EURO 2008: 13. Gruppenspiel (Gruppe C)
Italien vs. Rumänien, 13.06.2008, 18.00 Uhr (kick-off)
Competition: Europameisterschaft 2008 (Endrunde)
Austragungsort: Österreich / Schweiz
Eröffnungsspiel: 07. Juni 2008, 18.00 Uhr (Basel)
Endspiel: 29. Juni 2008, 20.45 Uhr (Wien)
Stadion: Letzigrund (Zürich)
Schiedsrichter: Tom Henning Övrebö (Norwegen)
Team - Italien
Tor: Buffon (Juventus Turin), Amelia (AS Livorno), de Sanctis (FC Sevilla)
Abwehr: Panucci (AS Rom), Grosso (Olympique Lyon), Chiellini (Juvenzus Turin), Gamberini (AC Florenz), Barzagli (US Palermo), Zambrotta (AC Mailand), Materazzi (Inter Mailand)
Mittelfeld: Gattuso (AC Mailand), de Rossi (AS Rom), Ambrosini (AC Mailand), Camoranesi (Juventus Turin), Perrotta (AS Rom), Pirlo (AC Mailand), Aquilani (AS Rom)
Sturm: del Piero (Juventus Turin), Toni (FC Bayern München), di Natale (Udinese Calcio), Borriello (FC Genua), Quagliarella (Sampdoria Genua), Cassano (Sampdoria Genua)
Was fällt auf?
Die meisten italienischen Nationalspieler stehen in der heimischen Serie A unter Vertrag. Mit de Sanctis (Spanien), Grosso (Frankreich) und Toni (Deutschland) gibt es nur drei Legionäre. Weiterhin fällt auf, dass der Großteil der Mannschaft, die 2006 Weltmeister wurde, auch zum aktuellen EM-Kader gehört. Sieben Spieler, die bei der WM 2006 gegen Frankreich im Finale standen, liefen auch im 1. Gruppenspiel gegen die Niederlande auf!
Spieler im Einzelportrait:
Buffon: Buffon gilt als der teuerste Torwart der Welt: Im Sommer 2001 wechselte er für sagenhafte 54.100.000 Mio. zu Juventus Turin und sorgte damit für den teuersten Transfer eines Torhüters in der Fußballgeschichte! Kein anderer Torwart schaffte es bislang, vier Mal als Welttorhüter ausgezeichnet zu werden (2003, 2004, 2006, 2007). In der Serie A wurde er 1999, 2001, 2002, 2003, 2004 und 2006 zum besten Torwart gewählt. Wurde 2006 Weltmeister.
Zambrotta: Zambrotta zählt zu den besten Außenverteidigern der Welt! Er ist beidfüßig und kann sowohl auf der rechten als auch auf de linken Abwehrseite spielen. Mit Juventus Turin, dem FC Barcelona sowie seinem neuen Arbeitgeber, dem AC Mailand, stand er bei den besten Vereinen der Welt unter Vertrag. Stand 2006 im WM-Finale gegen Frankreich.
Gattuso: Gattuso gilt als Kämpfer und "Spielzerstörer". Dennoch darf man seine taktischen und technischen Fertigkeiten nicht unterschätzen, denn auch er bringt beim AC Mailand seit Jahren konstante Leistung. 2006 war er einer von sieben Italienern, die ins ALL-Stars-Team berufen worden sind.
Pirlo: Der beidfüßige und technisch sehr versierte Pirlo gilt als einer der besten Freistßschützen der Welt. Neben seiner famosen Schusstechnik kann er aber auch jederzeit den tödlichen Pass spielen. Er ist der Kopf des Teams. Nach dem Ausfall von Cannavaro muss er umso mehr Verantwortung übernehmen. Seine Übersicht und Spielintelligenz kann den Unterschied ausmachen.
del Piero: del Piero wurde in dieser Saison mit 21 Treffern Torschützenkönig der Serie A. Seit 1993 steht er bei Juve unter Vertrag und gilt somit als Symbolfigur des Vereins. Schon als 19-jähriger kam er neben den ganz Großen wie Ravanelli, Vialli oder Baggio zum Einsatz. Neben zahlreichen individuellen Erfolgen und Ehrungen sammelte er auch im Verein sowie in der Nationalmannschaft viele Trophäen. Nur eine fehlt ihm noch: Der EM-Titel!
Toni: Toni ist uns allen aus der Bundesliga bestens bekannt. Der 1, 94 Hüne ist umunstritten einer der besten Stürmer, die es momentan auf der Welt gibt. Trotz seiner mitunter etwas unorthodoxen Bewegungsabläufe verfügt Toni über eine sehr gute Technik. Da er erst realtiv spät den Durchbruch als Profi schaffte, ist er nun umso gieriger und will möglichst viele Erfolge einfahren. Mit 24 Saisontoren wurde er in der Bundesliga auf Anhieb Torschützenkönig.
Wer hat internationales Niveau?
Alle Spieler, die von Italiens Nationaltrainer Donadoni in den EM-Kader berufen worden sind, haben internationales Niveau. Von diesen europäischen Spitzenfußballern stechen Buffon, Grosso, Zambrotta, Materazzi, Gattuso, Pirlo, del Piero und Toni nochmal besonders hervor.
erfahrene Spieler:
Italien verfügt über eine Vielzahl sehr erfahrener Spieler, was bei solchen Turnieren von immenser Bedeutung ist. Buffon (83 Länderspiele), Panucci (54 Länderspiele), Zambrotta (72 Länderspiele), Gattuso (59 Länderspiele), Pirlo (47 Länderspiele) und del Piero (87 Länderspiele) haben die meisten Einsätze auf dem Konto.
Der Weg zur EURO 2008:
In der Quali-Gruppe B setzte sich die Squadra Azzurra als Gruppenerster vor Teams wie Frankreich, Schottland und der Ukaraine durch (Sp. 12: g. 9, u. 2, v. 1--> 22:9 Tore, 29 Pkt.). Während der EM-Qualfikation traf Toni fünf Mal für Italien!
Taktik: Während der EM-Quali variierte Donadoni extrem viel, blieb dabei aber immer bei einer Viererabwehrkette. Neben einem 4-3-2-1 ist auch ein 4-4-2 möglich.
3:0-Niederlage vs. Niederlande (6. GS):
Im ersten Gruppenspiel gegen offensivstarke Niederländer verlor der amtierende Weltmeister mit 3:0. Bisher gibt es mit Russland nur ein Team, das mit vier Gegentoren noch einen Treffer mehr kassiert hat. Durch den verletzungsbedingten Ausfall von Kapitän Cannavaro konnte die gewohnte Achse (Buffon - Cannavaro - Pirlo - Toni) nicht funktionieren. Ich denke jedoch, dass Italien aus den Defensivfehlern gelernt hat und das Team entsprechnd umgestellt worden ist. Schließlich ist der Weltmeister von 2006 clever und erfahren genug, um solche eklatenten Fehler - wie man sie im Spiel gegen die Niederlande gemacht hat - abzustellen.
Team - Rumänien:
Tor: Lobont (Dinamo Bukarest), Popa (National), Stăncioiu (CFR Cluj)
Abwehr: Contra (FC Getafe), Raţ (Schachtjor Donezk), Tamaş (AJ Auxerre), Chivu (Inter Mailand), Rădoi (Steaua Bukarest), Săpunaru (Rapid Bukarest), Ghionea (Steaua Bukarest), Goian (Steaua Bukarest), Moţi (Dinamo Bukarest), Radu (Lazio Rom)
Mittelfeld: Petre (CSKA Sofia), Codrea (AC Siena), Cociş (Moskau), Nicoliţă (Steaua Bukarest), Cristea (Dinamo Bukarest), Dică (Steaua Bukarest)
Sturm: Marica (VFB Stuttgart), Mutu (AC Florenz), Niculae (Inverness), Niculae (AJ Auxerre)
Was fällt auf?
Die meisten Spieler stehen in Rumänien unter Vertrag. Mit Mutu, Chivu, Radu (jeweils Italien), Contra (Spanien) oder Niculae und Tamaş (beide Frankreich) verfügt das Team nur über weniger Fußball-Legionäre.
Wer hat internationales Niveau?
Tamas, Chivu, Contra, Marica, Mutu und Niculae haben internationales Niveau. Ansonsten sind die meisten Spieler ziemlich unerfahren und bei kleinen Vereinen unter Vertrag.
erfahrene Spieler:
Lobont (64 Länderspiele), Contra (64 Länderspiele), Rat (49 Länderspiele), Chivu (60 Länderspiele), Petre (49 Länderspiele) und Mutu (62 Länderspiele) sind die Spieler mit der größten Erfahrung.
Der Weg zur EURO 2008:
Die Elf von Victor Piturca hat sich in der EM-Quali-Gruppe G als Erstplatzierter sehr souverän für die EURO 2008 qualifiziert (Sp. 12: g. 9, u. 2, v. 1--> 26:7 Tore) und dabei Teams wie die Niederlande und Bulgarien hinter sich gelassen. Zudem hat keine andere Mannschaft der Gruppe G mehr Tore geschossen als die Rumänen! In allen Quali-Gruppen hat ausschließlich Norwegen (27), Tschechien (27), Slowakei (33), Deutschland (35) und Kroatien (28 ) mehr Treffer landen können. Offensiv sind die "Dreifarbigen" also bestens aufgestellt. Mit Contra, Chivu, und Mutu hat man zudem europäische Spitzenspieler in den eigenen Reihen.
Taktik: Trainer Piturca bevorzugt ein 4-4-2 mit zwei klassischen "6-ern", die defensiv absichern. Gegen Frankreich spielte man dagegen nur mit einer Spitze (Mutu).
0:0 vs. Frankreich (5. GS):
Im ersten Gruppenspiel trennte man sich mit dem Vize-Weltmeister 0:0-unentschieden. Dabei beschränkte sich das kopfball- und zweikampfstarke Team von Piturca verstärkt auf die Defensive. Offensivaktionen waren nur Mangelware.
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Italien geht hier ganz klar als Favorit ins Spiel. Rumänien stand zwar gegen Frankreich über weite Strecken sehr diszipliniert, aber die Franzosen waren auch wirklich sehr offensichschwach. Italiens (kleine) Fehler wurden indes von den Niederländern eiskalt bestraft. Ich denke, dass Italien clever und erfahren genug ist, um die Fehler, die man im 1. GS gemacht hat, abszustellen. Fünf Positionen wurden im Vergleich zum 0:3 gegen Holland geändert. Die IV wurde z.B. ganz neu ersetzt und mit del Piero kommt ein brandgefährlicher Offensivspieler zum Einsatz. Mit einem Sieg gegen Rumänien kann die Donadoni-Elf heute einiges vergessen machen. Ich rechte hier mit einem 2:0 oder 3:0-Erfolg...