Kann man vom Wetten leben?

Habe mir in letzter Zeit desöfteren Gedanken zu diesem Thema gemacht.
Kann es drehen und wenden wie ich will, komme dabei zu folgendem Entschluss:

Dauerhaft gewinnen kann man nur durch Trading an der Wettbörse.
(Mit ausgenommen natürlich die 2% Topexperten aller Wetter, die es auch auf die normale
Art und Weise mit dem Wetten schaffen.)

Natürlich steckt in dieser Art des Handels eine gehörige Portion Arbeit, Geduld und man
muss ein Fingerspitzengefühl für Quoten haben. Doch das allerwichtigste dabei ist Disziplin.

Habe die letzten Wochen mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, ebenso hab ich
als Test Quoten eingekauft (zum Test auf Papier geschrieben ohne Einsatz), und sie mit
Gewinn wieder verkauft (wenn ich reales Geld eingesetzt hätte).
Man muss den richtigen Quotenverlauf vorhersehen, was sich auch meistens schon ein bis
zwei Tage vor dem Ereignis andeutet und muss hier schon zuschlagen.

Besonders in den folgenden Ligen sind mir zum Teil enorme Quotenverfälle aufgefallen:
Rumänien, Premier League, Primera Division, Italien generell besonders Liga B, C,
Russland, Argentinien, Brasilien.

Natürlich muss man mit diesem System ganz unten anfangen, dass heißt step bei step sich
nach oben arbeiten.
Angenommen man hat ne Bankroll von 1000,- EUR.

Einsatz der ersten Wette: 100,- EUR auf Quote 1,70
Quote fällt auf 1,62.
Jetzt kann man ganz einfach den Gegenbetrag ausrechnen.
100 * 1,70 / 1,62 = 104,94 EUR.
Das heißt man hat 4,94 EUR gewonnen egal wie das Spiel ausgeht (Provision muss natürlich noch abgezogen werden)

Habe im Durchschnitt von 10 Wettereignissen 7 richtig vorhergesehen (Quotenverläufe), was
mMn auch durch oddsoddsodds nicht besonders schwer ist.

Bin echt am überlegen ganz auf dieses System umzusteigen, da es auf den langfristigen
Erfolg aufgebaut ist, und auch erfolgsversprechend aussieht.
Wie oben schon erwähnt ist Disziplin bei diesem System das A und O, d.h. auch im Verlustfall
die Quote so wieder zu verkaufen, damit man nur ein Minimalverlust hat.

Für mich ist diese Art des Handels der einzigste Weg dauerhaft auf der Siegerseite zu sein.
(mit ausnahme der 2% die Wettprofis sind und wo es hier auch einige davon gibt).
Außerdem hat diese Art der Geldvermehrung mMn nicht sehr viel mit Glück zu tun, sondern
mit jahrelanger Erfahrung.

Kann jemand von euch diese Theorie bestätigen, bzw. hat jemand von euch schon
Erfahrungen mit diesem Tradingmodell gemacht, dass auf langfristigen Erfolg aufgebaut ist.
Würde mich über eure Meinungen sehr freuen.
 
Missi schrieb:
Wie sind die 2% gemeint?
2% aller, die mal wetten, oder 2% derjenige die bisserl mehr wetten, und 2% der, die eigende Recherchen betreiben?
Ich kann nicht von leben, aber ich komme mit dem klassischen Spielen auf ein gutes Ergebnis.

so wie ich ihn verstanden habe meint er das es nur 2% der ''normalen'' Wettern gelingt überhaupt im Plus zu sein. Und dann kannst davon ausgehen das von den 2% vielleicht jeder 7000. von den Gewinnen leben kann...kann die Prozentzahl nicht bestätigen, aber so falsch dürfte er damit nicht liegen. Wahrscheinlich sogar eher noch etwas weniger.

Zu dieser ''(neuen) (Gewinn)-Methode'' kann ich leider nix sagen da ich einer von diesen ''normalen Wettern'' bin
 
Maranaldo schrieb:
Missi schrieb:
Wie sind die 2% gemeint?
2% aller, die mal wetten, oder 2% derjenige die bisserl mehr wetten, und 2% der, die eigende Recherchen betreiben?
Ich kann nicht von leben, aber ich komme mit dem klassischen Spielen auf ein gutes Ergebnis.

so wie ich ihn verstanden habe meint er das es nur 2% der ''normalen'' Wettern gelingt überhaupt im Plus zu sein. Und dann kannst davon ausgehen das von den 2% vielleicht jeder 7000. von den Gewinnen leben kann...kann die Prozentzahl nicht bestätigen, aber so falsch dürfte er damit nicht liegen. Wahrscheinlich sogar eher noch etwas weniger.

Zu dieser ''(neuen) (Gewinn)-Methode'' kann ich leider nix sagen da ich einer von diesen ''normalen Wettern'' bin
Bezugnehmend auf die Wettbude, in der ich Arbeite, kann ich sagen, im + letztes Jahr vllt. jeder 400. im + war.

von den Stammgästen ist genauer Einer im Plus
 
bluefighter schrieb:
Habe mir in letzter Zeit desöfteren Gedanken zu diesem Thema gemacht.
Kann es drehen und wenden wie ich will, komme dabei zu folgendem Entschluss:

Dauerhaft gewinnen kann man nur durch Trading an der Wettbörse.
(Mit ausgenommen natürlich die 2% Topexperten aller Wetter, die es auch auf die normale
Art und Weise mit dem Wetten schaffen.)

Natürlich steckt in dieser Art des Handels eine gehörige Portion Arbeit, Geduld und man
muss ein Fingerspitzengefühl für Quoten haben. Doch das allerwichtigste dabei ist Disziplin.

Habe die letzten Wochen mich intensiv mit diesem Thema beschäftigt, ebenso hab ich
als Test Quoten eingekauft (zum Test auf Papier geschrieben ohne Einsatz), und sie mit
Gewinn wieder verkauft (wenn ich reales Geld eingesetzt hätte).
Man muss den richtigen Quotenverlauf vorhersehen, was sich auch meistens schon ein bis
zwei Tage vor dem Ereignis andeutet und muss hier schon zuschlagen.

Besonders in den folgenden Ligen sind mir zum Teil enorme Quotenverfälle aufgefallen:
Rumänien, Premier League, Primera Division, Italien generell besonders Liga B, C,
Russland, Argentinien, Brasilien.

Natürlich muss man mit diesem System ganz unten anfangen, dass heißt step bei step sich
nach oben arbeiten.
Angenommen man hat ne Bankroll von 1000,- EUR.

Einsatz der ersten Wette: 100,- EUR auf Quote 1,70
Quote fällt auf 1,62.
Jetzt kann man ganz einfach den Gegenbetrag ausrechnen.
100 * 1,70 / 1,62 = 104,94 EUR.
Das heißt man hat 4,94 EUR gewonnen egal wie das Spiel ausgeht (Provision muss natürlich noch abgezogen werden)

Habe im Durchschnitt von 10 Wettereignissen 7 richtig vorhergesehen (Quotenverläufe), was
mMn auch durch oddsoddsodds nicht besonders schwer ist.

Bin echt am überlegen ganz auf dieses System umzusteigen, da es auf den langfristigen
Erfolg aufgebaut ist, und auch erfolgsversprechend aussieht.
Wie oben schon erwähnt ist Disziplin bei diesem System das A und O, d.h. auch im Verlustfall
die Quote so wieder zu verkaufen, damit man nur ein Minimalverlust hat.

Für mich ist diese Art des Handels der einzigste Weg dauerhaft auf der Siegerseite zu sein.
(mit ausnahme der 2% die Wettprofis sind und wo es hier auch einige davon gibt).
Außerdem hat diese Art der Geldvermehrung mMn nicht sehr viel mit Glück zu tun, sondern
mit jahrelanger Erfahrung.

Kann jemand von euch diese Theorie bestätigen, bzw. hat jemand von euch schon
Erfahrungen mit diesem Tradingmodell gemacht, dass auf langfristigen Erfolg aufgebaut ist.
Würde mich über eure Meinungen sehr freuen.


Der entscheidende Haken bei der Sache ist: du brauchst immer auch mindestens 1 Wettbüro dazu. Und 6 von 10 limitieren dich rigoros wenn du mal mit solch hohen Einsätzen auf ihrer Seite gewinnst und nicht bei der exchange. Und die welche dich nicht limitieren sind meistens diejenigen, bei denen du aufgrund ihrer Klasse keine Tradingpositionen finden wirst. SOmit ist dieses System auf lange Sicht zum scheitern verurteilt es sei denn du hast eine Armada von 20-50 Leuten mit deren Namen du wetten kannst wenn dich der Bookie limitiert. Oder du setzt Minimalbeträge aber dann wirst kaum was verdienen.
 
Vielen Dank für eure Meinungen

Meinte natürlich die 2%, die dauerhaft im Plus sind und damit auch ihr Brot verdienen können.

Habe es nicht wie Herby erwähnt auf irgendwelche Buchmacher abgesehen, wo ich eine
Gegenwette mache, sondern vielmehr back ich eine Mannschaft, von der ich ziemlich überzeugt bin, dass die Quoten nach noch um einiges nach unten gehen.
Vor allem ist das mir in Italien aufgefallen.
Wenn ich am Samstag unter oddsoddsodds die Quoten für die Sonntagsspiele anschaue,
erkennt man meistens enorme Quotenverfälle ziemlich schnell.
Angenommen betfair hat noch für Team A am Samstag eine 2,30, bei bwin oder bet365
sind die Quoten allerdings schon von 2,25 auf 2,05 gefallen. In 90 % dieser Fälle sinkt auch
die Quote bei betfair, allerdings wie ich in letzter Zeit beobachtet habe erst am Samstag abend,
bzw. am Sonntag kurz vor Anpfiff.
Nun sichere ich mir die 2,30 am Samstagmorgen, indem ich ich Team A backe, in der Annahme, da einige Bookies die Quote deutlich gesenkt haben es auch bei betfair zum Quotenverall kommen wird.
Am Sonntag morgen bekommt man nur noch eine 2,10 - 2,15 und man kann die Mannschaft
die man ein Tag vorher gebackt hat zu 2,20 layen.

zb. Einsatz 100,- EUR back 2,30
Nun setze ich bei 2,20 die lay wette dagegen und verkaufe praktisch mit Gewinn.
Formel für den Einsatz der lay wette:

Einsatz back * Quote back / Quote lay

in dem Fall:
100 x 2,30 / 2,20 = 104,55 EUR

Macht einen Reingewinn von 4,55 EUR egal wie das Spiel ausgeht.
Die Provision muss natürlich noch abgezogen werden.
Dies ist natürlich nichts für Wetter die die schnelle Kohle wollen, sondern vielmehr für Wetter
die langfristig was aufbauen wollen.
 
Emerson schrieb:
herby schrieb:
Emerson schrieb:
Finde das ganze wirklich interessant, weil es nichts mit Glück zu tun hat, sondern nur nach Recherche und Erfahrung, bzw. selbstständiger Einschätzung

wie das gesamte Wetten ebenfalls.

Wetten hat schon was mit Glück zu tun

jedes business hat mit glück zu tun ...richtiger ort um die richtige zeit ist so ein spruch
 
Ich habe mir mal Gedanken zu dem Thema gemacht:

Nehmen wir an einer hat 30.000€ Startkapital und spielt von Spielern nur Tipps nach, die einen Yield von minimum 10% haben. Er sitzt 10 Stunden am PC und findet 5 Picks pro Stunde, nur durch das nachspielen der min.10%-Yield Spieler.

Da er aber nicht immer die gleich guten Quoten erwischt und beim ein oder anderen Bookie limitiert ist muss er auf den ein oder anderen Buchmacher ausweichen mit schwächeren Quoten, was den zu erwartenden Yield senkt.

Aber rechnen wir mal klassisch konservativ, er spielt die zu 5% Yield an. Schauen wir zum Bankrollmanagment und es wird immer ~3% vom Kapital in den Pick investiert, also ungefähr 1000€.

10 Stunden Arbeit x 5Picks p. Stunde = 50 Picks am Tag
50.000 Euro am Tag Umsatz
1.000.000 Euro Umsatz im Monat bei 20 Arbeitstagen

Das wären bei 5% Yield summa summarum 50.000 Euro Gewinn in einem Monat, nur weil der gute Herr Tipps von sehr guten Spielern nachgespielt hat.

Also meiner Meinung nach KANN man schon vom Tippen leben, WENN man weiß wer gut spielt, an die Tipps rankommt, bei allen Bookies angemeldet ist und gute Aus und Einzahlungsoptionen hat (vorallem sehr schnelle). MB und NETeller sind da ja Pflicht..

Geht das, oder geht das nicht?
 
Geht das, oder geht das nicht?
Dein System krankt an einer Stelle entscheidend.Du wirst niemals über einen Zeitraum X 50 Wetten pro Tag finden, deren Quote Value besitzt!
Außerdem dürftest du recht schnell Probleme bekommen, deine 1000€ unterzubringen. Soll heißen, du wärst gezwungen das Geld auf die einzelnen Bookies zu verteilen.
Auch die anvisierten 10 Stunden sind m.E. mehr Wunschtraum, denn Realität. In deinem Beispiel würdest du pro abgeschlossener Transaktion (Wette finden, abgeben, etc...) gerade mal 12 Minuten benötigen. Wäre schön, aber absolut utopisch. Ich würde da eher viel weniger Schlaf einplanen, soziale Kontakte drastisch einschränken und die Kaffeemschine direkt auf dem Schreibtisch platzieren.
Wenn ich recht überlege, klingt das nach einem 24/7-Projekt...
 
Geht das, oder geht das nicht?

Ich habe noch einen zweiten Einwand. Selbst wenn die 50 Value-Picks auch nur annähernd realistisch sind, was natürlich quatsch ist, heißt das noch lange nicht, dass man damit automatisch in absehbarer Zeit in die Gewinnzone kommt. Selbst der beste Punter hat fette Pechsträhnen, und selbst dass 30 Value-Picks ALLE hintereinander mal nicht treffen, ist mathematisch natürlich überhaupt nicht ausgeschlossen.
Dann wäre die erste Bank schon mal weg.
Wie viele zweite Versuche hat man dann - lange Rede, kurzer Sinn: Solche Überlegungen machen meiner Meinung nach nur Sinn, wenn man das Startkapital von Anfang an weit höher ansetzt, weniger als 3% setzt oder mit weniger Kapital gleich zum Trading übergeht, weil dort der Faktor Value etwas weniger wichtig ist - auch hier muss man natürlich aufpassen, in Märkten zu handeln, die ausreichend liquide sind und in denen genug Wetter unterwegs sind, die einem im Notfall auch mal völlig realitätsferne Quoten ab- oder verkaufen.

edit: der Dirk Paulsen ist doch ein "bekannter" Valuebetter. Der hat nach Selbstauskunft einen Jahresverdienst von rund 125k Euro, also 10k im Monat. Dafür Setzt er an guten Wochenenden etwa 100.000 Euro auf 50-70 Spiele!
Und selbst bei dem gehen teilweise ganze Quartale in die Hose. Wenn Du also pro Tag 1k setzt, und erwischst einen ganz schlechten Start, bist Du nach gerade mal einem Monat pleite.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe das größte Problem eher darin, ausschließlich Leute mit 10 % Yield zu finden....

Gibt mMn nicht wirklich viele, die diese Marke KONSTANT knacken. Ich bin sicherlich kein schlechter Punter, auch ich habe "nur" einen Yield von knapp 10 % über die letzten 2 Jahre (schwankt zw. 7 und 11).

Dazu sind - wie schon gesagt - 5 Picks pro Stunde etwas hoch gegriffen. Gibt ja auch noch die Nachtzeiten zw. 2 und 8, wo wenig passiert und man die 5 pro Stunde mit Sicherheit nicht voll bekommt.