Eisschnellaufen Saison 2003/2004

elber

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März 10, 2003
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philipsburg
hier der terminkalender, einige waren schon...

Datum Disziplin Wettkampf Ort
11.-12.10.2003 Short-Track Hanse Cup Rostock
17.-19.10.2003 Short-Track 1. Weltcup Shorttrack Nordamerika
24.-26.10.2003 Short-Track 2. Weltcup Shorttrack Nordamerika
25.-26.10.2003 Short-Track 1. Bundesliga-Wettkampf Oberstdorf
01.-02.11.2003 Long-Track DM Einzelstrecken 2004 Erfurt
08.-09.11.2003 Long-Track 1. Weltcup Hamar (NOR)
15.-16.11.2003 Long-Track 2. Weltcup Erfurt
15.-16.11.2003 Short-Track Juniorenwettkampf Dresden
21.-23.11.2003 Long-Track 3. Weltcup Heerenveen (NED)
21.-23.11.2003 Short-Track Global-Cup Mannheim
28.-30.11.2003 Short-Track 3. Weltcup Shorttrack Asien
29.-30.11.2003 Short-Track 2. Bundesliga-Wettkampf Dresden
29.-30.11.2003 Long-Track Länderkampf GER-NED AK 14-17 Grefrath
05.-07.12.2003 Long-Track 4. Weltcup Calgary (CAN)
05.-07.12.2003 Short-Track 4. Weltcup Shorttrack Asien
12.-14.12.2003 Short-Track 8. Olympic Day Dresden
13.-14.12.2003 Long-Track 5. Weltcup Salt Lake City (USA)
13.-14.12.2003 Long-Track 1. DESG Wanderpokal Inzell
29.-30.12.2003 Long-Track DM Mehrkampf 2004 Berlin
29.-30.12.2003 Long-Track DM Sprintmehrkampf 2004 Berlin
02.-04.01.2004 Short-Track WM Junioren Shorttrack 2004 Beijing (CHN)
09.-11.01.2004 Long-Track EM Mehrkampf 2004 Heerenveen (NED)
10.-11.01.2004 Short-Track 3. Bundesliga-Wettkampf Rostock
16.-18.01.2004 Short-Track EM Shorttrack 2004 Den Haag (NED)
17.-18.01.2004 Long-Track WM Sprintvierkampf 2004 Nagano (JPN)
24.-25.01.2004 Long-Track 6. Weltcup HARBIN (CHN)
24.-25.01.2004 Long-Track 2. DESG-Wanderpokal Dresden
30.-31.01.2004 Long-Track DM AK 18/19 Mehrkampf 2004 Erfurt
31.01.-01.02.2004 Long-Track DM AK 16/17 Mehrkampf 2004 Erfurt
06.-08.02.2004 Short-Track 5. Weltcup Shorttrack Europa
07.-08.02.2004 Long-Track WM Mehrkampf 2004 Hamar (NOR)
13.-15.02.2004 Short-Track 6. Weltcup Shorttrack Europa
14.-15.02.2004 Long-Track 7. Weltcup Klobenstein/Collalbo (ITA)
14.-15.02.2004 Long-Track DM AK 14/15 Mehrkampf 2004 Berlin
14.-15.02.2004 Long-Track DM Master Mehrkampf ?
20.-22.02.2004 Long-Track WM Junioren 2004 Roseville (USA)
20.-22.02.2004 Long-Track 8. Weltcup Inzell
21.-22.02.2004 Short-Track DM Junioren Shorttrack 2004 Dresden oder Grefrath
27.-29.02.2004 Long-Track Weltcupfinale Heerenveen (NED)
28.-29.02.2004 Long-Track DM AK 13 Mehrkampf Chemnitz
28.-29.02.2004 Long-Track DM AK 14/15 Sprint 2004 Berlin oder München
28.-29.02.2004 Long-Track DM Junioren AK 16-19 Einzelstrecken Berlin oder München
05.-06.03.2004 Long-Track Viking Race Junioren B-D Heerenveen (NED)
06.-07.03.2004 Short-Track DM Shorttrack 2004 Rostock
12.-14.03.2004 Long-Track WM Einzelstrecken 2004 Seoul (KOR)
13.-14.03.2004 Short-Track WM Mannschaft Shorttrack 2004 St. Petersburg (RUS)
13.-14.03.2004 Short-Track 4. Bundesliga-Wettkampf Mannheim
19.-21.03.2004 Short-Track WM Shorttrack 2004 Göteborg (SWE)
 
vorab ein paar ältere news:

17.10.2003

Rekordweltmeisterin mit guten Tests

München - Bei den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften am 30. Oktober will Gunda Niemann-Stirnemann ein erfolgreiches Comeback feiern. Die Vorbereitungen lassen hoffen.

Die 37-jährige Rekordweltmeisterin absolvierte am Freitag in Erfurt einen gelungenen Test. Über 3000 Meter war sie in 4:16,65 Minuten erfolgreich.

Damit verfehlte die für Chemnitz startende dreimalige Olympiasiegerin den von der Kanadierin Clara Hughes aufgestellten Bahnrekord zwar um rund zwölf Sekunden, präsentierte sich aber zwei Wochen vor Saisonbeginn bereits in ansprechender Form.

quelle: sport1.de


19.10.2003

Friesinger in hervorragender Frühform

München - Anni Friesinger ist in hervorragender Frühfrom. Das bewies die Eisschnellauf-Olympiasiegerin bei Testrennen auf ihrer Hausbahn in Inzell.

Auf ihrer Paradestrecke über 1500 Meter brauchte die vierfache Weltmeisterin nur 1:59,79 Minuten und verfehlte damit den 17 Jahre alten Freiluft-Weltrekord der Dresdnerin Karin Kania (1:59,30 1986 in Medeo/Kasachstan) nur knapp.

Noch enger war der Rückstand auf ihren eigenen Bahnrekord, hier fehlten nur elf Hundertstelsekunden. "Ich bin überglücklich. So gut bin ich noch nie in eine Saison gestartet", sagte Friesinger, die auch über 500 Meter mit 39,99 Sekunden eine sehr gute Zeit hinlegte.

quelle: sport1.de


20.10.2003

Weltrekordfest in Calgary

München - Beim ersten Weltcup der Shorttracker in Calgary ist zum Abschluss der Wettbewerbe die fünfte Weltrekordmarke geknackt worden.

Im Staffelfinale bei den Damen holte sich Südkorea den Weltrekord in 4:11,742 Minuten über die 3000 Meter. Damit war das Quartett aus Südkorea 0,062 Sekunden schneller als die Chinesinnen einen Tag zuvor.

Zudem lief der Kanadier Jean-François Monette mit 41,184 Sekunden über 500 Meter neuen Weltrekord sowie Südkoreas Herren-Staffel. Beste Deutsche war Yvonne Kunze. Sie belegte über die 500 Meter Rang 14. Die Damen-Staffel mit Kunze, Christin Priebst, Aika Klein und Ulrike Lehmann belegte Platz fünf.

quelle: sport1.de
 
ältere news teil 2:

23.10.2003

Erstes Weltcup-Rennen als Nahziel

München - Eisschnelllauf-Weltmeisterin Monique Garbrecht-Enfeldt aus Berlin wird nicht an den deutschen Meisterschaften am kommenden Wochenende in Erfurt teilnehmen.

Der Grund ist eine schmerzhafte Überlastung des rechten Kniegelenks. "Jetzt ist es entscheidend, dass ich mich auf das Wesentliche konzentriere und wieder gesund werde", erklärte die Olympia-Zweite von Salt Lake City.

In nächster Zeit will die neunmalige Weltmeisterin vor allem am Wiederaufbau der Muskeln arbeiten, um ihr Ziel, beim ersten Weltcup-Rennen am 7./8. Dezember im kanadischen Calgary wieder an den Start gehen zu können, zu verwirklichen.

quelle: sport1.de
 
Neuer Weltrekord über 1500 Meter

München - Beim Shorttrack-Weltcup in Marquette/USA hat der südkoreanische Mehrkampfweltmeister Ahn Hyun-Soo einen neuen Weltrekord über 1500 Meter aufgestellt.

Er war mit 2:10,639 Minuten 1,595 Sekunden schneller als der Kanadier Steve Robillard, der seinen Rekord letzten Oktober in Calgary aufstellte. Auf Platz zwei kam in Marquette der Kanadier Mathieu Turcotte mit 2:10,713, gefolgt von dem US-Amerikaner Apolo Anton mit 2:11,280.

Bei den Frauen siegte ebenfalls Südkorea. Choi Eun-Kyun lief die 1500 Meter in 2:32,548 Minuten. Deutsche Shorttracker waren in Marquette nicht dabei.

quelle: sport1.de
 
Friesinger verzichtet auf Goldschuhe

München - "Goldene Zeiten" für die Eisschnellläuferinnen Anni Friesinger und Claudia Pechstein. Nach ihrem "Zicken-Duell" bei den Olympischen Winterspielen reißen sich die Sponsoren um sie.

Neben Audi und Wella wird Claudia Pechstein in in der kommenden Saison auch noch die renommierte Mode-Kette Esprit vertreten. Damit steigt das Jahreseinkommen auf geschätzte750 000 Euro. Aber auch die zweite Person im "Zicken-Duell" sahnt kräftig ab.

Anni Friesinger wird am Mittwoch einen weiteren Sponsoring-Vertrag mit einem neuen Werbepartner unterzeichnen. Das Angebot ihres Parnters K2 ihr goldene Schuhe zu machen lehnte sie jedoch ab.

quelle: sport1.de
 
"An ihrer Stelle hätte nicht wieder angefangen"

München - Noch bevor Gunda Niemann-Stirnemann einen Schritt auf das Eis getan hat, kommt es zu ersten verbalen Tiefschlägen von Konkurrentin Claudia Pechstein.

"An ihrer Stelle hätte ich nicht wieder angefangen und wenn ich ihre Zeiten höre, brauche ich mir keine Sorgen zu machen", zickte Pechstein vor dem geplanten Comeback nach zwei Jahren Babypause bei der DM in Erfurt am Wochenende.

Niemann-Stirnemann reagierte gelassen: "Das interessiert mich nicht. Ich ignoriere das und gucke weder nach rechts noch nach links", erklärte sie bei einer Pressekonferenz in Erfurt.

quelle: sport1.de
 
"Ich habe null Angst"

München - Gunda Niemann-Stirnemann hat keine Angst vorm Versagen.

Die Eisschnelllauf-Rekordweltmeisterin, die nach knapp zweijähriger Babypause bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt am Wochenende erstmals wieder die Schlittschuhe schnüren wird, bestätigt: "Daran, dass es schiefgehen könnte, habe ich überhaupt noch nie gedacht. Ich habe null Angst."

"Ich brauche nach zwei Jahren Pause die Wettkampfhärte", sagt sie weiter, "ich freue mich, wenn ich im Training mal eine schnelle Runde laufe. Ich merke, ich bin nah dran, aber ich habe eben noch nicht den alten Schritt."

quelle: sport1.de
 
Konzentration auf Qualifikation für Weltcups

München - Gunda Niemann-Stirnemann ist zurück. Die Eisschnelllauf-Rekordweltmeisterin wird nach knapp zweijähriger Babypause bei den Deutschen Meisterschaften in Erfurt am Wochenende erstmals wieder die Schlittschuhe schnüren.

Es soll allerdings ein Comeback der kleinen Schritte werden. "Es ist nicht unser Ziel, mit Claudia Pechstein oder Anni Friesinger mitzuhalten. Das ist nach dem Babyjahr nicht drin", sagte Trainer Klaus Ebert.

Vielmehr gilt es, sich vorerst für die erste Weltcupserie mit den Rennen in Hamar, Erfurt und Heerenveen zu qualifizieren.

quelle: sport1.de
 
Südkoreaner brechen zwei Weltrekord

München - Erneut dominierten die Asiaten den zweiten Shorttrack-Weltcup in Marquette. Der Südkoreaner Lee Seung-Jae sicherte sich im 1000-Meter-Halbfinale in 1:25,729 Minuten den Weltrekord und blieb 0,256 Sekunden unter der zwei Jahre alten Bestmarke des Kanadiers Steve Robillard.

Auch Lees Landsmann Ahn Hyun-Soo verbesserte den Weltrekord über 1500 Meter auf 2:10,639 Minuten. Zudem unterstrichen die Asiaten ihre Überlegenheit mit Siegen auf allen Distanzen.

Lee siegte über 3000 Meter, Ahn über 1000 Meter und im Mehrkampf. Bei den Damen ging der Sieg über 1000 Meter und im Mehrkampf an Choi Eun-Kung. Byun Chun-Sa gewann über 3000 Meter.

quelle: sport1.de
 
Niemann-Stirnemann mit Comeback

München - Claudia Pechstein ist angeschlagen. Die Olympiasiegerin wird daher bei den deutschen Meisterschaften der Eisschnellläufer in Erfurt nur die 3000 Meter am Sonntag laufen.

"Claudia hatte fünf Tage lang eine fiebrige Grippe mit dicken Mandeln", erklärte Trainer Joachim Franke. Die erfolgreichste Winter-Olympionikin wollte es ohnehin langsam angehen lassen: "Die drei folgenden Weltcup-Wochenenden in Hamar, Erfurt und Heerenveen sind mir wichtiger."

In Erfurt tritt Pechstein unter anderem gegen Gunda Niemann-Stirnemann an, die nach zweijähriger Babypause ihr Comeback feiert.

quelle: sport1.de
 
"Als Junior sind sie das Sternchen - und dann?"

München - Vor der Eisschnelllauf-DM in Erfurt schlägt Cheftrainer Helmut Kraus Alarm und weist auf die "dramatische Situation" im Herren-Kader hin. Nach der enttäuschenden Vorsaison muss und soll da was passieren.

"Die Leistungen sind einfach nicht ausreichend. Wir haben da noch einmal ordentlich reingeblasen und setzen darauf, dass sich was tut", sagte Kraus gegenüber Sport1.

Für Junioren-Cheftrainerin Dr. Isolde Weidner sind die Ursachen durchaus auch psychologischer Natur: "Als Junior sind sie das Sternchen - und dann? Als Senior müssen sie sich plötzlich ganz hinten anstellen."

quelle: sport1.de
 
Friesinger vor DM-Start in Topform

München - Gunda Niemann-Stirnemann feiert bei den deutschen Meisterschaften im Eisschnelllaufen in Erfurt ihr Comeback. 17 Monate nach der Geburt ihrer Tochter geht es für die 19-fache Weltmeisterin dabei um eines der zwei verbleiben Weltcup-Tickets.

Anni Friesinger, die neben Claudia Pechstein und Daniela Anschütz bereits für den Weltcup qualifiziert ist, zeigt sich vor Erfurt in Topform. "Sie hat Trainingswerte wie nie zuvor und kann alle drei Strecken gewinnen", sagt Friesinger-Coach Markus Eichler.

Pechstein dagegen hat nach einer Grippe noch Trainingsrückstand und will erst an den Weltcup-Wochenenden wieder angreifen.

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Dittrich holt elften Meistertitel

München - Elfter Deutscher Meistertitel für Frank Dittrich! Zum Abschluss des ersten Tages der deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Erfurt ließ der 35-jährige Chemnitzer in der sehr guten Zeit von 6:37,79 Minuten die Konkurrenz über 5000 m hinter sich. Zweiter wurde der Olympia-Dritte Jens Boden (Dresden/6:39,85).

Im Herren-Sprint über 500 Meter hatte zuvor Dino Gillarduzzi das zweite Gold des Tages für Inzell geholt.

In 36,13 und 36,23 Sekunden war der gebürtige Italiener schnellster Mann auf dem Eis und darf nun erstmals für Deutschland am Sprinter-Weltcup teilnehmen.

quelle: sport1.de
 
Niemann feiert Comeback - Friesinger feiert siebten DM-Titel

München - Eisschnelllauf-Rekordweltmeisterin Gunda Niemann-Stirnemann hat am Freitag ein grandioses Comeback auf den Kufen gefeiert.

Nach fast 1000 Tagen Wettkampfpause lief die 37-Jährige zum Auftakt der deutschen Meisterschaften in Erfurt über die 5000-m-Distanz in Weltjahresbestzeit zu ihrem 34. nationalen Titelgewinn. Claudia Pechstein und Anni Friesinger hatten auf einen Start verzichtet, da sie bereits für die Weltcuprennen gesetzt waren.

Dafür glänzte Friesinger zum Sprint-Auftakt über 500 m in 38,72 Sekunden und setzte sich im Titelkampf nach einem spannenden Rennen gegen die Erfurter Sprint-Spezialistin Sabine Völker durch.

quelle: sport1.de
 
Streitpunkt Athletenvereinbarung

München - Anni Friesinger, Claudia Pechstein und Gunda Niemann müssen mit einer Sperre der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) für den Weltcup-Auftakt am zweiten November-Wochenende in Hamar rechnen.

Die DESG hat diese drastische Maßnahme in Erwägung gezogen, da das Gold-Trio noch immer nicht die vom Verband verlangte Athleten-Vereinbarung unterzeichnet hat.

Mit der Erklärung will die DESG das Recht der Athleten auf das eigene Bild einschränken. Die Rechte für zwei Logos auf dem Rennanzug liegen bei der DESG, die beiden anderen beim Atlethen. Streitpunkt ist das dritte von insgesamt sechs möglichen Logos.

quelle: sport1.de
 
Neue Disziplinen für die WM

München - Nach Ansicht von Günter Schumacher, Sportdirektor der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG), ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der 100-m-Sprint und die Team-Verfolgung schon 2005 in Inzell zum Programm der Einzelstrecken-Weltmeisterschaften gehören.

Der Vorschlag "hat insgesamt eine sehr positive Resonanz unter den Eisschnelllauf-Nationen gefunden. Ich bin sehr optimistisch, dass uns diese Neuerungen in der Außenwirkung weiter voran bringen", sagte DESG-Cheftrainer Helmut Kraus.

Vom 7. bis 11. Juni wird der ISU-Kongress im niederländischen Scheveningen auch über die Aufnahme zu Olympia 2010 in Vancouver entscheiden.

quelle: sport1.de
 
Mit Bahnrekord zum achten Titel

München - Bei der Eisschnelllauf-DM in Erfurt hat Weltmeisterin Anni Friesinger über 1500 m einen neuen Bahnrekord und Weltjahresbestzeit aufgestellt.

Die Inzellerin lief die Distanz in einer Zeit von 1:57,73 Minuten und verbesserte dadurch die Bestmarke von Mehrkampf-Weltmeisterin Cindy Klassen (CAN) um 0,74 Sekunden. Bruder Jan holte in 1:49,34 Minuten kurz danach den Titel über die gleiche Distanz.

Über 100 m siegten Jenny Wolf in 10,78 und Jan Waterstradt (beide Berlin) in 9,89 Sekunden.

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Pechstein hängt Niemann ab

München - Zwei Tage nach ihrem grandiosen Comeback über 5000 m war Gunda Niemann-Stirnemann nach zweijähriger Pause noch nicht stark genug, um Claudia Pechstein über 3000 m zu bezwingen.

Beim Abschluss der deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften unterlag die 19-malige Weltmeisterin in Erfurt der viermaligen Berliner Olympiasiegerin über 3.000 m um 5,15 Sekunden.

"Etwa fünf Sekunden hinter Claudia hatte ich mich auch eingeschätzt", meinte Niemann, die in 4:14,24 Minuten Dritte wurde.

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Nun auch Gold über 1000 m

München - Anni Friesinger hat am Sonntag bei den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Erfurt ihren bereits dritten Titelgewinn gefeiert.

Über die 1000-m-Distanz verwies die 26-jährige Inzellerin die Olympia-Zweite Sabine Völker aus Erfurt in 1:16,60 Minuten auf Rang zwei und verfehlte dabei den Bahnrekord von der Kanadierin Cindy Klassen nur um 13 Hundertstel. Dritte wurde Pamela Zoellner aus Berlin.

Friesinger hatte an den Tagen zuvor bereits die Titel über 500 m und 1500 m gewonnen.

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"Als Junior sind sie das Sternchen - und dann?"

Hoffnungsträger: Robert Lehmann gewann bei der Junioren-WM die Silbermedaille

Erfurt/München - "Die Forderung ist deutlich formuliert und unsere Ziele klar hinterlegt", sagt Helmut Kraus. Der Cheftrainer der deutschen Eisschnellläufer spielt auf die "dramatische Situation" im Herren-Kader an, wo nach der enttäuschenden Vorsaison unbedingt was passieren muss.

"Die Leistungen sind bei den optimalen Bedingungen im Umfeld einfach nicht ausreichend. Wir haben da noch einmal ordentlich reingeblasen und setzen darauf, dass sich was tut", betont Kraus im Sport1-Gespräch.

Leitfigur Künzel liegt noch auf Eis

Bei der DM in Erfurt reden sie alle vom tollen Comeback der Niemann-Stirnemann, von den Ambitionen der Friesingers dieser Welt, kaum einer vom so genannten "starken Geschlecht", das im Eisschnelllauf auf äußerst schwachen Füßen steht.

Zu allem Überfluss fehlt dem Team jetzt auch noch die Leitfigur: Michael Künzel ist nach seinem im September bei einem Radunfall erlittenen Schlüsselbeinbruch noch lange nicht soweit.

Die komplette Saison muss der 30-Jährige (noch) nicht abhaken, Kraus ("Künzel ist der Begabteste") rechnet aber nicht vor Januar/Februar 2004 mit der Rückkehr des ambitionierten Sprinters.

Garbrecht-Enfeldt bald wieder fit

Besser steht's da schon bei Monique Garbrecht-Enfeldt (34) um den Genesungsprozess. Die Olympia-Zweite von Salt Lake City fehlt bei der DM noch wegen einer schmerzhaften Überlastung des rechten Kniegelenks. Spätestens beim ersten Weltcup-Rennen am 7./8. Dezember in Calgary will die neunmalige Weltmeisterin wieder starten.

Bei den Damen ist die Konkurrenz im eigenen Land natürlich groß, der Sprung für den Nachwuchs in den Seniorenbereich weit. Junioren-Cheftrainerin Dr. Isolde Weidner traut da Judith Hesse (21), Dritte im Mini-Vierkampf bei der Junioren-WM 2002 und Heike Hartmann (21), Zweite im Mini-Vierkampf bei der Junioren-WM 2001, am meisten zu.

Lehmann zuletzt von Virus geplagt

Zurück zu den Herren: Weidner sieht vor allem für Robert Lehmann (19) gute Perspektiven. "Leider hat er sich in der Vorbereitung lange mit einem Virus rumgeplagt und muss sich erst wieder herantasten", so die Berlinerin gegenüber Sport1. Lehmann eroberte im Februar bei der Junioren-WM in Kushiro/Japan Silber im "Kleinen Vierkampf".

Allerdings steckt Weidner die Erwartungen nicht zu hoch: "Knapp vier Jahre brauchen die Ex-Junioren schon, bis sie wirklich bei den Großen mitmischen können. Die Saison ist um einiges länger, da sind am Ende die Körner natürlich nicht mehr so frisch." Problematisch sei auch der psychologische Aspekt. Weidner: "Als Junior sind sie das Sternchen - und dann? Als Senior müssen sie sich plötzlich ganz hinten anstellen."

Weber "schneller auf den kürzeren Strecken"

Das gilt auch für Marco Weber: Der Polizeimeisteranwärter an der BGS-Sportschule in Bad Endorf war 2002 Junioren-Weltmeister über die 5000 Meter. "Ich denke, ich bin wieder etwas schneller auf den kürzeren Strecken, aber ob ich auf den langen Kanten etwas eingebüßt habe, ist noch nicht ganz klar", zieht der 21-Jährige auf seiner Website ein Resümee der Vorbereitung.

Cheftrainer Helmut Kraus klagt schon länger darüber, dass den Top-Stars Anni Friesinger und Claudia Pechstein in Inzell und Berlin fast alles untergeordnet werde. Kraus monierte, dass viele Herren durch das Training mit den Damen stagnieren: "Leute wie Jörg Dallmann, Jan Friesinger und andere hatten als Junioren bereits Top-Resultate, jetzt sind sie nur noch Mittelmaß."

Kraus: "Stars laufen heute länger"

Was tun also? Verschiedene Modelle und Ansätze werden diskutiert, es passiert aber nicht wirklich etwas - weiter behauptet sich bei den deutschen Herren die Quantität gegen die Qualität. Was die Perspektiven für Olympia 2006 in Turin angeht, hilft da vielleicht ein Blick über die Grenze.

In den Niederlanden gibt es aus drei, vier starken Läufern bestehende Privatteams. Da motiviert einer den anderen - und beim Saison-Höhepunkt schlägt zumeist auch einer zu.

Kraus sieht allerdings ein grundsätzliches Problem: "Die Stars laufen heute länger." Früher sei eben mit rund 28 Jahren das Ende der Eisschnelllauf-Karriere gekommen, "weil es da diese angebliche biologische Grenze gab und die Sportler zurück in ihren Beruf wollten".

Rang fünf in der Nationenwertung angepeilt

Zudem verdienen die Spitzenleute "ganz anständig". Und: "So lange der Körper mitspielt und die medizinische Betreuung stimmt, geht's weiter." Der Nachwuchs hat's da natürlich schwer.

Der Coach hätte bei den Herren im Weltcup gerne "zwei Sportler unter den ersten Zehn", schaut aber zuerst einmal auf die Nationenwertung: "Wir werden hervorragend durch den Bund gefördert, haben zahlreiche Trainer im Einsatz und sind bestens organisiert - da ist Platz zehn nicht vertretbar."

Das Ziel ist Rang fünf und Orientierung an Japan, Russland, den USA, Kanada: "Da müssen wir hin!"

quelle: sport1.de