Formel 1 - Saison 2004

So, was wahrscheinlich viele hier interessiert ist die Vorstellung des neuen Jaguar R5. Die Engländer verpflichteten zur neuen Saison einen Fahrer aus der Alpenrepublik und erhoffen sich viele Platzierungen in den Punkten von ihm. Ob er das erfüllen kann, steht noch in den Sternen. Leider war es heute kein gutes Roll out des neuen R5, da er nach 3 Runden mit Mototenschaden stehen blieb.


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Ferrari F2004


Ferrari lässt sich nicht verrückt machen. Während die anderen Top-Teams - zumindest optisch – ganz neue Wege gehen, hat das Weltmeister-Team für 2004 eine andere Philosophie. Die Stärken des F2003-GA wurden ausgebaut, die Schwächen bekämpft bzw. abgestellt. Die Verbesserungen am neuen F2004 sind auf den ersten Blick kaum zu erkennen, viele verbergen sich unter der ’Haube’. sport.de hat die wichtigsten Entwicklungen zusammengetragen.

Gewicht: Der F2004 ist noch leichter als sein Vorgänger. Insbesondere sparten die Ingenieure Gewicht ein, in dem sie den Tank verkleinerten. Er fasst nur noch 115 Liter und ist damit der kleinste im Formel-1-Feld. Wegen des Tankverbots nach dem Qualifying machen die Teams im Rennen mehr Boxenstopps. “Ein großer Tank ist da verschenkter Raum“, so Michael Schumacher in der ’Bild’. Auch im Bereich der Kraftübertragung erreichte man Gewichtseinsparungen. “Wir haben neue Materialien für das Getriebe-Gehäuse verwendet und für die Crash-Struktur im Heck“, erläuterte Chefdesigner Rory Byrne bei der Präsentation seines ’Babys’.

Heck: Das ’Hinterteil’ des F2004 wurde noch schlanker. Zudem besteht der Heckflügel aus zwei statt wie bisher drei Elementen und hat eine längere Endplatte. Die Motorenabdeckung fällt größer aus. Diese Änderungen sind auf das neue Reglement zurückzuführen. Dennoch sind die Ferrari-Ingenieure überzeugt, mit ihrer Auslegung der Regeln einen Schritt nach vorne gemacht zu haben. Der Heckflügel wird auch nach der Vorstellung des F2004 noch weiterentwickelt und soll bis zum Saisonauftakt endgültig fertig sein.

Radaufhängung/Reifen: Großes Verbesserungs-Potenzial erkannte Ferrari bei den Reifen. Um das Zusammenwirken von Auto und Pneu zu optimieren, bekam der F2004 neue Radaufhängungen und eine erhöhte Fahrzeug-Steifigkeit. Die Hauptarbeit liegt natürlich bei Reifenpartner Bridgestone. Erste Erfolge waren bereits sichtbar. Mit den neuen Bridgestone-Walzen war Ferrari bei den Tests in Barcelona schneller als die Konkurrenz von Michelin. “Dank einiger Änderungen der Radaufhängungen können wir die Performance für jede Strecke spezifisch noch einmal verbessern“, sagte Byrne.

Front: Die Nase ragt etwas steiler in die Luft und liegt etwas höher. Der Frontflügel ist eine Weiterentwicklung und ist jetzt leicht geschwungen. Er ähnelt einer V-Form.

Motor: Auch hier mussten die Entwickler auf das neue Regelwerk reagieren. Weil in Zukunft nur ein Motor für das gesamte Rennwochenende genutzt werden darf, mussten die Ingenieure die Standfestigkeit verdoppeln, ohne dabei an Leistung zu verlieren. Dieser Spagat scheint gelungen. Die Leistung soll nach wie vor bei ca. 900 bis 910 PS liegen. “Die Lebensdauer des Motors ist entscheidend“, sagte Motorenchef Paolo Martinelli und fügte an: “Die wichtigsten Motorenteile wurden geändert oder von Grund auf neu konstruiert. Der Motor kann für alle Notwendigkeiten eingestellt werden. Ich denke dabei an die verschiedenen Streckentypen und Außentemperaturen.“ Zudem sollen neue Schmier- und Treibstoffe die Lebensdauer des V10-Zylinder-Aggregats erhöhen.

Bei den Test in dieser Woche in Valencia und in Fiorano kann der F2004 zeigen, was in ihm steckt. Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn ist jedoch sicher, wieder einen Schritt voran gekommen zu sein. “Dieses Auto stellt einen signifikanten Performance-Fortschritt dar. Das ist der beste Ferrari, den wir je gebaut haben.“


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In Palermo auf Sizilien hat Renault seinen Formel-1-Wagen R24 der Öffentlichkeit präsentiert. 650 Journalisten und Gäste aus der ganzen Welt bestaunten im Opernhaus Teatro Massimo das neue Gefährt von Jarno Trulli und Fernando Alonso. "Unser Ziel ist es, eines der drei Topteams zu verdrängen", sagte Renaults Motorenchef Patrick Faure der Konkurrenz von Ferrari, McLaren und Williams den Kampf an.

Auch Teamchef Flavio Briatore trat mit breiter Brust auf: "Wir gehen mit großem Selbstbewusstsein in die neue Saison. Renault ist jetzt ein Topteam." Die ersten Testfahrten haben die Piloten mit dem R24 bereits absolviert. Auf Anhieb war der Wagen, an dem besonders das neue Heck auffällt, schnell und zuverlässig. "Ich hatte die Ehre, den Wagen als Erster zu fahren. Schon nach wenigen 100 Metern war mir klar: Das Auto ist absolut konkurrenzfähig", zeigte sich Trulli beeindruckt.

Auch Youngster Alonso freundete sich schnell mit dem neuen Gefährt an. "Das Handling ist dem des Vorgänger-Autos ähnlich, das ist schon mal gut. Nachdem wir am Set-up und der Balance gearbeitet hatten, konnte ich den Wagen etwas pushen. Er war sofort schneller als der R23." Seit 2002 haben die Ingenieure am neuen Auto gefeilt. Flammneu ist der Motor RS24, der mit dem Ziel entwickelt wurde, länger zu halten, ohne an Leistung zu verlieren. Das neue Reglement erlaubt für jedes Auto nur einen Motor pro Wochenende.

Nach dem ersten Sieg 2003 durch Alonso in Ungarn ist das Ziel für 2004 klar. Die Piloten sollen regelmäßig aufs Podium fahren. "Als wir vor drei Jahren mit Renault angefangen haben, habe ich gesagt: Mein Ziel ist es, 2005 um die WM mitzufahren. Wir werden bereit sein", so Teamchef Briatore.


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Heute mal auf Englisch. Hab die interessanten Berichte nicht in deutsch gefunden.


Bridgestone leading the tyre war?


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Don't believe the hype - Bridgestone isn't doing as bad on the winter test-tracks as many post-session reports will have you believe.

That's the vehement message of the Japanese tyre-manufacturer which, according to widespread analysis, is struggling to keep up with rivals Michelin.

'We have tested many different constructions and shapes and are very pleased with the progress made so far,' said head of development Hirohide Hamashima.

He reckons Valencia, where Williams' Michelin-shod Antonio Pizzonia yesterday set a new track-record, has not always been a good circuit for Bridgestone.

'But our results indicate we may have changed that,' Hamashima maintained. 'We've been looking really quite competitive.'

While lap-charts suggest otherwise, Hamashima says based on average times, Bridgestone is about one to one-and-a-half seconds quicker than Michelin rivals.

Ferrari and Sauber now head to Circuit de Catalunya (Barcelona) while Bridgestone-shod Jordan continue their programme at Silverstone in February.
 
Schumi puts new car through its paces and comes close to the Fiorano track record


Michael Schumacher had a get-to-know-me session on Friday with the new Ferrari he hopes will bring him a seventh Formula One championship title.

After putting the new F2004 through its paces the German record breaker emerged from the cockpit all smiles and declared: "I immediately had a good feeling about the car. She's proved herself first rate and I was able to clock consistently decent times."

In fact Schumacher, who completed 34 laps, came close to the track record of 56"338 set on 29/03/03 with a time of 56"835 today without ever pushing the car to its limits. As a comparison, the F2003-GA managed a best lap of 57"045 on its debut at Fiorano on 11/02/03.

Ferrari test driver Luca Bodoer completed 79 laps in last year's 2003- GA in which Schumacher clinched a record sixth title. The pair are due to continue testing on Saturday ahead of the season-opening Melbourne Grand Prix on March 7th.
 
Jordan sign Heidfeld


Jordan have signed ex-Sauber driver Nick Heidfeld and are pinning their hopes on him to bring about a much needed change of fortune this season.

Heidfeld was lined up for the job in December but was only officially handed his one-year contract Friday after Eddie Jordan's Formula One outfit approved its 2004 budget.

Heidfeld, who was released by Sauber at the end of last year where he finished ninth in the driver's championship on six points, said he was happy to join the British-based team with the colourful Irish boss.

"The last couple of weeks and months have been quite difficult for me so not only am I happy to be signing with Jordan, I'm also relieved," the 26-year-old said.

His new boss believes in Heidfeld he has a driver who can bring about a change of luck after a quiet 2003 when Jordan mustered only 13 points. "Nick is a very quick driver with the talent and experience we need in order to grab every opportunity we can this season," said the Irishman who pointedly dismissed pit speculation that he was on the way out from F1 after 13 years in the business.

Citing one of his favourite quotes from Mark Twain he told The Daily Telegraph: "The rumours of my demise have been greatly exaggerated." Jordan added: "I've never put in as many hours, running around and grafting. There's a little bit of pride in that and a feeling of wanting to prove people wrong. We'll survive and survive well. We'll have a bloody good year. We'll have a better engine from Cosworth and a very good driver line-up. It's a fashionable thing to write about, that Jordan are in trouble. Well Jordan are not in trouble."
 
Deutsche Formel-1-Rennen gesichert


Rom - Obwohl sich die Königsklasse zunehmend nach Osten orientiert, dürfen die beiden Veranstalter in Deutschland aufatmen.

"Deutschland wird weiterhin zwei Rennen veranstalten. Wir haben ein neues Abkommen mit dem Nürburgring abgeschlossen. Die Rolle der deutschen Autoindustrie in der Formel 1 ist ausschlaggebend", sagte Formel-1-Chef Bernie Ecclestone im Interview mit der italienischen Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Verhandlungen noch nicht abgeschlossen

Dies konnte Dr. Walter Kafitz als Geschäftsführer der Nürburgring GmbH noch nicht bestätigen, allerdings sagte er: "Wir sind in den Endverhandlungen. Ich rechne im Laufe des Februars mit der Vertragsunterzeichung bis 2009. Dass Ecclestone schon jetzt so etwas sagt, zeigt doch, dass er mit uns zufrieden ist."

Der Vertrag mit dem Nürburgring läuft 2004 aus.

Der Hockenheimring als zweite deutsche Rennstrecke ist bis mindestens 2008 Austragungsort des Großes Preises von Deutschland. Im Juli 2001 war ein entsprechender Vertrag von 2002 bis 2008 unterzeichnet worden.

Imola und Silverstone vor dem Aus

Laut Bernie Ecclestone wird der Grand Prix von San Marino in Imola abgeschafft, damit sich die Formel 1 auf neue Länder wie die Türkei, Südkorea und Indien ausdehnen könne.

Auch Silverstone stehe vor dem Aus. "Ich sehe keine Zukunft für Silverstone, das einem alten Haus ähnelt, das sich gelegentlich kleine Schönheitsoperationen gönnt. Dabei wäre eine ernsthafte Umstrukturierung notwendig, doch die Besitzer wollen sie nicht finanzieren", meinte der F1-Boss.

Seiner Ansicht nach könnte die Zahl der Rennen 2005 von 18 auf 20 aufgestockt werden. "Es genügt, die Tage der privaten Tests von 40 auf 30 zu reduzieren und man schafft Raum für weitere Rennen", so Ecclestone.

Türkei und Südkorea sollen folgen

Die Expansion der Formel 1 auf Entwicklungsländer sei seiner Ansicht nach ein Muss. "Glaubt mir, in den kommenden zehn Jahren wird Europa auf das wirtschaftliche Niveau der Dritten Welt sinken. Europa hat keinerlei Chancen, mit China, Korea, Indien und den anderen Ländern dieses Kreises zu konkurrieren. Europa stehen Schwierigkeiten bevor", so der 73-Jährige.

"Ab kommendem Jahr tritt auch die Türkei der Formel 1 bei. Mit Südkorea gibt es bereits ein Abkommen ab 2009. Bis dahin wird es bereits ein Grand Prix in Indien geben. Wir rechnen, dass 2004 die TV-Zuschauer in China mindest so viele wie in ganz Europa sein werden", berichtete Ecclestone.

Der Formel 1-Chef rechnet 2004 mit einer noch spektakuläreren Weltmeisterschaft als im Vorjahr. "Dieses Jahr haben wir mindestens vier Teams, die um das Podium kämpfen, das hatten wir noch nie. Ich glaube, dass sich Schumacher seinen siebten Weltmeistertitel hart verdienen muss", meinte der Brite.

Schumi ein Synonym für die Formel 1

Auf die Frage, ob Schumacher nach Ende dieser Saison seine Karriere beenden könnte, antwortete Ecclestone: "Es hängt davon ab, wie das Jahr für ihn verläuft. Wenn er stets von jungen Löwen strapaziert wird, könnte er vielleicht daran denken, alles aufzugeben. Doch er liebt das Rennen zu sehr. Das Problem für ihn ist, dass er nichts zu tun hat, wenn er aufhört. Natürlich hoffe ich, dass er lang weitermacht. Die Marke Schumi ist ein Synonym für Formel 1."

Er selber denke keineswegs, in den Ruhestand zu treten. "Ich würde mich zu Tode langweilen. Ich hoffe, im Schlaf, oder bei einem Unfall zu sterben. Ich habe keine Erben, doch ich bin sicher, dass nach mir die F1 sehr anders sein wird. Vielleicht besser, doch sehr sehr unterschiedlich", so der F-1-Chef.
 
Barcelona - Am ersten Testtag in Barcelona hat BAR-Honda mit dem neuen Auto für einen Paukenschlag gesorgt.

Bereits am Vormittag verbesserte Jenson Button im BAR006, der erst am Sonntag präsentiert worden war, seinen eigenen Rundenrekord von vor zwei Wochen.

In 1:13,867 Minuten war er sieben Zehntelsekunden schneller als am 22. Januar an gleicher Stelle.

1,5 Sekunden vor dem Zweitplatzierten

Diese neuerliche Fabelzeit des jungen Briten, mit der er in der Tageswertung knapp eineinhalb Sekunden Vorsprung auf den zweitplatzierten Marc Gene im Williams FW26 hatte, schockte die Konkurrenz.

"Heute Vormittag gab es einen Moment, als ich die Rundenzeit von Jenson Button gesehen habe, da hab' selbst ich einmal kurz geschluckt", gab Ralf Schumacher auf seiner Homepage zu Protokoll.

"Hut ab vor BAR"

BAR gab zwar im Nachhinein an, die Zeit mit ganz wenig Benzin gefahren zu sein, aber trotzdem: "Selbst federleicht musst Du diese Zeit erst einmal fahren", so Schumacher weiter. "Also Hut ab vor BAR, wenn das ein Hinweis auf deren Standard sein soll, dann werden wir noch einiges zu knabbern haben."

Der Deutsche selbst konzentrierte sich auf Set-Up-Arbeiten am FW26 und belegte nach 64 gefahrenen Runden in 1:16,014 Minuten den vierten Rang hinter Buttons Teamkollege Takuma Sato.

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Ralf Schumacher:


Montag, 2. Februar: "Und weiter geht’s im Test-Marathon. Von heute bis Mittwoch steht wieder einmal Barcelona auf dem Programm. Mein Wehwehchen vom Testabbruch letzte Woche in Valencia ist Schnee von gestern, heute war wieder die Abteilung Attacke unterwegs. Und ich muss sagen, das Auto liegt echt gut. Ohne ins Detail gehen zu wollen, kann ich auf jeden Fall sagen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.

Das ist die eine Seite der Medaille. Die andere schaut so aus, dass ich beim Testen ja normalerweise nicht links und nicht rechts schaue. Die Zeiten der Konkurrenz sind mir ziemlich egal, Rundenrekorde sind nicht mein Ding. Ich konzentriere mich ausschließlich auf meine Aufgabe, und die lautet, das Auto beim ersten Rennen so stark wie möglich an den Start zu bringen.Doch heute Vormittag gab’s einen Moment, als ich die Rundenzeit von Jenson Button im BAR gesehen habe, da hab’ selbst ich einmal kurz geschluckt: 1:13,867 stand da auf dem Monitor, der nächste war mein Teamkollege Marc Gene in 1:15, 302.

Also gut, nehmen wir einmal an, dass der BAR mit leerem Tank unterwegs war, und dass auch eine kleine Marketing-Strategie mitgefahren ist, aber selbst federleicht musst du diese Zeiten – schon vor zwei Wochen war Button um eine halbe Sekunde schneller als alle anderen – erst einmal fahren. Also Hut ab vor BAR, wenn das ein Hinweis auf deren Standard sein soll, dann werden wir noch einiges zu knabbern haben. Damit ist mein kleiner Seitenblick aber auch schon wieder beendet, ab jetzt gilt die Konzentration dem FW 26.“
 
München - Für Reifenhersteller Bridgestone hatte die Saison 2003 Licht und Schatten.

Auf der einen Seite gewannen die Japaner mit Ferrari beide WM-Titel, auf der anderen Seite holte der direkte Konkurrent Michelin fast doppelt so viele WM-Punkte.

Im ersten Teil des Sport1-Interviews bezieht Bridgestones Technischer Direktor Hisao Suganuma Stellung zum momentanen Entwicklungsstand der japanischen Reifen. Außerdem blickt er auf die Saison 2003 und die Zusammenarbeit vor allem mit Ferrari zurück.

Sport1: Hatten Sie einen ruhigen Start ins Neue Jahr, oder waren sie einfach zu beschäftigt, um ein paar Tage auszuspannen?

Hisao Suganuma: Wir haben langsam angefangen, aber es gibt ja immer etwas zu tun. Ich selbst war schon am 2. Januar wieder im Büro.

Sport1: Zahlreiche Teams haben schon ihr Fahrzeug für die Saison 2004 vorgestellt. Wie sieht es mit den Reifen aus? Hat Bridgestone schon sein Modell für die nächste Saison?

Suganuma: Noch nicht.

Sport1: Aber sie haben schon getestet?

Suganuma: Ja, wir haben viele Spezifikationen ausprobiert, um über die Grundlagen für die neue Saison zu entscheiden. Im Grunde haben wir an allen Aspekten des Reifens gearbeitet: An Konstruktion, Mischung und Form. Wir haben alle wichtigen Faktoren überprüft. Während der Tests im November, Dezember und in den letzten Wochen hatten wir den Eindruck, dass wir für 2004 einen wettbewerbsfähigen Reifen haben werden.

Sport1: Lassen Sie und kurz auf 2003 zurückblicken. Während Michelin 408 Punkte holte, kam Bridgestone auf nur 216 Zähler.

Suganuma: Ja, aber wir haben zwei Meisterschaften. Sie haben keine.

Sport1: Also fühlen sie sich, was die Punkte angeht, nicht als Verlierer?

Suganuma: Das ist mir egal. Wir wurden in der Meisterschaft nicht geschlagen.

Sport1: Sie beliefern mehr Teams als das, das um den Titel kämpft. Eines davon war BAR, das nach der Saison zu Michelin wechselte. Inwiefern war dies für Sie ein Rückschlag?

Suganuma: Wir waren darüber sehr enttäuscht. Es ist ein Nachteil, da sie einen ganz guten Beitrag für unsere Reifen-Entwicklung geleistet haben. BAR zu verlieren, bedeutet Testkilometer zu verlieren. Das ist der Nachteil daran, BAR verloren zu haben.

Sport1: Gab es auch etwas wie einen Vorteil?

Suganuma: Es gibt keinen Vorteil. Wir haben eines unserer guten Teams verloren. Für mich ist das eine Enttäuschung. Aber wir müssen mit der jetzigen Situation leben und unser Bestes geben. Wir werden, was die Reifen-Entwicklung angeht, von der verbliebenen Gruppe um Ferrari, Sauber, Jordan und Minardi nun mehr verlangen.

Sport1: Was waren die Gründe für BARs Abschied von Bridgestone?

Suganuma: Ich denke, da fragen Sie lieber BAR. Das war nicht meine Entscheidung.

Sport1: Gibt es ein Team oder einen Fahrer, das oder der am meisten zur Reifen-Entwicklung beiträgt?

Suganuma: Ferrari. Sie führen für uns das umfangreichste Testprogramm durch.

Sport1: Gab es so etwas wie ein koordiniertes Entwicklungsprogramm zwischen Bridgestone und dem neuen Ferrari F2004?

Suganuma: Wir entwickeln unsere Reifen nicht speziell für Ferrari. Wir suchen nur nach neuen Aspekten der Reifen-Performance. Wenn wir versuchen, einen großen Schritt nach vorn zu machen, unternimmt Ferrari große Anstrengungen, um uns zu helfen. Das heißt, sie geben uns mehr Möglichkeiten, die unterschiedlichen Spezifikationen zu testen.

Sport1: Also gibt es keine spezielle Verbindung zwischen dem neuen Bridgestone-Reifen und dem neuen Ferrari-Boliden?

Suganuma: Es ist gar nicht notwendig, das (Ferraris; d. Red.) Auto der Saison 2004 zu haben, um an den Reifen zu arbeiten. Wir sind mit ihrem Auto von 2003 ganz zufrieden. Soweit ich weiß, unterscheidet sich der neue Ferrari, was die Reifen angeht, nicht viel von dem der letzten Saison. Wenn wir einen guten Reifen für das Modell von 2003 finden, dann sollte er auch mit dem neuen Fahrzeug funktionieren. Vielleicht müssen wir ein paar Kleinigkeiten ändern, aber das wird kein Problem darstellen.

Sport1: Würden sie in Anbetracht des guten Verhältnisses zwischen Ferrari und Bridgestone den existierenden Vertrag gerne verlängern?

Suganuma: Ja.

Sport1: Bei den Testfahrten lag Ferrari teilweise bis zu zwei Sekunden hinter den Michelin-Teams Williams und McLaren. Danach kritisierte die Presse Bridgestone für Ferraris schwaches Abschneiden und nicht das Team selbst. Ärgert sie das?

Suganuma: Nein, mir macht so ein Rückstand nichts aus. Wir wissen ja auch nicht, mit wie viel Sprit die Teams unterwegs sind. Wir konzentrieren uns auf unser Reifen-Entwicklungsprogramm. Das bedeutet nicht, die schnellste Rundenzeit zu erzielen, sondern die beste Mischung zu finden, um in der nächsten Saison wettbewerbsfähig zu sein. Während der bisherigen Testfahrten sind wir mit unserem Programm gut vorangekommen und sind sehr zufrieden.

Sport1: Bridgestone war 2003 bei regnerischem Wetter fast unschlagbar, litt aber unter heißen, trockenen Bedingungen. Meinen Sie, dieses Verhältnis bleibt auch 2004 so bestehen?

Hisao Suganuma: Wir haben das Problem erkannt und arbeiten daran, die Leistungsfähigkeit unserer Reifen in diesen Situationen zu verbessern. Ich hoffe, es wird sich ändern.

Sport1: Wie wollen Sie es ändern?

Suganuma: Wir ändern die Komponente A, dann B, dann ändern wir C, dann D und so weiter. Wir arbeiten an der Mischung, der Konstruktion und der Form des Reifens, so dass der Reifen sogar in heißen Bedingungen besser funktioniert. Das ist unser Ziel. Wir gehen dabei so vor: Zuerst müssen wir das Resultat der vergangenen Saison analysieren und herausfinden, wo wir gut dastanden und wo wir weniger gut waren. Während wir versuchen, uns in diesem Bereich zu verbessern, dürfen wir unseren Vorteil, die Beständigkeit, aber nicht aus der Hand geben. Wir haben erkannt, dass unsere Performance bei Hitze nicht so gut war. Ich denke, unser Reifen für die neue Saison kann diese Probleme lösen.

Sport1: Mit Schanghai und Bahrain gibt es 2004 zwei neue Strecken in der Formel 1. Einige Fahrer waren schon in Bahrain und sagten, das größte Problem dort sei der Sand auf der Strecke. Bereitet sich Bridgestone in besonderer Weise auf eine solche Herausforderung vor?

Suganuma: Sand auf der Strecke? Das weiß ich nicht (lacht). Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwer zu sagen, ob Sand auf der Strecke wirklich ein Problem sein wird. Ich denke, als die Fahrer nach Bahrain kamen, war der Asphalt noch nicht komplett aufgetragen. Vielleicht wird der Sand ja auch noch mit Gras bedeckt, wenn die Strecke einmal komplett fertig ist. Um ehrlich zu sein: Es ist schwer, sich auf eine sandige Piste vorzubereiten. Wir müssen erst einmal sehen, wie die Strecke und der Belag letztendlich aussehen. Dann werden wir eine Entscheidung treffen.
 
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„Ich hatte drei Jahre was mit Ralf“


Ur-Luder Katie (25) kann’s nicht lassen...

Auch im Dschungel (wo sie in der englischen Version von „Ich bin ein Star, holt mich hier raus“ zu sehen ist) ludert sie weiter.

Katie erzählt, dass sie in ihrer Biographie (erscheint im Mai) so richtig auspacken wird. „Ich werde Namen nennen.“

Sie habe Sex mit Fußball-Star David Beckham gehabt.

Und einem Dschungel-Kollegen erzählte sie: „Mit einigen Unterbrechungen hatte ich drei Jahre ein Verhältnis mit Ralf Schumacher.“

Katie-Agentin Samantha Bond legte gestern nach: „Ja, das stimmt! Sie ist damals oft nach Deutschland geflogen, um ihn zu besuchen.“ Was sagt Ralf?



Der Formel-1-Star gestern zu BILD: „Ich habe die Frau bei einem PR-Termin für meinen damaligen Rennstall Jordan kennengelernt. Alles, was sie in den Jahren danach erzählt hat, ist erstunken und erlogen. Die Wahrheit ist: Da war nie etwas!“Klingt danach, dass sich mit Katies Luder-Biographie ganz schnell die Anwälte beschäftigen werden...


Na da bin ich mal sehr gespannt, was noch so raus kommt. Ralf wird alles abstreiten und versuchen geheim zu halten und Katie lässt alles der Öffentlichkeit wissen. Die nächste Zeit wird sicherlich sehr interessant werden


Michi
 
McLaren auf dem absteigenden Ast?


München - Was ist mit McLaren-Mercedes los? Bis Anfang dieser Woche galten die Silberpfeile als großer Favorit auf die Weltmeisterschaft 2004.

Auch Formel-1-Experte Marc Surer war sich im Sport1-Team-Check noch sicher: "Im Hinblick auf den Saisonstart in gut vier Wochen in Melbourne haben McLaren-Mercedes und BMW-Williams die beste Ausgangsposition. Ich glaube, sie sind beide sehr gut vorbereitet."

McLaren fährt bei Tests hinterher

Doch während BMW-Williams bei den aktuellen Tests in Barcelona die guten Leistungen der Vorwochen bestätigt, fährt McLaren-Mercedes der Konkurrenz meilenweit hinterher.

Nachdem der MP4-19 in Valencia noch einwandfrei funktionierte und für einen Rundenrekord nach dem anderen gut war, quälen sich die Silbernen nun offenbar mit Motorenproblemen herum.

Dennis plant schon jetzt mit MP4-19B

Diese Fakten alleine wären noch nicht allzu beunruhigend, aber die jüngste Ankündigung von Teamchef Ron Dennis gegenüber "Autosport" sorgt für staunende Gesichter: "Das Auto, mit dem wir die Saison beenden, wird nicht der MP4-19 sein - es wird ein MP4-19B sein."

"Es wird sich signifikant von dem Auto unterscheiden, das wir beim ersten Grand Prix haben werden", fährt der Brite fort.

Das bedeutet im Klartext, dass McLaren das neue Auto, das man so lange testen konnte wie kein anderes Team - der Roll-Out fand bereits Ende November statt - schon wieder zum alten Eisen zählt.

Vor einigen Tagen wies Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug noch darauf hin, dass das neue Auto mehr als 7.000 Testkilometer abgespult habe.

Neues Auto ein Flop?

Vor dem Hintergrund von Dennis' Äußerungen stellt sich die Frage: Ist der MP4-19 doch nicht so gut wie alle dachten? Kündigt sich im schlimmsten Fall sogar ein ähnlicher Flop an wie mit dem MP4-18, der 2003 überhaupt nicht zum Einsatz kam?

Momentan ist sicher: Während die Formkurve bei allen anderen Teams in Richtung Saisonstart ansteigt, verliert McLaren-Mercedes auf der Test-Zielgeraden zusehens an Boden.

Mittlerweile scheinen neben BMW-Williams auf jeden Fall Renault und vielleicht sogar BAR-Honda an den Silberpfeilen vorbeigezogen zu sein. Zum Duell mit Ferrari ist es noch nicht gekommen.

Dennis wiegelt ab

Ron Dennis wiegelt zwar alle Bedenken bezüglich der Konkurrenzfähigkeit des neuen Autos ab, wenn er sagt: "Wir haben im Verlauf des Jahres ein sehr ehrgeiziges Programm, das ein Auto hervorbringen wird, das sich zu einer B-Version entwickelt hat."

Dennoch muss man die Frage stellen, ob über ein solches Vorgehen überhaupt nachgedacht werden müsste, wenn das aktuelle Auto alle Wünsche des Teams erfüllen würde.
 
McLaren-Piloten geben Probleme zu


München - Es mehren sich die Anzeichen, dass McLaren-Mercedes im Test-Endspurt für die Formel-1-Saison auf der Zielgeraden die Luft ausgeht.

Zunächst kündigte Teamchef Ron Dennis an, schon jetzt eine Weiterentwicklung des neuen Autos zu planen, was darauf hindeutete, dass der MP4-19 nicht zur vollen Zufriedenheit des Rennstalls funktioniert.

"In Barcelona begannen wir, Probleme zu haben"

Jetzt melden sich nach den enttäuschenden Testfahrten in Barcelona sogar die Fahrer mit Zweifeln an der Konkurrenzfähigkeit des "Delfins" zu Wort.

"Bei den Tests in Jerez und Valencia lief der MP4-19 wirklich gut", erklärt Kimi Räikkönen gegenüber der "Gazzetta dello Sport" zwar, "aber in Barcelona begannen wir, Probleme zu haben."

Neuer Motor macht noch Schwierigkeiten

Der "Iceman" wird sogar noch konkreter: "Es gibt nicht wirklich viele positive Testtage, deshalb bin ich noch immer nicht sicher, wie gut das neue Auto wirklich ist. Der größte Teil unserer Schwierigkeiten liegt im Bereich des Set-Ups."

Doch nicht nur da. "Unsere Probleme stehen zumeist in Verbindung mit der Integration des neuen Motors in das neue Auto", fährt Räikkönen fort.

Wurz beklagt Arbeitsmangel

Obwohl McLaren-Mercedes seit dem 25. November mit dem neuen Auto testen kann, wurde offenabr die Chance verpasst, diesen Zeitvorsprung gegenüber der Konkurrenz auch in einen Entwicklungsvorsprung umzumünzen.

Darauf deuten die Aussagen von Testpilot Alexander Wurz im "kicker" hin, der beklagt, "nur ein Drittel von 2003 zur gleichen Zeit" an Testkilometern abgespult zu haben.

Dieser Rückstand kam zustande, weil Wurz für das grazile Cockpit des MP4-19 schlicht zu groß war und das Auto deshalb umgebaut werden musste.

Haug scheut Prognose

Selbst Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug, der zwar die lange Testphase des neuen Autos ausdrücklich begrüßt und auch positiv bewertet, scheut gegenüber der "dpa" eine Prognose für den Saisonstart: "Eine Vorhersage zu machen, ist sicherlich der absolut falsche Weg."

Er richtet sich auf einen harten Kampf um den Titel ein: "BMW, Ferrari, Renault und wir sollten dabei sein." Dazu hat er Toyota, BAR und Sauber auf der Rechnung. "Deshalb denke ich, dass das Feld noch viel enger zusammenrückt, als das bisher der Fall war."

Kimi Räikkönen fasst die Situation der Silberpfeile zusammen: "Die Weltmeisterschaft wird in Kürze beginnen und in Barcelona hatten wir Probleme, mit Williams mitzuhalten. Es ist eine lange Saison. 18 Rennen, aber ich hoffe, dass wir einen guten Start in Australien haben werden."
 
Schweiz will F1 Zirkus


Bern - Auch die Schweiz will künftig Schauplatz von Formel-1-Rennen werden.

Mit 14:8 Stimmen unterstützte am Dienstag die Verkehrskommission des Nationalrates einen entsprechenden Vorstoß, der das seit fast 50 Jahren bestehende Verbot von "öffentlichen Rundstreckenrennen mit Motorfahrzeugen" zu Fall bringen soll.

Kein Rennen mehr seit 1954

Das Gesetz war erlassen worden, nachdem 1955 ein Unglück beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans über 80 Todesopfer gefordert hatte. Der bislang letzte Schweizer Grand Prix fand 1954 in Bern statt. (Sie kennen sich in der Formel 1 aus? Dann spielen Sie jetzt den PS-Experten!)

Derzeit ist unklar, wann vor dem Hintergrund einer deutlich verbesserten Sicherheitskomponente die Entscheidung über eine Wiederzulassung der Rennen fällt.

Neue Rennstrecke für mehr Arbeitsplätze

Ein positiver Beschluss würde die Möglichkeit schaffen, eine neue Rennstrecke zu bauen. Die Anhänger dieser Idee argumentieren, ein moderner Kurs würde 1400 bis 2500 Arbeitsplätze schaffen und eine jährliche Wertschöpfung von 40 bis 70 Millionen Franken bringen.

Mit dieser Entscheidung treten die Eidgenossen dem eigentlichen Trend der Formel 1 entgegen, sich immer mehr aus Europa zurückzuziehen.

Andere Kandidaten auf Ecclestones Liste

Bernie Ecclestone plant neben den beiden Rennen in China und Bahrain, die 2004 zum ersten Mal im Rennkalender auftauchen werden, noch weitere Rennen außerhalb des bisherigen Kernlandes Mitteleuropa.

Ganz oben auf der Liste stehen Mexiko, Indien, Südkorea, die Türkei und Russland.
 
Michi schrieb:
Schweiz will F1 Zirkus


Bern - Auch die Schweiz will künftig Schauplatz von Formel-1-Rennen werden.

Mit 14:8 Stimmen unterstützte am Dienstag die Verkehrskommission des Nationalrates einen entsprechenden Vorstoß, der das seit fast 50 Jahren bestehende Verbot von "öffentlichen Rundstreckenrennen mit Motorfahrzeugen" zu Fall bringen soll.

na Sachen gibts 50 Jahre [[stupid]]
 
Das neue Rennwochenende im Überblick (alle Zeiten sind Orstzeiten)


Freitag:
11:00 - 12:00 Uhr: 1. Freies Training
14:00 - 15:00 Uhr: 2. Freies Training


Samstag:
10:00 - 10:45 Uhr: 3. Freies Training
11:15 - 12:00 Uhr: 4. Freies Training
ab 14:00 Uhr: Qualifying (Dauer ca. 90 Minuten)


Sonntag:
ab 14:00 Uhr: Rennen


Hinweise und Ausnahmeregelungen:
- Das Freitagstraining findet in Monaco am Donnerstag statt.
- In Kanada und den USA findet das 3. Freie Training von 09:00-09:45 Uhr, das 4. Freie Training von 10:15-11:00 Uhr sowie das Qualifying ab 13:00 Uhr Ortszeit statt.
- Für folgende Länder gibt es eine Ausnahme bei den Startzeiten: Malaysia (15:00 Uhr), Bahrain (14:30 Uhr), Kanada (12:30 Uhr), USA (12:00 Uhr), Großbritannien (13:00 Uhr), Japan (14:30 Uhr) und Brasilien (15:00 Uhr).
 
Handfester Streit zwischen Williams und Montoya


München - Viel war über den Wechsel von Juan Pablo Montoya zu McLaren-Mercedes spekuliert worden.

War es das Geld, war es die bessere Perspektive oder ging es dem Kolumbianer nach vier Jahren BMW-Williams einfach nur um eine Luftveränderung? Alles falsch!

Zehnminütigen Schimpf-Kanonade

Es war ein handfester Streit zwischen Montoya und der Williams-Spitze, die den schnellen Abschied des WM-Dritten provozierte.

Laut Patrick Head sei der Kolumbianer beim letztjährigen Frankreich-GP völlig aus der Rolle gefallen. Montoya habe über den Streckenfunk das gesamte Team mit einer zehnminütigen Schimpf-Kanonade auf das Übelste beleidigt.

"Er hat das Team ziemlich heftig angepöbelt"

Grund für Montoyas Ausraster: Der 28-Jährige meinte, BMW-Williams hätte Ralf Schumacher bei einem Boxenstopp bevorzugt behandelt und ihm dadurch die Sieg-Möglichkeit genommen.

Patrick Head erinnert sich: "Daraufhin hat er das Team über den Funk ziemlich heftig angepöbelt. Dann hat er wohl ein bisschen geschmollt, hat Gas weggenommen und ist das Rennen in aller Ruhe zu Ende gefahren."

Montoya wirft Team Inkompetenz vor

Das ließen die Williams-Bosse natürlich nicht auf sich sitzen. Erst ist Head gegenüber der BBC in typisch englischer Manier noch zurückhaltend: "Wir meinten es war ungerechtfertigt, das Team nonstop über Funk zu beleidigen."

Dann spricht Williams' Technischer Direktor Klartext: "Wir konnten hier nicht die Situation haben, dass er (Montoya; d. Red.) so ziemlich jeden im Team - von der Führung bis zu den Angestellten - beschuldigt, inkompetent zu sein."

Head hat Montoya "auf die Finger geklopft"

Natürlich wurde Montoya wenig später zum Rapport bestellt.

Head erinnert sich: "Wir sprachen darüber. Ich denke, Juan hat es nicht gefallen, dass wir ihm auf die Finger geklopft haben. Seine Entscheidung bei McLaren zu unterschreiben fiel dann wenige Tage nach dem Vorfall." (Hat Williams richtig reagiert? Diskutieren Sie mit anderen Usern im Motorsport-Forum!)

Montoyas Problem mit Ralf Schumacher

Heute haben sich die Wogen im Team, so meint Head, wieder geglättet. "Juan ist ein sehr heißblütiger Charakter und deshalb trifft er manchmal impulsive Entscheidungen und kommt zu impulsiven Schluss-Folgerungen", sagt der Brite.

Nur eines könne der WM-Dritte immer noch nicht verwinden: Gegen Ralf Schumacher zu verlieren. "Hinter seinem Teamkollegen ins Ziel zu kommen macht ihn nicht gerade zu einem glücklichen Typen", sagt Head.
 
Jeder gegen Jeden


Bremst sich BMW-Williams im Titel-Kampf selbst aus? Die Weiß-Blauen haben momentan das beste Auto und mit Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya die stärkste Fahrerpaarung der Formel 1. Beste Voraussetzungen also, um in diesem Jahr die Ära von Michael Schumacher und Ferrari zu beenden. Doch hinter den Kulissen scheint es mächtig zu kriseln.

Öffentlich üben Teamleitung und Fahrer aneinander Kritik. So warf Technik-Chef Patrick Head in einem Interview mit der 'BBC' Ralf Schumacher vor, mental nicht stark genug zu sein. Schumi II habe vor allem dann Probleme, wenn das Auto auf einer Strecke nicht gleich optimal läuft. "Ralf muss lernen, den Schaden so gering wie möglich zu halten, wenn das Auto nicht gut genug ist", so Head. "Er muss eine positivere Einstellung gewinnen."

Teamchef Frank Williams erneuerte in einem Interview mit 'ITVF1' seine Kritik am Fahrstil des Deutschen: "Ich denke, er ist oft nicht aggressiv genug", sagte Williams, lobte Schumacher allerdings auch für sein sehr gutes Technik-Verständnis: "Er hat ein gutes Gefühl für die Reifen und für Veränderungen."

Mehr Geld will der Teamchef seinem Schützling im Falle einer Vertragsverlängerung des Ende des Jahres auslaufenden Kontrakts aber auf gar keinen Fall zahlen. Seit Dezember liegen die Verhandlungen zwischen dem Schumacher-Management und Williams deshalb auf Eis. Schumi II schließt inzwischen auch einen Teamwechsel nicht mehr aus. Schumacher: "Frank weiß, was er an mir hat. Ich fahre verdammt gerne Formel 1 und möchte auch gutes Geld verdienen. Wenn ich in eine Situation gedrängt werde, die nicht meinen Vorstellungen entspricht, verliere ich diesen Spaß."

Seinem Ärger machte er in einem Interview mit dem Schweizer 'Blick' Luft: "Es ist ein großer Fehler von Williams, Montoya ziehen zu lassen, ein so starkes Team zu zerbrechen. Und dabei noch einen Hauptgegner wie McLaren-Mercedes zu stärken. Das kann höchstens Frank erklären." Schumachers Botschaft ist klar: Wenn ihr so weiter macht, verliert ihr auch mich.

Bei der dicken Luft, die momentan bei BMW-Williams herrscht, könnte Schumi II schon bald den Spaß verlieren. Erst recht, wenn die erhofften Ergebnisse zu Saisonbeginn ausbleiben. Der bereits bekannte Wechsel von Montoya zu McLaren-Mercedes bringt zusätzlich Unruhe ins Team, auch wenn das alle Beteiligten abstreiten. Möglicherweise scheitern die Weiß-Blauen genau an dem, was in den vergangenen Jahren den Erfolg von Michael Schumacher und Ferrari mitbegründet hat: Team-Geist.
 
Badoer hat Glück im Unglück


Ein schwerer Crash von Ferrari-Testpilot Luca Badoer hat die Testfahrten in Imola überschattet. Der Italiener verlor im F2003-GA in der Variante-Alta-Kurve die Kontrolle über seinen Wagen und knallte in einen Reifenstapel. Badoer, der Reifentests absolvierte, entstieg dem Wrack unverletzt. Nach einem Gesundheitscheck erhielt er Grünes Licht für weitere Testfahrten am Donnerstag.

Schnellster in Imola war in 1:21,250 Minuten Renault-Pilot Jarno Trulli aus Italien. Nichts lief zusammen bei Nick Heidfeld. Er fuhr im Jordan zwar 65 Runden, lag aber mehr als zwei Sekunden hinter Trulli und sogar 0,7 Sekunden hinter seinem Teamkollegen Giorgio Pantano. Langsamer als Heidfeld war nur Gianmaria Bruni im Minardi.

In Valencia waren die Boliden mit Michelin-Reifen unter sich. Juan Pablo Montoya fuhr in der schnellsten seiner 85 Runden 1:09,103 Minuten und stellte damit einen Rundenrekord auf. Der Kolumbianer war sechs Hundertstelsekunden schneller als Testfahrer Antonio Pizzonia auf dessen Rekordrunde Ende Januar. Neben Montoya war Marc Gene im zweiten BMW-Williams auf der Strecke, der nach 92 Runden knapp 1,2 Sekunden Rückstand hatte. Beide Piloten testeten in erster Linie Reifen.

Einmal mehr überzeugte Jenson Button im BAR-Honda. Der Brite drehte 98 Runde und war knapp vier Zehntel langsamer als Montoya. Sein Teamkollege Takuma Sato fuhr die viertbeste Zeit (0,790 Sekunden zurück). Zwischen die beiden schob sich Christian Klien. Der Formel-1-Rookie absolvierte im Jaguar 110 Runden und war nur etwas mehr als vier Zehntel langsamer als Montoya.

Zu den Enttäuschungen zählten einmal mehr die McLaren-Mercedes, die alles andere als pfeilschnell über die Strecke huschten. Kimi Räikkönen fuhr zwar 101 Runden, zu mehr als der sechstbesten Zeit (1,116 Sekunden zurück) reichte es aber nicht. Noch schlechter war David Coulthard, der den 10. Platz unter 11 Fahrern belegte. Zu allem Überfluss fing sein Bolide bei einem Boxenstopp Feuer, das allerdings von der Crew schnell gelöscht wurde.

In Mugello war Michael Schumacher wieder allein auf weiter Flur. Im F2004 drehte der Weltmeister 63, für die schnellste benötigte er 1:19,060 Minuten. Damit war er mehr als zwei Zehntel langsamer als der Rundenrekord, den Rubens Barrichello in der vergangenen Wochen aufgestellt hatte. Schumacher wird am Donnerstag die Tests fortsetzen, ehe er das Lenkrad an Rubens Barrichello übergibt. Während seine Landsmänner in Rio de Janeiro und Umgebung Karneval feiern, muss der Brasilianer also arbeiten - armer Rubinho...
 
München - Mit dem FW26 scheint dem BMW WilliamsF1 Team ein großer Wurf gelungen zu sein.

Seit den ersten Testfahrten läuft der neue weiß-blaue Bolide so gut, dass selbst ein Michael Schumacher das deutsch-britische Team als großen WM-Favoriten sieht.

In die Favoriten-Rolle will man sich bei BMW allerdings nicht drängen lassen, sagt Mario Theissen. Sport1 traf sich in München mit dem BMW-Motorsportdirektor und sprach mit ihm über seine Erwartungen für die Formel-1-Saison 2004.

Sport1: Der FW26 läuft, anders als sein Vorgänger, schon seit den ersten Tests hervorragend. Hätten Sie diese Performance von einem Auto erwartet, das doch so viele Neuerungen in sich birgt?

Mario Theissen: Wir haben das Entwicklungsprogramm bewusst weit nach vorn gezogen, sowohl auf Motorenseite als auch beim Fahrzeug. Und wir wären gerüstet gewesen, noch eine Entwicklungsschleife vor dem ersten Rennen durchzuziehen. Aber es war sehr erfreulich, wie das Auto vom ersten Tag an funktioniert hat. Natürlich läuft die Entwicklungsschleife trotzdem. Keiner wird in Melbourne mit dem Auto antreten, mit dem er die vergangenen sechs Wochen getestet hat. Es ist wirklich so: Das Auto hat - wie die Engländer sagen - 'out of the box' funktioniert. Das war sicher ein großer Fortschritt gegenüber dem vergangenen Jahr.

Sport1: Die gute Performance veranlasst viele Experten, BMW-Williams als Favorit für 2004 zu sehen. Nehmen Sie die Favoritenrolle an?

Theissen: Die Rolle nehmen wir nicht wirklich an. Es ist aber auch unerheblich, welche Einschätzung andere haben. Die entscheidende Erkenntnis des vergangenen Jahres war, dass sich die Gewichte in einer Saison mehrfach drastisch verschieben können. Wir haben das an unserem Team am besten gesehen. Wir hatten einen sehr schwierigen Start, als uns fast jeder schon abgeschrieben hat. Kurz nach Mitte der Saison hat dann jeder gesagt: 'Völlig klar, dass die Weltmeister werden.' Aber durch einige Fehler, die uns am Ende der Saison unterlaufen sind, wurden wir dann doch nicht Weltmeister. Wegen der Frühform jetzt schon den Titelfavoriten zu küren, wäre meiner Meinung nach verfrüht und gefährlich.

Sport1: Michael Schumacher gilt vor Saisonstart für viele Experten als Außenseiter. Wird der Weltmeister unterschätzt?

Theissen: Ich glaube, ja. Ich habe auch das ein oder andere gelesen. Vielleicht ist da Wunschdenken dabei. Ich selbst habe noch nicht erlebt, dass bei Michael Schumacher die Motivation nachlässt oder bei Ferrari. Für mich ist Ferrari der Maßstab, ganz klar. Michael Schumacher genauso. Jetzt wollen wir sehen, ob wir die Lücke geschlossen haben.

Sport1: Vor zwei Jahren präsentierte Williams einen sehr konservativen FW24. BMW und Williams intensivierten daraufhin die Zusammenarbeit und wir sahen einen innovativen FW25 - der FW26 scheint noch gewagter im Design. Wie viel BMW ist denn dran am FW26?

Theissen: Das ist je nach Bereich unterschiedlich. Natürlich ist der Motor zu hundert Prozent BMW. Die Aerodynamik, die am FW26 besonders hervorsticht, ist zu fast hundert Prozent Williams. Wir unterstützen diesen Bereich z.B. beim Modellbau. Dazwischen liegen das Getriebe und die Elektronik. Hier haben wir eine sehr enge Verzahnung erreicht. Bei der Entwicklung und der Berechnung des neuen Getriebes waren BMW-Ingenieure dabei. Das Gehäuse wird in der BMW-Gießerei in Landshut gegossen. Man kann schon von einer sehr intensiven Vernetzung sprechen.

Sport1: Ist es vielleicht sogar ein heimlicher BMW, der 2004 über die Strecken fährt?

Theissen: Nein, ganz klar nicht. Unser Beitrag konzentriert sich auf den ganzen Antrieb, also Motor, Getriebe und Differential.

Sport1: In den vergangenen Jahren wurden die Erfolge des Teams vor allem auf die Power des BMW Motors zurückgeführt, weniger auf das Chassis. Fürchten Sie, dass sich das aufgrund des spektakulären Chassis nun umkehrt?

Theissen: Nein, ich hoffe es sogar. Wir haben ja auch das Umgekehrte schon erlebt. Im Jahr 2000 waren wir die Anfänger, die erst einmal lernen mussten, sich in der Formel 1 zu bewegen. Da hat uns Williams auf die Rille geholfen.

Sport1: Das hat sich dann aber schnell umgekehrt.

Theissen: Es könnte uns im Moment nichts Besseres passieren, wenn das Auto so stark ist, dass man erkennt: Die Aerodynamik bringt's. Aber es müssen alle Faktoren topp sein, um den Titel zu holen, weil der Wettbewerb so hart ist. Wir müssen wirklich versuchen bei Motor, Fahrzeug, Reifen und den Fahrern so perfekt aufgestellt zu sein, dass wir am Ende die Nase vorn haben.