Frage bzgl Tor Rate

Mumpitz

New member
Okt. 27, 2016
20
2
0
Hallo,

ich habe bzgl der Über/Unter Wetten mal angefangen, die Tor-Raten der Teams mit der Poisson Verteilung in Wahrscheinlichkeiten umzurechnen, um zu sehen, ob eine Quote demnach profitabel oder unprofitabel wäre, habe dabei aber folgendes Problem. Angenommen wir betrachten das kommende Match der Bayern gegen Dortmund: Der BVB hat in 10 Partien 25 Tore geschossen, also 2.5 Tore pro Spiel. Bayern hat in 10 Spielen nur 6 Gegentore kassiert. Wie kann ich nun daraus eine sinnvolle Tor-Rate ableiten, also wie viele Tore wird der BVB im Schnitt gegen eine solche Abwehrleistung erzielen? Was denkt ihr wie viel Tore Bayern (24 Tore in 10 Spielen) im Schnitt gegen den BVB schießen wird (12 Gegentore in 10 Spielen) und was denkt ihr, ist eine realistische Annahme wie viele Tore in diesem Spiel im Schnitt fallen werden, angesichts dieser Statistik?

Kann man das überhaupt errechnen oder hängt das in erster Linie von der Taktik ab, sprich wie offensiv und Risikoreich die Teams in diesem Match agieren. Falls dem so wäre, welche Daten würde ich hier in meine Kalkulation einfließen lassen? H2H Statistiken? Wenn ja, über welchen Zeitraum? Nutzt hier die vergangene Saison überhaupt noch etwas? Schließlich spielt Bayern unter Ancelotti anders und der BVB hat ein neuen Kader.

Wäre für ein paar Tipps echt dankbar, fange gerade erst an mich mit dem Thema Sportwetten zu beschäftigen und finde es ganz interessant!

VG

Mumpitz
 
Darüber kann man viiiiiel diskutieren..ich finde es nicht verkehrt auch! mit solchen Daten zu arbeiten. Aber es gehört mMn mehr dazu als reine Statistikauswertung, interessant für dich könnte aber z.B. auch Daten über Torschüsse, Schüsse aufs Tor, Angriffe etc. sein. An die Daten kommt man aber nicht so einfach dran (Opta evtl. aber kostenpflichtig)
Ansonsten spielen ja noch einige andere Dinge mit rein, Aufstellung, Taktik, Form, Tagesform, Glück, etc. etc.
 
ich würde mich an deiner Stelle nicht auf die reinen Daten stürzen, da die Wettanbieter diese Daten natürlich auch haben und diese deutlich besser auswerten können.

Schau lieber, warum gewisse Teams in einem bestimmten Spiel von der Norm abweichen könnten.

wichtiger offensivspieler verletzt?
man erzielt viele Kopfballtreffer und spielt jetzt gegen eine Abwehr mit Durchschnittsmaß 1,96
Gegner trifft gerne mal, man selbst braucht unbedingt den Sieg

solche Geschichten dürften im Schnitt mehr einbringen, als Rechenspiele, die die Wettanbieter eh besser können
 
ich würde mich an deiner Stelle nicht auf die reinen Daten stürzen, da die Wettanbieter diese Daten natürlich auch haben und diese deutlich besser auswerten können.

Schau lieber, warum gewisse Teams in einem bestimmten Spiel von der Norm abweichen könnten.

wichtiger offensivspieler verletzt?
man erzielt viele Kopfballtreffer und spielt jetzt gegen eine Abwehr mit Durchschnittsmaß 1,96
Gegner trifft gerne mal, man selbst braucht unbedingt den Sieg

solche Geschichten dürften im Schnitt mehr einbringen, als Rechenspiele, die die Wettanbieter eh besser können

Sehe ich genauso, vor allem in den großen Ligen (Bundesliga, Premier League etc) wird man damit wohl langfristig keine Chancen gegen die Bookies haben, die deutlich mehr Daten zur Verfügung haben bzw. statistische Erfahrungswerte. Würde bei den aufgezählten Dingen von Marcel noch Trainerwechsel einwerfen, neuer Coach bringt meistens auch eine neue neue Spielweise mit und auch Verletzte/Sperren in der Defensive, die neu zusammengewürfelte Abwehr meist nicht so sicher/eingespielt wie die übliche. Auch unterschiedliche Bewerbe machen etwas aus, ist ein Unterschied ob es 1 Cup Spiel ist, Gruppenphase CL oder EL zB, KO Spiel mit Hin- und Rückspiel oder klassische Meisterschaft.

Da du ja gesagt hast, dass du ein Anfänger bist, meiner Meinung nach ist zu Beginn extrem wichtig festzustellen was erwartest du vom Wetten, warum willst du es machen, welches Kapital hast du zur Verfügung und wie viel Zeit kannst du dafür investieren. Weil so nebenher einfach mal easy paar Hunis mitzunehmen wie man sich das vl vorstellt funktioniert nicht, um auf Dauer gewinnen zu wollen muss man sich mMn intensiv mit der Materie auseinander setzen, im Kopf stark sein, Geduld haben und Zeit mitbringen.
 
Hallo und Danke für Eure Antworten. Klar, die Buchmacher sind Mathematiker und rechnen vermutlich besser, aber mich interessiert der mathematische Aspekt dennoch, daher würde es mich trotzdem interessieren, wie man aus der bisherigen Tor- und Gegentorquote zweier Teams in eine realistische Gesammt-Tor-Rate für das Spiel errechnet. Mein Ziel ist es erstmal mathematische Modelle zu basteln, an denen ich mich primär orientieren kann und dann andere Daten zu Hilfe zunehmen um Abweichungen zu machen, wie z.B. Verletzungen, Trainerwechsel, aktuelle Form, etc.

Bzgl meiner Absichten: Ich bin seit Jahren Poker-Pro und habe da viel mit Wahrscheinlichkeiten und Varianz zu tun. Deshalb interessieren mich auch Sportwetten, weil es ein paar Ähnlichkeiten gibt. Ich habe nicht vor in nächster Zeit damit Geld zu verdienen. Ich Tippe aktuell nur simuliert und versuche ein besseres Gefühl für Quoten zu bekommen und meine Ergebnisprognosen zu verbessern. Ich weiß nicht, ob ich jemals damit Geld verdienen werde, sehe das aber nicht so eng im Moment, ich mach es mehr aus Interesse. Im Moment tippe ich mit Spielgeld auf Bundesliga Spiele und habe schon öfter gelesen, dass es schwer oder unmöglich ist, dort Geld zu machen, denke mir aber, wenn ich dort halbwegs ins Grüne komme, könnte ich evtl in unteren Ligen profitabel wetten. Mal sehen!

@Marcel: Wegen der anderen Daten wie Torschüsse usw. Findest du, man kann da die Torgefährlichkeit einer Mannschaft besser rauslesen? Ich schaue mir aktuell immer auf Bundesliga.de die Teamstatistiken an und sehe da oft die wildesten Werte die aber oftmals in keiner Relation zu dem Endergebnis stehen. Sprich beide Teams hatten 15 Torschüsse und trotzdem hat das eine Team hochverdient mit 3:0 gewonnen, etc.

Kann aber sein, dass das langfristig ein guter Indikator ist, wie gefährlich ein Team in der Offensive ist. Wie machst du das denn?
 
BlackStorm und auch Verletzte/Sperren in der Defensive, die neu zusammengewürfelte Abwehr meist nicht so sicher/eingespielt wie die übliche.

grade das Argument zeigt wie schwierig die Materie ist. Ja es kann negativ sein, aber es kann auch durchaus positiv sein, wenn der Ersatzmann unbedingt in die erste Elf will und 110% bringt.

hmm mathematisch berechne ich nix, wenn dann würde ich die 18er Liga in 3 Sektoren einteilen. Ich denke die Spielweisen gegen die Top 6 unterscheidet sich deutlich von der Spielweise gegen die Bottom 6. Beispiel Liverpool letzte Saison. Gegen die "großen" der Liga haben sie fantastische Ergebisse geholt, weil die Gegner mitgespielt haben und Räume da waren. Gegen Truppen, die den Bus geparkt haben, hatten sie immer mächtig Probleme.

Die Statistken zu den Torschüssen sind auch schwierig, weil jeder Beobachter eine andere Wahrnehmung hat. Ganz extrem bei "gefährlichen Angriffen", aber auch bei Torschüssen. Zuletzt ein Spiel gesehen, wo ein Freistoß aus dem Halbfeld ganz schwach hereinkam und der Torhüter ihn locker fangen konnte. Die Aktion wurde als Schuss aufs Tor bei bet365 gewertet :-D

Ich selbst tippe nach und mach damit einen Großteil des Umsatzes, dazu tippe ich noch zwei regionale Vereine, weil ich dazu durch Fanforen und die täglichen Presseartikel wirklich alle Informationen habe. Beim EHV Aue (2. Liga Handball) sogar bessere, als die Bookies, was zum Beispiel Ausfälle betrifft.

such dir einfach mal eine Liga aus, die in deiner Umgebung ist. Regionalliga lässt sich vom Angebot her gut tippen und die meisten Vereine sind recht kommunikativ, was Ausfälle etc angeht
 
  • Like
Reaktionen: Mumpitz
Hey Marcel, danke für deine Antwort, ich werde mal schauen, ob ich so über das Netz brauchbare Informationen über unterklassige Vereine hier aus der Umgebung finden kann, wobei ich im Moment nicht auf Teufel komm raus Geld setzen will, sondern eigentlich erstmal mein mathematisches Verständnis für Sportwetten verbessern möchte. Was hälst du von Livewetten? Viele sagen, dass man dort sehr profitabel Wetten kann, ich vermute weil ein Mathematiker dort durch Daten und Statistiken sich keinen Vorteil rausarbeiten kann? Meinst du mit nachtippen gekaufte Tipps oder Blogabet?
 
Livewetten haben viele Vorteile, da du in der Regel höhere Limits hast, nicht vom Wetter (schlechtes Spielfeld - meistens schlecht für Über-Wetten) und geänderten Aufstellungen überrascht wirst. Zudem sieht man in den Anfangsminuten meistens, wohin die Reise geht.

Ich tippe im Moment bei mehreren Paid-Services nach, gibt aber sicherlich auch gut kostenlose. Da muss aber jeder seine eigenen Erfahrungen machen. Hatte mal einen, der extrem gut getroffen hatte, leider kamen die Wetten meist 3-4 Uhr deutscher Zeit. Hat für mich dann keinen Sinn gemacht, da man wirklich nahezu alle Wetten erwischen sollte.
 
- Wetterverhältnisse
- Verletzungen / Krankheiten
- H2H
- Serien
- Form
- Leistungsspitzen Angriff/Abwehr
- Trainerwechsel
- Standardstärke, Kopfballhoheit
- System(e) (-umstellung)
- Derbys
- Prestigeduelle
- Reaktionen nach Niederlagen
- Versöhnung mit den Fans
- Stimmung im Team und Verhältnis zum Trainer
- Heim- und Auswärtsstärke
- Extramotivationen (persönlich, Vereinsebene, Interna)
- Lieblingsgegner / Angstgegner
- Anstehende Begegnungen (Prioritäten, Wettbewerbe (Pokal, Europa usw.)
- Friendly, Motivation
- Fixerliga
- Mentalität und Moral
- "Werner"

... denke, eine mathematische Annäherung ist hoffnungslos unterkomplex; die Buchmacher geben die Quote ja schon vor, in der, wie ich denke, ein Großteil statistischer Natur ist. Da die Statistik in der Quote ja schon enthalten ist, frage ich mich hauptsächlich bei einer unter/über-Wette, ob die oben angeführten nicht-statistischen Faktoren (ein Teil davon IST natürlich auch statistisch) genügend berücksichtigt wurden und vor allem welche Faktoren ich persönlich wie gewichte.
Bespiel vergangene Nacht: Peru - Brasilien. Ich war kurz davor aufs over zu gehen, da Form, Wettbewerb, Motivation, offensive Leistungsspitzen, Mentalität und System eigentlich positiv waren. Letztlich hielt mich die Leistungsspitze der Abwehr Brasilien davon ab.
 
Interessant, Danke. Ich habe halt schon öfter gelesen, dass die Buchmacher ihre Quoten nicht grundsätzlich so machen, wie sie denken wie ein Spiel tatsächlich ausgeht, sondern vor allem auch das Setzverhlten der breiten Masse berücksichtigen, da hier im Wesentlichen ihr Gewinn liegt. Deshalb könnte ich mir schon vorstellen, dass es Sinn macht, die Statistiken selbst zu überprüfen, um zu sehen wo mögliche Abweichungen liegen (und damit Value). Aber vielleicht irre ich da!
 
Interessant, Danke. Ich habe halt schon öfter gelesen, dass die Buchmacher ihre Quoten nicht grundsätzlich so machen, wie sie denken wie ein Spiel tatsächlich ausgeht, sondern vor allem auch das Setzverhlten der breiten Masse berücksichtigen, da hier im Wesentlichen ihr Gewinn liegt. Deshalb könnte ich mir schon vorstellen, dass es Sinn macht, die Statistiken selbst zu überprüfen, um zu sehen wo mögliche Abweichungen liegen (und damit Value). Aber vielleicht irre ich da!

Das ist sicher so!! Es wird viel öfter auf Favoriten gewettet also findet sich value öfter bei den Außenseitern.
 
Interessant, Danke. Ich habe halt schon öfter gelesen, dass die Buchmacher ihre Quoten nicht grundsätzlich so machen, wie sie denken wie ein Spiel tatsächlich ausgeht, sondern vor allem auch das Setzverhlten der breiten Masse berücksichtigen, da hier im Wesentlichen ihr Gewinn liegt. Deshalb könnte ich mir schon vorstellen, dass es Sinn macht, die Statistiken selbst zu überprüfen, um zu sehen wo mögliche Abweichungen liegen (und damit Value). Aber vielleicht irre ich da!

die idealen Quoten für die Buchmacher liegen dort, wo egal wie der Wettausgang ist, die gleiche Summe ausgezahlt wird, bzw der gleiche Gewinn überbleibt
 
Hallo,

ich habe bzgl der Über/Unter Wetten mal angefangen, die Tor-Raten der Teams mit der Poisson Verteilung in Wahrscheinlichkeiten umzurechnen, um zu sehen, ob eine Quote demnach profitabel oder unprofitabel wäre, habe dabei aber folgendes Problem. Angenommen wir betrachten das kommende Match der Bayern gegen Dortmund: Der BVB hat in 10 Partien 25 Tore geschossen, also 2.5 Tore pro Spiel. Bayern hat in 10 Spielen nur 6 Gegentore kassiert. Wie kann ich nun daraus eine sinnvolle Tor-Rate ableiten, also wie viele Tore wird der BVB im Schnitt gegen eine solche Abwehrleistung erzielen? Was denkt ihr wie viel Tore Bayern (24 Tore in 10 Spielen) im Schnitt gegen den BVB schießen wird (12 Gegentore in 10 Spielen) und was denkt ihr, ist eine realistische Annahme wie viele Tore in diesem Spiel im Schnitt fallen werden, angesichts dieser Statistik?

Kann man das überhaupt errechnen oder hängt das in erster Linie von der Taktik ab, sprich wie offensiv und Risikoreich die Teams in diesem Match agieren. Falls dem so wäre, welche Daten würde ich hier in meine Kalkulation einfließen lassen? H2H Statistiken? Wenn ja, über welchen Zeitraum? Nutzt hier die vergangene Saison überhaupt noch etwas? Schließlich spielt Bayern unter Ancelotti anders und der BVB hat ein neuen Kader.

Wäre für ein paar Tipps echt dankbar, fange gerade erst an mich mit dem Thema Sportwetten zu beschäftigen und finde es ganz interessant!

VG

Mumpitz

Tore fallen relativ zufällig, der Trend geht abgesehen davon eher dahin das weniger fallen weil Teams immer besser werden und sich somit ein bisschen ausgleichen.
Viele favorisieren trotzdem zB einfach das Over weil die breite Masse in der Kneipe oder Wettbrüro geil auf Tore ist .
Tore,Extase, Action, ein schnelles Spiel - Overrrrrzzzz
Das wissen die Bookies und melken ordentlich ab .

Und - veile wetten so, wie du es tust.
Die wenigsten sind damit erfolgreich.
Check einfach mal die Quoten besagter Tipps - vor allem GENAU zum Kick Off, dazu weiter unten.


Diese Statistiken oder auch die gelobte Poisson - Verteilung gibt es schon lange.
Bookies wissen das sowieso - da sitzen Profi Mathematiker oder Statistiker und jetzt kommst du mit einem 10 Spiele H2H und Tordurchschnitt.
Wenn du in den Wett-Shop von Tipico gehst und Statistiken auf dem Automaten wählst, meinst du die Buchmacher sind wirklich so blöd, für sie Marktrelevante Statistiken im Shop anzubieten wenn sie wissen Amateurzocker könnten damit longterm Gewinn erzielen?
Ist egal ob es die perfekte Statistik-Anbietung mit Abo oder die im Wett-Shop is - all the same.
Jeder wäre happy und die Bookies broke. Think about it.


Viele holen langfristig ja nicht mal die Marge der Buchmacher ein und schwimmen +-0 obendrauf[[rofl]]


Ich würde mich an deiner Stelle überhaupt nicht auf Statistiken fokussieren sondern auf ganz andere Sachen.

- Aktuelle Form
- Wert der einzelnen Spieler Stichwort Rankings
- ob und wie die goal marge geknackt wird ( gute HC Kandidaten)
- Wetterverhältnisse
- Wie schlagen andere den Markt und vor allem - und das als Basis-Pflicht-Wissen für dich als zukünftiger Wetter:


Wie sieht die Quote bei den Smart Bookies wie pinnacle oder SBOBET im Vergleich zu deiner aus?

Wenn du ein Tipp von dir hast und zB im Shop deine Wette abgibst bei Tipico für Bayern-Bremen Over 2,5 Tore @ 2
und beim Kickoff steht die Quote bei pinnacle bei 2,2 - sorry aber dann hast du ne denkbar bekloppte Wette abgegeben,
zumal die Steuer von 5% auch noch reingerechnet werden muss.
Das ist mal eben ne Unterschied von 25%.
Auf lange Sicht verlierst du 25% von jedem 100€ Schein wenn du permanent solche Wetten abgibst und kannst froh sein überhaupt mal am Break Even Bereich zu schnuppern.
Es ist wirklich sehr schwer geworden mit so einer Vorgehensweise die Buchmacher zu schlagen.


Teste erstmal generell deine Strategien auf Papier, vergleich deine Tipp-Quoten von der Strategie mit der Closing Line von Pinnacle und wenn du longterm bei zB 2000 picks die closing line schlägst, DANN zahl erstmal ein.
Du wirst gewinnen, geht gar nicht anders.

Wenn du überhaupt soweit kommst ohne vorher auf Pisseinsätze limitiert zu werden.
Die Einsatzhöhe ist sogar erstmal egal.
1-2000€ für eine denkbar schlechte Wette im Vergleich zu den Asias nimmt der Bookie händeringend an und die Limits gehen nach Full-Tilt und Konto-Erdung sogar noch höher[[bussi]].
Sobald du aber auch nur einen Hauch von Vorsprung mit besagter Strategie hast und die Euros longterm schlägst was sich durch die höchste Quote die du bekommst abzeichnet, gibts das Limit von den Bookies.
1000€ einzahlen und mit 100€ auf ne Müllquote vom 2,5 Tore Markt zu gehen weil die letzten Games X gefallen sind - am besten noch live mit schlechterem Quoteschlüssel als Kombi mit Steuer - das lieben die Bookies.


Keine Ahnung ob dir meine Antwort was bringt für deine zukünftige Strategie oder Tor Rate.


Wenn o.g Kriterien aber nicht erfülllt sind wirst du es als Hobby - Wetter nicht soooo leicht haben.
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für Deine Antwort. Ich habe nicht vor, von heute auf morgen mit Sportwetten Geld zu verdienen (außer vielleicht, indem ich andere nachtippe). Mir ist auch bewusst, dass die Buchmacher dort alle Mathematiker und Stochastiker sind, die sich mit Mathe zehn mal besser auskennen als ich es tue, aber gerade weil, wie du sagst, so viele irrational wetten (auf over) und die Buchmacher das ausnutzen, muss in den O/U Wetten ja irgendwo anders Value stecken, oder nicht? Ich mein, wenn viele auf Over setzen und der Bookie das ausnutzt und die Quote zu gering ansetzt, muss sie ja anderswo im Verhältnis zu hoch sein, oder? Wenn dem so ist, würde es schon Sinn machen, sich selbst mit der Statistik auseinanderzusetzen, um die O/U Wetten zu spielen, auf die eben nicht der Großteil der Tipper setzt und die womöglich Value haben. Im Moment tippe ich nur auf dem Papier mit fiktivem Geld und hab nicht vor daran was zu ändern, ich weiß, dass ich den Markt im Moment nicht schlage.


Auch wenn mir hier jeder rät, die Sache nicht mathematisch zu lösen (weil ich da als nicht-Mathematiker ja sowieso auf verlorenem Boden kämpfe), würde es mich trotzdem interessieren, wie ich in einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, aus deren bisherigen Torquoten, eine Tor-Rate für dieses spezielle Spiel errechne. Vielleicht macht das auch gar keinen Sinn, weil die Trainer jedes Spiel taktisch individuell neu ausrichten (mal offensiver/mal defensiver). Sprich, obwohl im Fall BVB gegen FCB, die zwei torgefährlichsten Teams der Liga gegen einander antreten, hier aller Wahrscheinlichkeit nach taktisch so gespielt wird, dass im Schnitt (entgegen der Erwartung es müsse ein Tor nach dem anderen fallen) eher wenige Tore fallen. Ich weiß es nicht, frage aber deshalb!


Mich würde außerdem interessieren, in welchen Partien in der Regel offensiv und in welchen eher defensiv gespielt wird. Die 4 Tore im 2:2 zwischen dem HSV und Bremen dieses Wochenende waren wohl kein Zufall, auch wenn beide Teams bisher sehr wenig Tore geschossen haben. Liegt wohl daran, dass beide im Abstiegskampf stecken, unbedingt gewinnen wollen und daher maximal offensiv ausgerichtet gewesen sind. Wie verhält es sich, wenn eine der Top-5 Mannschaften gegen ein der Mannschaften am Tabellenende spielt? Wie wenn es ein Spiel zwischen zwei Mannschaften ist, wo beide in der Top 5 der Tabelle angesiedelt sind? Mauert der Abstiegskandidat dann eher und spielt auf Unentschieden, weil er sich eh keine Chancen auf einen Sieg gibt? Solche Sachen würden mich interessieren, in welchen Partien wird aggressiv und auf Sieg gespielt, in welchen gemauert, etc. Wann fallen erfahrungsgemäß viele Tore, wann wenige?
 
Zuletzt bearbeitet:
Danke für Deine Antwort. Ich habe nicht vor, von heute auf morgen mit Sportwetten Geld zu verdienen (außer vielleicht, indem ich andere nachtippe). Mir ist auch bewusst, dass die Buchmacher dort alle Mathematiker und Stochastiker sind, die sich mit Mathe zehn mal besser auskennen als ich es tue, aber gerade weil, wie du sagst, so viele irrational wetten (auf over) und die Buchmacher das ausnutzen, muss in den O/U Wetten ja irgendwo anders Value stecken, oder nicht? Ich mein, wenn viele auf Over setzen und der Bookie das ausnutzt und die Quote zu gering ansetzt, muss sie ja anderswo im Verhältnis zu hoch sein, oder? Wenn dem so ist, würde es schon Sinn machen, sich selbst mit der Statistik auseinanderzusetzen, um die O/U Wetten zu spielen, auf die eben nicht der Großteil der Tipper setzt und die womöglich Value haben. Im Moment tippe ich nur auf dem Papier mit fiktivem Geld und hab nicht vor daran was zu ändern, ich weiß, dass ich den Markt im Moment nicht schlage.


Auch wenn mir hier jeder rät, die Sache nicht mathematisch zu lösen (weil ich da als nicht-Mathematiker ja sowieso auf verlorenem Boden kämpfe), würde es mich trotzdem interessieren, wie ich in einem Spiel zwischen zwei Mannschaften, aus deren bisherigen Torquoten, eine Tor-Rate für dieses spezielle Spiel errechne. Vielleicht macht das auch gar keinen Sinn, weil die Trainer jedes Spiel taktisch individuell neu ausrichten (mal offensiver/mal defensiver). Sprich, obwohl im Fall BVB gegen FCB, die zwei torgefährlichsten Teams der Liga gegen einander antreten, hier aller Wahrscheinlichkeit nach taktisch so gespielt wird, dass im Schnitt (entgegen der Erwartung es müsse ein Tor nach dem anderen fallen) eher wenige Tore fallen. Ich weiß es nicht, frage aber deshalb!


Mich würde außerdem interessieren, in welchen Partien in der Regel offensiv und in welchen eher defensiv gespielt wird. Die 4 Tore im 2:2 zwischen dem HSV und Bremen dieses Wochenende waren wohl kein Zufall, auch wenn beide Teams bisher sehr wenig Tore geschossen haben. Liegt wohl daran, dass beide im Abstiegskampf stecken, unbedingt gewinnen wollen und daher maximal offensiv ausgerichtet gewesen sind. Wie verhält es sich, wenn eine der Top-5 Mannschaften gegen ein der Mannschaften am Tabellenende spielt? Wie wenn es ein Spiel zwischen zwei Mannschaften ist, wo beide in der Top 5 der Tabelle angesiedelt sind? Mauert der Abstiegskandidat dann eher und spielt auf Unentschieden, weil er sich eh keine Chancen auf einen Sieg gibt? Solche Sachen würden mich interessieren, in welchen Partien wird aggressiv und auf Sieg gespielt, in welchen gemauert, etc. Wann fallen erfahrungsgemäß viele Tore, wann wenige?



Versuch dich doch mal in die Lage eines Profis zu versetzen...
Du musst selbst wenn du nur 5% Vorteil gegenüber dem Bookie hast sehr sehr viele Wetten setzen um auf ne gute Rendite zu kommen.

Studier doch erstmal den Markt und deren Quotenbewegungen , ich glaube einfach mal nicht das du nach ca. 2-3000 abgegeben Wetten noch ein Gefühl dafür hast, ob jetzt 2,3 4 oder 6 Tore fallen werden weil offensiv gespielt wurde oder diese Wette XYZ heute kommt weil der beste Defensivspieler Durchfall hat und fehlt - wohl aber dafür ob eine Quote aufgrund früherer Beobachtungen deinerseits viel zu hoch ist und noch rutscht.
Du wirst merken das es in erster Linie darum geht den besten Preis auf dem Markt zu bekommen, ob die EINE Wette durchgeht oder nicht macht auf die Masse gesehen keinen großen Unterschied.
Verlieren wirste sauviel, deswegen darfst auch nie mehr als 1% setzen, naja.


Ich meine wenn du permanent ne 2 ( ca 50% Wahrscheinlich ) für den Homewin bekommst und der AsiaBookie schließt bei 1,7 oder 1,4 ( 58,8% bzw 71,4% Wahrscheinlichkeit ) , tja dann hast du eine EV+ Wette und weißt das in deiner Quote zu Anfang viel Dreck drin war und bis kurz vor Anpfiff erst alle Infos verarbeitet wurden.
Schlimmer wirds dann noch InPlay weil dann idR alle Infos ausgenutzt und die Quote richtig poliert ist - besonders bei großen Ligen.
 
Versuch dich doch mal in die Lage eines Profis zu versetzen...
Du musst selbst wenn du nur 5% Vorteil gegenüber dem Bookie hast sehr sehr viele Wetten setzen um auf ne gute Rendite zu kommen.

Studier doch erstmal den Markt und deren Quotenbewegungen , ich glaube einfach mal nicht das du nach ca. 2-3000 abgegeben Wetten noch ein Gefühl dafür hast, ob jetzt 2,3 4 oder 6 Tore fallen werden weil offensiv gespielt wurde oder diese Wette XYZ heute kommt weil der beste Defensivspieler Durchfall hat und fehlt - wohl aber dafür ob eine Quote aufgrund früherer Beobachtungen deinerseits viel zu hoch ist und noch rutscht.
Du wirst merken das es in erster Linie darum geht den besten Preis auf dem Markt zu bekommen, ob die EINE Wette durchgeht oder nicht macht auf die Masse gesehen keinen großen Unterschied.
Verlieren wirste sauviel, deswegen darfst auch nie mehr als 1% setzen, naja.


Ich meine wenn du permanent ne 2 ( ca 50% Wahrscheinlich ) für den Homewin bekommst und der AsiaBookie schließt bei 1,7 oder 1,4 ( 58,8% bzw 71,4% Wahrscheinlichkeit ) , tja dann hast du eine EV+ Wette und weißt das in deiner Quote zu Anfang viel Dreck drin war und bis kurz vor Anpfiff erst alle Infos verarbeitet wurden.
Schlimmer wirds dann noch InPlay weil dann idR alle Infos ausgenutzt und die Quote richtig poliert ist - besonders bei großen Ligen.



Moin,

Bzgl Quotenbewegung studieren: Ich schätze du meinst damit, die Quoten ab der Veröffentlichung anzusehen und zu schauen wie sich bis zur closing Line verändern und nimmst dann die closing line von Pinnacle als Refernz, weil die den Ruf hat, die tatsächliche Wahrscheinlichkeit des Ausgangs der Wette, ziemlich genau wieder zu spiegeln, richtig? (Ich schätze du beziehst dich dabei auf diesen Artikel: http://www.football-data.co.uk/blog/wisdom_of_the_crowd.php ?)



Ich meine wenn du permanent ne 2 ( ca 50% Wahrscheinlich ) für den Homewin bekommst und der AsiaBookie schließt bei 1,7 oder 1,4 ( 58,8% bzw 71,4% Wahrscheinlichkeit ) , tja dann hast du eine EV+ Wette und weißt das in deiner Quote zu Anfang viel Dreck drin war und bis kurz vor Anpfiff erst alle Infos verarbeitet wurden.


Mit "zu Anfang viel Dreck drin war", meinst du, dass die Quote Anfangs mit 2.0 viel Value hatte? Wenn du das meinst, nutzt es mir doch aber nichts, wenn ich das erst weiß, wenn der Asiabookie schließt, dann ist es doch schon zu spät. Oder meinst du, dass ich erst kurz vor Spielbeginn schauen soll, wo die Pinnacle Odds nun stehen und mich dann auf die Suche machen soll, welche Bookies zu diesem Zeitpunkt im Vergleich noch bessere Quoten haben, da dort dann Value liegen muss?


Ich weiß nicht, ob ich dich da richtig verstehe, aber diese Methode beschreibt der Artikel ebenfalls: http://www.football-data.co.uk/wisdom_of_crowd_bets.php

Ich habe aber gehört, dass es schwer ist damit langfristig Profit zu machen, weil diese ganzen kleinen Bookies mit den "Top-Quoten" eben schnell limitieren. Vielleicht hab ich dich aber auch nur falsch verstanden? Ich verstehe jedenfalls nicht, was es mir nutzt, nur die Quotenbewegung anzusehen, wenn ich keine Refernzen habe (Statistiken, Tor-Raten, anderweitige Informationen usw) um entscheiden zu können, ob diese Quoten Value haben...
 
Moin,

Bzgl Quotenbewegung studieren: Ich schätze du meinst damit, die Quoten ab der Veröffentlichung anzusehen und zu schauen wie sich bis zur closing Line verändern und nimmst dann die closing line von Pinnacle als Refernz, weil die den Ruf hat, die tatsächliche Wahrscheinlichkeit des Ausgangs der Wette, ziemlich genau wieder zu spiegeln, richtig? (Ich schätze du beziehst dich dabei auf diesen Artikel: http://www.football-data.co.uk/blog/wisdom_of_the_crowd.php ?)






Mit "zu Anfang viel Dreck drin war", meinst du, dass die Quote Anfangs mit 2.0 viel Value hatte? Wenn du das meinst, nutzt es mir doch aber nichts, wenn ich das erst weiß, wenn der Asiabookie schließt, dann ist es doch schon zu spät. Oder meinst du, dass ich erst kurz vor Spielbeginn schauen soll, wo die Pinnacle Odds nun stehen und mich dann auf die Suche machen soll, welche Bookies zu diesem Zeitpunkt im Vergleich noch bessere Quoten haben, da dort dann Value liegen muss?


Ich weiß nicht, ob ich dich da richtig verstehe, aber diese Methode beschreibt der Artikel ebenfalls: http://www.football-data.co.uk/wisdom_of_crowd_bets.php

Ich habe aber gehört, dass es schwer ist damit langfristig Profit zu machen, weil diese ganzen kleinen Bookies mit den "Top-Quoten" eben schnell limitieren. Vielleicht hab ich dich aber auch nur falsch verstanden? Ich verstehe jedenfalls nicht, was es mir nutzt, nur die Quotenbewegung anzusehen, wenn ich keine Refernzen habe (Statistiken, Tor-Raten, anderweitige Informationen usw) um entscheiden zu können, ob diese Quoten Value haben...

Zum oberen Teil, ja geht schon in die etwas wärmere RIchtung - den Sinn dahinter verstehst du wenn du deine Quoten selber ausrechnest und mit dem Schlusspreis vergleichst.

But:
Ich will dir sagen, du wirst es nicht gerne hören aber es ist einfach fucking hard, heute noch gescheiten Profit zu machen.
Allein die Anzahl der Tipster die nicht mal die Closing Line schlagen bei den großen Asiaten....
Und dann das Müllgeld was die Quoten beeinflusst, früher konntest jeden großen Drop anspielen und noch halbwegs was reissen, heute kennt jeder jeden, followed jeden Tipster etc.
Dazu kommt - viele Wetter haben ja nicht mal die richtigen Modelle, sagen einfach Joooo Bayern die Odd ist mir jetzt viel zu hoch, da guck ich mal in die Verletzen Statistik, aktuelle Form etc, geil , hat Value, nehm ich!


Kannst du mir sagen wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, das heute Partick gegen Dundee gewinnt?
Ich hab da jetzt folgendes ausgerechnet
58,7% Win Partick - 26,4% X - 14,8% away win oder auch odd wise
1,7 3,78 4,95
Addieren wir den Heimvorteil mit pauschal 5% dazu, haben wir eine Winning Probability von ca. 64% , eine faire Quote von 1,56.
Pinnacle gibt mir eine 1,98 ( ( 8:54 ) auf den Heimsieg.
Das sind eben die nackten Zahlen und damit kann man schon mal machen, aber sich jetzt auf irgendein Bauchgefühl ( was mir persönlich nur beim entscheiden, was ich heute kochen soll, hilft ) oder noch schlimmer, sich auf öffentliche Infos die eh schon in der Quote sind, verlassen...


Die aktuelle Form oder viele Tore mal außen vor, das sind aus meiner Sicht eher Störgeräusche die die breite Masse dazu veranlassen auf einen Zug von irrelevanten Infos aufzuspringen, denn alles pendelt sich wieder zum Mittelwert der Leistung ein - was wiederum andere gute Möglichkeiten ergibt.
Die Bookies wissen das aber und freuen sich umso mehr wenn die Lemminge die Over Kombi mit Müllquoten abgeben weil in den letzten 6 Spielen IMMER 3 Tore gefallen sind.

Paar Google Suchbegriffe über den Jahreswechsel wären Poissonverteilung, Regression zur Mitte, Gamblers Fallacy, Störgeräusche und Predictive Modelling.


Einen guten Rutsch in ein neues Jahr mit vielen neuen Wetterkenntnissen.