Steuern zahlen bei Surebets?

ph-Magier

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Juni 11, 2004
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Hallo,

schon länger frage ich mich, wie es bei surebets eigentlich mit der steuerlichen belastung aussieht. wenn ich jetzt besipielsweise ein paar euro nebenher verdiene, müsste ich das doch bei der steuererklärung irgendwie angeben (wahrscheinlich erfährt es sonst das finanzamt auch nicht, aber egal)

ich sehe da 3 möglichkeiten (bezogen auf deutschland):

1. glücksspiel, wie normale wetten auch -> steuerfrei

2. finanzanlage, immerhin werden eigene mittel benötigt, das risiko ist zwar gering, aber trotzdem vorhanden (bookie-pleite), rendite abhängig von geschicklichkeit und fleiss -> 25%, beachtung sparerfreibetrag (?? - ist der hier anwendbar)

3. anrechnung auf das einkommen -> wohl die höchste steuerlast

was sagt ihr dazu (vor allem die profis hier)? hat vielleicht schonmal einer erfahrung damit gemacht (wohl eher nicht :mrgreen: ), oder es ist vielleicht ein steuerberater unter uns??


nochmal: es geht um surebets, also wetten ohne mögliche verluste
 
Da ich wohl einer der Haupt-Sure-Better hier bin einmal meine bescheidene Meinung:
Vergiss es! Die Trennung Sure Bet oder Nicht-Sure Bet lässt sich im nachhinein sowieso kaum überprüfen oder meinst das Finanzamt kann ein BAW-Konto mit einem Ladbrokes-Konto abgleichen um zu sehen ob das eine Sure Bet war? Und nicht einmal dann wäre es völlig klar...

Zerbrich dir da nicht deinen Kopf, solange mich keiner danach fragt würde ich mich da einfach bedeckt halten und selbst wenn ich einmal gefragt würde (was ziemlich sicher nie passieren wird), dann verwirr ich noch jeden Finanzler oder glaubst die wissen was a Sure Bet ist?

Keep cool...

Shining
 
hab ein recht hohes tier aus der welt der finanzämter in meiner verwandschaft...die interessiert (noch) überhupt nicht,was da bei den wetten abgeht !!! die haben andere sorgen ;-) ..einzige was die ab und zu prüfen,sind die abgaben der bookie buden..aber der wetter selbst sollt sich keine sorgen machen..
 
Shining schrieb:
oder meinst das Finanzamt kann ein BAW-Konto mit einem Ladbrokes-Konto abgleichen um zu sehen ob das eine Sure Bet war?

[[rofl]] [[rofl]] [[rofl]] kann mir die finanz so richtig dabei vorstellen, 200 Datensätze von Betfair mit 20 anderen Wettbüros im nachinein dahingehend abzugleichen [[rofl]] [[rofl]] [[rofl]]
 
genau: Wettgewinne gehören nicht zu den Einkunftsarten im Steuerrecht. Du kannst dich also mit Gewinnen vollschütten. [[rofl]] Kein Beamter kann was dagegen machen.

Wenn man eine Einkommensart besteuern will, muß man auch grundsätzlich die Aufwendungen abziehen können. Stell die doch mal vor, alle setzen ihre Tippscheine von der Steuer ab !! [[rofl]] [[rofl]]
 
Jetzt aber mal was anderes Leute:

Im Prinzip könnte man doch - ganz theoretisch gesehen - alle seine ähhm "Nebeneinkünfte" als "Wettgewinne" abrechnen oder?

Wer kann mir denn bitte nachweisen, wo wann und wie ich z.B. in einer Admiralfiliale gespielt od. gewonnen habe?

Wenn also der Bezahler dieser "Nebentätigkeiten" nicht auffliegt, hat man selbst sicherlich nichts zu befürchten....

Sind ja nur Wettgewinne, oder? [[grin]]
 
Lieber FO, du hast doch hier steuerfreie Einkünfte. Warum willst Du die mit irgendwelchen anderen Einkünften vermischen und damit entwerten? Andere s Einkommen gegenüber den Behörden mit Wettgewinnen zu erklären bringt nichts. Steh zu deinen Wettgewinnen und keiner kann Dir was anhaben. (gilt in D)

Grüße kruemlich [[yo]]
 
Es tut mir leid, dass ich hier die Position des advocatus diaboli einnehme, aber meiner Meinung nach sind Wettgewinne, wenn sie durch eine Art gewerbsmäßiges Spielen erzielt werden, sehr wohl steuerlich relevant.

Es gibt zum Beispiel eine Entscheidung der Finanz, dass jemand, der eine Briefmarkensammlung besitzt, und diese auf einmal verkauft, keine Steuer zahlen muß, während der sukzessive Abverkauf einzelner Marken über einen längeren Zeitraum ein Gewerbe begründet und daher eine Einkunftsart ist.

Diese Sorgen haben unsere Behörden. [[winkewinke]]

Es kommen aber natürlich ein Haufen Werbungskosten in Betracht: Internetgebühren, Ein-/Auszahlungs-/Kreditkartengebühren, Sportzeitschriften, Eintrittskarten für Spiele, Premiere-Kosten, etc.

Zugegeben, das ist alles ziemlich theoretisch, aber es gibt nun mal einen Unterschied zwischen Rechtsfrage und wies in Wirklichkeit abläuft.

Übrigens ist die Frage surebet oder nicht tatsächlich völlig irrelevant. Wichtig ist, was unterm Strich rauskommt.
 
Mike Bet schrieb:
Es gibt zum Beispiel eine Entscheidung der Finanz, dass jemand, der eine Briefmarkensammlung besitzt, und diese auf einmal verkauft, keine Steuer zahlen muß, während der sukzessive Abverkauf einzelner Marken über einen längeren Zeitraum ein Gewerbe begründet und daher eine Einkunftsart ist.

Gilt z.B. bei ebay, wer da etliche gleiche Gegenstände vertickt, dem kann es passieren, das Finanzamt kommt ihm auf die Schliche, denn es gibt dafür sogar richtige Software, die Ebay danach durchsucht, also aufpassen...... [[sabber]]


MfG [[bussi]]
 
Mike Bet schrieb:
Es tut mir leid, dass ich hier die Position des advocatus diaboli einnehme, aber meiner Meinung nach sind Wettgewinne, wenn sie durch eine Art gewerbsmäßiges Spielen erzielt werden, sehr wohl steuerlich relevant.
.....................................
und wer bestimmt die Art gewerbsmässiges Spielen ? Ab wann ist ein Hobby ein Beruf mit Einkommen ? Ab welchen Gewinnhöhen ? Und wieviel Steuer wollen sie dann verrechnen ? Meiner Meinung nach ist das nebulos und nie im Leben exekutierbar, ja nicht einmal irgendwie geregelt. Brauchst ja nur mal die Ahnungslosigkeit der Finanz in Bezug auf Internet/Wettbüro/Exchanges ansehen, dann weisst, dass das nie im Leben "gefährlich" werden wird - zumindestens in Ö. [[aetsch]]


Zugegeben, das ist alles ziemlich theoretisch, aber es gibt nun mal einen Unterschied zwischen Rechtsfrage und wies in Wirklichkeit abläuft.
.........
eben ! (s.o.)