WC of Hockey
WC of Hockey
Schweden - Deutschland
1.30 @ IW 9/10
HC 0:2 SWE baw 2.65 6/10
Mit gestärktem Selbstbewusstsein und einem Schuss Optimismus nach drei durchaus gelungenen Testspielen kann die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft heute in den World Cup of Hockey starten. "Wir haben die Standortbestimmungen gegen Russland, Tschechien und Finnland ordentlich gemeistert. Die Jungs haben gesehen, dass sie durchaus mithalten können", sagte Interims-Bundestrainer Franz Reindl vor dem Auftakt des früheren Canada-Cups, an dem die besten acht Teams der Welt teilnehmen.
Vor der Partie heute im Stockholmer Globen gegen Schweden (19 Uhr), am Donnerstag in Köln gegen Finnland (19.30 Uhr) und zum Abschluss der Vorrunde in Prag gegen Tschechien (Freitag, 19 Uhr/alle live bei Premiere) freut sich der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), "dass es endlich losgeht".
Reindl: "Man spürt in der Mannschaft den Spaß und den Willen, gegen die stärksten Nationen zu spielen. Wir sind bereit." Ähnlich sieht es Verteidiger Christian Ehrhoff. "Wir haben uns in jedem Spiel gesteigert und haben einen großen Schritt nach vorne gemacht. Wenn wir die leichten Fehler in der Abwehr auf ein Minimum reduzieren können, haben wir eine gute Chance, die besten der Welt ein wenig zu ärgern", äußerte der 22-Jährige von den San Jose Sharks.
"Haben in Schweden nichts zu verlieren"
Nach dem letzten Test am vergangenen Donnerstag in Helsinki, wo das DEB-Team mit 2:4 unterlag, flogen die Cracks gleich nach Stockholm weiter. Fünf Tage hatte der Interims-Bundestrainer, Platzhalter für den US-Amerikaner und Nürnberg-Coach Greg Poss, der am 1. Oktober in die Dienste des Verbandes treten wird, nun Zeit, die Truppe auf den Start einzuschwören. "Die Spieler wissen, dass sie krasser Außenseiter sind. Aber mit dieser Rolle können wir gut leben. Wir haben in Schweden nichts zu verlieren."
Trotzdem warnt der 49-jährige Reindl vor zu großer Euphorie. "Die Schweden haben in Peter Forsberg, Nicklas Lidström und Mats Sundin absoluter Superstars in ihren Reihen. Uns erwartet die Hölle von Stockholm. Denn dieses Turnier hat einen riesigen Stellenwert."
So ist der Ex-Nationalspieler froh, dass er auf Kapitän Marco Sturm (San Jose Sharks), Tobias Abstreiter (Kassel Huskies) und Stefan Ustorf (Eisbären Berlin) wieder zurückgreifen kann. Reindl: "Sie haben ihre Verletzungen auskuriert und sind rechtzeitig wieder fit. Die Mannschaft ist mental gut drauf und will ihre Möglichkeiten in der Offensive suchen."
Offensive heißt das Zauberwort
Im Gegensatz zu den letzen Pleiten gegen die Skandinavier wollen die Gäste sich nicht hinten reinstellen. "Wir haben nur eine Chance, wenn wir die Schweden unter Druck setzen und sie zu Fehlern zwingen und konzentriert im eigenen Drittel spielen", erklärte Reindl, der im Tor wieder auf Star-Goalie Olaf Kölzig von den Washington Capitals baut.
Gegen die Schweden, die mit 24 Stars aus der NHL antreten, wartet eine deutsche Mannschaft seit zwölf Jahren auf einen Sieg. Zuletzt feierte ein DEB-Team am 1. Mai 1992 bei der WM in Prag einen 5:2-Triumph gegen die "Tre Kronors". Die Skandinavier revanchierten sich dafür 1996 beim Canada-Cup mit 6:1. "Die letzten Ergebnisse gegen Schweden waren für uns deklassierend. Aber die hohen Klatschen sind vergessen, es wird Zeit, dass wir mal wieder eine Überraschung landen", erklärte Reindl optimistisch.
MfG [[bussi]]