Die Mainzer ließen sich viel einfallen um zu gratulieren
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Helau und Humbata - Mainzer feiern den deutschen Meister
Es ist eigentlich schon zur Normalität geworden, dass der FC Bayern bei seinen Auswärtsspielen nicht gerade mit Nettigkeiten überschüttet wird. Die Stimmung in den Stadien ist extrem aufgeladen, für Spieler und auch Fans der Gastgeber ist der Auftritt des Rekordmeisters gleichsam das Spiel des Jahres. Besonders Oliver Kahn, der oft nur einen Bananen-Wurf weit weg von den Rängen steht, kann ein Lied davon singen.
Am Samstag in Mainz allerdings war alles anders. Als Michael Ballack und Co. um kurz nach 15.00 Uhr zum Aufwärmen den Rasen des Bruchwegstadions betraten, erhoben sich alle(!) Zuschauer von ihren Plätzen und bedachten die Spieler der Münchner mit respektvollem Beifall. Kein einziger Pfiff war zu hören.
Auch dass sich der Stadionsprecher, in diesem Fall das Mainzer Urgestein Klaus Haffner, zur Vorstellung der Mannschaften vor dem Block der Gäste-Fans postiert und gemeinsam mit den Anhängern der Bayern die Namen der eigenen Spieler vorliest , hat doch eher absoluten Seltenheitswert. Und als wenig später der Klassiker „You'll never walk alone“ von den Mainzer Zuschauern in voller Hingabe zelebriert wurde, dürfte auch manch weitgereistem Bayern-Profi ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen sein.
Die gute Stimmung brach auch während des Spiels nicht ab. Anfeindungen der Zuschauer, wie sie auf anderen Plätzen zur Tagesordnung gehören, waren nie zu hören. Im Gegenteil. Als Makaay in der 89. Minute mit einem Volleyschuss das 4:2 gelang, applaudierten selbst die einheimischen Fans ob des sehenswerten Treffers des Bayern-Stürmers.
Nach dem Schlusspfiff ging die Party erst richtig los. Trotz der Niederlage hatten die Rheinhessen nämlich allen Grund zur Freude: Auch im nächsten Jahr spielt der Klub aus der Karnevals-Hochburg in der Bundesliga. Längst hatten sich beide Fangruppen verbrüdert und freuten sich einheitlich über den Klassenerhalt der 05er.
Als die Bayern-Spieler dann zum Auslaufen wieder aus den Kabinen kamen, wurden sie von den Zuschauern zum „hinsetzen, hinsetzen“ aufgefordert. „Und das haben wir dann gemacht“, erklärte Michael Ballack, der wenig später mit seinen Kollegen bei „Humba, Humba, Tätärä“ ausgelassen vor den Tribünen tanzte. „Das hat richtig Spaß gemacht“, so Ballack weiter.
„Das war ein wunderschöner Nachmittag“, erklärte Felix Magath später auf der Pressekonferenz. „So wie die Stimmung hier ist, so positiv, so freudig, macht es Spaß für den Gast, hier anzutreten. Es ist für die Bundesliga eine Belebung, hier in Mainz zu sein. Bei so einer tollen Stimmung kommen wir gerne wieder.“ Also dann, bis zur nächsten Saison im Tollhaus Bruchwegstadion.
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Ich hab das Spiel ja auch live bei Premiere gesehen und ich muss selber sagen, dass ich sowas noch nie gesehen habe. Die Bayern-Spieler begossen nach dem Spiel die Mainzer Spieler mit Weißbierduschen, feierten zusammen und wie im Text schon vermerkt wurde, haben selbst die Mainzer beim 4:2 von Makaay geklatscht.
Respekt dem FSV Mainz und viel Glück für die nächste Saison. [[winkewinke]] [[yo]]