Heute um 18:30 spielt Hertha das zweites Wiederholungsspiel daheim gegen den SC Freiburg.
In meiner Analyse zwischen dem FSV Mainz und Hertha habe ich Hertha zu viel zugetraut. Das was die Mainzer in Hälfte 1 gespielt haben, habe ich mir von Hertha erhofft. Den Gegner zu dominieren, dass dieser kaum noch Entlastungsbälle zum Mittelstürmer hinkriegt. Sich in der gegnerischen Hälfte festzubeißen etc.
Allerdings war die Grundannahme rückblickend falsch, denn Hertha BSC ist keine Pressing-Mannschaft. Man spielt sehr bedacht und eher einen Schritt zu langsam als zu schnell. Das Aufbauspiel in der 3’er Kette trägt noch keine Früchte, weil Linksverteidiger Mittelstädt und phasenweise Rechtsverteidiger Zeefuik keinerlei Durchschlagskraft in den gegnerischen Reihen gelingt. Beide haben aber das nötige Zeug dazu, nur fehlt die Vertrautheit bzw. der Mut, dass Mechanismen im Training auch im Spiel funktionieren.
Auch Klünter oder Dardai, die beiden äußeren Innenverteidiger könnten eine erhebliche Gefahr darstellen, würden beide sich mehr offensiv beteiligen, gerade Klünter, als gelernter Rechtsverteidiger.
Das Mittelstädt und Zeefuik noch wichtig in den letzten Spielen werden, davon bin ich überzeugt.
Gerade der Fakt alle 3 Tage spielen zu müssen, kann beiden eine Vertrautheit in ihrem Positionsspiel geben. Dagegen werden es wohl die letzten Spiele in dieser Saison für Klünter und Dardai von Beginn an sein. Auch wenn Dardai seine ersten Spiele in der Innenverteidigung gut gelungen sind, erwarte ich, dass Boyata wieder in die Innenverteidung zurückkehrt. Eventuell nimmt Torunarigha den Platz von Dardai an und Boyata für Klünter.
Das Mittelfeld und der Angriff über Cunha und Cordoba war in Ordnung. Cunha konnte zeigen, dass er auch 2-3 Spieler binden und schwindelig spielen kann, aber in Sachen Torabschluss geht da noch mehr.
Cordoba hat seine Rolle als Mittelstürmer gut ausgeführt, waren die Entlastungsbälle in Halbzeit 1 wichtig, deren vorausgehende Kopfballduelle er oft für sich entscheiden konnte.
In Halbzeit 2 war Hertha den Mainzern überlegen.
Grund dafür könnte die Umstellung von 5’er auf 4’er Kette sein, die Einwechsung von Darida und Ascacibar oder eine Schwächephase der Mainzer. Auch Radonjic und Piatek haben dem Spiel gut getan, waren beide doch an der besten Chance der Hertha maßgeblich beteiligt.
Die Freiburger unter Trainer Christian Streich spielen eine solide Saison und müssen sich am Ende wohl mit einem Mittelfeldplatz zufrieden geben. Für die Conference League und damit Platz 7 wird es wohl nicht reichen. Motivation würde ich den Freiburgern nicht absprechen, würde man mit einem Sieg den Abstand auf Borussia M’Gladbach auf 2 Punkte verkürzen. Dennoch sehe ich Freiburg nicht an 100% ihrer Leistung herankommen. Sollte Hertha erstmal gut in das Spiel hineinkommen, wird es den Freiburgern sehr schwer fallen, über sich hinauszuwachsen.
Meine Wette für das Spiel:
Sieg Hertha @2,04 diverse 3/10 Einheiten
Ich habe dasselbe Vertrauen in diese Wette, wie schon gegen Mainz. Grund für die Reduzierung auf 3 Einheiten ist maßgeblich die Quote. Gab es gegen Mainz noch eine 3,3 muss man sich gegen Freiburg mit einer 2,04 zufrieden geben.