Strategie

Lars11081989

New member
März 6, 2008
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Hallo zusammen,

habe im November letzten Jahres mal eine neue Strategie ausprobiert.

Und zwar spiele ich Wettrunden!
- Eine Wettrunde ist beendet, wenn ich einen Pick
durchbringen konnte.
- Ich spiele nur Einzelwetten, dabei sollte die
Durchschnittsquote bei 3 liegen.

Pick 1 = Einsatz wird festgelegt höchstens 0,5% vom Konto
Pick verloren
Pick 2 = Einsatz Pick 1*2
Pick verloren
Pick 3 = Einsatz Pick 2*1,5
Pick verloren
Pick 4 = Einsatz Pick 3*1,67
Pick verloren
Pick 5 = Einsatz Pick 4*2
Pick verloren
Pick 6 = Einsatz Pick 6*1,5
usw.

Ich habe es mal ausgewertet und habe folgende Grafik erstellt.



Das sieht ja recht erfolgsversprechend aus, oder nicht?

Nun habe ich eine zweite Grafik erstellt, bei der ich jedoch noch andere Werte mit einfließen lassen habe ( Bis Pick 8)






Man sieht, dass es auch sehr risikoreich sein kann, wenn man eine negative Serie hat.

Jetzt meine Frage an euch, vor allem auch an erfahrene Tipper, sollte ich diese Strategie beibehalten, wenn ja, wie könnte ich das Risiko eindämmen? Einer meiner Idee evtl. bei Betfair Live einsteigen?


Oder sollte ich diese Strategie lieber ganz fallen lassen.

Hoffe auf ein paar hilfreiche Antworten.

Danke schonmal

Gruß
Lars
 
Die Theoretiker sagen, es klappt nicht. Die Praktiker sagen, es ging doch die letzten x Testläufe, warum wollt ihr mein Patent kaputtreden?

Da Du eine Statistik führst:
Mich interessiert, was wäre wenn Du jede Deiner Wetten mit einem konstanten Betrag von 10€ gespielt hättest. Und wie viele Wetten es bisher waren.
 
Die Theoretiker sagen, es klappt nicht. Die Praktiker sagen, es ging doch die letzten x Testläufe, warum wollt ihr mein Patent kaputtreden?

Da Du eine Statistik führst:
Mich interessiert, was wäre wenn Du jede Deiner Wetten mit einem konstanten Betrag von 10€ gespielt hättest. Und wie viele Wetten es bisher waren.

Es waren 79 Wetten, meistens Uentschiedenpicks und ich habe 27 Runden gespielt, sprich 27 richtige Picks.
Hätte ich einen konstanten Betrag von 10 Euro gespielt, dann wäre ich natürlich nie so ein Risiko eingegangen, habe aber so über den Zeitraum 60,45€ Plus gemacht,aber nur weil auch zwischenzeitlich mal ne 4er Quote oder 5,5 beim UE dabei bzw. HC dabei waren.

Klar steht jetzt gegenüber
Meine Version: Höhere Gewinnspanne und Hohes Risiko
Dein Interesse (konstant 10): Geringes Risiko und geringerer Gewinn

Son mittelding wäre gut :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz ehrlich... ich sehe keinen Sinn darin, den Einsatz laufend zu steigern. Wie du selbst erkannt hast, erhöhst du nur immer weiter das Risiko (und natürlich Gewinnchance). Deine Picks werden dadurch aber nicht besser, nur weil der Einsatz immer höher wird.

Schau dir das einmal genauer an: Am Anfang riskierst du kaum was (0,5% der Bankroll) und gewinnst auch kaum was -> uninteressant. Nach sehr vielen Verlusten riskierst du quasi dein ganzes Geld mit einer einzigen Wette -> nicht sinnvoll.

Die einzigen Wetten, die bei deinem System Sinn machen, sind die in "der Mitte". Also wo du einen mittelgroßen Einsatz machst und mittelgroße Gewinne erwarten kannst. Und jetzt die Frage aller Fragen: Warum dann nicht gleich jedes Mal so einen Einsatz machen?

Einen guten Pick finden und einen Einsatz machen, den du zu verlieren verkraften kannst, der dir aber einen sinnvoll hohen Gewinn bringen kann!

Ich würde die Strategie sofort beenden und jene Strategie spielen, die viele erfolgreiche Wetter spielen: Vielversprechende Quoten finden und drauf setzen, aber nicht alles mit einer Wette riskieren.
 
Das ist doch ganz einfach so. Entweder liegt der vorteil auf meiner Seite oder der Vorteil beim Gegenspieler. Daran kann ich mit einer Strategie auch nix mehr dran ändern. Mit einer Strategie kann ich nur einen gegebenen Vorteil effiktiver ausnutzen oder beim Nachteil das Risiko verringern.

Also z.B. beim Roulette sind nunmal weniger als 50% der Felder rot oder schwarz. Die Vorteil liegt beim Casino. Daran kann ich mit einer Strategie nix ändern. Wenn jetzt aber 90% der Felder rot wären, dann wäre der Vorteil auf meiner Seite. Nun setz ich ja nicht mein ganzes Kapitel auf rot. Könnte ja trotzdem schwarz kommen. Ich wende natürlich eine Strategie an, die halt ganz simpel ist: eben immer 1€ auf rot z.B. Damit bin ich auf der sicheren Seite.

Nun ist doch das schöne an Wetten, dass wir eben nicht von vorneherein durch die Regeln im Nachteil sind. Wir versuchen ja gerade die Picks zu finden, wo wir denken, dass wir dadurch die Wahrscheinlichkeit auf unserer Seite haben. Und wir wenden ja auch alle eigentlich eine Strategie an, indem wir halt nicht unser komplettes Kapital setzen. Der eine machts halt so, der andere bißchen anders. Der Erfolg hängt eben von den Picks ab und nicht von der Strategie. Genauso wird auch der Erfolg deiner Strategie von den richtigen Picks abhängen. Aber wahrscheinlich wäre mit den richtigen Picks wohl auch fast jede andere Strategie erfolgreich.

So, das war das Wort zum Sonntag. Wollte auch mal meinen Senf dazugeben. :mrgreen:
 
Auch beim Roulette gibts die Strategie irgendwann (nämlich wenn man einen Negativlauf hat und schon sein halben Stack verloren hat) alles auf Rot zu setzen.

Joa, kann sein, wollte auch nix anderes behaupten. Aber nicht auf meinen 90% Rot-Roulette-Tisch. Dann gehört man ja inne Klappse, wenn man das macht:mrgreen:

Aufn normalen Roulettetisch is ja eh die beste Strategie immer den höchstmöglichen Einsatz zu setzen. Hat man 500€ und will Farbe spielen, knallt man die 500€ auf rot oder schwarz. Freut sich oder kotzt. Und geht nach Hause, fertig.
 
Aufn normalen Roulettetisch is ja eh die beste Strategie immer den höchstmöglichen Einsatz zu setzen. Hat man 500€ und will Farbe spielen, knallt man die 500€ auf rot oder schwarz. Freut sich oder kotzt. Und geht nach Hause, fertig.
Das Gute (und Schlechte) an Roulette ist ja, dass keine Strategie besser oder schlechter ist als jede andere erdenkliche. Man hat immer 1/37 des Einsatzes verloren. Im Schnitt.

Diese Strategie ist optimal für Adrenalin-Junkies. Alles oder nichts... Wer lieber einen Abend Spaß haben will, setzt seine 500 mit 50 x 10€ quer über den Tisch.

In beiden Fällen liefert man etwa 13,50€ an das Casino ab. Und wenn einem der Kick oder der Spaß soviel wert ist, ist das auch ok...[[yippieh]]
 
Das Gute (und Schlechte) an Roulette ist ja, dass keine Strategie besser oder schlechter ist als jede andere erdenkliche. Man hat immer 1/37 des Einsatzes verloren. Im Schnitt.

Diese Strategie ist optimal für Adrenalin-Junkies. Alles oder nichts... Wer lieber einen Abend Spaß haben will, setzt seine 500 mit 50 x 10€ quer über den Tisch.

In beiden Fällen liefert man etwa 13,50€ an das Casino ab. Und wenn einem der Kick oder der Spaß soviel wert ist, ist das auch ok...[[yippieh]]

Ne, eben nicht. Es ist nicht das gleiche. Wer Spaß haben will und 500 x 1€ spielt, erhöht den spaß, weil es länger dauert bis er Pleite ist. Aber er verringert mal ganz drastisch die Gewinnchancen. Wenn ich aber ein Gewinnziel oder Risikolimit habe, dann ist die beste Strategie 500 Tacken auf rot oder schwarz. Jede andere Strategie ist schlechter.

Der Adrenalin-Junkie hat ein Gewinnchance von ca. 47% sein Kapital zu verdoppeln. Während man am Spaß-Abend mit 1€ Einsätzen eine wahnsinns Gewinnchance von unter 1% hat, sein Kapital zu verdoppeln.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo zusammen,

habe im November letzten Jahres mal eine neue Strategie ausprobiert.

Und zwar spiele ich Wettrunden!
- Eine Wettrunde ist beendet, wenn ich einen Pick
durchbringen konnte.
- Ich spiele nur Einzelwetten, dabei sollte die
Durchschnittsquote bei 3 liegen.

Pick 1 = Einsatz wird festgelegt höchstens 0,5% vom Konto
Pick verloren
Pick 2 = Einsatz Pick 1*2
Pick verloren
Pick 3 = Einsatz Pick 2*1,5
Pick verloren
Pick 4 = Einsatz Pick 3*1,67
Pick verloren
Pick 5 = Einsatz Pick 4*2
Pick verloren
Pick 6 = Einsatz Pick 6*1,5
usw.
...
Jetzt meine Frage an euch, vor allem auch an erfahrene Tipper, sollte ich diese Strategie beibehalten, wenn ja, wie könnte ich das Risiko eindämmen?
...
Gruß
Lars

Die Strategie kann durchaus erfolgversprechend sein, allerdings nur unter gewissen Voraussetzungen.

Ein Kritikpunkt wurde schon genannt - Du setzt bei der ersten und eigentlich ertragreichsten Gewinnchance einen minimalen Betrag ein. Neben dem relativ schmalen Gewinn aus jeder Wettrunde (ich hab das in meinen Experimenten Wettreihe genannt) ist ein negativer Aspekt, dass man zunächst extrem viel Disziplin braucht und nachher das Risiko fährt, den mühevoll über vielleicht Wochen hinweg erarbeiteten Gewinn innerhalb von kürzester Zeit komplett zu verballern.

Wenn diese Punkte aber für Dich akzeptabel sind, empfehle ich etwas mehr Struktur und ein paar Sicherungen einzubauen:

Nach Deinen Angaben pickst Du Dir nur Einzelwetten auf X heraus. Die mögen eine ordentliche Quote haben, aber ich befürchte, Du machst keine besonders intensive Analyse, wohinein Du investierst. Du könntest Dir doch z.B. auch Heimsiege mit Q 2 rausgreifen bei Partien, wo Du glaubst, das eine gute Chance auf den Heimsieg besteht. Wenn Du aber keinen Bock auf Anlaysen hast und einfach nur schnell Dein X mit Q 3 spielen willst, dann nimm doch nur Spiele bei denen die Q für X am höchsten und die Q für 2 am niedrigsten ist. Hier ist das Paradoxum, dass die Mannschaften ausgeglichen eingeschätzt werden und trotzdem für ein Remis die Q am höchsten ist, weil X tendenziell nicht so gerne gewettet wird. Statistisch sollen Unentschieden zum Saisonende übrigens weniger werden - hab ich aber nicht geprüft.

Klar sein sollte, dass das System höchstwahrscheinlich irgendwann in den Totalkollaps läuft, denn die "Pechsträhne" wird über kurz oder lang kommen. Es wäre geschickt, sich z.B. einen Ausstiegskontostand zu setzen oder irgendwann mal teilweise Geld rauszunehmen, z.B. wenn Du das System zum Durchspielen eines Bonus nutzt, den Einsatz zurückzuziehen, wenn der Rest die Aufrechterhaltung des Systems gewährleistet. Du kannst auch Marken setzen, was Dein Maximaleinsatz ist, d.h. Du ziehst die Wettrunde nicht bis zum bitteren Ende durch, sondern realisierst den Teilverlust Deines Kontos nach z.B. der 5. Wette. Das tut dann zwar weh, bedeutet aber nicht den totalen Ruin Deines Kontos. Zu berücksichtigen bei dieser Überllegung ist, ob Du mit dem Rest dann das System überhaupt noch sinnvoll spielen kannst.

Viel Glück!
Rivan
 
Hier ist das Paradoxum, dass die Mannschaften ausgeglichen eingeschätzt werden und trotzdem für ein Remis die Q am höchsten ist, weil X tendenziell nicht so gerne gewettet wird.
Naja, die höheren Quoten für X liegen nicht daran, dass X nicht so gerne gewettet wird, sondern daran, dass das Unentschieden eben unwahrscheinlicher ist als ein Sieg eines der beiden Teams. Auch wenn beide gleich stark eingeschätzt werden. Das passt schon so...