Denn einen User pro Monat mit einer Himbeere auszuzeichnen, behebt noch lange nicht Probleme wie mangelnde Transparenz über gesperrte User, Transparenz über ROI der User, abwandernde User mit gutem ROI, Ton&Umgang mancher User, mangelnde (sachliche) Auswertung der Picks selbst von Analysten des Monats und vor allem nicht schlecht recherchierte Picks. Ich lese lieber eine gute Anmerkung zu einem Pick mehr oder eine Signatur aus der die Bilanz des Users hervorgeht als einen weiteren Beitrag, der User xy klarmacht, warum er denn jetzt nominiert bzw ausgezeichnet ist.
Nichtsdestotrotz halte ich die Idee grundsätzlich für nicht schlecht und wie andere schon erwähnt haben sicherlich bei einigen Analysen gerechtfertigt.
Allerdings gibt es einige Aspekte, die aus meiner Sicht problematisch sind:
- Ist eine solche Maßnahme wirklich a) effektiv bzw. b) effizient? Also würde sowas bewirken, dass die Qualität wieder zunimmt?
-... womit wir bei der entscheidenden Frage sind: Was ist eigentlich ein schlecht recherchierter Pick bzw. geringe Qualität?
Manche Picks sind offensichtlich von geringer Qualität - der Inhalt und äußere Form lassen zu wünschen übrig.
Für mich hätte aber auch bspw. der User mit den Toptipps des Tages eine Himbeere verdient, allein schon, weil er seine Picks als Toptipps deklariert, obwohl es eigentlich zu jeder "Analyse" (immer nach Schema x) dieses Users einen berechtigten Einwand gibt. Mal sind wesentliche Informationen unterschlagen, mal einfach falsch dargestellt. Trotzdem spricht die Bilanz für diesen User.
Was ist mit Staking-Verhalten? Letztlich ist der Stake ein wesentliches Kriterium zum erfolgreichen Wetten. Und wenn Erfolg = Qualität, dann ist ein schlecht gewählter Stake aus meiner Sicht ein Qualitätskriterium und berechtigt durchaus zu einer Nominierung, aber bei der Frage ob Erfolg = Qualität ist, sind wir ja wieder beim User mit den Toptipps.
Sollten auch User mit einer schlechten Phase nominiert werden, auch wenn die Picks durchaus solide begründet sind? Wieder eigentlich die Frage, ob Erfolg = Qualität.
Ein User hat einen Over 3 Pick abgegeben zu einer Quote von knapp über 2. Die Begründung für Over 3 war, dass er dem Over 2,5 etwa 70% gibt, aber eine 1,65 für nicht spielbar hält und dem Over 3,5 etwa 55% gibt.
Lassen wir die Cashback-Möglichkeit jetzt mal außen vor, hat er also für Over 2,5 60% Wahrscheinlichkeit gebraucht (und 70% gegeben) wohingegen er das Over 3,5 von den Bookies nicht mit wesentlich mehr value quottiert sah, aber Over 2,5 für nicht spielbar gehalten und O3 schon.
Edit: Da mir ein User erneut vorgeworfen hat, ich hätte keine Ahnung von Wahrscheinlichkeitsrechnung,da ich die CB-Möglichkeit außen vor lasse, möchte ich meine Kritikfähigkeit doch gleich unter Beweis stellen.
Over 2,5 hatte 70% W-keit, Over 3,5 55%, dann wird Over 3 wohl in der Mitte mit 62,5% gelegen haben. Demnach hätte man mit dem Over 3 zu einer 2er-Quote 12,5% mehr W-keit gegeben als der Bookie und somit war Over 3 eher spielbar als Over 2,5, da man noch 2,5% mehr value bekommen hat. Aber mMn ging es dem User a) nicht um CB, denn dann hätte er gar nicht tippen brauchen und b) hatte er - und das ist entscheidend - nicht argumentiert, dass er mit dem Over 3 noch 2,5% mehr value rausholt, sondern dass das Over 2,5 aufgrund der Quote nicht spielbar sei. Und das ist einfach falsch. Aber darum geht es auch nicht. Es geht um den Satz, der danach kam. Nebenbei ist Kritikfähigkeit aber auch nur der 4. von mir genannte Aspekt, der problematisch erscheint. Also nicht länger hiermit aufhalten.
Als ich ihn darauf im LIL angesprochen habe, bekam ich die Antwort: "Solange mein ROI höher ist als deiner, passt alles".
Ich will jetzt gar nicht darauf eingehen, dass dieser User den Sinn dieses Forums wohl nicht verstanden hat, aber
bei so einer Kritikfähigkeit habe ich arge Bedenken, was die Himbeere betrifft.