Landtagswahl NRW

Freakazoid

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Mai 31, 2004
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HRO
Gestern gab es nach infratest-dimap erstmals eine kleine Trendwende die SPD gewinnt, was die CDU verliert: 2 %. CDU/FDP kommen zwar immer noch auf 50% allerdings folgt ihnen Rot-Grün mit einem Abstand von geradeeinmal 5%. Die Quoten auf einen SPD-Ministerpräsidenten von 3,60 sind daher in meinen Auge value. Steinbrück stieg gerade in der letzten Woche noch einmal deutlich in der Wählergunst. Hinzu kommt noch ein Fernseh-Duell im Laufe der nächsten Woche. Arbeitslosenzahlen sind wieder unter 5 Mio, die Wirtschaft hat im ersten Quartalmehr als erwartet zugelegt, die Kapitalismusdebatte, mit der Stammwähler mobilisiert werden könnten.... Ich denke die SPD hat noch eine realistische Chance, die Wahlen zu gewinnen. Für mich 2/10

Edit: Quoten von Expekt
 
Re: Landtagswahl NRW

Freakazoid schrieb:
Gestern gab es nach infratest-dimap erstmals eine kleine Trendwende die SPD gewinnt, was die CDU verliert: 2 %. CDU/FDP kommen zwar immer noch auf 50% allerdings folgt ihnen Rot-Grün mit einem Abstand von geradeeinmal 5%. Die Quoten auf einen SPD-Ministerpräsidenten von 3,60 sind daher in meinen Auge value. Steinbrück stieg gerade in der letzten Woche noch einmal deutlich in der Wählergunst. Hinzu kommt noch ein Fernseh-Duell im Laufe der nächsten Woche. Arbeitslosenzahlen sind wieder unter 5 Mio, die Wirtschaft hat im ersten Quartalmehr als erwartet zugelegt, die Kapitalismusdebatte, mit der Stammwähler mobilisiert werden könnten.... Ich denke die SPD hat noch eine realistische Chance, die Wahlen zu gewinnen. Für mich 2/10

Edit: Quoten von Expekt

Habe ich heute auch gesehen. Aber: Das ZDF-Politbarometer hat CDU -2, SPD -1 Punkte, da sind es nach den neuesten Zahlen immer noch 8 PP. Und wenn Du "gerade einmal" 5 PP schreibst, dann mußt Du bedenken, daß nur noch 9 Tage bis zur Wahl sind. Ich kann in den 3.60 wenig Value erkennen. Unter normalen Umständen ist die Wahl gelaufen.
 
Ja aber ich denke, dass sich die Stimmung momentan wieder aufhellt, vor allem auch für die SPD. Hinzu kommt der Amtsbonus und die Profillosigkeit Rüttgers. Auch das Duell nächste Woche kann nocheinmal für einen Schub sorgen. Vor zwei Jahren hätte ich auch gedacht, dass die Wahl bei dem Abstand und der verbleibenden Zeit gegessen wäre, aber in unserer medialen Zeit sind Parteipräferenzen genauso schnelllebig wie Wahlversprechen. Und wie zuverlässig Wahlumfragen sind haben wir ja in S-H gesehen.
Die SPD muss diese Wahl einfach gewinnen und deswegen wird es wohl gerade in der letzten Woche nochmals zu einer Invasion von SPD-Prominenz in den Wahlbezirken kommen. Des Weiteren ist der Trend immerhin umgekehrt worden, das kann ja immerhin auch eine generelle Umkehr sein. Und mal ehrlich programmatisch unterscheiden sich die Volksparteien doch nicht mehr, so dass am Ende Personen den Ausschlag geben werden. Und in der Beliebtheit liegt Steinbrück nunmal deutlich vor Rüttgers.
 
Bei der Bundestagswahl waren mit Flut und Irak-Krieg zwei außergewöhnliche Ereignisse entscheidend. Jetzt gibt es die nicht. Und die Kapitalismusdebatte ist dazu auch nicht geeignet. Man sollte sich davor hüten, die Wähler für dumm zu halten. Die sehen ganz genau, daß es einen diametralen Widerspruch gibt zwischen der Kapitalismuskritik und dem politischen Handeln (sprich: Agenda 2010). Ab Quote 7 würde ich es spielen, so: no bet.

Unbenommen hast Du allerdings sonst mit Deinen Aussagen Recht.
 
Álso ohne jetzt hier politische Diskussionen führen zu wollen, denke ich, dass es keinen Widerspruch zwischen der Agenda und der Kapitalismuskritik gibt. Die Kapitalismusdebatte ist Kritik an der Unternehmensethik, die leider durch Gesetze kaum beeinflussbar ist. Es geht ja um die Verantwortung der Unternehmer, die bereits in Art. 14 des Grundgesetzes geregelt ist "Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen." Dazu gibt es nun mal keine Ausführungsbestimmungen. Die Agenda 2010 hingegen ist ein konkretes Programm, das u.a. einen Umbau der sozialen Sicherungssysteme zum Ziel hat, um diese zukunftsfähig zu machen. Dass in der Öffentlichkeit natürlich nur die Dinge besprochen werden, die den gemeinen Bürger betreffen, sprich Hartz 4, ist ein Kommunikationsproblem. Allerdings ein Problem der Medien, die durch die Infantilisierung der Berichterstattung lieber Etappen betrachten als die gesamte Tour. Ich hoffe, dass dies auch der gemeine Wähler in NRW erkennt.
 
Eh klar, aber wenn man sich aus wahltaktischen Gründen an die Spitze einer - formulieren wir es mal so - kapitalismus-, liberalismus-, globalisierungs-, was weiß ich, kritischen Bewegung stellt, die sozialromantische Gefühle weckt wie in den Siebziger Jahren, gleichzeitig aber das konkrete Regierungshandeln Veränderungen durchsetzt (ob unwillig oder nicht, ob weitreichend genug oder nicht - müssen wir gar nicht diskutieren), die zu mehr Markt und weniger Sozialstaat führen, dann fragen sich die Leute zurecht, was denn jetzt das Programm ist. Nicht die Kapitalismuskritik per se, sondern die Motivation und die durchklingende Emotionalisierung dieser Debatte machen den Widerspruch aus.
 
Freakazoid schrieb:
Da gebe ich Dir recht. Allerdings finde ich, dass die Vermittlung politischer Themen in den Medien von Jahr zu Jahr oberflächlicher wird, was wiederum dazu zwingt solche emotionalisierbaren Themen wie diese Was-auch-immer-Kritik zu besetzen, um überhaupt noch in den Medien präsent zu sein.

Der Satz könnte von mir sein... [[grin]]
 
Bei Spiegel-online habe ich heute noch gelesen, dass sich die Unentschlossenen mehrheitlich für Rot-Grün entschieden haben und es zum Foto-Finish kommen sollte. Aber wahrscheinlich war der Autor des Artikel auch nur gekauft. Vielleicht gibt es ja vorher schon ne Wette, wer denn nun Kanzlerkandidat der Union werden wird.
 
Eurosportwetten bietet folgende Wetten an:

Bundestagswahlen 2005 - Welche Partei gewinnt die Bundestagswahl?
CDU/CSU 1.07
SPD 7.50
FDP 251.00
Gruene 251.00
PDS 1001.00

Bundestagswahlen 2005 - Wer wird der neue deutsche Bundeskanzler werden?
Angela Merkel 1.25
Gerhard Schroeder 4.00

Nach derzeitigem Stand fällt für mich hier aber keine Quote raus die derzeit zu spielen wäre.
 
Alemanne schrieb:
Bundestagswahlen 2005 - Wer wird der neue deutsche Bundeskanzler werden?
Angela Merkel 1.25
Gerhard Schroeder 4.00

Nach derzeitigem Stand fällt für mich hier aber keine Quote raus die derzeit zu spielen wäre.

Lustig find ich vorallem, dass man auf diese beiden Wetten kann. Wer sagt denn, dass die auch wirklich gegeneinader antreten.
Auch wenns in den Medien so dargestellt wird, aber endgültig entschieden ists net. Besonders bei Schröder bin ich mir da net so sicher. Ob da nicht einige in der SPD dabei sind, die lieber einen anderen Kanzlerkandidaten sehen würden ?