Die Zahlen sind etwas seltsam, bzw. sehr vereinfacht. Ich nehm an um auf die 650 Euro pro Kunde zu kommen wurde einfach der Umsatz auf die Kundenanzahl umgelegt. Nur ist die Kundenanzahl per se nicht sehr aussagekräftig, da grob geschätzt wohl max. 10% der jemals registrierten Kunden aktiv sein dürften.
Und beim Casinoumsatz frag ich mich ernsthaft was da als Umsatz hergenommen wurde (die Einzahlungen?). Der wirkliche Umsatz am Slot/ Table etc. dürfte bei weitem höher sein. Ansonsten würde auch die exorbitante Marge von 73% keinen Sinn machen.
Bei den Hintergründen fällt mir ein Spruch von Jürgen Klopp ein, der sinngemäß meinte wenn man mit dem Konkurrenten nicht auf höchsten Niveau mithalten könne, dann muss man ihn halt auf sein Niveau herunterziehen. Was hat das jetzt mit dem Glücksspielstaatsvertrag zu tun? Ganz einfach: Oddset!
Jedes Bundesland hat eine Lottogesellschaft, die auch mit Oddset Geld machen. Während in anderen Wirtschaftszweigen Politiker sich den einen oder anderen Groschen durch Posten in Aufsichtsräten und Co hinzuverdienen können das Politiker in der Wettbranche bisher nur in den einzelnen Lottogesellschaften. Nur ist Oddset einfach nicht konkurrenzfähig. Was könnte man also tun, um das Ungleichgewicht zwischen Oddset und dem Rest der Wettbranche ein wenig zu seinen Gunsten zu verschieben? Richtig, man erlässt unter dem Deckmantel des Spielerschutzes einfach ein paar idiotische Gesetze...
Der Text ist aus dem Handelsblatt
https://www.handelsblatt.com/unterne...eShPbBepLE-ap1 das die Berechnung, so wie Du sagst, vorgenommen wird ist glaub ich normal in so einem Fall. Nur wenn es um einen Verkauf der Firma geht, wird wohl exakter gerechnet.
Zu dem Hinweis zu Casino, wäre dann die Frage ist dann auch für Sportwetten "nur" die Einzahlung Basis des Umsatzes? Casino hab ich keine Ahnung von, hab den Teil einfach mit kopiert. Hab nur mal von jemandem gehört das bei "Jahres Meetings" eines recht großen Bookies, die einzigen interessanten Zahlen vom Casino Bereich waren und die Zahlen vom Sportwetten quasi niemand interessiert hat.
Wie auch immer, wenn wir deine 10% nehmen, hat Tipico ca. 82.500 aktive Kunden die einen Jahresumsatz (Einzahlung?) von 6509,- € machen. Monatlich wären das 542,- € immer noch "nur" 50% von 1000,- € Limit.
Kann mich da nur noch mal wiederholen, eine Umfrage hier im Forum wäre interessant um mal handfeste Zahlen zu haben von "nicht Hobby Wettern"
Das die nutzlosen und nicht wiedergewählten Parteigenossen, einer der Hauptgründe für diese 20 Jahre andauernde Schmierenkomödie ist, da bin ich ganz bei Dir und das ist ja auch oft genug kommuniziert worden.
EDIT:
https://www.similarweb.com/website/tipico.de 13 Millionen Visits im Monat - evtl. kann das mal einer der sich auskennt auf "User" runterbrechen?