Casino-Überfall

Komisch, erste Antwort auf meine Experten-Suche: "Ja, Ost-Berlin war Teil der DDR." Dabei hab ich nach Experten gesucht auf dem Gebiet "geschichte ddr". Dieser von dir zitierte Autor war komischerweise nicht darunter, 4 wurden insgesamt gefunden.

Der Titel von diesem Betrag, den du zitierst, lautet übrigens: "Berlin war nicht SBZ!" Das mag sein, hat aber nie jemand behauptet. Tatsache ist aber, dass auf dem Gebiet der Sowjetischen Besatzungszone UND dem Ost-Sektor Berlins die DDR installiert wurde. Und zwar nachdem in den westlichen Besatzungszonen UND in den West-Sektoren Berlins die BRD errichtet wurde.
Ob Berlin nachwievor Sonder-Status hatte oder nicht, dürfte keine Rolle spielen, staatenlos war dieses Gebiet jedenfalls nicht über 40 Jahre, wie du behauptest.

Übrigens wurde die DDR allgemein nicht richtig anerkannt im Westen. Daraus aber analog den Schluss zu ziehen, die DDR hätte gar nicht existiert, ist doch sehr irrwegig ...
 
Natürlich war Ost-Berlin Teil der DDR. Das wird Dir jeder bestätigen.

Die Frage ist vielmehr, war das rechtmäßig. Und wenn es nicht rechtmäßig war (wovon ich eigentlich ausgehe), inwiefern kann diese Unrechtmäßigkeit in die heutige Urteilungsfindung bezüglich irgendwelcher Verwaltungshoheiten einfließen.
 
Ach jetzt auf einmal war "Ost-Berlin natürlich Teil der DDR". Hörte sich bisher anders an:
https://www.sportwettenvergleich.net/wettforum/sportwetten/showthread.php?p=616107#post616107

War die Berlin-Blockade rechtmäßig? Wohl kaum, das heißt aber nicht, dass es die Berlin-Blockade nicht gab. War es rechtmäßig, u. a. auf dem Gebiet der Westsektoren Berlins die BRD zu installieren!? Jedenfalls wurde es so gemacht. Die Bürger West-Berlins unterlagen der Regierung in Bonn, ob sie es nun wollten oder nicht.

Die heutigen Gerichte müssen Bestimmungen aus der DDR-Zeit nach DDR-Recht und DDR-Gesetzgebung beurteilen, nicht nach alliiertem Recht oder nach BRD-Recht.
Die Frage ist also vollkommen unerheblich, nach DDR-Recht war Ost-Berlin Teil der DDR, legal. Wenn sich jetzt ein dt. Gericht zu dieser Frage äußert, dann muss es natürlich diesen Status respektieren. Wo soll das denn noch hinführen, wenn man dt. Gerichte jetzt plötzlich über 60 Jahre nach Kriegsende darüber diskutieren, ob Ost-Berlin legal zur Verwaltung der DDR gehörte, vollkommen abwegig.

Deshalb bleibt meine Ausgangsfrage, warum die Begriffe "5 neue Bundesländer" und "ehemaliges DDR-Gebiet" in der Presse synonym verwendet werden, bestehen. Na ja, die Presse schreibt häufig recht undeutlich, deshalb ist diese Frage auch nicht so wichtig. Ich wollte daraus auch keinen großen Zirkus machen. Ich hätte nur niemals erwartet, dass tatsächlich jemand ankommt und meint, Ost-Berlin gehörte nicht zur DDR.
 
Nobody schrieb:
Die heutigen Gerichte müssen Bestimmungen aus der DDR-Zeit nach DDR-Recht und DDR-Gesetzgebung beurteilen, nicht nach alliiertem Recht oder nach BRD-Recht.
Die Frage ist also vollkommen unerheblich, nach DDR-Recht war Ost-Berlin Teil der DDR, legal. Wenn sich jetzt ein dt. Gericht zu dieser Frage äußert, dann muss es natürlich diesen Status respektieren. Wo soll das denn noch hinführen, wenn man dt. Gerichte jetzt plötzlich über 60 Jahre nach Kriegsende darüber diskutieren, ob Ost-Berlin legal zur Verwaltung der DDR gehörte, vollkommen abwegig.

Das ist Deine Meinung. So sieht das auch jeder mit gesundem Menschenverstand.

Aber Juristerei hat nichts mit Logik zu tun.

Du hast jemanden gesucht, der versucht, diese Unlogik nachzuvollziehen. Wenn ich das tue, paßt es Dir auch nicht.
 
Wahrscheinlich rühren die Missverständnisse daher, dass die DDR als ganzes nicht richtig anerkannt wurde. Ergo konnte man ja Ost-Berlin in der Propaganda des Kalten Krieges auch nicht als Teil anerkennen, als Teil eines "nicht-existenten" Staates!?

Mir ist es jetzt egal, einigen wir uns darauf, dass Juristerei, gerade in Deutschland bei diesem Thema, nicht zwangsläufig sachlich oder neutral ist. Wir können die Zeit sinnvoller verwenden, insbesondere in diesen Tagen.
Frohe weihnacht!