Ausgangslage
Für viele ist Brasilien die Fußballnation schlechthin. Und das aus gutem Grund. Als einziges Team weltweit, hat Brasilien an allen WM-Endrunden teilgenommen und konnte mit fünf Titeln (’58, ’62, ’70, ’94 und 2002) öfter gewinnen als jedes andere Land. Demzufolge rechnet auch jeder immer mit Brasilien. Auch für europäische Beobachter gut sichtbar, bewiesen sie ihr Können zuletzt beim Konföderationen-Pokal 2009, als sie Italien, Ägypten, Südafrika und zwei Mal die USA bezwangen. Ihre Qualifikation beendeten sie als Gruppenerster mit der besten Offensive (34 Tore) und zeitgleich der besten Defensive (11 Gegentore). Jedoch hatten auch sie zwischendurch Probleme: Erst das vierte Auswärtsspiel konnte gewonnen werden, zuvor gab es Remis gegen Kolumbien und Peru sowie eine Niederlage gegen Paraguay. Vor der WM haben sie sich mit Oman (2-0), Irland (2-0) und vor allem Simbabwe (3-0) und Tansania (5-1) sehr leichte Gegner gesucht um sich um einen warmzuschießen aber zum anderen auch das Spielen gegen rein defensive Mannschaften zu trainieren – wie man sieht, mit Erfolg. Nordkorea kann von solche Situationen nur träumen. Der Fußball in Nordkorea entwickelt sich erst seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Aus dieser Zeit rührt auch der bislang größte Erfolg. Bei der WM 1966 in England, gelang die Qualifikation durch zwei Siege über Australien. Insgesamt schossen die Nordkoreaner während der gesamten sechs Qualifikationsspiele, die neben Südkorea auch gegen Jordanien und Turkmenistan absolviert wurden, nur vier Tore. Dadurch dass sie aber 540 Minuten – also über alle Spiele hinweg – ohne Gegentor geblieben sind erzielten sie damit zwölf Punkte. In der folgenden Qualifikationsrunde erhielten sie in der 81. Minute Schützenhilfe vom „Klassenfeind“ in Form von Ji-Sung Park (Manchester United). Sein Ausgleich gegen den Iran bescherte Nordkorea die direkte Qualifikation. Bei ihren letzten Testspielen konnten sie wenig überzeugen. Es setzte Niederlagen gegen Nigeria (3-1), Paraguay (1-0) und Mexiko (2-1). In jedem dieser Spiele kassierten sie ein Elfmetergegentor! Nur gegen Südafrika erreichten sie einen Punkt (0-0).
Teams
In Dungas Antrittsrede sagte er, er wolle die Nationalmannschaft von den „schlechten Elementen, die bei der WM in Deutschland einen negativen Eindruck hinterlassen hätten, befreien“. Diese Aussage lässt sich heute sehr gut auf Ronaldinho, Adriano oder Ronaldo beziehen, da sie 2006 noch im Kader waren und diesmal, mehr oder minder überraschend, nicht. Insgesamt sind die ganz großen Namen weniger geworden, spielten 2006 noch fünf Spieler des Kaders bei Real Madrid, tauchen heute Vereine wie Panathinaikos (Gilberto Silva), VfL Wolfsburg (Josue und Grafite) auf. Was natürlich keines Wegs bedeutet, dass die Selecao mit „No Names“ aufläuft. Besonders in der Defensive haben sie mit Julio Cesar im Tor und Lucio, Maicon (alle drei Inter Mailand) oder Juan (AS Rom) und Dani Alves (Barcelona) mit das Beste, was es auf der Welt gibt. Im Mittelfeld zieht Kaka die Fäden und trotz intensiver Suche und vieler Versuche findet Dunga keinen adäquaten Ersatz für ihn. Im Sturm spielen mit Luis Fabiano (FC Sevilla) und Robinho (ausgeliehen an FC Santos, eigentlich Manchester City, vorher Real Madrid) ebenfalls zwei Weltklasseleute. Die Situation in Nordkorea könnte kaum unterschiedlicher sein. Fast alle Spieler ihrer Auswahl sind in der eigenen Liga aktiv. Viele Spieler kommen von Amrokgang Phenian (5) und der Sportgruppe April 25 (6). Torwart Ri Myong-guk steht hinter einer Vierer-Abwehrkette mit Cha Jong-hyok (25), Ri Jun-il (23), Pak Nam-chol (22) und Ri Kwang-chon (25). Im zentralen Mittelfeld kommen mit Nam Song-chol (28), Kim Yong-jun (27) und Spielmacher Ahn Young-hak erfahrenere Leute zum Einsatz. Sie verfügen im Durchschnitt über ca. 20 Länderspiele. Die einzige Unterstützung für den in Japan geborenen Jong Tae-se (26) kommt von Mun In-guk (32) und Hong Yong-jo (28). Alles was hinter diesen drei Spielern ist, ist bedingungslose Defensive und der Kampf bis zum äußersten.
Stärken und Schwächen
Die Stärke Brasiliens zeichnete sich über Jahrzehnte durch begeisternden Offensivfußball aus, der hinten zwar für ein paar Gegentreffer sorgte aber im Angriff so effektiv war, dass es meist zum Sieg reichte. Dunga, Trainer der Selecao, nutzt bei seiner ersten Trainerstation eine viel defensivere Taktik als seine Vorgänger. Trotzdem er bereits ein Jahr nach Amtsantritt die Copa America gewann, findet die defensive Spielweise dennoch wenig Anklang in den Medien und der Öffentlichkeit. Bislang gibt ihm jedoch der Erfolg recht, was ihn ihm Amt hält. Eine Schwachstelle, die man wie ein Muster auf die Mannschaft legen kann, gibt es nicht. Einzig sind Formschwankungen einzelner Spieler möglich, wie in jedem anderen Team auch. Bei Nordkorea ist das schon etwas differenzierter zu sehen. Trainer Jong-Hun Kim lässt meist mit einem extrem defensiven 4-5-1 System spielen, um hinten möglichst lange zu Null zu bleiben. Geht der Plan komplett auf, sticht mit Glück einer der wenigen Konter und das Spiel endet 1-0. Diese äußerst unansehnliche Spielweise, beschreibt Kim selbst, als „Fußball, der von Schnelligkeit und ausgereifter Technik geprägt ist, sowie die Anforderungen an eine moderne Spielausrichtung erfüllt, die ein ausgeprägtes körperliches Durchsetzungsvermögen beinhaltet“. Mit Ausnahme der Defensive, die komplett aus absolut unbekannten Spielern besteht, gibt es keine Stärken. Insbesondere in diesem Spiel sollte man rein gar nichts von Nordkoreas Offensive erwarten.
Direkter Vergleich
Bisher kein aufeinandertreffen.
Einschätzung
In allen für Fußball relevante Belangen ist Brasilien Nordkorea weit überlegen, darüber muss nicht lang diskutiert werden. Aber, wie wird dieses Spiel verlaufen? Ich nehme an Nordkorea wird sich sehr weit hinten reinstellen und bei Ballbesitz den Ball nach vorn schlagen, was mit einem gleichzeitigen Ballverlust einhergeht. Auch wenn sie gegen Jordanien und Turkmenistan über mehrere Spiele die Null halten konnte, denke ich das es hier zum ersten mal um die 30. Minute herum einschlägt. Brasilien wird in der zweiten Hälfte sicher noch 1-2 Treffer rauflegen aber dann merklich einen Gang zurückschalten. Daraus resultieren für mich folgende Wetten:
Elfmeter? Ja! 3,60 2/10
Brasilien Sieg zu Null 1,51 8/10
AHC Brasilien -2 1,73 5/10
AHC Brasilien -2,5 2,3 3/10
Alles bei Betfair
Für viele ist Brasilien die Fußballnation schlechthin. Und das aus gutem Grund. Als einziges Team weltweit, hat Brasilien an allen WM-Endrunden teilgenommen und konnte mit fünf Titeln (’58, ’62, ’70, ’94 und 2002) öfter gewinnen als jedes andere Land. Demzufolge rechnet auch jeder immer mit Brasilien. Auch für europäische Beobachter gut sichtbar, bewiesen sie ihr Können zuletzt beim Konföderationen-Pokal 2009, als sie Italien, Ägypten, Südafrika und zwei Mal die USA bezwangen. Ihre Qualifikation beendeten sie als Gruppenerster mit der besten Offensive (34 Tore) und zeitgleich der besten Defensive (11 Gegentore). Jedoch hatten auch sie zwischendurch Probleme: Erst das vierte Auswärtsspiel konnte gewonnen werden, zuvor gab es Remis gegen Kolumbien und Peru sowie eine Niederlage gegen Paraguay. Vor der WM haben sie sich mit Oman (2-0), Irland (2-0) und vor allem Simbabwe (3-0) und Tansania (5-1) sehr leichte Gegner gesucht um sich um einen warmzuschießen aber zum anderen auch das Spielen gegen rein defensive Mannschaften zu trainieren – wie man sieht, mit Erfolg. Nordkorea kann von solche Situationen nur träumen. Der Fußball in Nordkorea entwickelt sich erst seit den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts. Aus dieser Zeit rührt auch der bislang größte Erfolg. Bei der WM 1966 in England, gelang die Qualifikation durch zwei Siege über Australien. Insgesamt schossen die Nordkoreaner während der gesamten sechs Qualifikationsspiele, die neben Südkorea auch gegen Jordanien und Turkmenistan absolviert wurden, nur vier Tore. Dadurch dass sie aber 540 Minuten – also über alle Spiele hinweg – ohne Gegentor geblieben sind erzielten sie damit zwölf Punkte. In der folgenden Qualifikationsrunde erhielten sie in der 81. Minute Schützenhilfe vom „Klassenfeind“ in Form von Ji-Sung Park (Manchester United). Sein Ausgleich gegen den Iran bescherte Nordkorea die direkte Qualifikation. Bei ihren letzten Testspielen konnten sie wenig überzeugen. Es setzte Niederlagen gegen Nigeria (3-1), Paraguay (1-0) und Mexiko (2-1). In jedem dieser Spiele kassierten sie ein Elfmetergegentor! Nur gegen Südafrika erreichten sie einen Punkt (0-0).
Teams
In Dungas Antrittsrede sagte er, er wolle die Nationalmannschaft von den „schlechten Elementen, die bei der WM in Deutschland einen negativen Eindruck hinterlassen hätten, befreien“. Diese Aussage lässt sich heute sehr gut auf Ronaldinho, Adriano oder Ronaldo beziehen, da sie 2006 noch im Kader waren und diesmal, mehr oder minder überraschend, nicht. Insgesamt sind die ganz großen Namen weniger geworden, spielten 2006 noch fünf Spieler des Kaders bei Real Madrid, tauchen heute Vereine wie Panathinaikos (Gilberto Silva), VfL Wolfsburg (Josue und Grafite) auf. Was natürlich keines Wegs bedeutet, dass die Selecao mit „No Names“ aufläuft. Besonders in der Defensive haben sie mit Julio Cesar im Tor und Lucio, Maicon (alle drei Inter Mailand) oder Juan (AS Rom) und Dani Alves (Barcelona) mit das Beste, was es auf der Welt gibt. Im Mittelfeld zieht Kaka die Fäden und trotz intensiver Suche und vieler Versuche findet Dunga keinen adäquaten Ersatz für ihn. Im Sturm spielen mit Luis Fabiano (FC Sevilla) und Robinho (ausgeliehen an FC Santos, eigentlich Manchester City, vorher Real Madrid) ebenfalls zwei Weltklasseleute. Die Situation in Nordkorea könnte kaum unterschiedlicher sein. Fast alle Spieler ihrer Auswahl sind in der eigenen Liga aktiv. Viele Spieler kommen von Amrokgang Phenian (5) und der Sportgruppe April 25 (6). Torwart Ri Myong-guk steht hinter einer Vierer-Abwehrkette mit Cha Jong-hyok (25), Ri Jun-il (23), Pak Nam-chol (22) und Ri Kwang-chon (25). Im zentralen Mittelfeld kommen mit Nam Song-chol (28), Kim Yong-jun (27) und Spielmacher Ahn Young-hak erfahrenere Leute zum Einsatz. Sie verfügen im Durchschnitt über ca. 20 Länderspiele. Die einzige Unterstützung für den in Japan geborenen Jong Tae-se (26) kommt von Mun In-guk (32) und Hong Yong-jo (28). Alles was hinter diesen drei Spielern ist, ist bedingungslose Defensive und der Kampf bis zum äußersten.
Stärken und Schwächen
Die Stärke Brasiliens zeichnete sich über Jahrzehnte durch begeisternden Offensivfußball aus, der hinten zwar für ein paar Gegentreffer sorgte aber im Angriff so effektiv war, dass es meist zum Sieg reichte. Dunga, Trainer der Selecao, nutzt bei seiner ersten Trainerstation eine viel defensivere Taktik als seine Vorgänger. Trotzdem er bereits ein Jahr nach Amtsantritt die Copa America gewann, findet die defensive Spielweise dennoch wenig Anklang in den Medien und der Öffentlichkeit. Bislang gibt ihm jedoch der Erfolg recht, was ihn ihm Amt hält. Eine Schwachstelle, die man wie ein Muster auf die Mannschaft legen kann, gibt es nicht. Einzig sind Formschwankungen einzelner Spieler möglich, wie in jedem anderen Team auch. Bei Nordkorea ist das schon etwas differenzierter zu sehen. Trainer Jong-Hun Kim lässt meist mit einem extrem defensiven 4-5-1 System spielen, um hinten möglichst lange zu Null zu bleiben. Geht der Plan komplett auf, sticht mit Glück einer der wenigen Konter und das Spiel endet 1-0. Diese äußerst unansehnliche Spielweise, beschreibt Kim selbst, als „Fußball, der von Schnelligkeit und ausgereifter Technik geprägt ist, sowie die Anforderungen an eine moderne Spielausrichtung erfüllt, die ein ausgeprägtes körperliches Durchsetzungsvermögen beinhaltet“. Mit Ausnahme der Defensive, die komplett aus absolut unbekannten Spielern besteht, gibt es keine Stärken. Insbesondere in diesem Spiel sollte man rein gar nichts von Nordkoreas Offensive erwarten.
Direkter Vergleich
Bisher kein aufeinandertreffen.
Einschätzung
In allen für Fußball relevante Belangen ist Brasilien Nordkorea weit überlegen, darüber muss nicht lang diskutiert werden. Aber, wie wird dieses Spiel verlaufen? Ich nehme an Nordkorea wird sich sehr weit hinten reinstellen und bei Ballbesitz den Ball nach vorn schlagen, was mit einem gleichzeitigen Ballverlust einhergeht. Auch wenn sie gegen Jordanien und Turkmenistan über mehrere Spiele die Null halten konnte, denke ich das es hier zum ersten mal um die 30. Minute herum einschlägt. Brasilien wird in der zweiten Hälfte sicher noch 1-2 Treffer rauflegen aber dann merklich einen Gang zurückschalten. Daraus resultieren für mich folgende Wetten:
Elfmeter? Ja! 3,60 2/10
Brasilien Sieg zu Null 1,51 8/10
AHC Brasilien -2 1,73 5/10
AHC Brasilien -2,5 2,3 3/10
Alles bei Betfair