Herbys Rechentalent

flsch schrieb:
und wenn du bei 2 WB's 280€ hast und davon 280 auf ein spiel setzt und nach der gewonnenen wette 342€ auf dem konto hast, zu welcher quote hast du es dann gespielt??

Wenn ich diese 280€ komplett riskieren würde, wäre es eine Quote von 1,22. Da ich aber einen garantierten Mindestrücklauf von 224€ habe, beträgt das Risiko nur 56€ und die Quote somit 2,08.
 
chinaboy schrieb:
angenommen jemand habe nur 1000 Euro zur Verfügung, und möchte auf under setzen? wie bitteschön soll er mit 1000 Euro jetzt 1080 Euro Gewinn erzielen. erstmal kredit beantragen oder??

genau, die berechnung ist total falsch. aber nicht so schlimm, man darf nur nicht laut ankündigen, dass eine under quote 2.08 möglich wäre, obwohl die beste under quote zum Zeitpunkt nur bei 1.9 liegt. [[bang]]

Die Kapitalrestriktion trifft aber auch auf andere Wetten zu. Wenn ich 1000 Euro auf dem Wettkonto habe, dann kann ich keine Wette für 2000 Euro spielen. Bei normalen Wetten muß ich mindestens den Betrag haben, den ich setze. In dem Beispiel ist die Restriktion eben extremer, bei pechvogels Zahlen brauche ich den fünffachen Betrag, den ich setzen möchte, auf dem Konto. Ich kann eben die 2.08 nicht so hoch spielen wie ich die 1.9 spielen könnte. Aber auf den riskierten Betrag (d.h., hier 56 Euro) gibt es eben 108% Rendite.
 
Interessante Diskussion. Leider liegt Flsch [[bussi]] falsch, Pechvogel und Herby haben Recht weil:

Es geht nicht um den Gesammteinsatz von 280,- sondern um das Verlustpotential und das sind (auch wenn ich es jetzt nicht nachgerechnet habe) 56,- Das Gewinnpotential sind 62,- wenn ich die 56, die ich verlieren kann den 62,- gegenüberstelle entspricht dies einer Q von ca. 2,1 fach (56 mal 2,1 = 117,6 also Gewinn 61,60).

Es geht also nicht um das "blockierte" Kapiatal (280,-) sondern um jenes, das ich im schlechten Fall (56,-) verlieren kann [[yo]] .
 
Caliph schrieb:
Es geht also nicht um das "blockierte" Kapital (280,-) sondern um jenes, das ich im schlechten Fall (56,-) verlieren kann [[yo]] .

Genau diese Frage ist eigentlich der Kern der ganzen Diskussion: Muß man die Rendite auf das eingesetzte oder auf das riskierte Kapital berechnen? Als Ökonom würde ich zu ersterem tendieren, da das eingesetzte Kapital produktiver Verwendung entzogen ist. Auch wenn man nur 56 Euro riskiert, so könnte man die übrigen 224 Euro, die man einsetzt anderweitig setzen und einen Gewinn erzielen. Aber das ist letztlich eine Frage des Bezugspunktes.

EDIT: @ TheOne: Was Du im Prinzip vor ein paar Stunden schon geschrieben hast... [[yo]]
 
vielleicht denk ich zu einfach aber für mich ist quote=gewinn/einsatz und da ist ja hier wohl keine 2,08 möglich. mit virtuellen einsätzen und irgendwelchen rechnereien mag das ja möglich sein (irgendwie blick ich jez selbst nicht mehr durch...), wichtig is aber immer noch 'aufm konto'...und da seh ich kein möglichkeit ne 2,08 zu erzielen.
irgendwie finde ich meine aussage von ganz weit oben von wegen '1,22 mit 80% cashback' noch am besten.
 
also so ganz gibt mir das keine Ruhe (es gibt nur eine Wahrheit!), daher ein Vergleich aus einer ähnlichen Materie:
ich eröffne ein Brokerkonto mit 10.000 US$. Die liegen jetzt auf diesem Konto herum. Jetzt fällt mir ein, ich kaufe 2 Optionen Gold: Kostenpunkt 3.000,- Das heißt also, 7.000,- bleiben auf meinem Brokerkonto, egal was aus den 2 Goldgeschäften wird. Mein Verlußtpotential sind also die 3.000,- die ich dür 2 Optionen bezahlt habe. Einige Tage später verkaufe ich die 2 Optionen und bekomme dafür 4.000,- Diese kommen nun auf mein Brokerkonto dazu. Auf diesem liegen nun 11.000,- US$

Will mir jetzt jemand sagen, weil mein Kontostand um 1.000,- höher ist, das ich beim Goldgeschäft 10% verdient habe oder sind es bezogen auf die von mir riskierten 3.000,- $ nicht viel mehr 33,3... %

bitteschön [[yo]] - danke [[grin]]
 
Caliph schrieb:
Interessante Diskussion. Leider liegt Flsch [[bussi]] falsch, Pechvogel und Herby haben Recht weil:

Es geht nicht um den Gesammteinsatz von 280,- sondern um das Verlustpotential und das sind (auch wenn ich es jetzt nicht nachgerechnet habe) 56,- Das Gewinnpotential sind 62,- wenn ich die 56, die ich verlieren kann den 62,- gegenüberstelle entspricht dies einer Q von ca. 2,1 fach (56 mal 2,1 = 117,6 also Gewinn 61,60).

Es geht also nicht um das "blockierte" Kapiatal (280,-) sondern um jenes, das ich im schlechten Fall (56,-) verlieren kann [[yo]] .

wobei mir eines noch nicht ganz klar ist, wie ist es möglich, dass ich durch wetten auf das konträre ereignis die quote für das eigentliche ereignis anheben kann. das macht irgendwie keinen sinn...
nun ist dies ja noch ein etwas degeniertes beispiel, da es sich um eine surebet handelt. funktioniert aber auch bei 1,8 und 2,2 z.b.
und dass 62 gewinn bei 56 einsatz 2,08 ist find ich auch eher abenteuerlich. ich würde mal sagen es wäre eher 1,08, was dann der surebetanteil wäre [[help]]
 
flsch schrieb:
wobei mir eines noch nicht ganz klar ist, wie ist es möglich, dass ich durch wetten auf das konträre ereignis die quote für das eigentliche ereignis anheben kann. das macht irgendwie keinen sinn...
nun ist dies ja noch ein etwas degeniertes beispiel, da es sich um eine surebet handelt. funktioniert aber auch bei 1,8 und 2,2 z.b.
und dass 62 gewinn bei 56 einsatz 2,08 ist find ich auch eher abenteuerlich. ich würde mal sagen es wäre eher 1,08, was dann der surebetanteil wäre [[help]]

Damit Du ruhig schlafen kannst, diese künstliche Quotenerhöhung geht nur bei Surebets.
Und noch mal zur Quote 2,08: Du erhältst doch nicht nur den Gewinnanteil (62), sondern auch Deinen Einsatz(56) zurück.

Bekomme ich doch noch mein Eis? [[heul]] [[angel]] [[cheers]]
 
Caliph schrieb:
also so ganz gibt mir das keine Ruhe (es gibt nur eine Wahrheit!), daher ein Vergleich aus einer ähnlichen Materie:
ich eröffne ein Brokerkonto mit 10.000 US$. Die liegen jetzt auf diesem Konto herum. Jetzt fällt mir ein, ich kaufe 2 Optionen Gold: Kostenpunkt 3.000,- Das heißt also, 7.000,- bleiben auf meinem Brokerkonto, egal was aus den 2 Goldgeschäften wird. Mein Verlußtpotential sind also die 3.000,- die ich dür 2 Optionen bezahlt habe. Einige Tage später verkaufe ich die 2 Optionen und bekomme dafür 4.000,- Diese kommen nun auf mein Brokerkonto dazu. Auf diesem liegen nun 11.000,- US$

Will mir jetzt jemand sagen, weil mein Kontostand um 1.000,- höher ist, das ich beim Goldgeschäft 10% verdient habe oder sind es bezogen auf die von mir riskierten 3.000,- $ nicht viel mehr 33,3... %

bitteschön [[yo]] - danke [[grin]]

@ Caliph: Der Unterschied ist, daß Du 7000,- in Deinem Beispiel rumliegen hast und dafür Anleihen, Aktien oder Währungsoptionen auf indische Rupien kaufen kannst. In dem Wettbeispiel kannst Du die 224 Euro (280 eingesetzt - 56 riskiert) nicht anderweitig nutzen. Daher macht es Sinn, die Rendite auf das gesamte eingesetzte Kapital zu berechnen. Aber das ist eine Frage der Konvention.
 
Dragoslav Stepanovic schrieb:
@ Caliph: Der Unterschied ist, daß Du 7000,- in Deinem Beispiel rumliegen hast und dafür Anleihen, Aktien oder Währungsoptionen auf indische Rupien kaufen kannst. In dem Wettbeispiel kannst Du die 224 Euro (280 eingesetzt - 56 riskiert) nicht anderweitig nutzen. Daher macht es Sinn, die Rendite auf das gesamte eingesetzte Kapital zu berechnen. Aber das ist eine Frage der Konvention.

[[yo]] Stichwort Opportunitätskosten!

caliph schrieb:
(es gibt nur eine Wahrheit!)

Welche Nullstellen hat x^2+1 in C?? Du sagst i ich sage -i, wer hat nun recht???

So das wars jetzt aber von mir, ist mir zu philosphisch :mrgreen: , ich gucke mir in nen paar Stunden mal an in welche Richtung das hier gelaufen ist :mrgreen:
 
Dragoslav Stepanovic schrieb:
Caliph schrieb:
also so ganz gibt mir das keine Ruhe (es gibt nur eine Wahrheit!), daher ein Vergleich aus einer ähnlichen Materie:
ich eröffne ein Brokerkonto mit 10.000 US$. Die liegen jetzt auf diesem Konto herum. Jetzt fällt mir ein, ich kaufe 2 Optionen Gold: Kostenpunkt 3.000,- Das heißt also, 7.000,- bleiben auf meinem Brokerkonto, egal was aus den 2 Goldgeschäften wird. Mein Verlußtpotential sind also die 3.000,- die ich dür 2 Optionen bezahlt habe. Einige Tage später verkaufe ich die 2 Optionen und bekomme dafür 4.000,- Diese kommen nun auf mein Brokerkonto dazu. Auf diesem liegen nun 11.000,- US$

Will mir jetzt jemand sagen, weil mein Kontostand um 1.000,- höher ist, das ich beim Goldgeschäft 10% verdient habe oder sind es bezogen auf die von mir riskierten 3.000,- $ nicht viel mehr 33,3... %

bitteschön [[yo]] - danke [[grin]]

@ Caliph: Der Unterschied ist, daß Du 7000,- in Deinem Beispiel rumliegen hast und dafür Anleihen, Aktien oder Währungsoptionen auf indische Rupien kaufen kannst. In dem Wettbeispiel kannst Du die 224 Euro (280 eingesetzt - 56 riskiert) nicht anderweitig nutzen. Daher macht es Sinn, die Rendite auf das gesamte eingesetzte Kapital zu berechnen. Aber das ist eine Frage der Konvention.

Der Vorteil beim Sportwetten ist, daß das Kapital im günstigsten Falle beim Fußball nur 105 Minuten (im Normalfall bei Surebets etwa 2 Tage) gebunden ist.

Ich persönlich tendiere bei Caliph zu 33%, die Erträge oder Verluste auf die 7000€, die weiterhin z.B. als Tagesgeld oder Karstadt-Aktien rumliegen, sind ja unabhängig von der Goldtransaktion.
 
Pechvogel schrieb:
Ich persönlich tendiere bei Caliph zu 33%,

Keine Frage, in Caliphs Beispiel sind es 33.33%. Aber bei dem Wettbeispiel besteht eben ein fundamentaler Unterschied darin, daß das Geld nicht rumliegt, sondern gebunden ist. Aber wenn man die Opportunitätskosten angesichts der kurzen Zeit als vernachlässigbar gering ansieht und mit dem Geld eh nichts anderes gemacht hätte, dann soll man's für sich halt so rechnen.

oder Karstadt-Aktien rumliegen.

[[rofl]]
 
Also ein Eis [[sabber]] für Pechvogel und ein Fremdwörterbuch [[grin]] für mich (v. The One) von wegen Opurtinät/Operette/Opubertät (klingt nach irgendwas unanständigen).

Soll ruhig 2 Möglichkeiten geben, hauptsache ich hab recht!

ach ja: und an "Knigge" fürn Herby (ich weiß, dir geht ein Fan-Ost zum Beflegeln ab, unsere Freunde aus D können den selbst für Ostösterreich etwas herben Charme/Schmäh nicht nachvollziehen.....