Geschobene/Verdächtige Spiele

Bosnischer Klub soll Spiel manipuliert haben

Der bosnische Klub NK Travnik soll im Zuge des europäischen Wettskandals ein Testspiel gegen den Schweizer Super-League-Verein FC Sion manipuliert haben. Dies erklärte FCS-Präsident Christian Constantin in einem Radio-Interview. Der Gegner der Walliser habe die Begegnung in Portalban "verkauft", Untersuchungen sollen anlaufen, so Constantin.
Laut des Klub-Chefs habe sich Travnik mit Hilfe von asiatischen Wettanbietern ein Trainingslager im Sommer in der Schweiz finanziert. Sion hatte das Duell 4:1 gewonnen, und "gedacht, ein gutes Spiel absolviert zu haben. Doch es scheint, als hätten uns die Bosnier absichtlich machen lassen", sagte Constantin.

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Fußball-Bestechungsskandal: Liste der manipulierten Spiele aufgetaucht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Sport

[...]Ein Insider berichtete der Zeitung, dass zur Manipulation eines Drittligaspiels in der Türkei 30.000 Euro an den Trainer und mehrere Spieler der Gastmannschaft geflossen sein sollen. Die Empfänger sollten im Gegenzug dafür sorgen, dass der Gegner in der ersten Halbzeit des Spiels drei Treffer erzielt. Auf diesen Verlauf sei von der Berliner Bande um Ante Sapina bei zwei Wettanbietern ein Betrag von insgesamt 60.000 Euro gesetzt worden.
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Ein Insider berichtete der Zeitung, dass zur Manipulation eines Drittligaspiels in der Türkei 30.000 Euro an den Trainer und mehrere Spieler der Gastmannschaft geflossen sein sollen. Die Empfänger sollten im Gegenzug dafür sorgen, dass der Gegner in der ersten Halbzeit des Spiels drei Treffer erzielt. Auf diesen Verlauf sei von der Berliner Bande um Ante Sapina bei zwei Wettanbietern ein Betrag von insgesamt 60.000 Euro gesetzt worden.
Die bestochenen Spieler sollen dem Zeitungsbericht zufolge unter anderem mit einem Eigentor und einem wohl absichtlich verursachten Foulelfmeter dafür gesorgt haben, dass das gewünschte Ergebnis zustande kam. Die Wettmafia kassierte dadurch angeblich einen Gewinn von 48.000 Euro.

<hr noshade="1">Die Liste der "Süddeutschen" im Überblick:

  • Schweiz, 2. Liga, Yverdon gegen Thun am 26. April 2009: Spieler der Gastmannschaft sollen 15.000 Euro dafür erhalten haben, dass sie mit vier Toren Unterschied verlieren. Das Spiel endete 5:1. Der Wettgewinn der mutmaßlichen Betrüger soll 60.000 Euro betragen.


  • Schweiz, 2. Liga, Gossau gegen Locarno am 24. Mai 2009: Mehrere Spieler sollen 20.000 Euro bekommen haben, damit die Heimmannschaft mit mindestens zwei Toren Unterschied verliert. Ergebnis: 0:4. Die mutmaßlichen Täter sollen bei fünf Wettanbietern insgesamt 149.400 Euro gesetzt haben.


  • Belgien. 2. Liga, Olympique Charleroi gegen UR Namur, 14. März 2009: Über einen Mittelsmann soll Schmiergeld an Spieler von Namur geflossen sein, damit die Mannschaft mit mindestens drei Toren Unterschied verliert. Ergebnis: 3:0 für Charleroi. Der Wetteinsatz habe sich auf 50.000 Euro belaufen, der Gewinn 17.500 Euro.


  • Belgien, 2. Liga, Namur gegen Leuven am 21. März 2009: Spieler von Namur sollen bestochen worden sein, damit sie mit zwei Toren Unterschied verlieren. Ergebnis: 0:2. Wetteinsatz der mutmaßlichen Täter: 100.000 Euro, Gewinn: 39.000 Euro.


  • Kroatien, 1. Liga, NK Zadar gegen Hajduk Split am 26. April 2009: Spieler aus Zadar sollen 30.000 Euro dafür erhalten haben, damit sie ihr Heimspiel hoch verlieren. Ergebnis: 0:3. Wetteinsatz: 70.000 Euro. Auf dieses Spiel wurde offenbar in einer Kombination mit anderen Begegnungen gewettet, doch die endeten nicht wie gewünscht, somit gingen die Einsätze verloren.


  • Türkei, 1. Liga, Ankaraspor gegen Bursapor am 4. April 2009: Spieler sollen dafür geschmiert worden sein, dass Ankaraspor mit zwei Toren Unterschied verliert. Ergebnis: 0:2. Angeblicher Wettgewinn: 18.500 Euro bei 10.000 Euro Einsatz.
  • [...]
Rauball verteidigte zudem das Frühwarnsystem Betradar, das nun verstärkt in der Kritik steht: "Es müssen 300 Millionen Einzelwettdaten verarbeitet werden. Die Bundesliga hat bereits 2005 als erste europäische erste Liga dieses Frühwarnsystem eingeführt. Die Uefa hat sich erst am 1. Juli dieses Jahres unter Hilfe der DFL dieses Systems bedient."
[...]

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Das mit der Million war vielleicht doch kein Fehler, sondern tatsaechlich nur eine Million [[nixweiss]].
Trotzdem fehlt hier irgendwie die Verhaeltnismaessigkeit zu anderen Betrugsdelikten in der Wirtschaft, wo es um Millionen geht und nicht um Zehntausende.
Was noch interessant waere ist Betradar... wenn ich das richtig in Erinnerung habe sind doch da auch gar nicht alle Bookies beteiligt, sondern nur jene die auch entsprechend loehnen. Ausserdem wo kann man denn schon problemlos und unauffaellig 70.ooo auf Krotischen Fussball setzen, in Europa :mrgreen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Die Gewinne, gemessen am Einsatz, können doch nicht stimmen, oder sind hier diverse Bestechungsgelder für Spieler schon abgezogen?
ZB. Wetteinsatz auf Handicap -2,5 50.000 Euro und Gewinn 17.500 (Quote 1,35???). Da muss sich die böse Mafia schon sehr sicher sein, einen solchen Einsatz für so wenig Gewinn auf einen solchen Ausgang zu setzen.

Es is aber so, dass sowieso kaum jemand von den ganzen Journalisten Ahnung hat wie es beim Wetten läuft. In der heutigen Kronen Zeitung ist wiedermal zu lesen, dass die Leute beim 7:0-Sieg Rapids in Salzburg im Sommer 2008 auf einen Sieg mit 6+ Toren von Rapid gesetzt haben. Klar. Wohl eher kamen live bei 5 oder 6:0 die Einsätze auf dieses Resultat, aber doch bitte sicher nicht vor Spielbeginn, wo samma denn.
 
Was mich dabei am meisten aufhorchen lässt, sind die geringen Summen, bei denen Spieler fern der gut betuchten Spitzenligen offensichtlich schon schwach werden!
Hätte ich so gering nicht erwartet und lässt im Sinne des Sportes nichts Gutes erahnen (quelle surprise) bzgl. weiterer Fälle im Fussball aber auch andernsports.
 
Also die Summen kann ich nicht richtig glauben. Das sind dann wohl nur die Zahlen der konkreten Spur und über Mittelsmänner wurde noch mehr auf das Spiel gesetzt. Welchen Sinn sollte es machen ein Spiel einer ProfiLiga zu schmieren um dann läppischen 30k zu gewinnen. Abzüglich der Bestechungsgelder bleibt da dann vielleicht noch die Hälfte. Das macht doch irgendwo keinen Sinn[[help]] Aufwand und Nutzen stehen da doch in keinem Verhältnis.

Oder es ist Normalität und diese Leute holen sich jede Woche über die Masse der Spiele ihr Geld in der Hoffnung somit weniger aufzufallen.

Wie man gehört hat sollen ja auch viele der angesprochenen Spieler im Wettsumpf verstrickt sein. (Wettschulden etc.) Osnabrück hat ja z.b. auch einem Spieler seine Wettschulden gezahlt als der sich ihnen geöffnet hat Anfang des Jahres. Das haben sie ja auch zugegeben.
 
Das ganze Thema stinkt zum Himmel.
Vor wenigen Tagen sprachen wir wegen dem Tod von Robert Enke über mehr Respekt und einem faireren Umgang miteinander und was macht jetzt die Staatsanwaltschaft Bochum ?
Sie stellt öffentlich Spieler an den Pranger ohne Beweise zu liefern. Eine Schweinerei, die ihres Gleichen sucht.
Machst du sowas umgekehrt, dann sitzt du morgen vor Gericht. [[stupid]]

Interessant, kein Bookie beschwert sich, von betradar kam keine Warnung, aber das Theater ist größer denn je.

Und wie ich bereits schon mal sagte. Immer wenn in Deutschland das Thema Liberalisierung aufkommt, dann kommen solche Schalgzeilen. [[sleep]]

Und was plötzlich jeder so überrascht tut ? [[rofl]]
Ich sage nur letzte Woche Frankreich - Irland......., mehr muss man wohl nicht sagen. [[grin]]
 
Travnik - Sion war sicher nicht das einzig geschobene Testspiel. Erinnere mich noch genau, die Bosnier haben an 4 oder 5 Tagen hintereinander gegen Schweizer Teams gespielt, darunter auch Young Boys Bern. Und immer brach die Quote stark ein, oftmals gabs für das HC nur noch Quoten von 1,3-1,4. Bis auf 1 Spiel haben die Schweizer Teams glaube ich immer im Handicap gewonnen. Ist mir damals schon spanisch vorgekommen warum ausgerechnet so ein Team in der Schweiz ein Trainingslager abhält und dann auch noch jeden Tag ein Testspiel hat [[stupid]][[stupid]][[stupid]]
 
Wettskandal: Ungarischer Verband hat keine Informationen

Im ungarischen Fußball sind noch keine Vorwürfe im Zusammenhang mit dem europäischen Wettskandal bekannt. "Bei den ungarischen Ermittlungsbehörden sind bislang keinerlei Hinweise, Berichte oder Anfragen angekommen, und bis zum heutigen Tag trifft das auch auf den Ungarischen Fußball-Verband zu", erklärte der ungarische Fußballverband MLSZ. Bei entsprechenden Anfragen werde der Verband "unter Aufbietung aller zur Verfügung stehenden Mittel" mit den Untersuchungsorganen zusammenarbeiten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Bochum sind in Ungarn 13 Erstliga-Spiele von Wettmanipulationen betroffen. Der FC Ujpest Budapest, momentan auf Platz zwei der ungarischen Liga, dementierte eine Verstrickung in den Wettskandal. "Der FC Ujpest ist als Club in keinerlei Weise mit dem sogenannten Fußball-Wettskandal sowie der Manipulierung von Spielen in Zusammenhang zu bringen", hieß es.

sportal.de

Wahrscheinlich auch noch nie was vom Ungarischen Ligapokal gehört ? [[nixweiss]][[rofl]]
Wobei man sagen muss das die Quotencrashes in Ungarn deutlich zurückgegangen sind. Aber man muss sich doch auch nichts vormachen, oftmals hängen die Verbandsfunktionäre ganz tief mit drin. Heißt nicht das es in diesem Fall auch so sein muss, aber wenn man mal sieht was auch oft für dubiose Wettbewerbe ausgetragen werden (Baltic League!) dann muss man sich auch nicht wundern dass da jedes 2.Ergebnis vor dem Spiel schon feststeht. [[bang]]
 
Wahrscheinlich auch noch nie was vom Ungarischen Ligapokal gehört ? [[nixweiss]][[rofl]]
Wobei man sagen muss das die Quotencrashes in Ungarn deutlich zurückgegangen sind. Aber man muss sich doch auch nichts vormachen, oftmals hängen die Verbandsfunktionäre ganz tief mit drin. Heißt nicht das es in diesem Fall auch so sein muss, aber wenn man mal sieht was auch oft für dubiose Wettbewerbe ausgetragen werden (Baltic League!) dann muss man sich auch nicht wundern dass da jedes 2.Ergebnis vor dem Spiel schon feststeht. [[bang]]

Sicher gibt es genügend Veranstaltungen mit sportlich sehr begrenztem Wert.
Aber wehe ein Bookie hat solche Spiele nicht im Angebot.

Schon geht das Gejaule los.

Von Drecksbookie über Feiglinge bis zu "wer so ein Spiel nicht richtig quotieren kann, hat den Beruf verfehlt"
 
BILD machte den Test: Floorball, Squash und 42 Wetten zum Bayern-Spiel - Sport - Fußball - Bild.de

[[rofl]][[rofl]][[rofl]][[rofl]][[rofl]]

Und was will er uns damit sagen ? [[help]]
Dass er keine Ahnung hat ? [[nixweiss]]

Das fällt unter künstlerische Freiheit.

BILD schreibt ja auch, daß das Frühwarnsystem nichts brachte. Aber ausgerechnet dieses Wochenende schlug dieses untaugliche System an:

Der aktuellste Verdachtsfall ist erst drei Tage alt. Da schlug das „DFB-Frühwarnsystem für die Überwachung des Wettmarktes“ an: Auf das Regionalliga-Spiel Goslar gegen Wilhelmshaven war ein ungewöhnlich hoher sechsstelligen Betrag gewettet worden.

Der neue Wett-Skandal: Die Tricks der Wettbetrüger - Sport - Fußball - Bild.de

Merke:
Erst wird die Wette platziert und dann wird geschmiert.
 
Beim DFB ist man nun ganz schlau.
Man wäre dafür, Wetten unterhalb der 2. Liga zu
verbieten. [[rofl]]

Da keine Quelle dasteht weiß ich nicht im welchem Zusammenhang diese Bemerkung gemacht wurde.

Wenn Verbot das ginge, warum verbietet dann der geschäftstüchtige DFB nicht das Wetten auf die Bundesliga und verkauft Lizenzen am die Wettbüros?
 
Ich finds auch lustig, wie man sich jetzt aufregt, dass man auf Sportarten wie Floorball setzen kann oder dass in Hongkong hier auf die 4. Liga gesetzt wird.

Skandal ! :mrgreen:

Ob man`s glaubt oder nicht, aber hier in Deutschland kann man dafür sein Geld in Aktien von mehr oder weniger unbekannten Firmen aus Hongkong investieren. [[rofl]]

Unglaublich wie Deutschland nun wieder bestimmen möchte, wer was darf bzw. was andere Länder unterlassen sollen, nur weil man selber ein Hirn in Erbsengröße vorzuweisen hat. [[sleep]]
 
bwin-Chef fordert Öffnung des Wettmarkts

Montag, 23.11.2009
"Monopole fördern den Schwarzmarkt"


Der europäische Fußball wird vom größten Betrugsskandal seiner Geschichte im Zusammenhang mit Sportwetten erschüttert. Die Empörung ist gewaltig, der Ruf nach drakonischen Strafen laut. Die großen Wettanbieter leiden unter den verbrecherischen Machenschaften genauso wie geprellte Vereine, Verbände, Fans und das Image der ganzen Sportart. Doch für sie sind die Probleme zum Teil selbstgemacht, und der Staat trägt dabei eine Mitschuld.


Am Freitag ließ die UEFA die Bombe platzen, als der Verband zusammen mit der Bochumer Staatsanwaltschaft den Fall der Öffentlichkeit präsentierte.
200 Spiele in ganz Europa bis hin zur Champions League stehen unter Manipulationsverdacht.
Landauf landab waren die Verantwortlichen schockiert und entsetzt über die Tatsache und das Ausmaß des Betrugs.
Ausgerechnet Deutschland, das sich nach dem Fall Hoyzer im Jahr 2005 ein Frühwarnsystem im Bereich der Sportwetten zulegte, ist das Zentrum des neuen Skandals.



Keine Warnmeldungen

Ligapräsident Reinhard Rauball musste zugeben, dass das von Liga und DFB betriebene System bisher keine Warnmeldung abgab.
Frühwarnsysteme können ohnehin nur verdächtige Bewegungen bei bekannten Wettanbietern erfassen. Den riesigen Bereich des Schwarzmarkts können sie nicht abdecken.
Schwarzmarkt um 370 Prozent gewachsen

Ein zum Teil hausgemachtes Problem, wie Jörg Wacker, Geschäftsführer des größten deutschen Sportwetten-Anbieters "bwin", in einem Interview mit der "Welt" erläutert: "Der Staat trägt eine Mitschuld an der gegenwärtigen Situation, indem er 2008 das staatliche Monopol auf Glücksspiele schuf. Monopole fördern den Schwarzmarkt und die Konsequenzen erleben wir jetzt."
Wacker zitiert eine Studie der Universität Linz, wonach der Schwarzmarkt aufgrund des Verbots privater Wettanbieter um 370 Prozent zugenommen habe.
Liberalisierung und Regulierung

Natürlich würde eine Öffnung des Marktes den Schwarzmarkt nicht vernichten, aber zumindest könne man einen Teil der Wetten in den legalen Bereich zurückholen und wieder Zugriff darauf haben.
"Die richtige Antwort auf solche Skandale wäre ein liberalisierter und streng regulierter Wettmarkt", sagt Wacker.
Für Betrüger unattraktiv

Dass "bwin" bisher noch von keinem Skandal betroffen war und wohl auch diesmal unberührt bleibt, liegt daran, dass die "vergleichsweise niedrigen Einsatz- und Gewinnlimits für Betrüger sehr unattraktiv" sind.
Deshalb müsse die Politik die erlaubten Einsatz- und Gewinnhöhen viel stärker limitieren und die Abgabe anonymisierter Wetten strikt verbieten.
"Die Möglichkeiten des Internets sind hier übrigens sehr hilfreich, weil sie Wetteinsätze in Echtzeit kontrollieren und zuordnen können", sagt Wacker.
Das Internet ist nicht das Problem

Das Internet ist nicht wie von vielen Seiten behauptet ein Grundübel der Wettproblematik.
Denn ein großer Teil des Schwarzmarkts spielt sich nicht in der digitalen, sondern in der realen Welt ab. Im klassischen Buchmachergeschäft also.
"Da gibt es so genannte Läufer, die freitags bei ihren Kunden die Wetteinsätze für Spiele einsammeln. Damit gehen sie zum Buchmacher - und am Sonntag trägt der Läufer die Gewinne wieder zurück", erklärt Wacker.
Da hilft dann auch kein Frühwarnsystem.


bwin-Chef fordert Öffnung des Wettmarkts: "Monopole fördern den Schwarzmarkt" - Sport Fussball
 
International

Montag, 23.11.2009
Neuer Wettskandal auch in Italien

Auch Italien wird von einem neuen Manipulations- und Wettskandal im Fußball erschüttert. Vorstandsmitgieder des Drittligisten Potenza Calcio und Mitglieder krimineller Organisationen wurden verhaftet.


Der Präsident des italienischen Drittligisten Potenza Calcio, Giuseppe Postiglioni, sowie acht weitere Manager des Vereins und Mitglieder krimineller Organisationen sind am Montag festgenommen worden.
Sie werden beschuldigt, Fußballspiele manipuliert und ein illegales Wettsystem aufgebaut zu haben. Dies berichtet die Polizei.
Die Ermittlungen betreffen ein Serie B-Match in der Saison 2007/2008 sowie sieben Spiele der 3. Liga in der Saison 2008/2009. Die Ermittlungen laufen bereits seit mehreren Monaten.
Keine Verbindung zum europäischen Wettskandal

Diese Fälle auf dem Apennin haben allerdings offenbar nichts mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum zu tun.
Diese hatte am vergangenen Freitag den größten Wettskandal aller Zeiten in Europa öffentlich gemacht.
Es geht um insgesamt 200 verdächtige Spiele in 2009 in neun Ländern, darunter befinden sich auch 32 Begegnungen in Deutschland.


International: Neuer Wettskandal auch in Italien - Sport Fussball International
 
International

Montag, 23.11.2009
Wettskandal: Schweizer Bigoni suspendiert

Der Schweizer Zweitligist FC Gossau hat seinen Spieler Mario Bigoni suspendiert. Der 25-Jährige steht unter Verdacht, Spiele manipuliert zu haben. Die Polizei vernahm ihn bereits.


Im Zuge des Wettskandals im europäischen Fußball hat der Schweizer Zweitligist FC Gossau seinen Mittelfeldspieler Mario Bigoni suspendiert.
Nach einem Bericht des Boulevardblatts Blick soll der 25-Jährige dem Klubpräsidenten Roland Gnägi Unregelmäßigkeiten gestanden haben. Bigoni soll bereits von der Polizei vernommen worden sein.
Es geht um die 0:4-Heimniederlage am 24. Mai gegen Locarno. "Einer seiner Mitspieler habe ihn angegangen mit den Worten: Du, da ist Geld zu verdienen", wird Gnägi zitiert: "Bigoni sagte mir aber nicht, ob er auf das Angebot eingegangen sei."
Insgesamt seien von der Wettmafia für eine Manipulation des Spiels 31.000 Franken (20. 500 Euro) an Gossau-Spieler gezahlt worden.
Auch Thun suspendiert Spieler

Zuvor hatte bereits der FC Thun seinen Stürmer Pape Omar Faye suspendiert.



Der Senegalese war ebenfalls von der Polizei vernommen worden, es soll um das Spiel vom 26. April in Yverdon (1:5) gegangen sein.
Nach Angaben der Bochumer Staatsanwaltschaft stehen in der Schweiz 22 Spiele der zweiten Liga und sechs Vorbereitungsspiele unter Manipulationsverdacht.