Grundsätzlich muss man glaube ich wirklich vorsichtig sein hier von 'Sauerei' zu sprechen, da derjenige selber Schuld hat, wenn man auf einen Turnier-Sieg wettet, ohne sich dabei zu informieren, ob die Spielerin überhaupt am Start ist. Wenn man dazu nicht in der Lage ist, das herauszufinden, sollte man es wohl ganz sein lassen mit wetten.
Warum man das nicht so betrachten kann, vor allem in schwarz/weiss - wie Energienudel u.a erwähnt - wurde vorig bereits diskutiert.
Kannst ja gern noch n paar Argumente in der relativistischen Moral anführen.
Sonst können wir ja eine Umfrage daraus machen ? :mrgreen:
Andersherum versucht man als erfolgreicher Punter dem Bookie doch genauso ein Schnippchen zu schlagen, indem man Fehl-Quotierungen ausnutzt, weil Buchmacher xyz (noch) nicht mitbekommen hat, dass bei Team A 10 Stammspieler ausfallen und die Quoten dementsprechend noch nicht angepasst hat. Man könnte ja auch so freundlich sein, dem Support diese Info zukommen zu lassen, damit das Wetten fairer wird. [[grin]]
Es ist also ein Geben und Nehmen.
Differenziert betrachtet liegt hier aber ein grober Vorsatz des Bookies vor, dem Konsumenten
vorsätzlich zu suggerieren, er würde hier ein Schnippchen schlagen.
Dem ist aber nicht so. Im Gegenteil. Das ist eher eine betrügerische Absicht.
Das ist ein Unterschied als würde der Bookie seine Quotierungen mit der Marge um ein paar % falsch ansetzen.
Weiterhin, - um kurz auf Energienudel zu kommen, dass ja Moral immer relativ betrachtet werden muss - ist auch noch der Unterschied, dass ich es für weniger verwerflich/moralisch finde, einem Grosskapitalisten mal ein wenig an den Füssen zu kitzeln und indem ich mir ein kleines Stück von seinem Kuchen nehme, als dass hier weiterhin die grosskapitalistische Gier fröhnt. (Hier sei nochmal angemerkt, dass nämlich Punter fast überall sofort limitiert werden!)
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Da sieht man wie hoch die Moral in unserer Gesellschaft heutzutage noch gehandelt wird [[yo]]
Da hat der werte Kollege oben schon recht.
Wir haben ja momentan in diesem Jahrhundert eher eine grosse Wertedebatte, die mal geführt werden sollte und muss, nicht immer diese Herum-Gelabere ob jemand denn nun strafrechtlich verantwortlich sei und blabla. Das ist nämlich auch das Problem mit Wulff, nicht die Strafbarkeit seiner Handlungen (die zwar auch, aber eben nicht nur)!
In welcher Gesellschaft wollen wir leben, in der sich die oberen % immer mehr bereichern, etc? Die Diskussion würde hier den Rahmen sprengen, ist ja ein Wettforum.:mrgreen:
Im Umkehrschluss denke ich auch darüber nach, dass ich im Prinzip auch nur von den "armen Schweinen" beim Wetten lebe, ohne diese der ganze Markt ja nicht möglich wäre.
Ja, ich mache mir darüber Gedanken, wenn ich beim z.B. Betfair-Trading immer (fast immer, bzw. immer positives Yield/Monat oder Woche) mit grün rausgehe.
Was mir die Politik aber momentan deutlich macht (Merkel, Wulff, Gutti und Roland Koch, Silvana-Mehrin, Kohl, Özdemir, Wiesheu, die Liste ist hier endlos - Sorry, die anderen Länder ausser BRD können jetzt nicht soviel damit anfangen), dass es einfach so richtig ist, alles mitzunehmen was nur geht. Die Gesellschaft will es anscheinend nicht anders?
Dem Homo Oeconomicus sollte eigentlich Einhalt in Massen geboten werden.
Zum Thema Ethik empfehle ich
Schmidt-Salomon oder mal die
Giordano-Bruno-Stifting.
MFG: Thema gesprengt![[grin]]
EDIT: Danke an Joker, der genau das thematisiert. (Habe ich zu spät gelesen)