Infos zum GP von Monte Carlo vom 29.05. – 01.06. 2003-05-25
Wie wahrscheinlich den meisten bekannt - der GP von Monte Carlo ist einzigartig im GP Kalender der Formel 1 Saison. Die Strecke verfügt z.B. nicht über weitläufige Auslaufzonen, sondern findet in den engen Gassen der kleinen Hafenstadt Monaco statt. Die Strecke ist 3,340 km lang und wird im Rennen 78 umrundet. Aufgrund der niedrigen Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt die Renndistanz in Monaco nur 260,520 km statt der normalen 305 – 310 km. Der Pole Rekord liegt auf dieser Strecke bei 1’16’’676 den Juan Pablo Montoya im letztjährigen Qualifying aufgestellt hat. Der GP von Monte Carlo fand das erste mal 1929 und das zweite mal 1950 statt und wurde seit dem immer ausgetragen. Siege wurden im Fürstentum von vielen verschiedenen Fahren eingefahren, so z.B. von Michael Schumacher (1994, 1995, 1997, 1999, 2001), David Coulthard (2000, 2002) und Olivier Panis (1996).
Im letzten Jahr siegte David Coulthard, der von der zweiten Startposition aus ins Rennen ging. Er überholte am Start Juan Pablo Montoya und fuhr dann einen Start / Ziel sieg nach Hause. Der Abstand zu Michael Schumacher, der 2. wurde, war allerdings nie größer als 4 Sekunden. Daran sieht man sehr deutlich, dass die Strecke in Monaco einzigartig ist. Hier kommt es nämlich weniger auf die Biloden an, sondern mehr auf die Piloten. Es ist unmöglich in den engen Gassen zu überholen und deshalb kann man auch einen Gegener mit einem stärkeren Auto hinter sich halten, was auf anderen Strecken nicht der Fall wäre. So ging es Michael Schumacher, der, zu diesem Zeitpunkt, mit einem viel stärkeren Ferrari am McLaren von Coulthard nicht vorbei kam und deshalb nur 2. wurde. Einzige Möglichkeiten den Vordermann zu überholen: Fahrfehler des Vordermanns, technisch bedingter Ausfall oder Boxenstopp. Die Startposition ist daher sehr wichtig, denn wer beim Quali am Samstag in der ersten Reihe steht, kann schon für Sonntag Abend die Champagnerflaschen kalt stellen.
Zurück zum letzten Jahr. Im Quali sicherte sich Montoya im letzten Turn die Pole. Coulthard wurde mit einem Rückstand von knapp 4 Zehntel zweiter vor Michael Schumacher der 0,442 Sekundern hinter Montoya landete. Auf dem Podium standen Coulthard, M. Schumacher und R. Schumacher (sie belegten die Startplätze 2-4; Montoya fiel aus). Im freien Training waren letztes Jahr die Renaults sehr stark; ebenfalls auffällig stark waren die Toyotas. Ich rechne damit, dass dies in diesem Jahr ebenfalls der Fall sein sollte, da, wie schon oft erwähnt, Renault ein super gutes Chassis gebaut hat und auf Strecken, auf denen wenig Motorleistung und viel Abtrieb benötigt wird, sehr schnell unterwegs sind. Sollten sie sich für eine sehr weiche Reifenmischung entscheiden (wie schon sehr oft dieses Jahr), werden sie sehr weit vorne mitfahren. Toyota wird, meiner Meinung nach, auch ne gute Rolle in Monaco spielen. Sie haben einen Fahrer im Team, der hier 1996 gewonnen hat und somit seine Fähgkeiten auf dieser einzigartigen Strecke unter Beweis stellte. Außerdem war auffällig, dass sie auf einer aerodynamisch schwierigen Strecke (Spanien) vom Speed her gut mitkamen und im Quali und im Rennen weit vorne standen / landeten. In Österreich, einer Strecke auf der mehr Motorenleistung gefragt war, fuhren sie gnadenlos hinterher. Die Strecke in Monaco ist zwar sehr langsam (Durchschnittsgeschwindigkeit ca. 150 km/h) geht doch eher in die Richtung der Streckencharakteristik der Strecke von Barcelona und sollte deshalb den Toyotas entgegenkommen.
Natürlich wird auch Ferrari ein großes Wort um den Sieg mitreden, speziell Michael Schumacher, der hier mehr oder weniger im Zwei-Jahres-Rhythmus gewinnt (1995 – 1997 – 1999 – 2001 – ?????2003?????). Aber auch Williams und McLaren werden hier sehr gut sein und sollten Ferrari mächtig einheizen. Allerdings muss ich sagen, dass ich die Williams nicht so stark wie McLaren einschätze und Renault eine sehr gute Chance auf vordere Plätze einräume!!!!
Michi