Anni Friesinger: Titel-Hattrick in Erfurt
Anni Friesinger feierte in ihrer Laufbahn bereits 18 Weltcup-Siege
Erfurt - Goldener Hattrick von Anni Friesinger und ein eindrucksvolles Comeback der Rekord-Weltmeisterin Gunda Niemann-Stirnemann: Die deutschen Eis-Ladies haben sich bei den nationalen Meisterschaften bereits in glänzender Form präsentiert.
Sieben Monate nach ihrem Dreifach-Triumph bei den Weltmeisterschaften in Berlin feierte die "Gold-Anni" aus Inzell den besten Saison-Einstieg ihrer Karriere und schaffte das Kunststück, in Erfurt auf den Sprint-Distanzen zwischen 500 und 1500 Meter alle Konkurrentinnen souverän zu bezwingen.
Beeindruckende Rückkehr
Gunda Niemann-Stirnemann vollzog nach der Babypause eine beeindruckende Rückkehr in die Weltelite mit ihrem 34. Titel und einer Superzeit über 5000 Meter.
Am Sonntag musste sie sich als Dritte der Olympiasiegerin Claudia Pechstein über 3000 Meter geschlagen geben, sicherte sich aber das Weltcup-Ticket.
Einziger Wermutstropfen des Championats waren die Querelen um die neue Athleten-Vereinbarung, die von einigen Stars nicht akzeptiert wird. Da der Verband den Start beim Weltcup am kommenden Wochenende in Hamar aber an die Unterschrift unter den Vertrag geknüpft hat, sind an diesem Montag die Juristen gefordert.
Furioser Start
"Das war wunderbar. Aber da ich gesund geblieben bin, konnte ich härter als zuvor trainieren", sagte Anni Friesinger nach ihren starken Auftritten. Über 1000 Meter setzte die Weltmeisterin am Sonntag in der Weltjahresbestzeit von 1:16,60 (0,13 Sekunden über Bahnrekord) den i-Punkt auf ihren furiosen Saisonstart.
Auf den 500 Metern hatte sie auch die Olympia-Dritte Sabine Völker überrascht, die nach fast einjähriger Zwangspause wegen einer Viruserkrankung mit der Saisonbestzeit von 38,71 dennoch hoch zufrieden war und drei Mal Rang zwei belegte. Zuvor hatte Anni Friesinger auch auf ihrer Schokoladenstrecke über 1500 Meter mit dem Bahnrekord von 1:57,73 ihre Klasse unter Beweis gestellt.
Rückkehr eines Idols
Für die über 3000 Zuschauer in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle war dennoch die Rückkehr ihres Thüringer Idols das Highlight der Titelkämpfe. Weder sie selbst noch ihr Coach Klaus Ebert hätten jene 7:09,13 Minuten über 5000 Meter für möglich gehalten.
Die 4:14,24 Minuten über 3000 Meter waren am Sonntag aber ein leichter Dämpfer auf zu hohe Erwartungen. Claudia Pechstein war beim Gewinn ihres dritten 3000-Meter-Titels nacheinander in 4:09,09 eine ganze Klasse besser.
Rummel in den Medien
"Ich bin dennoch nur glücklich. Ich habe mich sogar dabei erwischt, dass ich den Rummel in den Medien genossen habe. Dennoch bin ich erstaunlich ruhig geblieben", meinte Niemann-Stirnemann, die zuvor elf Mal auf dieser Strecke den nationalen Titel geholt hatte.
Deutlichen Aufwind nach einer schwachen Vorsaison gibt es unter den deutschen Herren. Annis Bruder Jan Friesinger lief über 1500 Meter sehr gute 1:49,34 Minuten. Bester Sprinter war der Neu-Inzeller Dino Gillarduzzi, der nach den 500 Meter am Sonntag auch die 1000 Meter in 1:11,74 gewann.
Wegen eines Versäumnisses der DESG darf Gillarduzzi, der bis zur Vorsaison für Italien lief, jedoch in Hamar noch nicht für Deutschland an den Start gehen. Auf den 5000 Metern gibt nach wie vor der 35-jährige Frank Dittrich (Chemnitz/6:37,79) den Ton an. Er gewann auch die 10.000 Meter.
quelle: sport1.de
Anni Friesinger feierte in ihrer Laufbahn bereits 18 Weltcup-Siege
Erfurt - Goldener Hattrick von Anni Friesinger und ein eindrucksvolles Comeback der Rekord-Weltmeisterin Gunda Niemann-Stirnemann: Die deutschen Eis-Ladies haben sich bei den nationalen Meisterschaften bereits in glänzender Form präsentiert.
Sieben Monate nach ihrem Dreifach-Triumph bei den Weltmeisterschaften in Berlin feierte die "Gold-Anni" aus Inzell den besten Saison-Einstieg ihrer Karriere und schaffte das Kunststück, in Erfurt auf den Sprint-Distanzen zwischen 500 und 1500 Meter alle Konkurrentinnen souverän zu bezwingen.
Beeindruckende Rückkehr
Gunda Niemann-Stirnemann vollzog nach der Babypause eine beeindruckende Rückkehr in die Weltelite mit ihrem 34. Titel und einer Superzeit über 5000 Meter.
Am Sonntag musste sie sich als Dritte der Olympiasiegerin Claudia Pechstein über 3000 Meter geschlagen geben, sicherte sich aber das Weltcup-Ticket.
Einziger Wermutstropfen des Championats waren die Querelen um die neue Athleten-Vereinbarung, die von einigen Stars nicht akzeptiert wird. Da der Verband den Start beim Weltcup am kommenden Wochenende in Hamar aber an die Unterschrift unter den Vertrag geknüpft hat, sind an diesem Montag die Juristen gefordert.
Furioser Start
"Das war wunderbar. Aber da ich gesund geblieben bin, konnte ich härter als zuvor trainieren", sagte Anni Friesinger nach ihren starken Auftritten. Über 1000 Meter setzte die Weltmeisterin am Sonntag in der Weltjahresbestzeit von 1:16,60 (0,13 Sekunden über Bahnrekord) den i-Punkt auf ihren furiosen Saisonstart.
Auf den 500 Metern hatte sie auch die Olympia-Dritte Sabine Völker überrascht, die nach fast einjähriger Zwangspause wegen einer Viruserkrankung mit der Saisonbestzeit von 38,71 dennoch hoch zufrieden war und drei Mal Rang zwei belegte. Zuvor hatte Anni Friesinger auch auf ihrer Schokoladenstrecke über 1500 Meter mit dem Bahnrekord von 1:57,73 ihre Klasse unter Beweis gestellt.
Rückkehr eines Idols
Für die über 3000 Zuschauer in der Gunda-Niemann-Stirnemann-Halle war dennoch die Rückkehr ihres Thüringer Idols das Highlight der Titelkämpfe. Weder sie selbst noch ihr Coach Klaus Ebert hätten jene 7:09,13 Minuten über 5000 Meter für möglich gehalten.
Die 4:14,24 Minuten über 3000 Meter waren am Sonntag aber ein leichter Dämpfer auf zu hohe Erwartungen. Claudia Pechstein war beim Gewinn ihres dritten 3000-Meter-Titels nacheinander in 4:09,09 eine ganze Klasse besser.
Rummel in den Medien
"Ich bin dennoch nur glücklich. Ich habe mich sogar dabei erwischt, dass ich den Rummel in den Medien genossen habe. Dennoch bin ich erstaunlich ruhig geblieben", meinte Niemann-Stirnemann, die zuvor elf Mal auf dieser Strecke den nationalen Titel geholt hatte.
Deutlichen Aufwind nach einer schwachen Vorsaison gibt es unter den deutschen Herren. Annis Bruder Jan Friesinger lief über 1500 Meter sehr gute 1:49,34 Minuten. Bester Sprinter war der Neu-Inzeller Dino Gillarduzzi, der nach den 500 Meter am Sonntag auch die 1000 Meter in 1:11,74 gewann.
Wegen eines Versäumnisses der DESG darf Gillarduzzi, der bis zur Vorsaison für Italien lief, jedoch in Hamar noch nicht für Deutschland an den Start gehen. Auf den 5000 Metern gibt nach wie vor der 35-jährige Frank Dittrich (Chemnitz/6:37,79) den Ton an. Er gewann auch die 10.000 Meter.
quelle: sport1.de