Die nicht bewiesenen Anschuldigungen korrespondieren aber mit Äusserungen von Pat Quaid, dem Präsidenten des Radsport-Weltverbands UCI. Der Ire, der auch dem Internationalen Olympischen Komitee angehört, sagte 2008 gegenüber der ARD, unter den 200 Fuentes-Kunden seien nur 50 bis 60 Radprofis gewesen, der Rest verteile sich auf Fussball, Leichtathletik, Schwimmen und Tennis. Die WDR-Sendung «Sport inside» stellte daraufhin die Frage, warum trotz 7700 Seiten Aktenmaterials nur die Namen von Radsportlern an die Öffentlichkeit gelangten.
Unter anderem lagerten laut mehreren Quellen über Jahre 96 Blutbeutel in einem Labor in Barcelona, die Sportlern zugeschrieben, aber nicht analysiert wurden. «Die Tatsache, dass es so viele Blutbeutel sind, kann einen schon zum Schluss kommen lassen, dass Athleten aus verschiedenen Sportarten bei Fuentes waren», sagte der Madrider Revisionsrichter Arturo Beltran gegenüber «Sport inside».