit lässt mich bei verlorenen Wetten ruhiger werden.

Habe mich gestern eigentlich erstmals wieder richtig über ne verlorene Wette geärgert seit knapp 2 Monaten (ihr wisst schon, ich brauchte das 4.Bayern Tor und habe Gomez - Schuss genaustens verfolgt [[bang]][[cheers]])
 
Um mal mathematisch da ranzugehen, würde ich hier den Begriff der Varianz in den Raum werfen. Diese erhöht sich durch solche Ereignisse natürlich, gerade im Fußball, wo wenige Aktionen schon spielentscheidend sein können, nimmt die Varianz also eine sehr große Rolle ein, sodass man erst bei vielen gespielten Wetten sagen kann, wie der eigene ROI aussieht. Andere Sportarten, wie zum Beispiel Handball, Volleyball oder auch Basketball mit vielen, quasi gleichwichtigen Aktionen sind da meiner Meinung nach weniger varianzanfällig. Letzten Endes gleichen sich solche Aktionen aber langfristig aus, mit dem Unterschied, dass gute Teams wohl häufiger mal einen Elfer zugesprochen bekommen, Maik Franz häufiger mal eine Rote Karte bekommt, etc. So etwas zu berücksichtigen ist aber so ziemlich die höchste Stufe von dem, was ich mir im Vorfeld einer Wette überlege.
 
Ich wette nun schon viele Jahre und weiss,daß sich Glück/Pech langfristig ausgleichen sollten.

Und trotzdem gibt es Wetter mit mehr Glück als andere und
ich denke,daß ich einer von denen bin.

Kann mich noch an eine bemerkenswerte Serie meinerseits
erinnern,kurz nach der Umstellung auf den Euro.

Damals viel zu hoch gesetzt,aber über einen Zeitraum von
ca 7 Monaten genau 16 Wetten im 4 stelligen Bereich gesetzt,alles Fussball und alle 16 gewonnen,primär solo
oder max 2er Kombis und 6(!!!) davon durch Siegestreffer
in der Nachspielzeit.Soviel Glück auch nur annähernd
bei Big Pointerwetten niemals mehr gehabt.

Und in diesen Jahren ist mir aber immer wieder
aufgefallen,daß immer wenn gewisse gute Bekannte mitsetzen,es so ist,als wäre eine schwarze Karze mit ihm Boot.Bin normal nicht sonderlich abergläubisch,aber diese
Mitsetzer haben ganze Meisterschaften mitentschieden
durch ihr schlechtes Karma!

Lustig sind nur viele Wetter hier und in anderen Foren,
die allen Ernstes immer meinen,daß Alle ihre nicht geposteten Tips immer richtig wären und umgekehrt.
Solche Tipper und derer gibt es viele,sind natürlich
keinesfalls als seriös zu nehmen.

Langfristig gibt es in der Regel kein Glück+Pech,sondern
die Qualität setzt sich durch.Gilt natürlich nicht nur fürs
Wetten,sondern für alle Bereiche des Lebens!

Ausnahmen bestätigen natürlich auch diese Regel...:mrgreen:
 
Langfristig gleicht sich alles aus
Wobei man bedenken sollte, dass das nicht heisst, dass ein langfristiges Einpendeln auf einen Mittelwert durch einen Ausgleich zustande kommt. Also z.B. wenn ich 100mal hintereinander Pech hatte, muss ich irgendwann mal wieder mehr Glück haben, damit sich das bei 50/50 einpendelt. Gerade bei Casinospielern und Wettklientel ein weit verbreiteter Irrtum.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich würde mal behaupten,daß die meisten gar nicht registrieren,wie oft sie Glück haben und die,auf Grund des Selbstbetruges,dem die meisten beim Wetten unterliegen,oft auch sehr erfahrene langjährige Wetter,
der Komponente Pech viel mehr Bedeutung zuordnen.
Wie oft bekommt man schon,egal wo und wem auch immer,
von viel Pech zu hören,was er den wieder gehabt haben soll,aber so gut wie nie das Gegenteil.Das diese Form der
Selbstbemitleidung leider gang und gebe ist,siehe haufenweise Beispiele in diversen Ordnern dieses Forums,zeigt dieses weitverbreitete Problem nur zu offensichtlich und zeugt von der mangelnden Bereitschaft des Einzelnen sich weiterentwickeln zu wollen.
Lieber Ausreden und Gejammere ohne Ende,als mal
Nachzudenken und Schwachstellenanalysen zu machen etc.
Aber die meisten verharren lieber in ihrem Zustand und
entwickeln sich praktisch überhaupt nicht weiter,was
sich auch in ihrer Performance zeigt.Zum Gewinner wird
man nicht geboren,zum Gewinner muss man sich entwickeln und da hapert es bei fast allen gewaltig!

[[schwitz]]
 
Wer glaubt, dass nach viel Pech Glück kommen muss, damit am Ende die 50-50 stehen, ist eh mathematisch so weit vom Winning-Player weg, dass da nicht viel zu helfen ist ;-).
Würde ich garnicht mal behaupten. Es wird ja meistens so gedreht, dass es heisst, es gleicht sich irgendwann in ferner Zukunft mal aus, man weiß bloss nicht wann. So kann man mit diesem Irrtum gut leben, ohne dass ich dadurch beim Wetten beeinflusst werde. Also ich finds jetzt nicht so tragisch, wenn man sich das tatsächlich so vorstellt.

Gabs ja schon oft hier.
User A: Das fünfte Under in folge von Mannschaft A, müssen in dieser Saison noch vermehrt Overs kommen, weil sich alles ausgleicht.
User B: Stimmt zwar, gleicht sich alles aus. Aber nur langfristig, muss nicht in dieser Saison sein. Die Overs können auch in ferner Zukunft erst vermehrt auftreten und der rückstand aufgeholt werden.

Also man sieht. Diese vorstellung funktioniert, ohne dass man dadurch beim Wetten Mist fabriziert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Meiner Meinung nach muss man schon sehr viel dem Glück vertrauen.

Man kann ein Spiel sowas von auslutschen an Analysen und am Ende kann es doch nicht aufgehen. Daher finde ich hier diese Regelungen auch Blödsinn, da auch bei den seitenlangen Analysen so einiges falsch empfohlen wird.

Es gibt sicher Tendenzen, die auch sehr häufig zutreffen, sonst würde das bei keinem von uns laufen aber zittern muss man immer ein wenig.

Die größten Gefahren für den vermeintlich sicheren Tipp (egal ob 3-Weg oder Under/Over, etc.):

- Platzverweis von eigentlich nettem Spieler x, der auch noch NIEE vorher aufgefallen ist und auch noch Leistungsträger ist, dann hat man schon schlechte Karten, wenn man auf sein Team gesetzt hat.

- generell Platzverweise, da das Spiel dann zu 70% ganz anders läuft

- Eigentore, ohne richtige Einwirkung des Gegners, also schon fast Kategorie Wettmafia

- Verletzungen im Spiel von Leistungsträgern bei Verein x, auf den man getippt hat

- Schiedsrichter

- (Wettmafia)

Und abschließend ist zu sagen, eine verlorene Wette ist eine verlorene Wette und keine bisschen verlorene Wette oder knapp verlorene Wette. Natürlich ist es wichtig sich über den Spielverlauf zu informieren, ob es Auffälligkeiten gab, aber die Wette bleibt verloren.
 
Es kann schon sein, dass ein einzelner Spieler mehr Glück oder mehr Pech hat, als statistisch zu erwarten wäre. Aber umso öfter er spielt, umso unwahrscheinlicher wird das. Und wenn er extrem oft spielt, wird die Wahrscheinlichkeit, dass er wesentlich vom statistisch erwartbaren abweicht, vernachlässigbar klein.

Anschauliches Beispiel: Münzwurf. Wer zehnmal wirft, kann schon mal 70% richtig erraten. Wer 10.000 mal wirft, wird das nie und nimmer schaffen.

Der Glücksfaktor nimmt mit der Anzahl der Versuche immer mehr ab, bis er praktisch bedeutungslos wird.
 
Ich würde mal behaupten,daß die meisten gar nicht registrieren,wie oft sie Glück haben und die,auf Grund des Selbstbetruges,dem die meisten beim Wetten unterliegen,oft auch sehr erfahrene langjährige Wetter,
der Komponente Pech viel mehr Bedeutung zuordnen.
Wie oft bekommt man schon,egal wo und wem auch immer,
von viel Pech zu hören,was er den wieder gehabt haben soll,aber so gut wie nie das Gegenteil.Das diese Form der
Selbstbemitleidung leider gang und gebe ist,siehe haufenweise Beispiele in diversen Ordnern dieses Forums,zeigt dieses weitverbreitete Problem nur zu offensichtlich und zeugt von der mangelnden Bereitschaft des Einzelnen sich weiterentwickeln zu wollen.
Lieber Ausreden und Gejammere ohne Ende,als mal
Nachzudenken und Schwachstellenanalysen zu machen etc.
Aber die meisten verharren lieber in ihrem Zustand und
entwickeln sich praktisch überhaupt nicht weiter,was
sich auch in ihrer Performance zeigt.Zum Gewinner wird
man nicht geboren,zum Gewinner muss man sich entwickeln und da hapert es bei fast allen gewaltig!

[[schwitz]]

Sehr guter Einwurf! Defakto ist es leider eine Tugend des Menschen, Mißerfolge immer äußeren Faktoren (Pech!) zuzuschreiben und Erfolge der eigenen Kompetenz (Value Pick!)

Dadurch verwischt das Bild von Glück und Pech, welche sich im Verlauf einer gewissen Zeit mit Sicherheit gegenseitig aufwiegen, weil viele User haufenweise "Pech" bei Auswertungen angeben, aber auf "Glückshinweise" verzichten, wenn bas Over durch unberechtigten Elfer in der 90+5 zustande kommt.