Hackl und Co. vor schwierigem Start
Frankfurt/Main - Die drohende Wachablösung von Georg Hackl und ein von ihm selbst nicht ausgeschlossenes abruptes Karriereende dürften die an diesem Wochenende beginnende Rodel-Saison prägen.
Mit den Oberhofern Jan Eichhorn und David Möller sitzt die junge Konkurrenz dem 37 Jahre alten Berchtesgadener vor dem Auftakt im lettischen Sigulda mehr denn je im Nacken.
Frauen-Quartett tonangebend
"Sie sind das Beste, was ich bislang gesehen habe. Das sind die beiden, die in Deutschland das Geschehen bestimmen werden", meint Hackl, der zudem den viermaligen Weltmeister Armin Zöggeler (Italien) fürchten muss.
Weiter tonangebend dürfte indes trotz Wettkampf-Reformen und wechselnder Besetzung das von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Sylke Otto (Oberwiesenthal) angeführte deutsche Frauen-Quartett bleiben.
Wieder Sigulda
Auf Revanche sinnen die Doppelsitzer-Olympiasieger Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden), die zuletzt den Gesamt-Weltcup um eine Tausendstelsekunde verpasst hatten.
Das Startprogramm verheißt für Hackl nichts Gutes. Neun Monate nach seinem enttäuschenden 16. WM-Rang in Sigulda beginnt der auf acht Rennen erweiterte Weltcup an gleicher Stelle.
Schwerer Start
Eine Woche später folgt der erste Deutschland-Auftritt im sächsischen Altenberg. Beides Bahnen, auf denen Hackl nur selten Erfolge verzeichnen konnte. So wie das gesamte Männer-Team in der vergangenen Saison.
"Wir haben bei den Männern einen schwierigen Start vor uns", mahnte Bundestrainer Thomas Schwab, der neben Hackl und den Thüringer Twens Eichhorn und Möller den Oberwiesenthaler Neuling Patrick Dietzsch sowie dessen Vereinskollegen Denis Geppert nominierte.
Niedernhuber setzt aus
Ausruhen darf sich das Quintett aber nicht. Angesichts des neuen Nationencups, der für diejenigen Fahrer vom Weltverband FIL geschaffen wurde, die die Qualifikation für den Weltcup nicht schaffen, behält sich Coach Schwab vor, seine Athleten rotieren zu lassen.
Eine etablierte Rodlerin droht der Rotation bereits zum Opfer zu fallen. Denn die zweimalige olympische Silbermedaillengewinnerin Barbara Niedernhuber (Königssee) wird zum Auftakt aussetzen, dafür geht Vereinskollegin Gabriele Bender ins Rennen.
Die "fantastischen Vier" wollen den Ton angeben
In Altenberg darf Niedernhuber dann zeigen, was sie kann. Den Ton dürften die "fantastischen Vier" mit Otto (Oberwiesenthal), Silke Kraushaar (Oberhof), Anke Wischnewski sowie Bender oder Niedernhuber dennoch angeben. Zumal die Misstöne zwischen den Olympiasiegerinnen Otto (2002) und Kraushaar (1998) verstummt sind.
Die "Watsch'n" aus der vergangenen Saison wollen Leitner/Resch wettmachen. "Wir haben uns schon eingeschossen", meinte "Rucksack" Resch. Das deutsche Team komplettieren André Florschütz/Torsten Wustlich (Oberhof/Oberwiesenthal) und etwas überraschend die Altenberger Sebastian Schmidt/André Forker.
EM und WM steht an
Nach Altenberg wird der Weltcup in Calgary (6./7. Dezember), Park City (13./14. Dezember) und Lake Placid (20./21. Dezember) fortgesetzt. Es folgen die EM am ersten Januar-Wochenende in Oberhof, die Weltcups in Winterberg (17./18. Januar), Igls (24.25. Januar) und am Königssee (31. Januar/1. Februar) sowie die WM in Nagano (13. bis 15. Februar).
Otto und Hackl gesetzt
Die Doppelsitzer Sebastian Schmidt/Andre Forker haben in Sigulda die erstmals ausgetragene Weltcup-Qualifikation der Rennrodler gewonnen. Neben dem Altenberger Duo schaffte auch der Junioren-Vizeweltmeister Patrick Dietzsch (Oberwiesenthal) den Sprung in das Finale.
Die deutschen Top-Rodler wie Sylke Otto und Georg Hackl waren gesetzt.
Qualifying im Formel-1-Stil
Der Weltcup-Auftakt bei den Doppelsitzern und Damen findet am Samstag statt. Einen Teamwettbewerb und die Herren-Konkurrenz gibt's am Sonntag. In dieser Saison wird nach dem Vorbild der Formel1 erstmals ein Qualifying ausgetragen, die Finals bestreiten nur noch 15 Doppelsitzer (zehn Schlitten gesetzt), 22 Damen (zehn) und 30 Herren (18).
Gewinner des "Vorspiels" ohne die Asse waren außerdem die Ukrainerin Lilia Ludan und der Lette Nauris Skraustins.
quelle: sport1.de
noch ein wenig ausführlicher:
Rodler vor schwierigem Saisonauftakt
Die drohende Wachablösung von Georg Hackl und ein von ihm selbst nicht ausgeschlossenes abruptes Karriereende dürften die an diesem Wochenende beginnende Rodel-Saison prägen.
Mit Jan Eichhorn und David Möller sitzt dem 37 Jahre alten Berchtesgadener vor dem Auftakt im lettischen Sigulda die junge Konkurrenz mehr denn je im Nacken. "Sie sind das Beste, was ich bislang gesehen habe. Das sind die beiden, die in Deutschland das Geschehen bestimmen werden", lobt Hackl, der zudem den viermaligen Weltmeister Armin Zöggeler (Italien) fürchten muss.
Trotz Wettkampf-Reformen und wechselnder Besetzung dürfte das von Olympiasiegerin und Weltmeisterin Sylke Otto (Oberwiesenthal) angeführte deutsche Frauen-Quartett weiter tonangebend bleiben. Auf Revanche sinnen die Doppelsitzer-Olympiasieger Patric Leitner/Alexander Resch (Königssee/Berchtesgaden), die in der letzten Saison den Gesamt-Weltcup um eine Tausendstelsekunde verpasst hatten.
Das Startprogramm verheißt für Hackl nichts Gutes. Neun Monate nach seinem enttäuschenden 16. WM-Rang in Sigulda beginnt der auf acht Rennen erweiterte Weltcup an gleicher Stelle. Eine Woche später folgt der erste Deutschland-Auftritt im sächsischen Altenberg. Beides Bahnen, auf denen weder Hackl noch der Rest des MännerTeams in der Vergangenheit Erfolge verzeichnen konnten.
"Wir haben bei den Männern einen schwierigen Start vor uns", mahnte Bundestrainer Thomas Schwab, der neben Hackl und den jungen Thüringern Eichhorn und Möller den Oberwiesenthaler Neuling Patrick Dietzsch sowie dessen Vereinskollegen Denis Geppert nominierte. Ausruhen darf sich das Quintett aber nicht. Angesichts des neuen Nationencups, der für diejenigen Fahrer vom Weltverband FIL geschaffen wurde, die die Qualifikation für den Weltcup nicht schaffen, behält sich Coach Schwab vor, seine Athleten rotieren zu lassen.
Eine etablierte Rodlerin droht dieser Rotation bereits zum Opfer zu fallen. Die zweimalige olympische Silbermedaillengewinnerin Barbara Niedernhuber (Königssee) wird zum Auftakt aussetzen, für sie geht Vereinskollegin Gabriele Bender ins Rennen. In Altenberg darf Niedernhuber dann zeigen, was sie kann. Den Ton dürften die "fantastischen Vier" mit Otto (Oberwiesenthal), Silke Kraushaar (Oberhof), Anke Wischnewski sowie Bender oder Niedernhuber dennoch angeben.
Das deutsche Doppelsitzer-Team komplettieren André Florschütz/Torsten Wustlich (Oberhof/Oberwiesenthal) und etwas überraschend die Altenberger Sebastian Schmidt/André Forker.
Nach Altenberg wird der Weltcup in Calgary (6./7. Dezember), Park City (13./14. Dezember) und Lake Placid (20./21. Dezember) fortgesetzt. Es folgen die EM am ersten Januar-Wochenende in Oberhof, die Weltcups in Winterberg (17./18. Januar), Igls (24.25. Januar) und am Königssee (31. Januar/1. Februar) sowie die WM in Nagano (13. bis 15. Februar).
quelle: sportal.de