Wetten auf Pferde
Wetten auf Pferde
Die Kunst zu Wetten ( Autor :Hermann Pfänder )
--------------- Vorwort ---------------
Dieses kleine Vademecum für alle Turfbegeisterten und solche , die sich auf das nicht ungefährliche Gebiet des grünen Rasens wagen wollen , hat nicht im geringsten den Ehrgeiz , die gesamte Materie der Rennwette systematisch bearbeitet dem Leser zu unterbreiten .
Der Rennsport hat heute eine viel größere Gemeinde , als damals auch nur zu erhoffen war , und als großer Magnet hat sich - das kann man offen eingestehen - die klappernde Wettmaschine erwiesen ,
deren Lockungen und Gefahren dem Rennsportlichen Leben neben allem übrigen Zauber erst das Prickelnde , Spannende verleiht , das auf Hoch und Niedrig so bezwingend wirkt.
Abseits von aller Schemata sollen die folgenden kurzen Randbemerkungen zu den alltäglichen Fragen , die sich der wettende Rennfreund vorlegt , dem Leser die Erfahrung eines Vierteljahrhunderts rennsportlicher Betätigung unterbreiten .
Den Stein des Turfweisen dürfte der Inhalt auch dieses Büchlein nicht bergen .Die Kunst auf dem Turf zu " gewinnen " durch Wetten reich zu werden , ist auch dem Verfasser nicht bekannt . Aber manchen wertvollen Wink , wie man sein Geld in die Turfspekulation möglichst aussichtsreich verteidigen kann , wird manchen Neuling und auch manches ältere Turfsemester aus folgenden Aufzeichnungen entnehmen können . Vor allem soll dieses Büchlein aber in vieler Hinsicht aufklärend wirken
Auf dem Gebiet , auf dem oft von unberufener Seite aus eigennütziger Weise Hoffnungen und Wahnideen propagiert werden .
Gibt es überhaupt eine " Kunst zu wetten " , höre ich so manchen Leser fragen ; ist nicht alles blinder zufall im Reiche der geliebten Vollblüter , in dem so oft Schulweisheiten schmählich versagt ? Ich möchte die Frage bejahen .
Für den Rennfreund folgt , schälen sich nach und nach gewisse Wahrheiten herraus , die durch sich stehts wiederholende Erscheinungen stehts von neuem belegt werden .Für den denkenden , beobachtenden rechnenden Wetter ist das Wetten kein Glücksspiel .Es ist ein Berechnungsspiel , auch wenn alle Berechnungen nicht selten durch unberechenbare Vorkommnisse über den Haufen geworfen werden .Auf welchen Gebiet menschlichen Unternehmungsgeistes wäre dies anders ?
Die Fähigkeit , diese Klippen möglichts zu umschiffen , sich von Spekulationen fernzuhalten , die erfahrungsgemäß die meisten Verlustmöglichkeiten bieten , das ist das, was ich die " Kunst zu Wetten " nennen möchte .
Allerdings eine meist negative Kunst , die aber zu recht positiven Ergebnissen führen kann . Das Gewinnen ist , wie jeder Wetter weiß , nicht allzu schwer , aber das Nichtverlieren ist bedeutend schwieriger .In der Beschränkung seiner Wettpassion zeigt sich hier vor allenm der Meister , und wer der Versuchung , so manche Unklugheit zu begehen , Herr werden kann , wird auch auf dem Turf schon eine gewisse Meisterschaft erreicht haben .
Wenn das Büchlein den Leser vor manchen unnützen Verlust bewahrt und ihm die Augen zu einem verständnisvolleren Verfolgen der Turfereignisse vom Standpunkt des Wetters aus befähigt , so ist sein Zweck vollkommen erfüllt .
-Im August 1918 ( der Verfasser )
Allgemeines ( auszüge ):
- hast du verloren , so laufe deinem Verlust nicht mit erhöhten Einsätzen nach
- wer blind " Tips " oder " Informationen " wettet degradiert sich selber
- man soll bestrebt sein , mehr zu sehen , als zu hören
-es ist klar , das man mit falschen Faktoren richtig und mit richtigen Faktoren falsch rechnen kann
- es kommt auch vor , das alle richtigen und falschen Rechnungen daneben hauen und jemand das zutreffende , unberechenbare Ergebnis eines Rennes in blindem Glück errät .Dieser Glückliche ist aber dann noch lange kein Weiser , geschweige ein Turf-Weiser , wenn sich auch die meisten Leute vor dem Auszahlschaltern mächtig schlau vorkommen .
Der Philosoph der die Weisheit formulierte : " Ich weiß , das ich nichts weiß " hätte ein alter ........sein können .
- und besser wird kein Pferd dadurch , das der Stall ( Insider ) ein Haus darauf gesetzt hat , im Gegenteil sollen schön viele Pferde von dem vielen Geld erdrückt worden sein .