na da gehts heut aber zu.. noch ein bisserl senf: richtigen quotenfehler seh ich heute nicht..
fedexpress-carlos. was spricht für federer? sicher nicht die quote. oder dass er der bessere claycourter ist. moya wird müde. das ist aber auch schon das einzige. irgendwie würde sich moya oder moya+1,5 fast besser argumentieren lassen als 1,50 federer. gut, dass es inplaywetten gibt.
coria-ferrer. coria hat jetzt 29 spiele in serie auf clay gewonnen. ist gerade ferrer heute der mann, der coria schlägt? ich denke nicht. bei der gefahr eines schläferstarts von coria wie gestern kommt lay 1,18 aber natürlich prächtig.
ljubi-youzhny. 2,20 auf den russen als dog nehm ich (small), und argumentieren lässt sich das wohl nicht. ljubi mit extrem starker serviceleistung gestern und den deutlich stärkeren gegner, während youzhny nach 4 niederlagen in serie hier nur 3 CLOWNS vorgesetzt bekommen hat (kiefer, burgsmüller, mayer). trotzdem.
hewitt-melzer: das mit abstand interessanteste match heute. die kernfrage ist für mich: wie weit ist melzer mental bzw. hat er seine mentalschwäche überwunden? vieles deutet darauf hin. als exempel beispiel kann hier das 76 26 76 lately gegen henman angeführt werden. vor dem sandspiel hewitts braucht sich melzer jedenfalls nicht zu fürchten, wie das gewurschtel gegen saretta gestern bewiesen hat.
dem gegenüber steht aber, dass wohl kein spieler so "niederzuringen" ist, wie hewitt (ja, auch wenns früher noch schwerer war). mit massu, labadze und safin hatte melzer 3 gegner, die hier nicht als die stärksten gelten. trotzdem ist melzer inzwischen deutlich besser als sein ruf. bauchgefühl? hewitt gewinnt.
kurzbericht orf: http://sport.orf.at/040513-9292/index.html
Jürgen Melzer hat auch am Donnerstag seine beeindruckende Siegesserie beim mit 2,425 Millionen Euro dotierten Masters-Series-Turnier in Hamburg fortgesetzt und in der dritten Runde den früheren Weltranglisten-Ersten Marat Safin mit 6:4 6:4 bezwungen.
Der Niederösterreicher, der kommende Woche seinen 23. Geburtstag feiert, steht damit erstmals in seiner Karriere im Viertelfinale eines Turniers dieser Kategorie.
Nun gegen Hewitt
Melzer, der in Hamburg bisher keinen Satz abgegeben hat, trifft am Freitag auf den Australier Lleyton Hewitt, so wie Safin früher Weltranglisten-Erster.
Gegen den als Nummer 17 gesetzten Hewitt, der im Achtelfinale den Brasilianer Falvio Saretta mit 6:4 2:6 6:4 bezwang, hat Melzer 1996 beim bisher einzigen Duell der beiden bei einem ITF-Turnier in Wels verloren.
Noch kein Satzverlust
Der Erfolgslauf Melzers bei einem der neun Masters-Series-Turniere versetzt österreichische Tennisfans ins Staunen und die Veranstalter des am Sonntag beginnenden ATP-Turniers in St. Pölten, wo er Lokalmatador ist, in Verzücken.
Der Deutsch-Wagramer schlug nach dem chilenischen Weltranglisten-Elften Nicolas Massu (6:3 6:0) und seinem georgischen "Stallkollegen" Irakli Labadse (6:1 6:0) auch den US-Open-Sieger 2000 und diesjährigen Finalisten der Australian Open ohne Satzverlust.
"Mein bisher größter Erfolg"
"Das ist auf jeden Fall mein bisher größter Erfolg. So wie ich hier spiele, das ist schon sehr gut, vielleicht ist das jetzt ja schon normal", freute sich Melzer gegenüber der APA.
Warum es ausgerechnet in Hamburg so gut läuft, konnte er erklären. "Der tiefe Boden hier liegt mir. Die Bälle springen nicht so hoch ab und ich kann aus der Hüfte schlagen, das ist mein Spiel."
Sieg nie in Gefahr
Auch im ersten Match mit dem zweifachen Hamburg-Finalisten Safin war der Linkshänder nie wirklich in Gefahr und lag auch nie zurück.
Ein bisschen eng wurde es im Finish, als der Niederösterreicher bei 6:4 5:3 einen Matchball nicht nützen konnte und sein Service abgeben musste.
Doch mit dem Break zum 6:4 machte er alle Hoffnungen des im Entry-Ranking auf Platz 21 liegenden Russen zunichte. Melzer, aktuell noch die Nummer 68, klopft jedenfalls schon lautstark an sein großes Ziel, die Top 50, an.
Coach rundum zufrieden
Sein Coach Karl-Heinz Wetter war ähnlich angetan wie schon an den Vortagen. "Es war ein ausgesprochen gutes Match, das er konzentriert durchgespielt hat", freute sich Wetter, der ein derartiges Auftreten schon auf Grund der Auslosung nicht erwartet hätte.
Im Nachhinein bestätigt sich jedenfalls die Turnierpause nach dem US-Trip und der damit verbundene Verzicht auf die Italian Open in Rom.
"Überall verbessert"
Der Aufstieg des ÖTV-Daviscuppers, dessen Leistung auch im Hinblick auf das Heimspiel um den Weltgruppen-Verbleib von 24. bis 26. September gegen Großbritannien erfreulich ist, ist so zu begründen:
"Er hat sich einfach überall verbessert. Er ist konsequenter und viel konstanter und vor allem mental stark verbessert. Da möchte ich mich auch bei seiner Mentalbetreuerin Brigitte Haberda bedanken", so Wetter.
Kontakt mit Pschologin
Mit der Psychologin gebe es immer zumindest telefonischen Kontakt und es habe sich eine Art "Dreieck" Spieler-Trainer-Mentalbetreuerin entwickelt, das nun Früchte trage.
"Sie hat sicher einen großen Anteil daran", meinte auch Melzer, dessen Gespräche aber keinesfalls "Hexerei" oder fernöstliche Methoden beinhalten, versichert er. "Es ist einfach viel Reden, keine Hexerei."