Glücksspielstaatsvertrag - was ändert sich 2020-2021?

Mit Hamburg hat am 18.12. übrigens (wenn ich das richtig sehe) das letzte Bundesland dem "Gesetz zum dritten Glücksspieländerungsstaatsvertrag" zugestimmt.

https://www.buergerschaft-hh.de/parldok/vorgaenge/67864/1

(ist online noch nicht aktualisiert, da in Hamburg Gesetze erst mit Veröffentlichung im "Hamburgischen Gesetz- und Verordnungsblatt" in Kraft treten - was bisher nicht passiert ist)

Damit der neue Staatsvertrag in Kraft treten kann, müssen bis zum 31.12. die Ratifikationsurkunden aller Länder bei der bayerischen Staatskanzlei hinterlegt sein. Keine Ahnung wie lang sowas für gewöhnlich dauert, aber ne gewisse Hoffnung, dass die Mühlen der Bürokratie über die Feiertage dafür zu langsam mahlen, kann man sich vielleicht noch machen.
 
Laut folgendem Artikel hat bisher kein(!) einziger Buchmacher einen Antrag für eine Bewerbung eingereicht.

https://www.online-casino.de/nachri...chten-auf-sportwetten-lizenzen-ab-2020-30669/

Wenn sich bisher niemand (und dabei bleibt es wohl) beworben hat, legen sie es darauf an und wollen sehen, was am Ende bei rauskommt. In dem Artikel wird auch gesagt, dass

"Demzufolge könnte das Online-Glücksspiel in Deutschland weiterhin ohne einheitliche Regulierung bleiben. Letztlich steht es jedem Bundesland frei, die Glücksspiele über das Landesgesetz zu regeln. Somit könnten in Schleswig-Holstein schon bald andere Regeln gelten als beispielsweise in Hessen. Doch eine Landesgesetzgebung kann weder im Sinne der Spieler, noch der Anbieter oder der Politik sein. Das deutsche Glücksspiel steht an einem Scheideweg."

Einige der Kleinen, werden den S**** einziehen, wie schon zu bemerken ist, andere darunter werden abwarten, was die GROßEN machen und die Großen, die sich das leisten können, werden unter den gegebenen Umständen das lieber aussitzen, als sich beschneiden zu lassen und abwarten, was die EU dazu sagt und das kann noch etwas dauern.
 
Wäre schön wenn der Staat mit dem Unsinn so richtig auf die Schnauze fällt, aber die leidtragenden sind am Ende eh wir. [[hm]]

Wenn hier nicht solche Dilettantenam Werk sein würden, ud die wurschteln schon seit knapp 10 Jahren herum, dann hätten sie lägst etwas vernünftiges auf die Beine stellen können und gut ist. Keine Ahnung von wem die sich auch noch beraten lassen, das scheinen aber auch nur Stümper zu sein, Hauptsache was zusammengebastelt, das vorne und hinten nicht überzeugt
 
Laut folgendem Artikel hat bisher kein(!) einziger Buchmacher einen Antrag für eine Bewerbung eingereicht.

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Der Artikel ist vom 13.12. und bezieht sich auf die Pressemitteilung des Hessischen Innenministeriums vom 11.12:

https://innen.hessen.de/presse/pressemitteilung/aenderungen-im-gluecksspielgesetz

"Obwohl das Regierungspräsidium Darmstadt umfangreich informiert und bereits seit Monaten Erlaubnisanträge entgegennehmen könnte, hat noch kein Anbieter einen solchen eingereicht."

Insofern leider kein neuer Stand.
 
Wie man in diesem Dokument lesen kann, geht die neue Regulierung übrigens auch mit einer Totalüberwachung der Spieler einher. Es sollen sämtliche persönlichen Daten, alle Transaktionen, der Kontostand, jede Wette mit Ausgang und Gewinn/Verlust, sogar jeder Login und mehr an eine zentrale Stelle übertragen werden. Man sollte sich gut überlegen, ob man diese Daten freiwillig preisgibt.
 
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Wie man in diesem Dokument lesen kann, geht die neue Regulierung übrigens auch mit einer Totalüberwachung der Spieler einher. Es sollen sämtliche persönlichen Daten, alle Transaktionen, der Kontostand, jede Wette mit Ausgang und Gewinn/Verlust, sogar jeder Login und mehr an eine zentrale Stelle übertragen werden. Man sollte sich gut überlegen, ob man diese Daten freiwillig preisgibt.

Dazu sollte man eigentlich nochmal einen separaten Thread eröffnen. Mir fällt spontan kein privater Lebensbereich ein, der vom Staat derart scharf überwacht würde. Interessanterweise ist in dem Dokument auch explizit von "Überwachung" die Rede, und nicht etwa von Kontrolle oder (Über-)Prüfung.

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So wird z.B. auch erfasst, ob eine Transaktion erfolgreich war oder nicht, wodurch Rückschlüsse auf den Bankkontostand möglich wären.

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Kein Wunder, dass der Präsident des DSWV dann auch von "bürgerechtsfeindlichen (...) Regelungen" spricht.